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Kapitel 248

Penulis: Chloe Laurent
Rosalies Perspektive

Ich wollte es schön machen. So, dass es zu uns passte. Zu dem, was wir füreinander waren. Zwei Menschen, die lernten, ihr Leben miteinander zu teilen.

Ich griff in die Tasche meiner Strickjacke und legte den Schwangerschaftstest zwischen uns auf den Tisch.

Er sah den Test an.

Dann mich.

Die Stille war nicht leer. Sie war schwer und beinahe greifbar. Ich spürte genau, was in ihr lag. Ein Mann erfuhr gerade etwas, das sein Leben veränderte. Er versuchte, es zu begreifen. Infor
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  • Geheimes Baby von Bruders bestem Freund   Kapitel 254

    Aidens PerspektiveÄußerlich ruhig bleiben, während innerlich alles arbeitete. Darin war ich gut. Fünfzehn Jahre Ausbildung und Erfahrung. Also stand ich an der Arbeitsplatte, trank Kaffee und beantwortete Rosies Fragen zu den Farben fürs Babyzimmer.Nachts lag ich wach. Die Rechnung wurde immer lauter.Um sieben rief ich Dr. Garrett an.Er nahm ab. Ich erzählte alles. Direkt. Ohne meine Gedanken vorher zurechtzurücken. Die abweichende Datierung. Die Werte. Meine Rechnung. Das Zeitfenster. Dass ich Rosie nichts davon sagen wollte. Aber jemand musste es hören. Ich musste wissen, wie es klang, sobald es nicht mehr nur in meinem Kopf war. Seit achtzehn Stunden kreiste es dort.Dr. Garrett hörte zu.Dann fragte er: „Was steckt hinter dem Gedanken?“Ich hielt inne.„Nicht der Gedanke selbst“, sagte er. „Der ist nur die Oberfläche. Was liegt darunter?“Ich setzte mich. Unter der Ateliertür fiel Licht in die Küche. Rosie war seit halb sechs dort. Manchmal brauchte sie die frühen Stunden, wenn

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    Aidens PerspektiveDer Termin war um neun.Dieselbe Klinik, in der Rosie während der Schwangerschaft mit Alessandro zur Vorsorge ging. Im Wartezimmer stand noch das Aquarium, das Lucy damals beim Vaterschaftstest so genau untersuchte. Ich kannte den Raum. Aber diesmal war es anders. Ich kam als Vater, der von Anfang an dabei war. Genau das wollte ich. Jetzt war ich hier.Unsere Ärztin hieß Dr. Oswell. Eine ruhige Frau, die den Eindruck vermittelte, sie kannte jede denkbare Situation und wusste in den meisten Fällen weiter. Sie führte die üblichen Untersuchungen durch und zeigte uns dann den Herzschlag auf dem Bildschirm. Schnell. Regelmäßig. Dieses winzige Herz schlug einfach. Ich sah hin und spürte wieder die Enge in meiner Brust. Das Gefühl, dem Dr. Garrett einen Namen gab. Die Angst davor, ganz da zu sein.Rosie betrachtete den Bildschirm mit einer Mischung aus Vertrautheit und Staunen. Zweimal erlebte sie diesen Moment bereits. Sie wusste, wie ein Herzschlag im Ultraschall aussah.

  • Geheimes Baby von Bruders bestem Freund   Kapitel 252

    Rosalies PerspektiveMitten in etwas hineinzufinden, das konnte er. Das bewies er jeden Tag. Alessandro streckte ihm ganz selbstverständlich die Arme entgegen. Für ihn war sein Vater einfach da. Immer. Aiden füllte seinen Platz so vollständig aus, dass unser Sohn nichts von der Lücke am Anfang ahnte.Aber Aiden selbst kannte diesen Anfang nicht.Die erste Vorsorgeuntersuchung. Den ersten Herzschlag. Die erste Woche nach einem positiven Test, wenn das Baby eher eine Gewissheit war als ein vorstellbarer kleiner Mensch. All das erlebte er noch nie.Jetzt stand er davor. Und musste sich auf etwas einlassen, das ihm vollkommen neu war.„Ich mache mir keine Sorgen“, sagte ich.„Ich weiß. Dann klingst du anders.“„Ich sehe nur hin.“„Auch das weiß ich.“Wir redeten noch ein paar Minuten über anderes. Mara. Seinen Besuch im Frühjahr. Etwas, das Corporal anstellte und das Jeffery vollkommen unverständlich fand. Als wir auflegten, war etwas klarer. So ging es mir nach Gesprächen mit ihm oft. Ohn

