Er nannte sie defekt… und bettelte dann um sie zurück

Er nannte sie defekt… und bettelte dann um sie zurück

last updateÚltima atualização : 2026-10-18
Por:  Olivia Parker Atualizado agora
Idioma: Deutsch
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ZUSAMMENFASSUNG Zwei Jahre lang liebte Seraphine Vale Alpha Riven Blackthorn im Stillen. Sie gab ihm alles. Er gab ihr nichts außer kalter Distanz. Dann, vor dem gesamten Rudel, wies er sie zurück. Er nannte sie unfruchtbar. Defekt. Er riss ihr das Luna-Abzeichen von der Brust und heftete es einer anderen Frau an, die bereits seinen Erben in sich trug. Er verstieß sie in den Regen, und ihr Wolf begann zu sterben. Zurückweisung, Krankheit und Tränen zerrissen ihren Körper. Blut folgte ihr die leere Straße hinab. Und im dunklen Wald jagte ein Rogue-Alpha den Duft einer zerbrochenen Luna. Weit entfernt erwachte Riven mit ihrem Namen auf den Lippen. Die Reue kam zu spät. Denn die Frau, die er verstoßen hatte, blutete, wurde gejagt und trug ein Geheimnis in sich, das ihn vernichten würde. Er nannte sie defekt. Nun wird er um die Frau betteln, die er fortgeworfen hat… wenn sie lange genug lebt, um es zu hören.

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Capítulo 1

Die leere Wiege

„Wo ist diese leere, unfruchtbare Frau, die sich Luna des Rudels nennt?“

Die kalte Stimme durchschnitt die stillen Hallen des Blackthorn-Rudelhauses wie ein Messer. Ich kannte diese Stimme. Ich hatte sie zwei Jahre lang jeden Tag gehört.

Vespera Blackthorn, die ehemalige Luna, die Mutter meines Mannes, stand im Türrahmen des Kinderzimmers. Ihre Augen waren gefroren vor Verachtung, als sie auf mich fielen.

Ich kniete auf dem Boden neben dem Kinderbett,

das ich vor zwei Jahren mit so viel Hoffnung ausgesucht hatte.

Ihre Lippe kräuselte sich, als sie mich endlich ansah.

„Immer noch nichts, Seraphine? Zwei Jahre und dein Bauch bleibt flach. Eine Luna, die dem Alpha keinen Erben schenken kann, ist überhaupt keine Luna.“

Ich zwang mich zu einem kleinen Lächeln. Meine Finger umklammerten das Holzgeländer des Kinderbetts, bis meine Knöchel weiß wurden.

„Ich versuche es immer noch, Mutter“, antwortete ich leise.

Meine Hände zitterten so stark, dass ich sie unter dem Bettrock verstecken musste. Ich wollte nicht, dass sie sah, wie sehr ihre Worte immer noch wehtaten. Ich hatte gelernt, dass Schmerz zu zeigen sie nur schärfer machte.

Schwere Schritte erklangen im Flur. Mein Herz sprang hoch, so wie immer, wenn ich ihn kommen hörte.

Alpha Riven Blackthorn trat ins Kinderzimmer, Scham und etwas Dunkleres verzogen sein Gesicht.

Zuerst sah er mich nicht an. Als er schließlich sprach, war seine Stimme tief und rau und hallte durch den offenen Türrahmen in den Rest des Hauses.

„Ich bin seit zwei Jahren mit dir verheiratet… und du konntest dem Rudel immer noch keinen einzigen Welpen schenken.“

Die Worte landeten wie Steine auf meiner Brust. Ich hielt den Kopf leicht gesenkt. Diese Haltung hatte ich geübt.

Ruhig. Sanft. Nicht bedrohlich.

Die perfekte Luna, die nie Ärger machte, selbst wenn ihr Herz brach.

Ich erinnerte mich an die erste Nacht, als er mich hierherbrachte – voller Hoffnung.

Ich dachte, wenn ich ihn hart genug, sanft genug liebte und ihm alles gab, würde er mich irgendwann so ansehen, wie ein Partner seine Luna ansehen sollte.

Ich kochte seine Lieblingsgerichte, bereitete seine Kleidung vor und wartete in den Nächten auf ihn, in denen er spät von Patrouillen nach Hause kam. Ich verlangte nie etwas zurück außer ein wenig Wärme.

