LOGINDas Dachrestaurant thronte hoch über der Stadt wie ein geheimer Garten im Himmel. Warme goldene Lichterketten hingen über blühenden Ranken, und die Skyline glitzerte darunter wie verstreute Diamanten. Ihr Tisch lag in einer ruhigen Ecke, abgeschirmt von einer niedrigen Hecke aus weißen Rosen, mit einer einzigen flackernden Kerze zwischen ihnen und leisem Jazz im Hintergrund.Henry zog Andreas Stuhl mit lockerer Eleganz heraus und setzte sich dann ihr gegenüber. In dem Moment, als er saß, fanden seine Augen die ihren und blieben dort – warm, ruhig, vollkommen fokussiert. Keine CEO-Maske. Kein neckendes Grinsen. Nur Henry, der sie ansah, als wäre sie das Einzige, was heute Abend Aufmerksamkeit verdiente.Er bestellte ihren Lieblingswein, ohne zu fragen, und beugte sich dann leicht vor, die Ellbogen auf dem Tisch.„Erzähl mir etwas Kleines“, sagte er, die Stimme tief und sanft. „Was ist eine Sache, die dich immer zum Lächeln bringt, selbst an schlechten Tagen
Die zweite Boutique roch leicht nach frischer Wäsche und teurem Parfüm – dem Duft, der in der Luft hing und jedes Gestell mit Seidenkleidern unter dem weichen, schmeichelnden Licht zum Leuchten brachte. Andreas Finger streiften über ein schlichtes schwarzes Slip-Kleid, der Stoff kühl und unmöglich glatt. Sie hob es, ohne nachzudenken, und erstarrte, als ihre Augen den winzigen weißen Preiszettel am Träger erblickten.Ihr Atem stockte. „Henry… das kostet viertausend Dollar“, flüsterte sie, die Wangen heiß, als hätte die Zahl selbst sie verbrannt. Sie ließ den Bügel fallen, als hätte er ihre Haut versengt. „Ich kann das nicht. Du gibst nicht so viel Geld für mich aus. Das ist lächerlich.“Henry trat hinter sie, seine Nähe ruhig und erdend. Seine Hände legten sich leicht auf ihre Taille, die Brust warm an ihrem Rücken. Er senkte das Kinn auf ihre Schulter, die Stimme ruhig und gleichmäßig an ihrem Ohr.„Hör auf, darüber nachzudenken, Andrea. Ich bin
Henry kam erst gegen ein Uhr morgens nach Hause. Das Penthouse lag dunkel und still. Er legte die Schlüssel auf den Konsolentisch und ging direkt zu Andreas Zimmer, die Erschöpfung zog an seinen Schultern, doch die Schuld schob ihn vorwärts. Er öffnete die Tür leise.Sie lag auf der Seite eingerollt, atmete langsam und gleichmäßig, einen Arm unter dem Kissen. Der dünne Träger ihres Tanktops war von der Schulter gerutscht und enthüllte den Rand eines dunklen Knutschflecks, den er in der Nacht zuvor hinterlassen hatte. Ihr Gesicht wirkte weich im Schlaf, fast friedlich – doch Henry konnte immer noch die leichte Falte zwischen ihren Augenbrauen sehen, als würden selbst ihre Träume auf ihn warten.Er stand lange im Türrahmen, die Hand am Rahmen, die Brust eng. Er wollte sie wecken. Er wollte sich neben sie ins Bett legen und alles sofort erklären. Aber sie sah so müde aus, so friedlich und so klein.Er flüsterte ins Dunkel, kaum hörbar: „Es tut
Andrea starrte weiter auf ihr Handy, bis das Leuchten erlosch und der Bildschirm schwarz wurde. In dem Glas sah sie schwach ihr eigenes Spiegelbild. Ihre Augen wirkten weit, unruhig, beinahe anklagend. Sie flüsterte zu sich selbst „Okay“, als könnte das laute Aussprechen sie verankern.Sie hatte die Nachricht vor fast drei Stunden geschickt. Keine Antwort. Keine kleinen tanzenden Punkte, die eine Antwort versprachen. Nichts. Die Stille nagte an ihr. War das alles? Sollte er nicht mehr sagen? Oder war sie diejenige, die das Ganze zu etwas Kompliziertem verdrehte?Sie versuchte sich einzureden, dass alles in Ordnung sei. Henry steckte wahrscheinlich tief in Meetings. Der CEO von Crestview saß nicht da und aktualisierte Nachrichten wie ein verliebter Teenager. Doch je länger die Stille anhielt, desto enger wurde ihre Brust, als drückten unsichtbare Hände gegen ihre Rippen.Zurück im Penthouse war die Stille erdrückend. Mindys Kartons waren weg, ihre
Andrea wachte auf, als Sonnenlicht über die Laken floss und ein leichter Schmerz zwischen ihren Schenkeln pochte. Eine schläfrige Sekunde lang vergaß sie, wo sie war, und lag einfach da, atmete langsam und spürte das leise Pochen an jeder Stelle, die Henry in der Nacht berührt hatte. Dann bewegte sie sich, und die Zärtlichkeit blühte auf – eine köstliche, geheime Erinnerung an Henrys Mund, seine Finger und die Art, wie sie unter ihm zerbrochen war.Sie setzte sich langsam auf, das Herz raste schon. Das übergroße T-Shirt, in dem sie geschlafen hatte, rutschte hoch und enthüllte die dunkelvioletten Male, die über ihre Brüste verstreut waren, und die empfindlichen Stellen an ihrem Hals. Sie berührte eines mit zitternden Fingerspitzen. Die Haut war noch warm, leicht geschwollen. Ein sichtbarer Anspruch.Ihr Spiegelbild gegenüber im Zimmer ließ sie erstarren, und ihre Wangen röteten sich. Die Lippen noch geschwollen, die Augen weit und unsicher. Sie
Ihre Lippen öffneten sich, der Atem zitterte. „Bitte“, flüsterte sie noch einmal – diesmal roh und ehrlich.In dem Moment, als das Wort ihren Mund verließ, riss etwas in Henry. Seine Augen verdunkelten sich zu beinahe Schwarz. Der letzte Rest von Neckerei verschwand. In einer fließenden Bewegung schloss er die Distanz, eine große Hand glitt in ihren Nacken, die Finger gruben sich rau in ihr Haar. Diesmal gab es keine Sanftheit. Er presste seinen Mund auf den ihren – hungrig, fordernd, voller Zähne und Zunge und rohem Besitzanspruch. Er kippte ihren Kopf zurück und verschlang sie, schluckte den kleinen Laut, der aus ihrer Kehle brach. Sein Körper drängte sie rückwärts, bis ihre Schenkel gegen die Matratze stießen, das Gewicht von ihm hielt sie genau dort, wo er sie haben wollte.Er unterbrach den Kuss nur lange genug, um gegen ihre Lippen zu knurren: „Du hast keine Ahnung, wie lange ich darauf gewartet habe, dich so betteln zu hören.“







