INICIAR SESIÓNZwei Tage vor ihrer Hochzeit glaubt Serena Vale, alles zu haben: Liebe, Sicherheit, einen neuen Job und eine perfekte Zukunft. Doch dann erfährt sie, dass ihr Verlobter sie betrogen hat – und nicht einmal Reue zeigt. Mit gebrochenem Herzen reist sie allein in die Flitterwochen, die eigentlich für sie beide gedacht waren. Dort begegnet sie zwei mächtigen Milliardären. Rafael und Nikolai sollten Rivalen sein. Doch was die Welt nicht weiß, ist, dass sie weit mehr gemeinsam haben, als irgendjemand ahnt – einschließlich derselben Frau. Beide wollen sie. Beide beanspruchen sie für sich. Und keiner von ihnen ist bereit, sie gehen zu lassen.
Ver másSerena Vale~•~Rafael hatte darauf bestanden, anlässlich unseres dritten Jahrestages mal wieder schick auszugehen, da wir das in letzter Zeit viel zu selten getan hatten.Er hatte sich die Mühe gemacht, nach einem Ort zu suchen, der sowohl edel als auch absolut privat war, und direkt reserviert, sodass uns im Grunde keine andere Wahl blieb, als einfach mitzuspielen.„Reservierung auf den Namen Moretti“, erklärte er der Empfangsdame am Eingang, die sofort einem Kellner ein Zeichen gab. Dieser führte uns umgehend zu dem Raum, den Rafael für uns gebucht hatte.Der Kellner stieß die Tür auf und erstarrte im selben Moment, wodurch der Rest von uns abrupt stehen blieb. Ich warf einen neugierigen Blick in den Raum und sah den Rücken einer Frau, die gerade dabei war, sich ein rückenfreies schwarzes Oberteil anzuziehen. Der Mann an ihrer Seite schlüpfte in einen schwarzen Anzug, der so perfekt saß, als wäre er ihm auf den Leib geschneidert worden.Sein Blick glitt zur Tür, verengte sich insti
Rafael Moretti~•~Ich hatte keine Ahnung, was es an Serena an sich hatte, aber meine Schwester war auf eine verdammt seltsame Art von ihr besessen. Wie oder wann genau sie sich so enger befreundet hatten, war mir bis heute ein Rätsel, aber plötzlich taten sie so, als würden sie sich schon ein halbes Leben kennen – Altersunterschied hin oder her.Ich hatte beiläufig fallen gelassen, dass wir in unser neues Haus umziehen würden, und Chiara hatte sofort darauf bestanden, uns zu begleiten. Am Ende hatte sie einfach ihren Zwillingsbruder mitgeschleift.Aktuell stand sie mitten im Wohnzimmer und kommandierte die Umzugshelfer herum, als hätte sie ihr halbes Leben lang nichts anderes getan. „Die Stehlampe muss dorthin ans Fenster – nein, an das andere Fenster. Das große. Ja, perfekt. Serena, sag ihnen bitte, dass der Teppich genau zentriert liegen muss.“Serena, die in der Nähe gerade ein paar Kartons mit Büchern auspackte, hob den Kopf. „Er ist bereits zentriert.“Chiara legte den Kopf schi
Serena Vale ~•~ „Meinst du, wir sollten uns ein Haus kaufen?“, fragte ich und beobachtete dabei, wie Rafael die Pfannkuchen wendete. Rafael hielt inne und drehte sich zu mir um. „Es ist schon verdammt sexy, eine erfolgreiche Frau an seiner Seite zu haben.“ Ich verdrehte die Augen. Ich wusste ja selbst nicht, ob mir das Glück einfach hold war, aber als ich meine Agentur gründete, hatte ich im ersten oder zweiten Jahr eigentlich mit null Gewinn gerechnet. Doch stattdessen boomte der Laden gewaltig. Von echtem Reichtum zu sprechen war allerdings maßlos übertrieben. Es reichte gerade so für eine Anzahlung, vor allem weil ich etwas wirklich Schönes und vor allem Geräumiges haben wollte. Nikolai, Rafael und ich brauchten schließlich alle unsere eigenen Arbeitszimmer. Außerdem wollte ich unbedingt getrennte Schlafzimmer behalten – aus irgendeinem unerklärlichen Grund lief es genau so perfekt für uns –, und selbst wenn ich diesen Gedanken bisher nie zugelassen hatte, wollte ich mit ihnen
Nikolai ~•~Serena ließ ihre Tasche auf das Sofa fallen und trat näher an die Stelle, wo Rafael und ich standen. „Was soll das heißen? Du willst abhauen? Wohin denn abhauen? Hast du nicht ohnehin schon gekündigt? Willst du etwa Schluss machen?“Ich warf Rafael einen kurzen Blick zu und sah dann wieder zu Serena. Ihre Gedanken standen ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben, und im Grunde dachten sie exakt dasselbe.Eine Trennung wäre die einzig logische Konsequenz gewesen, besonders angesichts meiner aktuellen Verfassung. Ich konnte förmlich spüren, wie besorgt sie seinetwegen waren, und wollte sie nicht noch weiter belasten, aber dafür war ich viel zu egoistisch. Sie waren die einzigen Lichtblicke in meinem Leben, und ich dachte gar nicht daran, auch das noch zu verlieren.„Nein. So war das nicht gemeint. Ich will nur für eine Weile weg.“„Wohin denn?“, verlangte Rafael zu wissen.„Sollten wir uns dafür vielleicht erst mal hinsetzen?“, fragte ich.Keiner von beiden schien das Bedürfn





