Beranda / Romantik / Frauenkontakte / Kapitel 7 – Élena

Share

Kapitel 7 – Élena

Penulis: Déesse
last update Tanggal publikasi: 2026-07-23 06:06:42

7:29 Uhr. Ich stehe vor der Bürotür, einen Kaffee in jeder Hand, die Tagesakte unter dem Arm. Ich bin durch die U-Bahn gerannt, durch die Straßen gerannt, durch die Halle gerannt, und jetzt bin ich hier, außer Atem, verschwitzt, aber pünktlich. Punktgenau.

Die Tür öffnet sich, bevor ich klopfen kann.

— Treten Sie ein.

Ihre Stimme. Tief, ruhig, perfekt moduliert. Ich würde sie unter tausend erkennen.

Adriana ist bereits da. Natürlich ist sie bereits da. Sie sitzt an ihrem Schreibtisch, tadellos, kein Haar aus der Reihe. Sie trägt eine weiße Bluse, eine schwarze Jacke, und ihre Haare sind nach hinten gesteckt, ihr perfektes Gesicht freilegend. Sie ist schön. Furchteinflößend.

— Ihr Kaffee, Frau Volkov.

Ich stelle die Tasse auf den Schreibtisch, neben die Akte. Meine Hände zittern kaum. Ich habe mich im Griff.

— Stellen Sie ihn dort ab.

Sie sieht mich nicht an. Sie liest ein Dokument, die Stirn gerunzelt. Ich stehe da und weiß nicht, ob ich sprechen, gehen, warten soll.

— Ihr Terminplan. Besprechung um 9 Uhr mit dem Finanzteam, Mittagessen um 13 Uhr mit japanischen Investoren, Videokonferenz mit New York um 16 Uhr. Ihre Post ist sortiert, die Eiligen sind rot markiert, die ...

— Élena.

Ich verstumme. Sie hebt den Blick zu mir, und ihr Blick ist derselbe wie gestern. Durchdringend. Intensiv. Als suche sie etwas tief in mir.

— Sie sind pünktlich. Das ist gut.

Sie nimmt einen Schluck Kaffee. Ich sehe ihre Lippen den Rand der Tasse berühren, und ich sollte das nicht ansehen, aber ich tue es. Ihre Lippen sind rot, perfekt gezeichnet. Ich frage mich, wie sie schmecken.

Sie stellt die Tasse ab.

— Ihr Büro ist nebenan. Sie haben durch diese Tür Zugang. Sie werden immer anklopfen, bevor Sie eintreten, auch wenn die Tür offen steht. Sie werden alle meine Anrufe vor dem dritten Klingeln beantworten. Sie werden mit niemandem über meine Arbeit sprechen, nicht einmal mit Ihrem Lebensgefährten. Sie werden alle Akten lesen, die ich Ihnen gebe, und Sie werden sie verstanden haben, bevor ich Ihnen Fragen stellen muss.

— Verstanden.

— Gehen Sie. Die Arbeit beginnt.

Ich gehe hinaus. Ich schließe die Tür hinter mir. Mein Büro ist klein, aber elegant, mit Glaswänden und Blick auf Paris. Ich setze mich, schalte den Computer ein, beginne die E-Mails zu sortieren.

Alle fünf Minuten schaue ich zur Tür, die zu Adrianas Büro führt.

Alle fünf Minuten frage ich mich, was sie tut. Woran sie denkt. Ob sie an mich denkt, wie ich an sie denke.

Das ist lächerlich. Es ist mein erster Tag. Sie ist meine Chefin. Ich bin hetero. Ich bin in einer Beziehung. Ich bin normal.

Ich bin völlig besessen.

---

Kapitel 5 – Adriana

Sie ist gegangen.

Ich lege das Dokument, das ich nicht gelesen habe, beiseite und atme tief durch. Mein Herz schlägt schneller als normal. Lächerlich.

Ich höre ihre Schritte hinter der Tür, das Knarren ihres Stuhls, das Klappern ihrer Tastatur. Sie ist da, nur wenige Meter von mir entfernt, getrennt durch eine einfache Tür. Ich könnte aufstehen, öffnen, sie sehen.

Ich stehe nicht auf. Ich bewege mich nicht.

Der Kaffee, den sie mir gebracht hat, ist perfekt. Nicht zu heiß, nicht zu kalt, genau wie ich ihn mag. Sie hat es bereits am ersten Tag bemerkt. Sie ist aufmerksam, sorgfältig. Sie will gefallen.

Ich nehme einen weiteren Schluck. Der Geschmack des Kaffees ist wie jeden Morgen. Und doch ist er heute anders. Weil sie ihn zubereitet hat.

