Beranda / Mafia / Ich ergebe mich ihnen / Kapitel 2 – DER KELLER

Share

Kapitel 2 – DER KELLER

Penulis: Ella D’Ravyn
last update Tanggal publikasi: 2026-05-31 21:50:54

Liora Voss

Ich wachte auf zum ständigen Tropfen von Wasser. Ploc. Ploc. Ploc. Ein langsamer, unerbittlicher Rhythmus, der von den feuchten Betonwänden widerhallte und die Zeit wie eine makabre Uhr markierte. Der schwere Geruch von Schimmel und feuchter Erde füllte meine Nase, vermischt mit etwas Metallischem, das ich lieber nicht identifizieren wollte. Die Dunkelheit war fast vollkommen, nur unterbrochen von einer schwachen, gelblichen Glühbirne, die von der Decke baumelte und lange, verzerrte Schatten warf.

Ich versuchte, mich zu bewegen, aber meine Hände waren über dem Kopf gefesselt, mit rauen Seilen an ein rostiges Rohr gebunden. Die Haut an meinen Handgelenken brannte bei jedem Atemzug. Meine Schultern pochten. Der kalte, feuchte Boden klebte an den Sohlen meiner bloßen Füße. Ich war schmutzig, erschöpft und vollkommen machtlos.

Eine Grube der Verzweiflung.

Ich wusste nicht, wie viele Stunden — oder Tage — seit der Gasse vergangen waren. Das letzte klare Bild in meinem Kopf war der Capo, der mich anstarrte, während das süß riechende Tuch auf mein Gesicht gedrückt wurde. Danach… nichts.

Ich zog erneut an den Fesseln, aber das Seil schnitt nur tiefer in meine Haut. Ein leises Stöhnen entkam meiner trockenen Kehle. Die Angst war immer noch da, kalt und scharf, aber etwas anderes begann sich damit zu vermischen. Eine seltsame Unruhe. Eine gefährliche Neugier, die ich zu vergraben versuchte.

Was wollen sie von mir?

Die Stille wurde durch das metallische Knarren der Tür zerrissen. Die schwere Metalltür schwang mit einem Knall auf, und Licht aus dem Flur schnitt in den Keller. Eine imposante Silhouette füllte den Türrahmen.

Heros Green.

Er trat langsam ein, mit der natürlichen Selbstsicherheit eines Mannes, der weiß, dass sich die Welt nach seinem Willen biegt. Dunkles Haar mit silbernen Fäden an den Schläfen, gepflegter Bart, klare und durchdringende Augen. Selbst im Dämmerlicht beherrschte seine Präsenz den gesamten Raum. Er war der Capo di tutti capi. Und er wusste es.

Sein Blick glitt durch den Keller, bevor er sich auf mich fixierte. Ein Schauer lief mir über den Rücken. Es war nicht nur Angst. Da war noch etwas — etwas Heißes und Beschämendes, das sich tief in meinem Bauch regte.

Er blieb ein paar Schritte entfernt stehen und hockte sich hin, um sich fast auf meine Augenhöhe zu bringen. Sein Duft — dunkles Holz, Leder und ein Hauch von Zitrus — prallte brutal mit dem Gestank von Schimmel zusammen.

„Schau mal, wer endlich aufgewacht ist“, murmelte er, seine Stimme tief und kontrolliert, mit einem leichten italienischen Akzent, der jedes Wort gefährlich klingen ließ. „Gut geschlafen, Liora?“

Ich schluckte schwer. Mein Herz schlug unregelmäßig.

„Was wollt ihr von mir?“, fragte ich und versuchte, meine Stimme ruhig zu halten, obwohl sie heiser herauskam.

Heros neigte den Kopf und musterte mich, als wäre ich ein interessantes Rätsel.

„Antworten, um anzufangen. Wer bist du wirklich? Was hast du in dieser Gasse gemacht?“

„Ich habe es euch schon gesagt. Ich war auf dem Heimweg von der Schule. Meine Mutter hatte mich wieder vergessen, also habe ich eine Abkürzung genommen. Das war alles.“

Er streckte die Hand aus und packte mein Kinn fest, aber ohne mir wehzutun. Seine hellen Augen schienen direkt durch mich hindurchzusehen.

„Du bist ein achtzehnjähriges Mädchen, das nachts allein durch Moskau läuft. In einer Gasse, in der wir einen Hinterhalt gelegt haben. Pech… oder etwas mehr?“

„Pech“, antwortete ich und hielt seinem Blick stand. „Einfach nur Pech.“

Ein langsames, gefährliches Lächeln umspielte seine Lippen.

