Einen Alpha zu töten: Seine rachsüchtige Gefährtin

Einen Alpha zu töten: Seine rachsüchtige Gefährtin

last updateDernière mise à jour : 2026-10-30
Par:  Mara Lee Mis à jour à l'instant
Langue: Deutsch
goodnovel18goodnovel
Notes insuffisantes
10Chapitres
11Vues
Lire
Bibliothèque

Partager:  

Report
Overview
Catalog
Scanner le code pour lire sur l'application

Er hat ihre Familie abgeschlachtet. Jetzt will er ihre Hand zur Ehe. Marla vom Wolfsbane-Clan hat nichts mehr: nicht ihren Vater, nicht ihre Schwestern, nicht das Zuhause, das um sie herum niederbrannte. Das Einzige, was sie am Leben hält, ist Rache. Als der uralte Vertrag des Aschenen Blutes Frieden durch Heirat verlangt, wird sie ausgerechnet dem Mann angeboten, der ihre Welt zerstört hat: dem Alpha-Erben Cardan Wreinwroth vom Veyrath-Clan. Als sie, wie es ein vor Jahren unterzeichneter Friedensvertrag verlangt, feindliches Gebiet betritt, verfolgt sie nur ein Ziel: Cardans Vertrauen gewinnen, hochrangige Informationen sammeln und ihn dann töten. Doch was Cardan nicht weiß: Er bekommt nicht bloß eine schwache Omega-Braut. Sie ist seine auserwählte Gefährtin und seine letzte Erlösung, denn er muss das Band mit ihr vollziehen und dafür sorgen, dass sie ihn will und annimmt. Freiwillig. Während nach und nach die Wahrheit ans Licht kommt und der wahre Schurke enthüllt wird, wird Marla ihre Mission vollenden können? Wird sie den Sehnsüchten ihres Herzens nachgeben oder zulassen, dass es in den Flammen ihres Zorns und ihrer Trauer auflodert? Unter dem gegenseitig entfachten Hass erwacht ein uraltes Band, mit dem keiner von beiden gerechnet hat. In neunzig Tagen wird es sie entweder vereinen oder beide zerstören. Vollständig.

Voir plus

Chapitre 1

EINE MASSENMORD-BINDUNG

Mein Herz schlug heftig gegen meinen Brustkorb.

Während Schreie die Nacht durchzogen, sah ich, wie wieder ein Körper wenige Meter entfernt zusammenbrach.

Dann noch einer.

„G…G…Gnade… Gnade.“ Die Bitte hatte die Lippen der Wölfin kaum verlassen, als schon Krallen sie durchbohrten. Ich keuchte auf.

Zu meiner Linken sah ich, wie einer von ihnen meinen Vater packte.

Mein Atem stockte. „Vater—“

Die Krallen rissen blitzschnell über seine Kehle, und sein Körper sackte zu Boden.

Der metallische Geruch von Blut brannte in meiner Nase. Ich schlug mir eine Hand vor den Mund und sah zu, wie das Blut über den Boden spritzte.

Mein Vater. Mein Alpha.

Meine Finger bohrten sich in die Wand, während ich den Drang bekämpfte, hinauszukriechen und zu kämpfen. Ich griff fester in die Schultern des kleinen Welpen, den ich eng an mich drückte. Ich konnte nicht mehr zusehen. Es war ein unfairer Kampf. Wir waren völlig unvorbereitet gewesen. Denn Stunden zuvor war alles noch ganz anders gewesen. Stunden zuvor hatten wir noch gelacht.

Ich hatte neben meiner Mutter im Speisesaal gesessen, während mein Bruder, der Alpha-Erbe Klein, seinen Becher hob.

„Auf Jiakum“, verkündete er. „Den jüngsten Tracker in der Geschichte der Wolfsbane.“

Das Rudel jubelte. Jiakum grinste schüchtern neben mir.

„Seine Fährtenlese-Fähigkeiten haben bereits die Hälfte der Wächter übertroffen“, fuhr Klein fort. „Vielleicht hat die Mondgöttin ihn persönlich gesegnet.“

Erneut brach Jubel aus.

Ich lachte. „Oh, das ist mehr als offensichtlich.“

In unserer Familie war es schon immer normal gewesen, von der Mondgöttin mit außergewöhnlichen Gaben gesegnet zu werden.

Die Nacht hatte sich vollkommen angefühlt.

Ein Schrei riss mich in die Gegenwart zurück. Ich runzelte die Stirn, als mir einfiel, wie Jiakum erblasst war.

„Jiakum?“

Er drehte sich zu mir um und übergab sich über mein Kleid.