Ich stelle die Tasse abrupt ab. Ich muss mich zusammenreißen. Ich bin ihre Chefin, kein verliebter Teenager. Sie hat einen Freund, ein Leben, eine Normalität, die ich ihr nie bieten kann. Ich muss professionell bleiben.

Der Vormittag vergeht. Ich arbeite, wirklich, an den Akten, den Zahlen, den Strategien. Aber alle zehn Minuten rufe ich sie wegen einer Akte, einer Information, einer Frage an. Vorwände, alles Vorwände. Ich muss sie hören. Ich muss sie hereinkommen sehen, ihr zusehen, wie sie die Papiere auf meinen Schreibtisch legt, ihre Finger über das Holz gleiten sieht.

Jedes Mal ist sie perfekt. Schnell, effizient, diskret. Jedes Mal weichen ihre Augen meinen aus, aber ich sehe, wie ihre Wangen rot werden. Jedes Mal spüre ich ihre Verwirrung, und ich mag das.

Um 13 Uhr bringt sie mir das Mittagessen. Einen Salat, wie ich ihn mag. Sie hat Irina nach meinen Gewohnheiten gefragt. Sie ist wirklich effizient.

— Ihr Mittagessen, Frau Volkov.

Sie stellt das Tablett auf die Schreibtischecke, weit entfernt von meinen Papieren. Vorsichtig. Aufmerksam.

— Danke, Élena. Haben Sie gegessen?

— Noch nicht, Frau Volkov. Ich werde während Ihrer Besprechung mit den Investoren essen.

— Sie sollten essen. Ein Arbeitstag ist nicht auf leerem Magen zu bewältigen.

Sie sieht mich an, überrascht von dieser plötzlichen Fürsorge. Ich bin selbst überrascht. Seit wann kümmere ich mich um das Essverhalten meiner Angestellten?

— Ich ... ja, Frau Volkov. Ich werde essen.

Sie geht hinaus. Ich sehe die Tür sich schließen. Ich habe keinen Hunger.

Der Nachmittag vergeht. 16 Uhr, Videokonferenz mit New York. Ich rede, entscheide, leite, und während der ganzen Zeit weiß ich, dass sie da ist, hinter der Tür, Notizen macht, das Weitere vorbereitet.

18 Uhr. Der Tag ist vorbei. Ich sollte sie gehen lassen.

— Élena?

Sie kommt fast sofort herein, als hätte sie gewartet.

— Ja, Frau Volkov?

— Sie können nach Hause gehen. Schönes Wochenende.

— Danke, Frau Volkov. Auch Ihnen ein schönes Wochenende.

Sie zögert eine Sekunde, als wolle sie noch etwas sagen. Dann geht sie hinaus.

Ich höre ihre Schritte sich entfernen, die Haupttür sich öffnen und schließen. Die Stille kehrt zurück, schwerer als zuvor.

Ich bleibe allein in meinem Büro, vor Paris, das langsam erleuchtet wird. Ich denke an sie, die nach Hause geht, zu ihm. Ich denke an ihre Hände, die einen anderen Körper berühren werden, an ihren Mund, der andere Lippen küssen wird.

Ich drücke meinen Stift so fest, dass meine Knöchel weiß werden.

Es ist erst der erste Tag. Ich will mir nicht vorstellen, wie es in einer Woche, in einem Monat sein wird.

Ich sollte sie feuern. Jetzt, sofort, bevor es zu spät ist.

Ich tue es nicht. Ich weiß, dass ich es nicht tun werde.

Weil ich zum ersten Mal seit langer Zeit Lust habe zu brennen. Auch wenn es gefährlich ist. Auch wenn es falsch ist. Auch wenn es mich zerstören muss.

Ich gehe durch die Straßen von Paris und sehe nichts.

Die Lichter, die Menschen, die Autos, alles zieht vorbei, ohne dass ich es wahrnehme. Ich bin woanders, in einem Büro hoch über einem Gebäude, einer Frau mit grauen Augen gegenüber.

Sie sagte mir, ich solle essen. Sie sorgte sich um mich. Warum? Ich bin nichts für sie. Eine Angestellte, eine Assistentin, eine Austauschbare unter vielen. Warum dann dieser Blick, diese sanftere Stimme, diese Frage nach meinem Mittagessen?

Vielleicht träume ich. Vielleicht bilde ich mir Dinge ein, die es nicht gibt.

Aber wenn sie mich ansieht, spüre ich etwas. Einen Strom, eine Wärme, eine Verbindung. Und ich weiß, tief in mir, dass sie es auch spürt.

Thomas ist schon da, als ich ankomme. Er hat das Abendessen vorbereitet, Kerzen angezündet, eine weitere Flasche geöffnet. Er will mich überraschen. Er ist nett, er ist aufmerksam, er ist alles, was man sich wünschen kann.

