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Kapitel 101

作者: Tana Sil
Lunas Heimatort hieß Lindenfelde.

In den letzten Jahren hatten viele Orte auf Tourismus gesetzt, und auch Lindenfelde war zu einem kleinen Kulturort mit Altstadtflair ausgebaut worden. Es zog einige Besucher von außerhalb an und war längst kein verschlafenes Nest mehr.

Lunas Haus lag in einer engen Gasse, in die kein Auto hineinpasste. Luna trug zwei Tüten und stand vor der Haustür, die sie seit drei Jahren nicht mehr gesehen hatte.

Die Tür stand offen. In solchen Gassen ließen die Leute tags
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    „…“Saskia kam leichenblass aus dem Zimmer und stammelte: „Ich … ich habe den Zettel in ein Notizbuch gelegt, aber … das Notizbuch finde ich auf einmal nicht mehr.“Dieser eine Satz machte die ohnehin groteske Situation nur noch absurder.Erik runzelte die Stirn und sah zu Luna hinunter. Luna verzog nur flüchtig die Mundwinkel. Keinerlei Regung – genauso wenig bei Julian.Saskia versuchte verzweifelt zu beweisen, dass das Notizbuch existierte und keine Erfindung war: „Luna, du kennst mein blaues Notizbuch! Auf dem Umschlag steht mein Name. Du hast mich ausgelacht und gesagt: ‚Genau wie in der Schulzeit – auf jedes Heft den Namen schreiben.‘ Erinnerst du dich?“Luna kannte das Notizbuch.Nur hatten sie getrennte Zimmer, und sie ging normalerweise nicht in Saskias Zimmer. Sie wusste nicht, wo das Notizbuch lag.Tanja stand hinter Julian, berührte den Verband in ihrem Gesicht und flüsterte: „Das heißt … es gibt keine Beweise?“Diese Worte ließen die Temperatur in der kleinen Wohnu

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