بيت / Mafia / Familiengeheimnis / Kapitel 3: Das Spiel beginnt

مشاركة

Kapitel 3: Das Spiel beginnt

مؤلف: Romance Addict
last update تاريخ النشر: 2026-07-23 03:32:58

Die Absätze meiner Mutter klackten auf dem Marmor, jeder Schritt ein Countdown für die Katastrophe.

Julians Finger waren immer noch in mir, die Hand von Silas lag immer noch über meinem Mund, und Mama war vielleicht dreißig Sekunden davon entfernt, in dieses Arbeitszimmer zu gehen und ihre Tochter nackt auf dem Schreibtisch ihres Arbeitgebers vorzufinden.

"Elena? Schatz, bist du hier oben?" Näher jetzt. Direkt draußen auf dem Flur.

Die Augen von Silas verhakten sich in meinen. Er sah nicht besorgt aus. Er sah interessiert aus, als wäre das nur eine weitere Variable in einer Gleichung, die er bereits löste.

"Julian." Seine Stimme war kaum ein Hauch. "Unter den Schreibtisch. Jetzt."

Etwas Gefährliches blitzte auf Julians Gesicht auf. Sein Kiefer spannte sich an, und für eine Sekunde dachte ich, er würde sich weigern, nur um zu beweisen, dass er es konnte. Aber dann zogen sich seine Finger aus mir zurück... langsam, bedacht, sodass ich jeden Zentimeter des Fehlens spürte... und er ließ sich auf die Knie fallen und verschwand in den Schatten unter dem Schreibtisch.

Silas bewegte sich schneller, als ein Mann seiner Größe ein Recht dazu hatte. Mein Kleid kam vom Boden hoch und traf meine Hände, und er positionierte sich in derselben Bewegung hinter der Tür, eine fließende Abfolge, als hätte er genau das geübt.

Ich riss mir den Stoff mit zwei Sekunden Vorsprung über den Kopf.

Die Tür öffnete sich, und meine Mutter kam herein.

"Oh! Da bist du ja." Sie lächelte, die Wangen gerötet vom Wein, völlig entspannt in einer Welt, von der sie keine Ahnung hatte, dass sie sich gerade aus der Angel gehoben hatte. "Ich habe dich überall gesucht. Silas wollte uns eine Führung durch die..." Ihre Augen landeten auf mir und ihr Lächeln wurde besorgt. "Schatz, ist alles in Ordnung mit dir? Du siehst so erhitzt aus."

"Mir geht es gut." Zu hoch. Meine Stimme kam zu hoch heraus. "Mir war nur ein bisschen schwindelig. Ich habe mich einen Moment hingesetzt."

Sie trat näher. Unter dem Schreibtisch wurde Julian völlig starr, und ich spürte, wie sich die Luft im Raum veränderte, so wie kurz bevor etwas zerbricht.

"Du hättest etwas sagen sollen. Silas hätte..." Sie drehte sich um und sah ihn schließlich an der Tür stehen. "Oh! Ich habe Sie gar nicht gesehen."

"Ich habe sie rufen hören." Silas trat vor, völlig gefasst, kein Haar fehl am Platz. "Ich wollte nach ihr sehen. Ich glaube, der Umzug überfordert sie ein wenig."

"So geht es ihr manchmal." Mama strich mir mit ihrer kühlen Hand über die Stirn, und ich musste mich sehr schwer darauf konzentrieren, nicht auf den Kontrast zwischen ihrer Berührung und der Hitze zu reagieren, die immer noch durch den Rest meines Körpers strahlte. "Reizüberflutung. Zu viele neue Dinge auf einmal."

Unter dem Schreibtisch glitt Julians Hand meine Wade hoch. Langsam. Bedacht. Eine Erinnerung daran, dass er immer noch da war, immer noch geduldig, immer noch wartete.

"Warum gehen Sie nicht zurück zur Gesellschaft, Martha?", sagte Silas. "Ich werde dafür sorgen, dass Elena in ihrem Zimmer unterkommt. Wir wollen nicht, dass sie sich an ihrem ersten Abend hier unwohl fühlt."

"Sind Sie sicher? Ich kann bleiben..."

"Ich bestehe darauf." Kein Widerspruch möglich in diesem Tonfall. Überhaupt keiner.

Mama zögerte, ihre Augen wanderten zwischen uns hin und her. Ein schrecklicher Moment, in dem ich sicher war, dass sie es sehen konnte - irgendeine Spur, irgendein Beweis, der auf meine Haut geschrieben steht. Aber dann lächelte sie und drückte meine Schulter mit beiden Händen.