„Du bist schön. Mehr als schön. Und in deinen Augen brennt Feuer. Das fasziniert mich.“ Er fuhr mit dem Daumen über meine Unterlippe in einer fast intimen Berührung. „Aber Faszination kann auch gefährlich sein.“

Ich spürte, wie Hitze in mein Gesicht stieg. Ich hasste es, wie mein Körper auf seine Nähe reagierte. Ich hasste es noch mehr, dass ich es nicht ignorieren konnte.

„Wenn ich zur Bratva gehören würde, glaubt ihr, ich würde hier wie eine Idiotin gefesselt liegen?“, schoss ich zurück.

Heros stieß ein tiefes, raues Lachen aus.

„Guter Punkt. Aber ich vertraue dir trotzdem nicht.“ Er stand auf und ging langsam um mich herum. „Du hast Dinge gesehen, die du nicht hättest sehen sollen, Liora. Männer sind in dieser Gasse gestorben. Blut wurde vergossen. Und du warst da.“

Er blieb hinter mir stehen. Ich spürte seine Präsenz wie Hitze an meinem Rücken.

„Wir können dich nicht einfach gehen lassen. Das wäre ein zu großes Risiko für meine Familie.“

„Und was wollt ihr dann mit mir machen?“, fragte ich, meine Stimme leiser.

Heros kam wieder nach vorn und hockte sich erneut hin. Diesmal glitt seine Hand meinen Hals hinunter, nicht drückend — nur fühlend, wie mein Puls raste.

„Es gibt zwei Möglichkeiten. Die erste: Du kämpfst gegen uns. Du leidest. Und am Ende überlebst du vielleicht nicht. Die zweite…“ Er beugte sich vor, bis unsere Gesichter nur Zentimeter voneinander entfernt waren. „Du nimmst an, was wir dir anbieten. Schutz. Luxus. Vergnügen. Ein Leben an der Seite von fünf Männern, die dir die Welt schenken… oder sie zerstören können.“

Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. Sein Duft, die Intensität seines Blicks, die feste Hand an meinem Hals — alles machte mich schwindelig.

„Ihr seid alle verrückt“, flüsterte ich.

„Vielleicht. Aber wir sind die Art von Verrückten, die überleben.“ Er ließ meinen Hals los und stand auf. „Denk darüber nach, Liora. Morgen holen wir dich aus diesem Loch. Du bekommst ein Bad, saubere Kleidung und anständiges Essen. Dann reden wir ernsthaft über deine Zukunft.“

Bevor er ging, blieb er an der Tür stehen und sah noch einmal zurück. Sein Blick wanderte langsam über meinen Körper, verharrte dort, wo die zerrissene Bluse kaum meine Brüste bedeckte.

„Ach, und Liora… hör auf, deine Schenkel so zusammenzupressen. Ich kann dich von hier aus riechen.“

Die Tür knallte zu.

Ich war wieder allein im Dämmerlicht, atmete schwer, mein verräterischer Körper pochte an Stellen, die ich nicht wahrhaben wollte.

Die Angst war immer noch da — ein eisiger Knoten im Magen, Panik vor seiner Anwesenheit und dem, was er tun könnte, das Gewicht meiner Verletzlichkeit, das mich erdrückte.

Aber zum ersten Mal war es nicht das Einzige.

Es gab eine kalte, wachsende Wut, eine dunkle Entschlossenheit, zu überleben, nicht nur ein weiteres passives Opfer zu werden. Und, noch gefährlicher, es gab den Funken einer dunklen Neugier — einen beunruhigenden Blick auf die Macht, die er besaß, und die Wirkung, die er auf mich hatte.

Es war ein Gedanke, der mich mehr erschreckte als der dunkle Keller, denn er bedeutete, dass er mich auf irgendeine schreckliche Weise bereits zu verändern begonnen hatte.

Lanjutkan membaca buku ini secara gratis
Pindai kode untuk mengunduh Aplikasi

Bab terbaru

  • Ich ergebe mich ihnen   EPILOG

    EINIGE MONATE SPÄTER…Ich wusste immer, dass dieser Tag kommen würde. Das Leben in der russischen Mafia erlaubt keine Ruhe, und diejenigen, die wir lieben, geraten oft in den Hintergrund. Aber heute bin ich dabei, mich auf eine Reise zu begeben, die nicht nur das Gesetz herausfordert, sondern auch die eigenen Kodizes der Mafia. Ich bin am Flughafen und stehe kurz davor, mich von meiner geliebten Frau Mia und unserer kleinen Eleonora zu verabschieden. Mein Bruder, einer aus meinem Trio, Yakov, braucht mich, und ich darf ihn nicht im Stich lassen.Ich, er und Darya haben immer versprochen, füreinander da zu sein, wann immer wir uns brauchen.— Damon — rufe ich meinen Bruder und rechte Hand, meinen Stellvertreter in unserer Mafia. Er ist immer an meiner Seite und achtet auf jedes Wort, das ich sage. — Du weißt, wie sehr ich dir vertraue. Ich werde alles unter deinem Kommando lassen, während ich fort bin. Unsere Geschäfte dürfen nicht stillstehen.Damon nickt, sein Gesicht ernst und entsc

