LOGINAls Rose Norman Drake Machorace gegenübersteht, erkennt sie in ihm den skrupellosen Milliardär wieder, den sie einst in einem Club gedemütigt hatte. Sie war ihm damals furchtlos entgegengetreten und hatte ihm ein Getränk ins Gesicht geschüttet – woraufhin gierige Blogger den Vorfall zu einem Sexskandal aufbauschten, der Drake beinahe seinen Ruf, seine Geschäfte und seine Marken gekostet hätte. Sie hatte geglaubt, jene Nacht hinter sich gelassen zu haben … bis ihr kranker Vater nicht mehr als Drakes Butler arbeiten kann und Rose gezwungen ist, seine Schichten in der Villa des Milliardärs zu übernehmen. Nun weiß Drake genau, wer sie ist. Entschlossen, Rose für damals büßen zu lassen, beansprucht er ihre Zeit für sich und unterwirft sie seinen Regeln, während Rose insgeheim auf den Tag wartet, an dem sie endlich gehen und Rache üben kann. Doch je länger sie in ihrem perfiden Rachespiel gefangen sind, desto schwerer fällt es ihnen, die Anziehungskraft zwischen ihnen zu leugnen. Er will sie leiden sehen. Sie will, dass er es bereut. Keiner von beiden hätte erwartet, sich ausgerechnet in die Person zu verlieben, die er eigentlich vernichten wollte.
View MoreROSE.Ich sah Sharma einen langen Moment lang an; mein Herz klopfte schon heftig, noch bevor sie überhaupt etwas sagte.„Rose, bitte sag mir, dass du diesem Mann nicht das Geld gestohlen hast“, sagte Sharma mit vor Sorge angespannter Stimme.Ich verdrehte die Augen, tief gekränkt, dass meine beste Freundin so etwas überhaupt in Erwägung zog. „Ach komm schon, Sharma. Warum sollte ich so etwas tun?! Was ist eigentlich gerade mit dir los?“Sharma drehte sich wieder zum Fenster und starrte eine ganze Weile hinaus, bevor sie auf mich zukam. „Okay, es tut mir leid, aber ich bin verwirrt. Was sollen wir deiner Meinung nach tun? Warum ist er hier? Wen sonst könnte er hier besuchen wollen, wenn nicht deinen Vater?“Mein Herz hämmerte heftiger … sie hatte recht.Ich hatte sein Büro erst an diesem Morgen verlassen.Auch wenn er mich nicht richtig angesehen hatte, als er mir das Geld übergab, verstand ich nicht, warum er jetzt im Krankenhaus auftauchen sollte.War er hier, um das Geld zurückzuhol
ROSE.Ich stand wie erstarrt da, starrte Drake an und erwartete fast, dass er seine Worte zurücknehmen würde.Mein Herz hämmerte so heftig, dass ich sicher war, er konnte es von seinem Platz aus hören.Langsam griffen meine Hände nach der Kappe, bereit, sie abzunehmen, als die Bürotür aufgerissen wurde.Clara stürmte herein, ihr Gesicht war kreidebleich, und wir drehten uns beide zu ihr um.Drake starrte Clara lange an, bevor er sprach. „Nun?“„Es tut mir leid, Sir, ich konnte die Wertpapiere nirgends finden“, sagte Clara atemlos. „Aber es gibt Neuigkeiten draußen. Das Bundeslager hat Feuer gefangen, und es wurde von der Lieferung importierter Waren ausgelöst, die heute Morgen angekommen ist.“Drakes Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig, die Verärgerung in seinem Gesicht wich einem schärferen, dringlicheren Ausdruck.Was auch immer diese Nachricht bedeutete, sie war eindeutig wichtiger als alles, was in diesem Büro vor sich ging. Er schnappte sich seine Autoschlüssel vom Schr
ROSE.„Was soll das denn, Sharma?“, sagte ich und starrte meine Freundin an, in Erwartung einer vernünftigen Antwort.Sie erwiderte meinen Blick lange, zunächst sprachlos.Dann schluckte sie und sprach vorsichtig: „Schon gut, Rose. Ich glaube, ich habe eine Idee, aber ganz ehrlich, du kannst unmöglich in Drake Machoraces Büro gehen. Du hast ihm gestern Abend buchstäblich ein Getränk ins Gesicht geschüttet. Es sind noch nicht mal 24 Stunden vergangen, und jetzt willst du dich vor ihn stellen und ihn um Geld bitten?“Ich atmete zitternd aus, mein ganzer Körper war angespannt. „Verdammt. Du hast recht! Verdammt recht! Was soll ich denn jetzt tun? Ich kann meinen Vater doch nicht in diesem Krankenhausbett verrotten lassen.“Sharma trat näher, und wir starrten eine Weile schweigend auf den leeren Boden, bevor ihre Augen aufleuchteten. „Warte. Ich glaube, ich habe eine Idee.“ „Das hast du schon gesagt“, erwiderte ich. „Und alles, was du getan hast, war, Gründe aufzuzählen, warum ich nicht
ROSE.„Wach auf, Rose! Das musst du unbedingt sehen!“ Lydias Stimme durchdrang den Raum, und ich stöhnte und zog mir das Kissen über den Kopf.Jemanden direkt nach einer durchzechten Nacht zu wecken, war anscheinend ihre Vorstellung von einem guten Morgen, egal wie oft ich mich darüber beschwerte.„Echt jetzt, Lydia?“, murmelte ich und setzte mich langsam auf. Mein Kopf dröhnte. „Ich kriege nicht mal eine Nacht durch. Ihr wisst doch, dass gestern die Hölle für mich war, und jetzt machst du es noch schlimmer. Es ist gerade mal neun!“Sharma lächelte von der Tür aus. „Ich hab ihr gesagt, sie soll dich nicht wecken, aber sie bestand darauf, dir etwas Wichtiges zu zeigen.“Lydia kam schon mit ihrem Handy in der Hand durch den Raum, dessen Bildschirm hell leuchtete. „Okay, Mädels, seht euch das an. Erinnert ihr euch noch an die ganze Szene gestern Abend mit dem CEO?“Mir wurde ganz flau im Magen. Ich hatte gehofft, die letzte Nacht würde einfach still und leise verblassen, etwas, das ich











