INICIAR SESIÓNKapitel 3
„Er hält mich für dich?“, fragte ich mit zitternder Stimme. Der Raum fühlte sich plötzlich kalt an. Ich blickte zur Tür und rechnete jeden Moment damit, dass jemand hereinstürmen würde. Zyrans Gesichtsausdruck wurde ernst. Er griff nach seinem Handy und wählte hastig eine Nummer. „Sicherheitsdienst“, sagte er scharf. „Alarmstufe Rot. Ich brauche sofort vier Männer vor der Tür meiner Frau. Und überprüfen Sie den Parkplatz.“ Er legte auf und wandte sich Mina zu. Sie zitterte und schlang die Arme um sich. „Mina, setz dich“, sagte Zyran sanft. „Er wird weder ihr noch dir etwas antun.“ „Es tut mir so leid, Zyran“, schluchzte Mina. „Ich wollte deiner Familie keinen Ärger bereiten. Ich sollte einfach gehen. Ich sollte ihn mich finden lassen.“ „Rede keinen Unsinn“, sagte Zyran, während er ihr beruhigend die Schulter drückte. „Du gehst nirgendwohin. Du gehörst zur Familie.“ Ich starrte ihn verwirrt an. „Zur Familie?“ Zyran sah mich mit ernstem Blick an. „Roosevelt, ich hatte vorhin keine Zeit, es zu erklären. Mina ist nicht nur eine Freundin aus dem College. Wir sind in derselben Straße aufgewachsen. Sie kennt mich, seit ich fünf Jahre alt bin.“ Er warf Mina einen beschützenden Blick zu. „Sie hat früher mit meiner großen Schwester Clara mit Puppen gespielt. Meine Mutter liebt Mina wie eine Tochter. Wenn ihr etwas passieren würde, würde meine Mutter mir das niemals verzeihen.“ Ein seltsamer Schmerz zog sich durch mein Herz. Ich wusste, dass Zyrans Mutter streng war. Sie lächelte mich kaum jemals an. Aber sie liebte Mina? „Das wusste ich nicht“, flüsterte ich. „Es gibt vieles, was du nicht weißt“, sagte Zyran müde. „Aber ich habe meiner Familie versprochen, immer auf sie aufzupassen. Und ich halte meine Versprechen.“ Plötzlich hallte ein lauter Lärm vom Flur herüber. „Aus dem Weg! Macht Platz!“, rief eine Frauenstimme. Die Tür flog auf. Eine Frau mit leuchtend roten Haaren und einem entschlossenen Blick stürmte herein. Sie trug zwei unterschiedliche Turnschuhe und einen großen Mantel. Es war Nixie, meine beste Freundin. „Roosevelt!“, rief Nixie. Ohne Zyran auch nur zu beachten, rannte sie direkt zu meinem Bett und nahm mein Gesicht in beide Hände. „Ich habe die Nachrichten gesehen! Jemand hat ein Foto gepostet, auf dem Zyran dich in die Notaufnahme trägt! Geht es dir gut? Sag mir, dass es dir gut geht!“ „Mir geht es gut, Nix“, brachte ich mit einem schwachen Lächeln hervor. Allein sie zu sehen, ließ mich sicherer fühlen. „Es war nur... ein Sturz.“ Nixie atmete erleichtert aus und umarmte mich fest. Dann trat sie zurück und warf Zyran einen wütenden Blick zu. „Sie!“, sagte sie und zeigte mit dem Finger auf seine Brust. „Sie sollten sie beschützen, Mr. Milliardär! Wie kann sie ausgerechnet an Ihrem Hochzeitstag die Treppe hinunterfallen?“ Zyran verschränkte die Arme. „Es war ein Unfall, Nixie. Sprich leiser.“ Nixies Augen verengten sich. Sie blickte an Zyran vorbei und entdeckte Mina, die in einer Ecke saß und in ihrem schmutzigen Kleid klein wirkte. „Und wer ist dieser Geist?“, fragte Nixie unverblümt. „Das ist Mina“, sagte Zyran und stellte sich zwischen Nixie und Mina. „Sie ist ein Gast. Sie macht gerade eine schwere Zeit durch.“ Nixie musterte Mina. Nixie hatte ein besonderes Gespür dafür, wenn jemand etwas vorspielte. Sie kniff die Augen zusammen. „Mina“, fragte Nixie langsam, „warum tragen Sie Roosevelts Bademantel?“ Mina zuckte zusammen und sah Zyran mit großen, tränengefüllten Augen an. „Meine Kleidung ist verbrannt. Zyran hat ihn mir gegeben.