— Na, wie war deine Woche? fragt er, während er den Wein einschenkt.

— Gut. Intensiv. Meine Chefin ist ... anspruchsvoll.

— Ist deine Chefin eine Frau? Ich dachte, Volkov Industries würde von einem Mann geführt.

— Die Tochter. Adriana Volkov. Sie hat das Imperium nach ihrem Vater übernommen.

— Ach. Wie ist sie?

Ich überlege zu lange, was ich antworten soll.

— Kalt. Distanziert. Perfekt.

Thomas lacht.

— Perfekt? Du bist beeindruckt.

— Ja, beeindruckt. Das ist alles.

Ich nehme einen Schluck Wein. Ich lüge. Ich lüge Thomas zum ersten Mal an, und es geht ganz leicht von der Hand, als wäre es selbstverständlich. Die Schuld macht sich breit, aber sie ertrinkt in etwas anderem. Aufregung. Verlangen. Verbotenes.

In dieser Nacht nimmt Thomas mich in seine Arme. Ich schließe die Augen. Und sehe graue Augen, lange Finger, einen roten Mund. Ich drücke mich an ihn, um das Bild zu vertreiben.

Es kommt zurück. Es kommt immer zurück.

Aber diesmal will ich es nicht vertreiben. Diesmal sehe ich es an, dieses Bild, diese Fantasie, diese Besessenheit.

Ich denke an Adriana.

Ich denke daran, dass sie sich vielleicht auch anfasst, während sie an mich denkt.

Und ich lächele im Dunkeln.

Lanjutkan membaca buku ini secara gratis
Pindai kode untuk mengunduh Aplikasi

Bab terbaru

  • Frauenkontakte   Kapitel 21 – Das Dinner zu dritt 2

    Léa erhebt sich langsam, nimmt ihre Serviette und legt sie auf den Tisch. — Du hast recht, sagt sie. Ich bin gekommen, um mich zu verabschieden. Also auf Wiedersehen, Victoria. Auf Wiedersehen, Maya. Pass auf dich auf. Pass auf dein Herz auf. Lass es nicht in diesem Haus zurück, wenn du gehst, so wie ich meines zurückgelassen habe. Sie geht um den Tisch herum, tritt auf Victoria zu und küsst sie auf die Wange, ein keuscher und trauriger Kuss, der etwas zu lange dauert. Dann wendet sie sich mir zu, beugt sich vor und küsst mich ebenfalls auf die Wange. Ihre Lippen sind warm und weich, ihr Atem streift mein Ohr, und sie flüstert: — Wenn du mich brauchst, wenn du reden möchtest, wenn du verstehen willst, ruf mich an. Meine Nummer steht in Victorias Telefonbuch. Sie hat sie nie gelöscht. Sie richtet sich auf, nimmt ihren roten Mantel und geht, ohne sich umzudrehen. Die Eingangstür fällt mit e

  • Frauenkontakte   Kapitel 20 – Das Dinner zu dritt

    Das Esszimmer ist ein kleiner Raum neben dem Wohnzimmer, mit einem runden Glastisch und Stühlen aus gebürstetem Stahl. Victoria setzt sich an das Kopfende des Tisches, Léa und ich setzen uns einander gegenüber, und ich kann nicht anders, als sie anzusehen, ihr Gesicht, ihre Bewegungen, ihre Mimik zu beobachten. Léa besitzt etwas Magnetisches, eine Präsenz, die den Raum erfüllt, ein inneres Licht, das im Gegensatz zu Victorias Kälte steht. — Du bist sehr schön, Maya, sagt Léa, während sie ihre Serviette auseinanderfaltet. Victoria hatte schon immer einen guten Geschmack bei der Auswahl ihrer Dinge. Das Wort Dinge fällt wie ein Stein. Es ist dasselbe Wort, das Victoria benutzt, dieselbe Sprache der Entmenschlichung. Doch aus Léas Mund klingt es anders, beinahe wie eine Behauptung, wie Stolz, wie eine Herausforderung. — Danke, sage ich und senke den Blick auf meinen Teller. — Senk den Blick nicht, sagt Léa. Vor mir musst

