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Kapitel 2 – Innerlich verwüstet

last update Zuletzt aktualisiert: 18.02.2026 02:13:56

Clara

Der Teppich reibt sanft über meine nackte Haut. Er bewahrt die Wärme unserer Körper, die unsichtbare Spur dessen, was wir gerade getan haben. Juliens Geruch ist überall. In der Luft, auf meinen Schenkeln, zwischen meinen Brüsten. Er ist in mir, um mich herum, auf mir.

Julien liegt neben mir, oberkörperfrei, die Muskeln noch angespannt, seine Hand auf meinem Bauch. Es ist ein angenehmes Gewicht. Eine stille Bestätigung. Er hat mich genommen. Er hat mich erfüllt. Er hat mich gezeichnet.

Und doch ist es nicht genug.

Ich schließe die Augen und versuche, wieder zu Atem zu kommen. Doch bei jedem Einatmen schmecke ich seinen Schweiß, höre seine Stimme, seine rauen Laute an meinem Ohr, seine Finger, die mich durchpflügen. Mein Körper verlangt nach mehr. Es ist animalisch. Instinktiv. Unkontrollierbar.

Langsam richte ich mich auf, mein Blick fiebrig. Meine Brust hebt sich schwer und glänzend. Meine Schenkel sind noch feucht. Ich habe das Gefühl, geschmolzen zu sein, verflüssigt durch das, was er aus mir gemacht hat.

Er sieht mich an. Und dieser Blick … mein Gott.

Keine Zärtlichkeit. Keine Romantik. Nur diese rohe, ursprüngliche Flamme. Ein Mann, der noch will. Der mich noch will. Bis ich meinen eigenen Namen nicht mehr aussprechen kann.

Ich setze mich rittlings auf ihn.

Langsam.

Bewusst.

Seine Hände wandern zu meinen Hüften. Ich ergreife sie, stoße sie weg und drücke sie auf den Boden.

»Nein.«

Meine Stimme ist tief. Ein Befehl.

Er lächelt kaum merklich. Sein Blick wird dunkler. Er liebt das.

Ich senke mich, streife sein Gesicht mit meiner Brust, ohne ihn erreichen zu lassen. Seine Nasenflügel weiten sich, sein Atem beschleunigt sich. Ich spüre, wie er zwischen meinen Schenkeln hart wird, warm und gespannt.

Ich nehme ihn in meine Hand. Langsam. Ich drücke zu. Ich streichle ihn, ich quäle ihn.

Seine Augen schließen sich für einen Moment. Er stöhnt.

»Sieh mich an.«

Er gehorcht. Ich will ihn brennen sehen.

Ich führe ihn an den Eingang meiner Intimität. Ich bin feucht. Offen. Bereit, ihn ganz aufzunehmen. Doch ich quäle ihn, spiele mit ihm. Ich senke mich ruckweise, Millimeter für Millimeter. Ich halte ihn fest. Ich halte ihn zurück.

Seine Hüften spannen sich an.

»Beweg dich nicht.«

Er knurrt. Er verflucht mich. Er liebt mich.

Als ich ihn schließlich ganz in mich nehme, tief und vollständig, wölbe ich mich, den Mund geöffnet, ohne Scham.

Er ist da. In mir. Ganz.

Und ich bin es auch.

Ich beginne mich zu bewegen. Zuerst langsam, meine Hüften in einem trägen Rhythmus wiegend. Meine Brüste wippen, meine Haut gleitet über seine. Ich reite ihn wie eine Welle, die unaufhaltsam an den Felsen rollt.

Ich werde schneller. Härter.

Ich zerdrücke ihn. Ich nehme ihn.

Ich bin Herrin. Ich bin Tier. Ich bin Furie.

Er versucht, die Kontrolle zurückzugewinnen. Seine Handgelenke bewegen sich, er versucht sich aufzurichten.

Ich halte ihn fest.

»Willst du kommen?«

»Ja.«

»Willst du, dass ich dich zum Höhepunkt bringe?«

»Ja … Clara …«

»Dann wartest du. Du gehörst jetzt mir.«

Ich beuge mich vor. Mein Mund findet sein Ohr. Ich lecke ihn, knabbere daran und beiße schließlich zu.

Er stöhnt. Ich spüre, wie er in mir vibriert.

»Lass los. Gib alles. In mir. Jetzt.«

Er explodiert.

Sein Körper spannt sich an, seine Bauchmuskeln ziehen sich zusammen, seine Arme zittern unter meinen Händen. Er kommt mit Gewalt, in einem dumpfen Keuchen, den Kopf nach hinten geworfen. Ich nehme ihn auf wie ein heiliges Feuer. Und in diesem Moment komme auch ich.

Mein Körper bebt über ihm, mein Inneres zieht sich um ihn zusammen, mein Mund öffnet sich zu einem lautlosen Schrei. Eine Welle durchströmt mich. Heftig. Rein. Endgültig.

Ich falle auf ihn. Zitternd. Erschöpft. Lebendig.

Er umarmt mich fest und dreht mich ohne ein Wort um, küsst mich tief und gierig.

Dann wandert er nach unten.

Sein Mund erkundet meine Haut langsam, als würde er jede Stelle neu zeichnen. Er verweilt an meinen Brüsten, leckt sie, saugt an ihnen, massiert sie mit der Zärtlichkeit eines gesättigten … aber nicht zufriedenen Mannes.

Und ohne Vorwarnung gleitet er zwischen meine Schenkel. Seine Zunge erkundet mich. Leckt mich. Trinkt mich.

Ich zucke zusammen, lache beinahe.

»Julien, ich kann nicht mehr …«

»Doch. Du kannst. Und du wirst durchhalten.«

Er öffnet mich mit seinen Händen, spreizt mich, als wollte er mich trinken. Seine Zunge vibriert, taucht ein, streichelt mich von allen Seiten. Er bricht mich. Er baut mich neu auf.

Ich verliere den Kopf. Ich wehre mich. Er hält mich fest. Er macht weiter.

Und ich komme wieder. Heftig. Roh.

Ich schreie seinen Namen.

Ich stöhne wie ein Tier.

Ich wölbe mich, bis ich den Boden nicht mehr spüre.

Als er wieder zu mir hochkommt, glänzen seine Lippen von mir.

Er sieht mich an und murmelt:

»Ich habe dir gesagt, die Nacht hat gerade erst begonnen. Und ich habe noch nicht einmal angefangen, dich zu bestrafen.«

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