“ „Nixie, hör auf“, sagte ich leise. Ich wollte keinen Streit. Nicht jetzt. „Mina ist in Gefahr. Ihr Ex-Freund ist hinter ihr her.“ „Und jetzt ist er hinter Roosevelt her“, fügte Zyran düster hinzu. Nixies Gesicht wurde blass. Sie sah mich an, dann zur Tür. „Moment. Du willst mir sagen, dass meine beste Freundin wegen ihrer Probleme jetzt ebenfalls ein Ziel ist?“ „Wir haben die Situation im Griff“, sagte Zyran. „Ich bringe sie beide noch heute Nacht ins Safe House. Dort kommt niemand hinein.“ „Ins Safe House?“, fragte ich. „Aber Zyran, ich möchte einfach nur nach Hause.“ „Zu Hause ist es nicht sicher, Roosevelt“, erwiderte Zyran entschieden. „Die Adresse ist öffentlich bekannt. Das Safe House ist die einzige Möglichkeit.“ Er ging zum Fenster und spähte durch die Jalousien. Sein Rücken spannte sich an. „Verdammt“, fluchte Zyran. „Was?“, fragte ich mit rasendem Herzen. Zyran drehte sich um. Sein Gesicht war ernst. „Der Sicherheitsdienst hat gerade durchgegeben“, sagte er. „Ein schwarzer Lieferwagen ist durch das Krankenhaustor gerast. Männer mit Masken steigen aus.“ Er sah erst mich, dann Mina an. „Er ist hier.“ Die Angst hielt jedoch nicht lange an. Zyrans Sicherheitsteam war beeindruckend. Noch bevor die maskierten Männer die Eingangstüren des Krankenhauses erreichen konnten, wurden sie von fünf schwarzen SUVs umzingelt. Wir beobachteten vom Fenster aus, wie Polizeiwagen den Parkplatz überschwemmten. Minas Ex-Freund wurde innerhalb von zehn Minuten in Handschellen abgeführt und in einen Streifenwagen gestoßen. „Es ist vorbei“, sagte Zyran und schloss die Jalousien. „Er wird für lange Zeit ins Gefängnis kommen. Ihr seid jetzt in Sicherheit.“ Mina schluchzte erleichtert, doch ich fühlte mich vollkommen erschöpft. Ich wollte nach Hause. Stattdessen brachte Zyran uns in sein Safe House, eine riesige, moderne Villa am Stadtrand. Sie wirkte kalt und glich einer Festung. Als wir uns schließlich eingerichtet hatten, war es bereits nach Mitternacht. Nixie war in ein Gästezimmer gegangen, um ihren Mann anzurufen, und ließ mich allein mit Zyran und Mina in der Küche zurück. Mein Knöchel pochte, und mein Bauch fühlte sich angespannt an. Ich saß auf einem Barhocker und beobachtete Zyran. Er hatte sein Sakko ausgezogen und krempelte die Ärmel hoch. Er öffnete den Kühlschrank und holte Eier und Gemüse heraus. „Ich mache etwas Einfaches“, sagte Zyran und warf mir einen Blick zu. „Du musst etwas essen, bevor du deine Medikamente nimmst, Roosevelt.“ Eine kleine Wärme breitete sich in meiner Brust aus. „Danke, Zyran. Das musst du wirklich nicht...“ „Zyran!“ Minas schrille Stimme durchschnitt die Luft. Sie betrat die Küche in frischer Kleidung, die die Haushälterin für sie gefunden hatte. Als sie Zyran mit der Bratpfanne in der Hand sah, schnappte sie entsetzt nach Luft. „Warum willst du kochen, Zyran?“, sagte sie, während sie zu ihm ging und versuchte, ihm die Pfanne aus der Hand zu nehmen. „Kochen ist Hausarbeit. Das ist Frauensache.“ Ich blinzelte fassungslos. Meinte sie das ernst? Mina sah mich nicht einmal an. Sie konzentrierte sich ganz auf Zyran und sprach mit sanfter Stimme. „Du siehst doch, ich hatte einen schrecklichen Tag. Ich bin traumatisiert. Ich bin so müde, dass ich mich kaum bewegen kann, sonst würde ich es selbst machen. Aber du... du bist milliardenschwerer CEO. Eine Firma zu führen ist anstrengend. Du verdienst Ruhe.