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Kapitel 102

Penulis: Tana Sil
Luna führte fünf, sechs Minuten lang ununterbrochen die Herzdruckmassage durch, bis sich Renates Stirn endlich leicht zusammenzog.

Sofort legte Luna ihr Ohr an die Brust. Der Herzschlag war zurück, und Renate atmete wieder. Luna weinte vor Erleichterung: „Mama! Mama!“

Renate kam nicht zu sich. Luna setzte die Herzdruckmassage fort, und kurz darauf traf der Rettungswagen vor der Gasse ein.

Die Sanitäter trugen Renate auf einer Trage hinaus. Im Krankenhaus ging es direkt in den Notfall-OP. Luna
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  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 122

    „…“Saskia kam leichenblass aus dem Zimmer und stammelte: „Ich … ich habe den Zettel in ein Notizbuch gelegt, aber … das Notizbuch finde ich auf einmal nicht mehr.“Dieser eine Satz machte die ohnehin groteske Situation nur noch absurder.Erik runzelte die Stirn und sah zu Luna hinunter. Luna verzog nur flüchtig die Mundwinkel. Keinerlei Regung – genauso wenig bei Julian.Saskia versuchte verzweifelt zu beweisen, dass das Notizbuch existierte und keine Erfindung war: „Luna, du kennst mein blaues Notizbuch! Auf dem Umschlag steht mein Name. Du hast mich ausgelacht und gesagt: ‚Genau wie in der Schulzeit – auf jedes Heft den Namen schreiben.‘ Erinnerst du dich?“Luna kannte das Notizbuch.Nur hatten sie getrennte Zimmer, und sie ging normalerweise nicht in Saskias Zimmer. Sie wusste nicht, wo das Notizbuch lag.Tanja stand hinter Julian, berührte den Verband in ihrem Gesicht und flüsterte: „Das heißt … es gibt keine Beweise?“Diese Worte ließen die Temperatur in der kleinen Wohnu

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 121

    Ein Blitz aus heiterem Himmel!Saskia hatte alles auf einmal herausgeschleudert, bevor Luna sie aufhalten konnte: „Saskia!“Julian hatte sich bereits umgedreht und starrte Luna an. In seinen dunklen Augen braute sich ein Gewitter zusammen.Erik hatte die Konfrontation an der Tür von der Treppe aus gesehen, war aus dem Wagen gestiegen und heraufgekommen – gerade rechtzeitig, um diesen Satz zu hören. Er blieb stehen und richtete den Blick ebenfalls auf Luna.Julian ließ Tanja los. Tanjas Blick flackerte. Ein Kind … ein Kind…„Ein Kind verloren?“ Julians Stimme war ohne jede Regung. Er fragte nur Luna: „Wann?“„…“ Luna brachte kein Wort heraus.Julian ließ die vergangenen Monate im Kopf Revue passieren und schüttelte den Kopf: „Beim Lügen sollte man Maß halten. Ich wüsste nicht, wann du Zeit gehabt hättest, schwanger zu werden und eine Fehlgeburt zu erleiden.“Luna lachte beinahe: „Wenn du es für eine Lüge hältst – bitte.“Sie zog Saskia am Arm und wollte mit Erik gehen.Julian

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 120

    Luna lehnte ab: „Nicht nötig.“Tanja drückte ihr den Schirm trotzdem in die Hand: „Nimm ihn. Bei dem Wetter holt man sich schnell was.“Luna wusste nicht, was sie im Schilde führte.Tanja sagte treuherzig: „Du solltest eine Erkältung nicht auf die leichte Schulter nehmen, Luna. Manchmal wird aus einer Kleinigkeit etwas Ernstes. Wie bei meinem Papa – zuerst dachten alle, es ist nur eine Grippe. Am Ende wurde es lebensbedrohlich.“ „Ohne die Herztransplantation hätte ich meinen Papa verloren.“„…“Das Stichwort ließ Luna sofort aufhorchen: „Was hast du gesagt – Herztransplantation?“Tanja sprach sanft: „Weißt du nicht, was das ist? Bei einer Herztransplantation bekommt ein herzkranker Patient ein gesundes Spenderherz. Meinem Papa wurde gestern eins eingesetzt. Ein schwerer Eingriff. Wenn Julian nicht den besten Chirurgen besorgt hätte, hätte ich mir echt Sorgen gemacht.“„…“Der Patient, von dem der Arzt gesprochen hatte – nur noch eine Woche, Zustand kritischer als bei ihrer Mu