  • Ich ergebe mich ihnen   KAPITEL 261 – SECHS JAHRE SPÄTER

    ||°MIA BELLINI°||Wir sind in Venedig, meiner Heimatstadt. In dem Haus, in dem ich mit meiner Mutter gelebt habe und das jetzt unser Ferienhaus geworden ist. Hierher hat er mich in unseren Flitterwochen gebracht. Die beste Überraschung, die ich hätte haben können. Unsere Flitterwochen hier zu verbringen, an dem Ort, an dem ich die besten Momente mit meiner Mutter und Melina hatte, war genug, um mich wieder in ihn zu verlieben.Heute feiern wir unseren sechsten Hochzeitstag, mit unserer kleinen Eleonora, fünf Jahre alt – ihr Haar ist so schwarz wie meines, aber ihre Augen sind blau wie die ihres Vaters. Manchmal sieht sie ihren Tanten Yelena und Alice ähnlicher als uns beiden. Und jedes Mal, wenn ich das meinem Mann sage, beschwert er sich, dass es eine zu große Strafe wäre, eine Tochter zu haben, die eine Kopie seiner Schwestern ist. Sie würde ihn weiß werden lassen, noch bevor wir überhaupt versuchen, weitere Kinder zu bekommen – was er noch nicht weiß, ist, dass ich unser zweites Ba

  • Ich ergebe mich ihnen   KAPITEL 260 – DIE HOCHZEIT

    ||°MIA BELLINI°||Heute ist der wichtigste Tag meines Lebens. Ich bin dabei, Vasily zu heiraten, meinen maskierten Jungen. Mama wäre so glücklich gewesen. Ich habe Papa gefunden, und ich heirate den Mann, der mich verführt und mein Herz gestohlen hat, seit unserem ersten Blickwechsel.Alles hätte so einfach und klein sein sollen, denn das Einzige, was mir wichtig war, war, mit meinem Chase verheiratet zu sein. Aber meine Schwiegermutter, mit ihrem raffinierten und anspruchsvollen Geschmack, bestand darauf, dass ich viel mehr verdiente. Besonders da Vasilys Zwillingsbruder Yakov alle überraschte, als er am Heiligabend mit seiner Frau Audreen Gonzáles auftauchte, oder besser gesagt, jetzt… Audreen Mikhailov-Brec.— Du wirst die Königin der Bratva sein, Mia — sagt sie mir mit ihrem starken russischen Akzent. — Nichts Geringeres als eine Hochzeit, die einer Königin würdig ist, ist akzeptabel.Anfangs war ich ehrlich gesagt erschrocken. Die Vorstellung einer luxuriösen Zeremonie, die volls

  • Ich ergebe mich ihnen   KAPITEL 259 – DER NEUJAHRSANTRAG

    ||°VASILY MIKHAILOV-BREC°||Die Tage verlaufen normal. Obwohl ich dachte, dass Mia sich wegen allem, was in jener Nacht in Kalifornien passiert ist, schlecht fühlen und sich von all dem distanzieren wollen würde, war das nicht der Fall. Mein Mädchen hat sich entschlossen gezeigt. Sie sagte mir, dass sie nie wieder schwach genannt werden will. Seitdem trainiert sie mit mir und meinen Schwestern, den Zwillingen. Yelena und Alice verbringen Zeit mit meinem Mädchen und meiner Schwägerin, bringen ihnen das Kämpfen bei, während ich in meiner Freizeit meiner zukünftigen Verlobten und meiner kleinen Schwägerin beibringe, mit einer Schusswaffe umzugehen und zu schießen, sowie mit kleinen Waffen wie Messern und Taschenmessern.Etwas, das mein Schwiegervater mit ihnen hätte tun sollen, so wie meine Mutter es mit meinen Schwestern getan hat, ob sie dieses Leben führen wollen oder nicht, aber ich verstehe, dass er sie von seinem Leben ferngehalten hat, um sie zu schützen. Ich bin dankbar für die F