"Ruhe dich etwas aus, Schatz. Wir sprechen morgen Früh." Sie küsste meine Stirn, warm und ohne Eile, und drehte sich zur Tür. "Danke, Silas. Für alles."

"Selbstverständlich."

Die Tür fiel ins Schloss. Ihre Schritte verhallten auf dem Flur, wurden leiser, bis das Haus sie vollständig verschlang.

Niemand von uns bewegte sich.

Dann kroch Julian unter dem Schreibtisch hervor, und der Blick auf seinem Gesicht machte etwas Kompliziertes mit meinem Magen.

"Das war knapp", flüsterte ich.

"Das war das Heißeste, was ich je gesehen habe." Er war zurück zwischen meinen Oberschenkeln, bevor der Satz endete, seine Finger fanden mich genau so, wie er mich zurückgelassen hatte, was ihm alles verriet und mir noch mehr über mich selbst erzählte. "Du wärst beinahe mit meinen Fingern in dir erwischt worden, und du bist jetzt nasser als vorher."

"Wir sind noch nicht fertig." Silas drehte das Schloss der Tür wieder um. Dann griff er hinüber und löschte das Deckenlicht, sodass nur noch das kalte blaue Leuchten der Monitore blieb. Es verwandelte den Raum in etwas völlig anderes - etwas, das nicht zum Tageslicht oder zu normalen Regeln gehörte. "Nicht einmal ansatzweise."

Er hielt etwas in der Hand, als er sich zurückdrehte. Ich brauchte eine Sekunde, um es zu erkennen.

Mein Telefon.

"Wie haben Sie...?"

"Du hast es auf deinem Bett gelassen." Er tippte auf den Bildschirm, ruhig wie ein Mann, der den Wetterbericht prüft. "Entsperrt. Unvorsichtig, Elena."

Mir rutschte das Herz in die Hose. "Was machen Sie damit?"

"Ich stelle sicher, dass du verstehst, womit du einverstanden warst." Er drehte den Bildschirm zu mir. Mein Nachrichtensprechverlauf mit Jess, meiner Mitbewohnerin, offen und lesbar. "Du gehörst jetzt uns. Jeder Teil von dir. Das bedeutet, wir entscheiden, was du siehst, wohin du gehst, mit wem du sprichst."

Julians Finger drängten tiefer, krümmten sich, und das Keuchen, das aus mir heraustrat, hatte keinerlei Würde mehr.

"Ab genau jetzt", sagte er an meinem Ohr.

"Wartet..." Aber das Wort löste sich auf, als Lust meine Wirbelsäule hochschoss und alles andere kurzschloss.

"Kein Warten mehr." Silas legte mein Telefon ab und griff nach seinem Gürtel mit derselben unaufgeregten Effizienz, die er auf alles anwandte. "Du hast deine Wahl getroffen. Jetzt lebst du damit."

Sein Reißverschluss war unfassbar laut in der Stille.

"Auf die Knie", sagte er. "Und öffne deinen Mund."

Ich hätte mich weigern sollen. Es gab immer noch einen Teil von mir - schrumpfend, aber vorhanden -, der wusste, dass ich das Wort sagen und das hier beenden sollte. Hier rausgehen und den Rest später regeln.

Stattdessen glitt ich vom Schreibtisch und ließ mich auf dem kalten Boden auf die Knie fallen.

Hinter mir gab Julian ein tiefes, zufriedenes Geräusch von sich. Seine Hände fanden meine Hüften, zogen sie zurück, positionierten mich mit der Zuversicht von jemandem, der bereits genau wusste, wie das hier ablief.

"Gutes Mädchen", murmelte Silas, während seine Finger durch mein Haar glitten. "Zeig mir, dass du verstehst, worauf du dich eingelassen hast."

Das Erste, was ich schmeckte, war Salz und Macht und alles, wovor ich hätte weglaufen sollen.

Und dann drang Julian von hinten in mich ein, und Nachdenken wurde zu etwas, das anderen Menschen in anderen Räumen passierte, denn alles, woraus ich in diesem Moment bestand, war das Gefühl, zwischen ihnen auseinandergenommen zu werden - völlig, bedacht, ohne eine einzige Entschuldigung.

Zwei Stunden später lag ich in meinem Bett und starrte an die Decke, mein Körper schmerzte an Stellen, von denen ich nicht gewusst hatte, dass sie schmerzen konnten.

Mein Telefon vibrierte auf dem Nachttisch. Gegen alles Vernünftige in mir hob ich es auf.

Zwei neue Nachrichten.