Ich starrte auf mich hinab. „Jia…“, sagte ich vorsichtig, während das Lächeln langsam von meinem Gesicht wich.

Er stöhnte. „Tut mir leid…“

Trotz allem schrie ich ihn nicht an, sondern hob ihn einfach von seinem Stuhl hoch.

„Komm. Lass uns dich säubern, bevor Mutter das sieht.“

„Gib mir deine Hand, und los geht’s.“

Wir waren auf halbem Weg zum hinteren Teil des Packhauses, als seine Finger plötzlich meine fester umschlossen.

„Irgendwas stimmt nicht.“

„Was?“

Sein Atem wurde flach. „Irgendwas ist… sehr, sehr falsch.“

„Jiakum, du bist wahrscheinlich nur krank. Vielleicht war es das Lamm.“

Er schüttelte den Kopf. „Nein.“ Seine Augen kämpften darum, sich auf mich zu fokussieren. „Ich meine es ernst.“

„Pst.“ Ich hockte mich neben ihn. „Wir sind in Sicherheit. Und alles—

Boom!  

Der Rest meiner Worte erstarb. Das gesamte Packhaus erbebte.

Mein Kopf schnellte sofort zum Speisesaal. Schreie hallten durch die Gänge.

„Marla?“, rief Jiakum hinter mir.

Der Geruch erreichte mich Sekunden später. Blut. Der Gestank hing schwer in der Luft.

Sofort packte ich ihn und rannte zu dem einen Ort, von dem ich wusste, dass er uns schützen könnte. Meine Luke.

„Beeil dich.“

Wir rasten durch die stillen hinteren Gänge des Packhauses. Mein Herz raste, während ich versuchte, uns verborgen zu halten.

Wer waren diese Leute? Wie hatten sie unsere—

„Marla!“

Jiakums Husten riss mich in die Realität zurück. Draußen füllte Rauch die Luft.

„In Deckung, es sind die Veyrath—“ Die Worte starben dem Soldaten im Hals, als ein Pfeil ihm die Kehle durchbohrte.

Galle stieg in mir hoch, während ich zusah. Als wir die Luke erreichten, riss ich sie auf und schob ihn hinein.

„Sei still und bleib hier.“

„Aber—“

Ich zwängte mich mit ihm in den engen Raum und legte ihm die Hände über den Mund.

„Beweg dich nicht.“

Ich flüsterte, während ich neben ihm hockte.

„Es sind die Veyrath, oder?“

Meine Kehle zog sich zusammen. „Ja.“ Ich legte einen Finger auf seine Lippen. „Und jetzt still.“

Schreie rissen uns wieder in die Wirklichkeit, während wir beide reglos blieben. Ich spürte das Zittern seines kleinen Körpers an mir und unterdrückte den Schluchzer, der mir die Kehle hinaufwandern wollte.

Schritte donnerten irgendwo über uns. Dann, aus dem Nichts—  

Die Luke flog auf.

Eine Hand packte mich an den Haaren. Ich schob Jiakum tiefer in die Dunkelheit der Luke, während ich schrie, als ich aus meinem Versteck gerissen wurde.

___________________________________________

Es war noch schlimmer, alles klar zu sehen. Leichen bedeckten den Boden, Blut klebte an allem.

„Lass mich los!“, knirschte ich, während ich gegen den Griff des Soldaten ankämpfte, der mich festhielt.

„Ruhe, Omega.“ Der Soldat brüllte und rammte mir sein Knie in die Rippen.

„Ahhh.“ Der Schmerz trübte meine Sicht, während ich versuchte, bei Bewusstsein zu bleiben. Ich blickte auf meine Rippen hinab und der Atem entwich mir, als ich das Blut sah, das aus meinem Rumpf sickerte. Als ich mich darauf konzentrierte, wohin er mich brachte, entriss sich ein Schluchzer meiner Kehle, und er warf mich auf den Boden des Packhauses.

Ich sog scharf die Luft ein. Ich landete hart auf den Knien.

Als ich meine Umgebung in mich aufnahm, sackte mein Herz vor Erleichterung zusammen. Ich sah sie.

Kia und Rochelle, meine beiden älteren Schwestern, kauerten eng beieinander, festgehalten von meiner Mutter.

Ich wollte mich zu ihnen bewegen, hielt jedoch inne, als ich den leblosen Körper bemerkte, der vor ihnen lag.

Klein.

Meine Brust zog sich zusammen. Blut sammelte sich unter seinem Kopf. Meine Lungen schienen die Arbeit einzustellen. „Klein…?“, keuchte ich.