“ Erst dann drehte sie den Kopf zu mir und funkelte mich an. Ihre Augen waren kalt, doch ihre Stimme blieb süß, damit Zyran nichts bemerkte. „Roosevelt sollte kochen“, sagte Mina und zeigte auf mich. „Sie wirkt doch voller Energie. Vorhin auf der Treppe war sie noch bereit, sich mit mir anzulegen. Diese Energie sollte sie lieber nutzen, um uns Abendessen zu machen. Außerdem ist sie doch Innenarchitektin. Praktisch eine Hausangestellte. Sie weiß, wie man anderen dient.“ Ich war sprachlos. Ich saß einfach da, den Mund leicht geöffnet. Ich hätte heute Abend beinahe mein Baby verloren. Ich konnte mit meinem geschwollenen Knöchel kaum laufen. Und diese Frau wollte, dass ich sie bediente? Zyran versteifte sich. Mit einem lauten Knall stellte er die Pfanne auf die Arbeitsplatte. „Sie hat mich nicht gebeten zu kochen, Mina“, sagte Zyran mit leiser, fester Stimme. „Ich habe es freiwillig getan. Sie ist meine Frau. Pass auf, wie du mit ihr sprichst.“ Ein Hauch von Dankbarkeit regte sich in mir. Wenigstens verteidigte er mich diesmal. Doch Mina gab nicht nach. Sie sah verletzt aus, als hätte Zyran ihr eine Ohrfeige gegeben. Tränen füllten ihre Augen. „Du hast dich verändert, Zyran“, weinte sie. „Das bist nicht mehr du. Was hat diese Frau nur mit dir gemacht?“ Sie trat näher zu ihm und ignorierte mich vollkommen. „Was hast du dir nur dabei gedacht, jemanden so harten und kalten wie Roosevelt zu heiraten?“, fragte Mina schluchzend. „Sie ist gemein und kennt kein Mitgefühl. Hast du nicht gemerkt, wie wenig sie sich heute Abend darum gekümmert hat, dass ich obdachlos geworden bin? Sie wollte mich in ein Hotel schicken! Sie ist nicht nur gemein, sondern auch rücksichtslos.“ „Mina...“, warnte Zyran. „Ich sage doch nur die Wahrheit!“, schluchzte Mina. „Nach allem, was sie in ihrer Vergangenheit erlebt hat, sollte sie sich nicht zwischen uns drängen. Erinnerst du dich daran, wie wir früher waren? Damals warst du nie so weich. Du warst stark.“ Sie hob die Hand und legte sie auf Zyrans Brust, direkt über sein Herz. „Lass mich kochen“, flüsterte sie. „Ich bin zwar müde, aber ich werde niemals zulassen, dass ein King in der Küche arbeitet, während seine fähige Ehefrau dort sitzt wie eine Statue.“ Zyran blickte auf ihre Hand auf seiner Brust. Dann richtete er seinen Blick auf mich. Ich wartete darauf, dass er sie wegstieß. Ich wartete darauf, dass er sie hinauswarf. Stattdessen seufzte Zyran. Sanft nahm er Minas Hand von seiner Brust, doch er schien nicht mehr wütend auf sie zu sein. Er wirkte hin- und hergerissen. „Geh ins Bett, Mina“, sagte er leise. „Ich bringe dir etwas zu essen auf dein Zimmer.“ Mina schenkte mir über Zyrans Schulter hinweg ein triumphierendes Grinsen. Es war nur ein kurzer, siegesgewisser Blick, bevor sie sich wieder ihm zuwandte und nickte. „In Ordnung, Zyran. Aber nur, weil du mich darum bittest“, flüsterte sie. Sie drehte sich um und verließ die Küche, wobei sie eine bedrückende Stille hinterließ. Zyran hob die Pfanne wieder auf und schlug ein Ei hinein. Er sah mich nicht an. „Sie steht einfach unter Stress“, murmelte er mehr zu sich selbst als zu mir. Ich umklammerte die Kante der Marmorarbeitsplatte. Meine Fingerknöchel wurden weiß. Er nahm sie immer noch in Schutz. „Zyran“, sagte ich leise. „Wir müssen reden.“ „Nicht heute Abend, Roosevelt“, unterbrach er mich. „Ich bin müde. Lass uns einfach essen.