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 119

    Erik wandte den Blick ab, ging in die Hocke und sammelte das Obst wieder in den Korb.Luna half. Sie ordnete den Obstkorb und stellte ihn vor die Zimmertür. Eine Schwester bat sie, ihn an Hedwig weiterzugeben.Ob sie ihn annahm oder nicht – das war Hedwigs Sache. Luna musste ihren guten Willen zeigen.Luna und Erik verließen gemeinsam die Station. Im Fahrstuhl sah Erik auf sie herab: „Nimm’s nicht so schwer.“Luna lächelte leicht: „Ich bin nicht böse. Sie hat zugeschlagen, weil mein Vater ihre Tochter verletzt hat. Sie beschützt ihr Kind. Das verstehe ich. An ihrer Stelle würden meine Eltern genauso für mich kämpfen.“Eben deswegen konnte sie sich auch nicht vor ihrem Vater drücken.Erik sagte ruhig: „Ich würde dir raten, die Familie erstmal nicht wieder aufzusuchen.“„Ich muss. Nur wenn ich ihre Vergebung bekomme, kann meinem Vater die Strafe gemildert werden.“ Der Fahrstuhl kam im Erdgeschoss an, und sie gingen nebeneinander hinaus.Luna sagte leise: „Ich weiß, das wird nicht

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 118

    Vor der Kanzlei stieg Max in seinen Sportwagen und rief Julian an.„Julian, rate mal, wen ich gerade bei Vivian getroffen habe?“„Hm?“„Luna.“ Max fand es beinahe komisch. „Die war bei Vivian zur Beratung. Am Ende will sie dich verklagen, weil du ihr den Job verbaust?“Julian lehnte sich in seinem Stuhl zurück, stützte eine Schläfe mit der Hand und hatte die Lider halb gesenkt. Sein Blick war matt.Max sagte: „Wenn sie einen anderen Anwalt genommen hätte, wäre das kein Thema. Aber Vivian – die ist eine harte Nuss.“Julian gab nur ein „Hm“ von sich.Max grinste: „Wir sind Freunde. Harte Nuss hin oder her – ich krieg das für dich hin.“Julian wechselte das Thema: „Wann ist eure Hochzeit?“„Meine Mutter will nichts dem Zufall überlassen und hat den fünften nächsten Monat festgesetzt. Ich wollte dich als Trauzeugen, aber meine Mutter meint, du bist seit Jahren allein, das bringt Unglück. Sie will Jasper.“Max seufzte. „Jasper und seine Freundin sind seit dem Gymnasium zusammen. Z

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 117

    „Luna?“ Max hob eine Augenbraue. Er dachte sofort, Luna wolle Julian wegen der Jobblockade verklagen, und lachte auf der Stelle.„Was für eine Lappalie. Kleine Streitigkeiten unter Liebenden – ein nettes Wort, und alles ist wieder gut. Geh zurück, mach einen Schritt auf Julian zu, und die Sache ist gegessen. Muss das wirklich sein?“Luna wollte in diesem Moment nichts hören, das mit Julian zu tun hatte. Sie verabschiedete sich von Vivian und ging.Vivian drehte sich ebenfalls wortlos um.Max packte Vivians Hand und verzog die Lippen: „Dein Mann kommt, und du sagst nicht mal Hallo?“Vivian stockte wegen dieser Bezeichnung kurz und sagte dann: „Ich habe noch zu tun. Ein Mandant wartet.“Max ließ sie los und sagte in gedehntem, lässigem Ton: „Na gut – mach deine Arbeit. Wenn du fertig bist, reden wir.“Als Vivian ihre Besprechung beendet und den Mandanten verabschiedet hatte, sah sie Max an der Rezeption lehnen und mit den beiden jungen Empfangsdamen flirten. Er hatte offenbar etwa

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  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 13

    Der Vorfall kam unerwartet.Der Ort versank im Chaos. Manche räumten Holz weg, andere brachten Verletzte ins Krankenhaus.Glücklicherweise war das Ruderboot noch im Rohbau und nicht allzu schwer. Das Röntgenbild zeigte keinen Bruch in Lunas Schienbein. Wäre es ein fertiges, tonnenschweres Boot gew

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 11

    Luna parkte, stieg aus und ging zu ihm. „Julian.“Die Straßenlaterne auf dem Seitenweg warf ein schwaches Licht, das sein kaltes Profil undeutlich umriss. Er sah sie nicht an. Die Zigarette zwischen seinen Fingern glimmte auf und ab.Luna seufzte innerlich, entdeckte einen Rund-um-die-Uhr-Laden, k

  • Herr Becker, sie ist es wert!   Kapitel 14

    Die Krankenschwester behandelte Tanjas Wunden mit Desinfektionsmittel. Die Lösung brannte, und ein leises „Aua“ entfuhr Tanja. Julian ging sofort zu ihr. „Geht es dir?“„Ja, ja, es ist nur eine kleine Verletzung.“ Tanja sah ihn besorgt an. „Julian, wie ist es mit Ihrer Schulter? Tut sie weh? Lassen

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