  • Frauenkontakte   Kapitel 18 – Das verborgene Foto

    Gegen halb eins sagt Victoria mir, ich solle mich umziehen. Sie hat Kleidung im Schlafzimmer vorbereitet, diesmal ein schwarzes Kleid, eleganter als das graue, körpernaher und weiblicher. Dazu einfache schwarze Ballerinas und eine feine, transparente Strumpfhose, die meine Beine wie eine zweite Haut umschließt. — Du bist wunderschön, sagt sie, als ich wieder nach unten komme, und dieses Kompliment ist das erste, das sie mir macht, seit ich hier angekommen bin, das erste echte Kompliment, und ich spüre, wie meine Wangen heiß werden und mein Herz schneller schlägt. — Danke, Ma’am. — Setz dich auf das Sofa, beweg dich nicht und warte auf mich. Ich hole etwas aus meinem Büro und komme gleich zurück. Sie steigt die Treppe hinauf, ihre Schritte hallen durch die Stille, und ich bleibe allein im weißen Wohnzimmer zurück, auf dem schwarzen Ledersofa sitzend, die Hände auf den Knien verschränkt und den Blick auf den Garten geri

  • Frauenkontakte   Kapitel 19– Das verborgene Foto 2

    Ich gehe die Treppe hinunter, meine Beine zittern, mein Herz schlägt viel zu schnell, das Bild von Léa hat sich wie eine Verbrennung in mein Gedächtnis eingebrannt, und ich setze mich auf das Sofa, die Hände auf den Knien, den Rücken gerade, und warte auf Victoria, warte auf die Strafe. Doch in meinem Kopf kreisen Léas Worte immer wieder. Meine einzige Liebe, meine einzige Herrin, mein einziges Bedauern. Léa liebte Victoria. Victoria hatte sie zurückgewiesen. Und jetzt kommt Léa zurück. Was wird sie mir sagen? Was wird sie tun? Und warum hat Victoria dieses intime und belastende Foto aufbewahrt, versteckt in ihrem Büro wie einen beschämenden Schatz? Victoria hatte über Léa mit einer Kälte gesprochen, die ihre Verletzung kaum verbergen konnte. Vielleicht ist Victoria doch nicht so gefühllos, wie sie behauptet. Vielleicht hat Victoria Léa ebenfalls geliebt und diese Liebe hat ihr Angst gemacht, sie dazu gebracht davonzu

  • Frauenkontakte   Kapitel 17 – Der Geist der Vergangenheit 3

    Victoria lächelt, ein kaltes, scharfes Lächeln, schneidend wie eine Rasierklinge. — Ich will, dass sie versteht, dass sie ersetzt wurde. Dass sie nichts mehr ist. Dass sie niemals etwas anderes gewesen ist als eine Nummer in einer Reihe, eine Notiz in einem Register, ein Kapitel in einem Buch, das ohne sie weitergeht. Ihre Worte sind hart, grausam, doch ich nehme hinter dieser Grausamkeit etwas wahr, etwas, das wie Verletzung, Enttäuschung und Schmerz aussieht. Victoria hat gelitten, das sehe ich jetzt. Vielleicht leidet sie noch immer. Vielleicht hat sie Léa auf ihre eigene Art geliebt und diese Liebe hat ihr Angst gemacht, sie dazu gebracht davonzulaufen und sich hinter ihren Verträgen, ihren Ketten und ihren absurden Regeln zu verschanzen. — Ich möchte, dass du heute perfekt bist, fährt Victoria fort, während sie auf mich zukommt und eine Hand auf meine Schulter legt, die sie leicht zusammendrückt. Perfekter als je zuvor. Ich will, dass du ihr zeigst, was echte Unterwerfung bed

  • Frauenkontakte   Kapitel 16 – Der Geist der Vergangenheit 2

    Sie reicht mir die Tasse, unsere Finger berühren sich flüchtig, und diese winzige Berührung löst in mir eine Kaskade von Erinnerungen aus, ihre Finger in meinem Mund, ihre Finger zwischen meinen Schenkeln, ihre Finger, die mich an den Rand des Vergnügens geführt haben, bevor sie mich dort zurückließ, und ich spüre, wie meine Wangen heiß werden, wie sich mein Bauch zusammenzieht und wie mein Körper noch immer von der Sehnsucht nach ihrer Nähe pulsiert. Victoria setzt sich wieder in ihren Sessel, nimmt einen Schluck Kaffee, stellt die Tasse mit einem leisen Klirren auf die Untertasse und sagt: — Ich muss mit dir über Léa sprechen. Der Name fällt in den Raum wie ein Stein in einen See. Er zieht Kreise, Wellen und Strömungen nach sich. Ich weiß nicht, wer Léa ist, ich habe diesen Namen noch nie gehört, doch an der Art, wie Victoria ihn ausgesprochen hat, an der plötzlichen Kälte in ihrer Stimme und an der Anspannung ihrer Schultern begreife ich, dass Léa wichtig ist. Entscheidend. Gef

Bab Lainnya
Jelajahi dan baca novel bagus secara gratis
Akses gratis ke berbagai novel bagus di aplikasi GoodNovel. Unduh buku yang kamu suka dan baca di mana saja & kapan saja.
Baca buku gratis di Aplikasi
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi
DMCA.com Protection Status