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Kapitel 2

Author: Honigtau
Also.

Zitternd stützte ich meinen weich gewordenen Körper auf und wandte mich dem Fenster zu.

Dann streckte ich die Hand aus und schob das feuchte Nachthemd langsam bis zu den Knöcheln hinunter, sodass mein geröteter Körper freilag.

Meine Fingerspitzen glitten über meinen Körper, als wollten sie dem Blick dieses Zuschauers den Weg weisen. Von den Knöcheln strichen sie nach oben, über die Kniekehlen, die Innenseiten meiner Schenkel, und schließlich ... öffneten sie langsam meine Beine.

Meine Scham war voller klebriger Feuchtigkeit. Meine zitternden Finger nahmen ein wenig davon auf und verteilten es auf dem Spielzeug.

Das Spielzeug war in meiner Hand leicht warm. Ich senkte den Blick darauf, hob dann die Augen und sah direkt in die Richtung des Teleskops.

Dann nahm ich es langsam in mich auf.

„Ah ...“

Diesmal unterdrückte ich meine Stimme nicht mehr. Ich stöhnte hemmungslos und wandte mein erhitztes Gesicht dem Voyeur gegenüber zu.

Die Stärke der Vibrationen stieg nach und nach. Zitternd kam ich auf dem Bett immer wieder zum Höhepunkt, und in mein Stöhnen mischte sich allmählich ein kaum zu ertragendes Schluchzen.

Noch nie hatte ich eine so heftige Lust empfunden.

Allein der Gedanke an das Bild im Teleskop, die Vermutung, auf welcher Stelle meines Körpers der Blick dieses Menschen gerade ruhte, ließ mich am ganzen Leib heiß werden und beinahe die Kontrolle verlieren.

Meine Finger drückten gegen das Ende des Spielzeugs und bewegten es langsam im Rhythmus, damit die Person gegenüber alles noch deutlicher sehen konnte.

Meine Brust hob und senkte sich, überzogen von feinem Schweiß.

Keuchend hob ich dem Fenster entgegen das Kinn, wie eine stumme Einladung.

Eine Welle nach der anderen rollte über mich hinweg.

Doch ich schloss die Augen nicht. Ich starrte unverwandt auf diesen Reflex und stellte mir vor, wie die Person gegenüber in diesem Moment den Atem anhielt und den Fokus näher stellte.

Scham und der Reiz, beobachtet zu werden, verschmolzen miteinander, stärker als jedes Mal, wenn ich das Spielzeug allein benutzt hatte.

Ich spielte beinahe nur für ihn.

Meine Taille wand sich immer heftiger, meine Stimme geriet immer mehr außer Kontrolle.

Bis schließlich ein letzter, heftiger Krampf über mich kam. Ich sank völlig weich aufs Bett, während das Spielzeug noch in mir lag und sanft vibrierte, der Nachhall lange nicht verebbte.

Draußen vor dem Fenster wich dieser eine Reflex noch immer nicht von der Stelle.

Keuchend hob ich den Blick, sah dem Teleskop in der Dunkelheit entgegen und brachte mit letzter Kraft eine Hand nach oben. Langsam zog ich den Ausschnitt meines Kleids hinunter und entblößte die vom Schweiß feuchte Brust.

Wie ein leises Ende nach dem Rausch.

Diese Nacht war die ruhigste, die ich seit Jahren geschlafen hatte.

Am nächsten Morgen zog ich einen angemessenen Business-Anzug an und meldete mich bei meiner neuen Firma.

Kaum hatte ich den Aufzug des Gebäudes betreten, wurde die ursprünglich dicht gedrängte Kabine schlagartig still. Die Mitarbeiter um mich herum senkten nacheinander die Köpfe und machten freiwillig einen Weg frei.

Ich folgte ihren Blicken und sah im hinteren Teil des Aufzugs einen Mann stehen.

Er trug einen makellosen Anzug. Der sorgfältig geschnittene, tiefschwarze Stoff zeigte nicht die kleinste Falte, auf seiner Nase saß eine goldgerahmte Brille.

Die Augen hinter den Gläsern waren kühl und tief. Von Kopf bis Fuß strahlte er eine kühle Distanz aus, die Fremde auf Abstand hielt.

„Guten Morgen, Herr Hartmann“, grüßten die Umstehenden mit sichtbarer Nervosität.

Erst als sich die Aufzugtüren öffneten und der Mann mit langen Schritten und ausdruckslosem Gesicht hinausging, erfuhr ich aus dem Flüstern der anderen, dass er Adrian Hartmann hieß, der jüngste Partner der Firma und berüchtigt als „eiskalter Richter“.

Aber all das hatte mit mir nichts zu tun.

An meinem eigenen Arbeitsplatz saß ich da, doch in meinem Kopf war kein Platz für die Regeln und Vorschriften einer neuen Mitarbeiterin. Ich dachte nur an das, was in der vergangenen Nacht geschehen war.

An diesen pechschwarzen Nachthimmel, diesen schwachen Reflex und an die Augen, die sich hinter dem Teleskop verbargen und mich wer weiß wie lange angesehen hatten ...

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