Morgen, 7 Uhr. Mein Arbeitszimmer. Sei nicht zu spät. — Silas

Schlaf gut, Elena. Träum von uns. Denn wir werden von all den Möglichkeiten träumen, wie wir dich morgen benutzen werden. — Julian

Ich legte das Telefon mit Händen ab, die nicht ganz ruhig waren.

Draußen vor meiner Tür Schritte. Sie wurden langsamer. Blieben stehen. Ein Schatten erschien in dem Spalt unter der Tür.

Ging dann weiter.

Ich zog die Bettdecke bis zum Kinn hoch, wohl wissend, dass sie mich vor nichts schützen würde. Nicht mehr.

Unten schwebte das Lachen meiner Mutter durch das Haus, hell und unbeschwert, verwoben mit den Stimmen von Silas' Geschäftspartnern, die auf Neuanfänge anstießen.

Sie hatte keine Ahnung, dass ihre Tochter sich gerade überschrieben hatte, um dieses Lachen am Leben zu erhalten.

Mein Telefon vibrierte erneut. Unbekannte Nummer.

PS: Wir haben Kameras in deinem Zimmer installiert, während du in der Dusche warst. Lächle für uns, Bildhübsche. Wir sehen zu.

Ich sah hoch zur Decke. Auf den Rauchmelder, der plötzlich falsch aussah.

Und verstand mit perfekter, schrecklicher Klarheit,

dass der Albtraum nicht zu Ende war.

Er fing gerade erst an.

استمر في قراءة هذا الكتاب مجانا
امسح الكود لتنزيل التطبيق

أحدث فصل

  • Familiengeheimnis   Kapitel 55: Aufsetzen

    Ich setzte mich auf, die Bettdecke glitt von mir ab und der Raum fühlte sich augenblicklich anders an. Das warme, vertraute Gefühl von vor fünf Minuten war verschwunden, als wäre es nie da gewesen, ersetzt durch etwas Kühleres, Wacheres.Vincent griff nach seinem Telefon. "Ich werde es löschen", sagte er."Tu es nicht." Meine Stimme klang flach, ruhig und völlig anders, als ich mich innerlich fühlte. "Fass es noch nicht an."Er erstarrte.Ich sah noch einmal auf den Bildschirm, obwohl ich es bereits zweimal gelesen hatte und kein drittes Mal brauchte. Je n'arrête pas de penser à ce soir. Tu sais ce que tu me fais encore, Vincent. Tu l'as toujours su. Der Zeitstempel war elf Uhr dreiundvierzig. Wir lagen seit genau einunddreißig Minuten in diesem Bett, warm, nah und fast perfekt, seit wir nach Hause gekommen waren. Sie hatte einunddreißig Minuten gewartet."Sie hat das geplant", sagte

  • Familiengeheimnis   Kapitel 54: Beinahe

    Die Wohnung ist still nach dem Lärm der Galerie – diese besondere Pariser Stille, bei der die Stadt durch das Glas hindurch noch zu hören ist, aber gedämpft, fern, als würde sie einem Privatsphäre gewähren. Vincent schaltet die Lampe im Wohnzimmer niedrig ein. Ich streife meine High Heels an der Tür ab, stehe in meinem Seidenkleid und mit nackten Füßen auf dem kalten Boden und spüre, wie der Abend auf mir liegt wie ein Mantel, den ich noch nicht ausgezogen habe.Vincent lockert seine Krawatte und sieht mich von der anderen Seite des Raumes an. "Komm her", sagt er leise.Ich gehe zu ihm.Er zieht mich mit beiden Händen an meiner Taille an sich heran, und ich lege meine Stirn an seinen Kiefer und atme einfach für einen Moment durch. Seine Hand wandert langsam meinen Rücken hinauf, ohne etwas zu erzwingen, einfach nur präsent. Er riecht nach demselben Eau de Toilette, das er immer trägt – etwas Warmes, Trockenes, Zeder und noch etwas anderes, das ich nie benennen konnte –, und es bewirkt

  • Familiengeheimnis   Kapitel 53: Was er nicht verbirgt

    Vincent fand eine schmale Nische nahe der Rückseite der Galerie, halb verborgen hinter einer hohen weißen Trennwand. Wir hielten dort an, wo der Lärm der Menge eher zu einem Summen als zu einer Präsenz wurde. Er drehte sich zu mir um und tat nicht so, als wüsste er nicht, warum wir hier waren."Sie hat mich vor zwei Wochen angerufen", sagte er. "Sie hat nach einem Treffen gefragt. Ich bin hingegangen, weil ich dachte, es wäre einfacher, sie ein einziges Mal zu sehen, als ihr ständig auszuweichen.""Du hast es mir nicht erzählt", sagte ich."Nein." Er beschönigte es nicht. "Ich habe es dir nicht erzählt, weil ich es nicht zu etwas aufbauschen wollte, bevor ich wusste, was es war.""Und was war es?"Er sah mich fest an. "Unangenehm. Größtenteils höflich. Sie hat nach meiner Arbeit gefragt, ich nach ihrer. Sie hat nach dir gefragt." Er hielt inne. "Sie wollte wissen, ob es etwas Ernste