Aber ich erhielt sie nie.

Vom Flur her trug die Stimme des Oberkriegers Rorik Stone klar herüber.

„Vielleicht hat die Mondgöttin einen Fehler gemacht. Eine wahre Luna hätte inzwischen empfangen. Wir sollen eine unfruchtbare Frau schützen, die nichts als Schwäche bringt.“

Leises Gelächter folgte seinen Worten.

Mehrere der Krieger mussten direkt draußen gestanden haben. Ich behielt den Blick auf der leeren Matratze im Kinderbett.

Das kleine Mobile, das ich darüber aufgehängt hatte, drehte sich noch langsam im Luftzug der offenen Tür.

Winzige hölzerne Sterne und Monde, die ich in den ersten Monaten unserer Ehe geschnitzt hatte, als ich noch glaubte, ein Baby würde diesen Raum mit Geräuschen füllen.

Zwei Omega-Dienerinnen gingen am Türrahmen vorbei und trugen Tabletts. Sie gaben sich kaum Mühe, ihre Stimmen zu senken.

„Ich habe gehört, der Alpha hat sie seit Monaten nicht berührt“, flüsterte eine. „Wer würde das auch wollen? Es ist, als läge man mit einem zerbrochenen Gefäß.“

„Besser, sie geht bald“, antwortete die andere.

„Das ganze Haus riecht nach ihrem Versagen.“

Meine Wangen brannten, aber ich hob den Kopf nicht.

„Versagen.“

Das war das Wort, das sie alle jetzt benutzten. Als wäre mein Körper etwas, das ich absichtlich kaputt gemacht hätte, und als hätte ich nicht jede Vollmondnacht auf den Knien gebetet, bis meine Stimme fort war.

Ich trank jeden bitteren Tee, den die Heiler mir in die Hände drückten. Ich weinte still in mein Kissen in den Nächten, in denen Riven fernblieb.

Eine ranghohe Wölfin blieb am Türrahmen stehen. Ich erkannte sie; sie war erst seit wenigen Monaten verpaart, und schon zeigte ihr Bauch eine weiche Rundung.

Sie legte eine Hand auf die kleine Wölbung und sah mich direkt an.

„Einige von uns wurden schnell gesegnet“, sagte sie mit süßem Gift in der Stimme. „Andere… waren offensichtlich nicht für die Mutterschaft auserwählt. Es muss schmerzhaft sein, weiterhin so zu tun.“

Das Wort blieb in meiner Kehle stecken. Ich tat nicht so. Ich überlebte. Das war ein Unterschied, auch wenn niemand sonst ihn sehen konnte.

Beta Cassian Drake erschien als Nächstes. Er sprach direkt zu Riven und warf mir nicht einmal einen Blick zu.

„Die östlichen Rudel stellen bereits Fragen, Alpha. Sie sagen, die Luna von Blackthorn sei defekt. Wir können sie uns nicht länger leisten.“

Defekt?

Wieder dieses Wort.

Ich blieb kniend, meine Schultern nach innen gekrümmt.

Dennoch weigerte ich mich, die Tränen fallen zu lassen.

Nicht hier vor ihnen.

Tränen würden nur alles beweisen, was sie bereits über mich glaubten – dass ich schwach und zerbrochen war.

Vespera beobachtete mich lange, als warte sie darauf, dass ich zerbreche. Als ich schweigend blieb, machte sie ein kleines Geräusch des Ekels und ging. Die anderen drifteten hinter ihr her.

Ihre Schritte und leises Gelächter verhallten den Flur hinunter, bis nur noch Riven und ich im Kinderzimmer blieben.

Er stand lange schweigend da. Ich spürte seinen Blick auf mir, aber ich sah nicht hin.

Weil ich Angst hatte, wie seine Augen aussehen könnten. Mitleid würde wehtun. Wut würde mehr wehtun. Gleichgültigkeit würde am meisten wehtun – und ich wusste bereits, dass ich das finden würde.

Schließlich sprach er, seine Stimme leiser als zuvor.

„Morgen findet eine Rudelversammlung statt. Sei anwesend.“

Das war alles. Er drehte sich um und ging hinaus. Die Tür schloss sich hinter ihm mit einem leisen, endgültigen Klick.

Ich blieb noch lange nach seinem Gehen auf den Knien. Das Kinderzimmer fühlte sich kälter an ohne ihn. Oder vielleicht war ich diejenige, die kalt geworden war.