  • Geheimes Baby von Bruders bestem Freund   Kapitel 251

    Rosalies PerspektiveDer Morgen verlief beinahe wie immer.Beinahe. Das war der Unterschied. Von außen sah alles gewöhnlich aus. Alessandro im Hochstuhl. Mila auf ihrer Spieldecke, aufmerksam mit der Welt beschäftigt und besonders mit dem Mobile über ihr. Lucy saß fertig angezogen beim Frühstück. Sie hatte einen Zeitplan und hielt sich daran. Aiden machte Rührei. Er übernahm die Morgenroutine. Auch nach einem Abend wie diesem.Die Eier gelangen. Der Kaffee war fertig. Er fragte Lucy nach dem Formular für den Schulausflug. Sie hatte es dabei. Alessandro erklärte er, dass heute der blaue Becher dran war. Der grüne stand in der Spülmaschine. Nach kurzen Verhandlungen akzeptierte Alessandro die Entscheidung.Alles funktionierte.Trotzdem lag hinter dieser ruhigen Routine etwas, das ich nicht ganz fassen konnte. Keine Distanz. Nicht die alte Verschlossenheit, die ich so gut kannte und vor der ich mich lange fürchtete. Er war bei uns. Gleichzeitig beschäftigte ihn etwas. Ein Teil seiner Aufm

  • Geheimes Baby von Bruders bestem Freund   Kapitel 250

    Aidens PerspektiveEr hörte zu. Erst als ich fertig war, antwortete er.„Du hast Angst davor, ganz da zu sein. Jahrelang hast du gelernt, für deine Familie da zu sein. Das gelingt dir inzwischen. Jetzt erlebst du etwas von Anfang an. Du steigst nicht erst später ein. Diese Verantwortung fühlt sich anders an.“„Ja“, sagte ich. „Genau.“„Als reicht der Platz in deiner Brust nicht aus.“„Ja.“„So kann es sich anfühlen, wenn man bleibt“, sagte er. „Wenn man sich ganz auf etwas einlässt und es nicht kleiner macht, um leichter damit zurechtzukommen. Du schaffst keinen Abstand, weil du keinen Abstand willst. Es bedeutet dir zu viel. Und gerade das macht dir Angst.“Ich ließ seine Worte auf mich wirken.„Das ist ein Fortschritt“, sagte er.Fortschritt. Ein seltsames Wort für etwas, das so schwer auf mir lag. Fortschritt bedeutete, voranzukommen. Etwas zu schaffen. Aus einem schlechten Zustand in einen besseren zu gelangen. Das hier fühlte sich nicht besser an. Nur überwältigend.„Es fühlt sich

  • Geheimes Baby von Bruders bestem Freund   Kapitel 249

    Aidens PerspektiveUm halb elf schlief Rosie ein.Ihr Atem wurde tiefer. Die Hand auf dem Kissen entspannte sich. Auch der Raum fühlte sich anders an, sobald nur noch ich wach war. Diesen Unterschied kannte ich. Ich lag neben ihr im Dunkeln, starrte zur Decke und versuchte, meine Gedanken zu ordnen.Ich freute mich über die Schwangerschaft. Das musste ich zuerst festhalten. Meine Gefühle gerieten durcheinander, bis ich sie kaum noch auseinanderhalten konnte. Aber am Baby lag es nicht. Vor vier Jahren wusste ich nicht einmal, dass ich mir so etwas wünschen durfte. Heute konnte ich mir ein Leben ohne diesen Wunsch kaum vorstellen. Dieser Teil war einfach.Der Rest nicht.Während Rosies Schwangerschaft mit Alessandro war ich fort. Sie lebte hier in der Stadt, in der kleinen Wohnung. Zwei Jobs. Räumungsbescheide. Nächte auf der Feuertreppe. Neun Monate trug sie ihn in sich und bewältigte alles allein. Die Vorsorgeuntersuchungen. Den ersten Herzschlag. Seine ersten Bewegungen. An einem Mitt

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