  • Ich ergebe mich ihnen   KAPITEL 258 – DER PREIS DES BLUTES

    ||°MIA BELLINI°||Sie erzählt uns, dass sie von Anfang an wusste, wer ich für Vasily war, also all die Momente, in denen sie es sich zur Aufgabe machte, mir von ihm zu erzählen, wie sie…— Ja — sie liest die Fragen in meinen Augen — Ich sprach mit dir über ihn, berührte seinen Namen, um zu sehen, ob du dich an ihn erinnern würdest. Als ich dir sagte, wie er mich gerne fickte… Aber du warst so dumm, dass du nie gemerkt hast, von wem ich sprach: Es war dein maskierter Junge.— Deshalb wolltest du unbedingt, dass ich nach Russland komme. Du wolltest, dass ich ihn mit dir sehe.— Schau, sie ist doch nicht so dumm! — sie spottet — Wenn meine Hände frei wären, würde ich dir applaudieren.— Warum? Was war dein Ziel mit all dem? — frage ich, um zu verstehen.— Ich wollte die Person ruinieren, für die er noch so fasziniert war. Jahre waren vergangen und er hatte sie immer noch im Kopf, sogar wenn er mit mir zusammen war. — sie schäumt vor Wut — Du warst so „gut“, dass ich dachte, wenn ich dich

  • Ich ergebe mich ihnen   KAPITEL 257 – DIE RACHE

    ||°VASILY MIK-BREC°||Paf! Das ist das Geräusch der Ohrfeige, die mein Mädchen Maïtê ins Gesicht schlägt. Ich lächle, als ich diese Szene beobachte.— Wie konnte ich nur mit einer so grausamen Person wie dir befreundet sein? — fragt mein Mädchen sie, und sie lacht wieder.— Du warst immer so eine Idiotin, Mia! — Paf! Ich beginne, dieses Geräusch zu lieben. Aber die Brünette, die vor ihr sitzt und gefesselt ist, gibt nicht nach. Sie fährt fort, Beleidigungen gegen Mia zu schleudern. — So brav, kümmerst dich um mich, sorgst dich um mich jedes Mal, wenn ich den Stoff verpasst habe. Und so nervig! Immer redest du von deiner kranken Mutter; ich hielt mich zurück, nicht die Augen zu verdrehen, und oft hatte ich Ohrenstöpsel, um deine Stimme nicht hören zu müssen. Ich musste nur ein paar Worte des Mitgefühls und Trostes murmeln, und alles war gut. Und du Idiotin hast es nicht mal gemerkt. — Sie lacht wieder, und diesmal ist es meine Zwillingsschwester, die ihr mit dem Ellbogen in den Nacken

  • Ich ergebe mich ihnen   Kapitel 3 – DAS GESETZ DER BRUDERSCHAFT

    Noah GreenHeros hatte uns im Büro versammelt und uns alles erzählt. Luthers wachsende Besessenheit von Liora. Wie er in ihr eine Chance zur Erlösung sah, einen lebenden Schatten von Alicia. Nach vielen Fragen verstanden wir endlich den wahren Grund hinter dem Gesetz der Bruderschaft — die Regel, d

  • Ich ergebe mich ihnen   Kapitel 5 – DER VORSCHLAG

    Luther GreenDas Büro war in Schatten getaucht. Nur die Schreibtischlampe beleuchtete teilweise die Gesichter meiner Brüder und warf lange Schatten, die über die dunklen Wände tanzten. Die Spannung war dick, fast elektrisch. Ich konnte nicht stillstehen. Ich lief hin und her, mein Körper vibrierte

  • Ich ergebe mich ihnen   Kapitel 1 – DAS MÄDCHEN

    Heros Green New York, Todt Hill — 3 Tage späterDie Luft im Büro war dicht, fast greifbar. Der Duft von altem Whiskey vermischte sich mit dem Geruch von abgenutztem Leder der Möbel und dem Rest des Rauchs kubanischer Zigarren, der noch in der Luft hing. Ich saß hinter dem imposanten dunklen Mahago

  • Ich ergebe mich ihnen   PROLOG — DIE GASSE

    Liora Voss Moskau, Ulitsa Arbat — Arbat-StraßeIch wartete mehr als zwei Stunden vor den Schultoren. Mein Handy war schon warm in meiner Hand, weil ich Mackenzie – meine Mutter – immer wieder angerufen hatte.Dreiundzwanzig Mal.Jeder Anruf ging auf die Mailbox.Die Dämmerung breitete sich über de

Bab Lainnya
Jelajahi dan baca novel bagus secara gratis
Akses gratis ke berbagai novel bagus di aplikasi GoodNovel. Unduh buku yang kamu suka dan baca di mana saja & kapan saja.
Baca buku gratis di Aplikasi
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi
DMCA.com Protection Status