Ein Schluchzer entriss sich mir, als ich zu ihm kroch.

Meine Augen kniffen sich zusammen, als ein Stiefel mir gegen die Schulter krachte.

„Bleib unten.“

Weißglühender Schmerz flammte in mir auf, und ich gab nach.

„Ruhe!“

Der Befehl kam vom Stuhl. Langsam hob ich den Kopf und sah ihn. Cardan Wreinwroth, Erbe des Throns von Veyrath.

Ich hatte ihn nur einmal in meinem Leben gesehen, aber ich erkannte diese haselnussbraunen, feurigen Augen überall. Seine Blicke trafen sich kurz mit meinen, und ich bemerkte ein merkwürdiges Flackern in ihnen.

Einen schrecklichen Moment lang bewegte sich keiner von uns. Ich spürte, wie sein Blick über mich wanderte. Sein Kiefer spannte sich an.

Ich wusste, dass er riechen konnte, was ich war. Eine Omega.

„G…G…Gnade, bitte.“ Die Stimme meiner Mutter brach. „Wir flehen um Gnade.“

Ihre Stimme zitterte, während sie versuchte, Kia und Rochelle hinter sich zu verbergen.

„Oh, aber das hier ist Gnade.“ Er schnurrte. Ein Lächeln zuckte über seine Lippen, als er befahl, Rochelle näherzubringen.

Sie kämpfte gegen ihren Griff an. „Lass mich los.“ Sie knirschte mit den Zähnen, während man sie zwang, vor ihm niederzuknien.

„Was für einen Geist hast du da“, lachte er, während seine Krallen leicht um ihre Kehle kreisten. „Und eine Luna dazu? Von gutem Nutzen, findet ihr nicht auch, Männer?“

Um uns herum grinsten seine Wölfe.

„B…bitte.“ Meine Mutter schrie.

„Ich würde eher sterben, als irgendwohin mit dir zu gehen.“ Sie spuckte. Ihre Stimme war fest, während sie ihm in die Augen sah. Entsetzt sah ich zu, wie ihr Speichel über sein Gesicht lief.

Wir hatten als Kinder einmal darüber gescherzt, dass sie der Typ war, der dem Tod ins Auge blickte und lächelte. Die Älteste und die Beste unter allen Wölfinnen, wenn es um den Kampf ging.

Wir hatten nie daran gezweifelt, dass sie es konnte. Aber jetzt wünschte ich mir, sie würde es nicht tun. Nicht vor diesem Monster.

Wir hatten nicht einmal Zeit zu schreien, bevor er mit seinen Krallen mitten durch sie hindurchschnitt.

„Neeein!“ Meine Mutter und Kia schrien gleichzeitig, während ich nur schweigend zusah.

Mir wurde übel. Meine ältere Schwester ging auf den Fliesen nieder, während Blut aus ihrer Kehle schoss.

„Betrachte mich nicht länger als gnädig.“

Mit einem Zeichen an seine Männer zogen sie Kia von meiner Mutter weg.

Sie wehrte sich heftig.

„Bitte, ich tue alles, alles, verschont—“

Blut sprudelte aus ihrem Mund, als sie schockiert auf die Krallen hinabblickte, die sie mitten durchbohrt hatten.

„Neeein!“

Ich zappelte heftig auf dem Boden, während ich zusah, wie auch sie starb.

Tränen traten in die Augen meiner Mutter, während sie ihre beiden Töchter fallen sah.

Ihre Augen nahmen einen wahnsinnigen Glanz an, als sie zu dem Alpha aufblickte, der für all das verantwortlich war.

Ein manisches Lachen entriss sich ihr.

„Nehmt mich auch, nehmt mich jetzt!“ Sie bewegte sich auf sie zu. „Nehmt mich auch und die Omega? Ihr könnt sie auch haben, nehmt alleseees!!!“

Schauer liefen mir über den Rücken, während sie weitersprach.

„Die Sonne, der Fall, die Herbstbrise, eure Zeit läuft ab.“ Sie murmelte vor sich hin, während sie die blassen Hände Kias nahm und sie über ihr Gesicht strich.

Alpha Cardan lächelte und beugte sich näher. „Was war das? Ich kann dich nicht hören“, kicherte er leise, unfähig, ihr seltsames Lied zu verstehen.

Sie lächelte vor sich hin und sang das verrückte Lied weiter.

„Die Sonne, der Fall, die Herbstbrise, ein Mond, ein Mond, ein Mond, wir nehmen eure Kraft. Es wird nichts übrig bleiben, nieder geht der Alpha.“ Sie kicherte, während sie die toten Körper um sich herum betrachtete.