Ich drückte die Stirn gegen das Holzgeländer des Kinderbetts und schloss die Augen.

„Ich habe es versucht“, flüsterte ich in den leeren Raum. „Jedes Gebet. Warum war es immer noch nicht genug?“

Keine Antwort kam. Das kleine Mobile über dem Kinderbett drehte sich noch einmal und blieb dann still.

Als ich mich endlich aufrichtete, fühlte sich mein Körper schwerer an, als er sollte. Ich ging wie ein Geist durch die stillen Hallen des Rudelhauses.

Diener, Omegas und andere niedrig rangierte Wölfe traten alle beiseite, sobald sie mich sahen. Manche senkten die Augen. Andere machten sich nicht die Mühe, ihre Verachtung zu verbergen.

Ich war zu etwas geworden, das man mied. Etwas Schändliches.

In unserem Schlafzimmer setzte ich mich an den Rand des Bettes, das wir in den letzten Monaten kaum geteilt hatten.

Die Laken rochen noch schwach nach ihm.

Früher drückte ich mein Gesicht in sein Kissen, wenn er fort war, und tat so, als bedeute der Duft etwas – aber heute Nacht war es anders. Ich konnte mich nicht mehr dazu zwingen.

Ich dachte an die frühen Tage, an die Art, wie mein Wolf sich rührte, sobald er einen Raum betrat. Die Bindung hatte sich einst warm und voller Versprechen angefühlt. Irgendwann auf dem Weg war diese Wärme zu einem stillen Schmerz geworden.

Ich redete mir immer wieder ein, wenn ich nur härter versuchte und geduldiger war, würde Gott mich mit dem Kind segnen, das er brauchte, und alles würde sich ändern.

Ich legte mich auf die entfernte Seite des Bettes.

Das Zimmer fühlte sich zu still an.

Ich starrte an die Decke und lauschte den fernen Geräuschen des Rudelhauses, das sich für die Nacht zur Ruhe legte.

Irgendwo unten lachten Krieger,

eine Wölfin sang leise ihrem Welpen vor.

Lebendige Geräusche, die mich nicht mehr einschlossen.

Kurz vor der Dämmerung begann der Schmerz.

Er begann als dünne, scharfe Linie mitten durch meine Brust. Zuerst dachte ich, es sei nur mein Herz, das ein wenig mehr brach. Dann wurde die Linie heißer. Es fühlte sich an, als hätte jemand eine Klaue genommen und sie langsam durch die Partnerbindung selbst gezogen.

Mein Wolf regte sich in Panik und drückte gegen meine Rippen, als könne er die Verbindung mit Gewalt schützen.

Ich setzte mich auf, eine Hand fest gegen meinen flachen Bauch gepresst. Die andere umklammerte den Vorderteil meines Nachthemdes. Der Schmerz wurde schärfer.

Ein leises Geräusch entkam meiner Kehle, bevor ich es stoppen konnte.

Das war kein gewöhnlicher Herzschmerz.

Das war die Bindung, die zu reißen begann.

Ich wusste, was es bedeutete.

Ich hatte Geschichten von zurückgewiesenen Partnern gehört, aber nie geglaubt, dass es mir passieren würde.

Nicht nach zwei Jahren. Nicht nach allem, was ich gegeben hatte.

Tränen liefen endlich über meine Wangen. Ich wischte sie nicht weg. Es war niemand mehr da, der sie sehen konnte.

Ich flüsterte in den dunklen Raum, meine Stimme kaum noch ruhig.

„Wenn ich defekt bin… dann soll die Mondgöttin mich ganz nehmen. Ich kann es nicht ertragen, verstoßen zu werden, während ich ihn noch liebe.“

Der Schmerz in meiner Brust pulsierte noch einmal, diesmal stärker, als hätte die Bindung selbst mich gehört und zugestimmt.

Draußen vor dem Fenster begann der Himmel aufzuhellen. Der Tag der Rudelversammlung war da.

Ich saß am Rand des Bettes, die Arme um meine Mitte geschlungen, und wartete auf den Sonnenaufgang, wissend, dass, wenn er kam, das Leben, das ich so hart versucht hatte aufzubauen, enden würde.

Und dennoch hoffte selbst dann noch ein törichter Teil von mir, er könnte seine Meinung ändern.

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