  • Familiengeheimnis   Kapitel 52: Was sie weiß

    Das Badezimmer der Galerie Seurat war die Art von Badezimmer, in der man sich selbst in Seide noch unterkleidet fühlte. Schwarzer Marmor, Messingarmaturen, ein Spiegel, der sich über die gesamte Wand erstreckte und einen von oben beleuchtete, sodass man jede Version seiner selbst auf einmal sah. Ich lehnte mich zu meinem Spiegelbild vor, überprüfte meinen Lippenstift und sagte mir, dass ich mich hier drin nicht versteckte.Ich versteckte mich nicht. Ich brauchte nur sechzig Sekunden Pause davon, zuzusehen, wie Amélie Dubois im selben Raum existierte wie mein Freund.Die Tür öffnete sich hinter mir und ich wusste es, noch bevor ich im Spiegel aufblickte. Das Universum hatte an diesem Abend genau diese Art von Humor.Amélie trat an das Waschbecken neben mir, ohne Eile, und stellte eine kleine, cremefarbene Clutch ab. Sie überprüfte ihr eigenes Spiegelbild mit der Gelassenheit einer Frau, die noch nie von dem überrascht gewesen war, was sie dort sah. Dann traf sie meine Augen im Spiegel

  • Familiengeheimnis   Kapitel 51: Die Frau auf dem Gemälde

    Die Galerie war all das, was ich mir unter Paris vorgestellt hatte, bevor ich tatsächlich hier lebte.Hohe Decken, weiße Wände, Champagnergläser, die das Licht einfingen, und Menschen, die so gekleidet waren, als wären sie aufgewacht und sähen ganz ohne Anstrengung teuer aus. Ich strich mit der Hand über die Vorderseite meines smaragdgrünen Kleides, die Seide kühl unter meinen Fingern, und erinnerte mich zum vierten Mal an diesem Abend daran, dass ich hierher gehörte. Ich war die Freundin von Vincent Caruso. Ich war eine Studentin an der Sorbonne. Ich hatte 50.000 € auf einem Bankkonto liegen. Ich gehörte genau hierher."Hör auf zu zappeln", sagte Vincent leise, seine Hand fand den unteren Teil meines Rückens, warm durch die Seide hindurch. Er beugte sich so nah heran, dass sein Atem mein Ohr streifte. "Du siehst umwerfend aus, mon cœur. Umwerfender als alles an diesen Wänden.""Sa

  • Familiengeheimnis   Kapitel 50: Drei Monate später

    Das Café nahe der Sorbonne war vollgepackt mit Studenten. Ich saß an meinem gewohnten Ecktisch, den Laptop geöffnet, Lehrbücher um mich herum verstreut, und versuchte, einen Essay über die Kunstgeschichte der Renaissance zu beenden.Vincent hatte mir geholfen, mich für das Frühjahrssemester einzuschreiben. Er hatte ein paar Strippen gezogen, Gefallen eingefordert und es mir ermöglicht, in Paris tatsächlich zur Uni zu gehen. Eine echte Uni. Kurse, die ich belegen wollte. Ein Leben, das ich gewählt hatte.Mein Telefon vibrierte. Vincent.Vincent: Abendessen um 8? Es gibt ein neues Restaurant im Marais, das ich ausprobieren möchte.Ich: Perfekt. Ich bin hier um 7 fertig.Vincent: Wie kommst du mit dem Essay voran?Ich: Langsam. Es stellt sich heraus, dass französische Kunstgeschichtsprofessoren noch anspruchsvoller sind als amerikanische.Vincent: Du schaffst das schon. Das tust du immer. Ich liebe dich.Ich: Ich liebe dich auch.Ich legte mein Telefon weg und wandte mich wieder meinem E

فصول أخرى
استكشاف وقراءة روايات جيدة مجانية
الوصول المجاني إلى عدد كبير من الروايات الجيدة على تطبيق GoodNovel. تنزيل الكتب التي تحبها وقراءتها كلما وأينما أردت
اقرأ الكتب مجانا في التطبيق
امسح الكود للقراءة على التطبيق
DMCA.com Protection Status