Tränen liefen mir aus den Augen. Ich versuchte, sie zurückzuhalten. Meine Rippen stachen gegen die Haut, während ich die Tränen stoppen wollte.

Plötzlich stand Cardan auf, und ich sah zu, wie er mit dem Bein gegen ihre Rippen trat. Blut rann aus ihrem Mund, während sie weiter murmelte.

„Verrotte in der Hölle, Schlampe.“

„Was ist mit der Omega?“

„Was ist mit ihr? Ist sie nicht eine… Bedrohung?“

Ich zuckte zusammen, als ich einen seiner Wölfe fragen hörte. Seine Augen trafen wieder die meinen, und wieder sah ich es – dieses merkwürdige Flackern, während er mich seltsam ansah. Sein Gesicht verzog sich. „Nicht in diesem Leben.“

Er wandte sich an seine Männer zurück. „Ich habe keine Verwendung für sie. Sammelt die restlichen Soldaten sofort ein. Wir gehen jetzt, bevor Verstärkung eintrifft und mein Vater Wind davon bekommt.“

„Ja, Alpha.“

Das Geräusch ihrer Schritte verklang langsam in der Ferne.

Ich blieb wie erstarrt auf dem Boden liegen und starrte auf die Blutspur meines Vaters, Kleins, Kias, Rochelles.

Sie waren überall.

Fort… Alle fort.

Ich presste beide Hände gegen den Mund und versuchte verzweifelt, mich zum Schweigen zu bringen.

Zumindest Jiakum. Ich hatte ihn gerettet.

Ich murmelte vor mich hin, tröstete mich selbst, während ich die Augen vor dem Blutbad um mich herum schloss.

Doch dann—  

Spürte ich etwas Seltsames in meinem Inneren aufsteigen.

Als ich auf meinen Rumpf hinabblickte, war ich schockiert festzustellen, dass er langsam heilte.

Etwas regte sich wieder in mir. Ich erstarrte. Einen Moment lang dachte ich, es sei Angst. Dann spürte ich einen seltsamen Zug, der mein Herz erreichte.

Ich versuchte, ihn wegzuschieben und an Jiakum zu denken. Meine Hoffnung.

Eine schwache Wärme ringelte sich irgendwo tief unter meinen Rippen.

Wie die zarteste Berührung von Fingern an meiner Seele. Ich schluckte schwer, als ich sie hörte.

*Marla...*

Mein Atem stockte. Ich hatte die Stimme meiner Wölfin seit Jahren nicht mehr gehört.

Nicht richtig. Sie war immer da gewesen, begraben unter der Stille, die mit dem Omega-Dasein einherging. Eine ferne Präsenz, von der ich mich vor langer Zeit überzeugt hatte, sie sei einfach zu schwach, um an die Oberfläche zu kommen.

Aber jetzt—  

Sie war wach.

*Mate.*

Das Wort war nicht meins. Es kam von irgendwo in mir. Mein ganzer Körper wurde starr.

„Nein“, flüsterte ich.

Die Wärme zog sich plötzlich eng in meiner Brust zusammen.  

Nicht zu den Körpern um mich herum. Nicht zu meiner Familie. Sondern zu ihm in der Ferne.

Mein Kopf schnellte in die Richtung, in die Cardan verschwunden war.

Ein Schauer des Entsetzens lief mir über den Rücken. Die Empfindung war schwach. So schwach, dass ich sie mir eingebildet haben konnte.

It had to be my imagination. Yes, I imagined it. I had to imagine it!

My she-wolf whimpered again.

*Death...*

I shook my head vigorously.

"No."

He had killed her. He had killed my family. He had taken everything from me.

It was impossible—  

A sharp pain pierced my chest.

I gasped and clung to her. For a terrifying moment, I could almost feel another heartbeat beneath my own.

He was slow. Powerful and familiar.  

Then he disappeared. All that remained was coldness.

I stared at the doorway, my tears blurring the empty corridor.

I didn't understand what had just happened. I didn't want to understand.

Because if my she-wolf told me what I feared she would tell me...

Then came the monster that had destroyed my entire world—

Something far worse than my enemy.

He was my mate.

Déplier
Chapitre suivant
Télécharger

Dernier chapitre

Plus de chapitres
Pas de commentaire
10
Découvrez et lisez de bons romans gratuitement
Accédez gratuitement à un grand nombre de bons romans sur GoodNovel. Téléchargez les livres que vous aimez et lisez où et quand vous voulez.
Lisez des livres gratuitement sur l'APP
Scanner le code pour lire sur l'application
DMCA.com Protection Status