“ Er richtete die Eier auf einem Teller an und schob ihn zu mir herüber. Doch gerade als ich nach meiner Gabel griff, vibrierte mein Handy in meiner Tasche. Es war eine Textnachricht von einer unbekannten Nummer. Ich öffnete sie, und mein Blut gefror in den Adern. Es war ein altes Foto von Zyran und Mina. Sie sahen darauf sehr verliebt aus. Darunter stand nur eine Nachricht: Er hat seiner Mutter versprochen, sich um mich zu kümmern. Glaubst du wirklich, eine „Ehefrau“ kann ein Versprechen brechen, das der Familie gegeben wurde? Guten Appetit mit den Eiern. Ich werde später ihn genießen.Kapitel 60ROOSEVELT’S POV„Zyran, ich kann nicht atmen“, keuchte ich und hielt mich an seinem Hemd fest. „Meine Brust tut weh.“„Sieh mich an“, sagte Zyran sanft. Er hielt mein Gesicht in seinen Händen. „Atme mit mir, Roosevelt. Ein und aus. Ich werde nicht zulassen, dass er sie behält. Ich verspreche es.“„Er ist verrückt“, schluchzte ich und schüttelte den Kopf. „Er glaubt, er würde mich retten.“„Er ist ein toter Mann“, zischte Zyran. „Ich werde seine gesamte Firma zerstören. Ich werde—“Mein Telefon klingelte erneut und erschreckte uns beide.Ich starrte auf den Bildschirm. Diesmal war es keine unbekannte Nummer. Es war Nixie.Meine Hände zitterten so stark, dass ich das Telefon beinahe fallen ließ. Ich drückte auf den grünen Knopf und stellte den Lautsprecher an.„Nixie?“, rief ich. „Hat die Polizei etwas gefunden?“„Rose!“, schrie Nixie. Sie weinte nicht mehr vor Angst. Sie schluchzte vor Freude. „Rose, sie ist hier! Sie ist genau hier!“Die Welt blieb stehen.„Was?“, flüsterte
Kapitel 59ROOSEVELTS POV„Jemand hat sie mitgenommen.“Die Worte hallten durch das Telefon. Die Zeit schien einzufrieren, die Sonne fühlte sich plötzlich eiskalt an.„Nixie, was sagst du da?!“, schrie ich. Meine Beine gaben unter mir nach. Ich fiel hart auf die Betonzufahrt und schürfte mir die Knie auf. „Wer hat sie mitgenommen?!“„Ich weiß es nicht!“, weinte Nixie. Im Hintergrund heulten laut die Polizeisirenen. „Wir waren im Park! Sie war direkt neben mir auf der Schaukel! Ich drehte mich um, um eine Saftpackung wegzuwerfen, und als ich wieder hinsah ... war sie weg, Rose! Eine Frau sagte, sie habe gesehen, wie ein Mann sie in ein schwarzes Auto setzte!“Ich rang nach Luft. Schwarze Flecken tanzten vor meinen Augen. Ich ließ das Telefon zu Boden fallen. Ich packte meine Haare und zog daran, als wollte ich aus diesem Albtraum aufwachen.„Mein Baby“, brachte ich erstickt hervor, meine Lungen brannten. „Mein Baby!“Zyran geriet nicht in Panik.Er kniete sich neben mich, riss das Tele
Kapitel 58ROOSEVELTS POV„Und morgen fange ich mit ihr an.“Zyrans Worte waren kalt, hart und voller Rache. Er sah aus dem Fenster des Jets, sein Kiefer fest angespannt.Ich musterte sein Gesicht und legte sanft meine Hand auf seine Wange.Er drehte schnell den Kopf und schmiegte sich an meine Berührung. Seine dunklen Augen wurden nur für mich weich.„Nein, Zyran“, flüsterte ich sanft.Zyran runzelte die Stirn. „Was meinst du mit nein? Sie hat gedroht, Lorna wegzunehmen. Sie hat diesen DNA-Test zu dir gebracht, um dich zu verletzen. Ich muss sie bestrafen.“„Das musst du nicht tun“, sagte ich und hielt meine Stimme ruhig und fest. „Du musst ihr weder ihren Namen noch ihre Rechte nehmen.“„Roosevelt, sie hat dich vier Jahre lang misshandelt“, argumentierte Zyran, seine Stimme wurde vor Wut lauter. Er ergriff meine Hand und küsste meine Handfläche. „Sie hat dich geschlagen, sie hat dich schreckliche Dinge genannt. Ich kann sie damit nicht davonkommen lassen. Ich muss sie dafür bezahlen
Kapitel 57ROOSEVELT POV„Ich werde nicht nach New York fliegen“, sagte ich und ließ den Umschlag auf seinen Schreibtisch fallen. „Du kannst mich nicht zwingen, meine Tochter zu verlassen.“Zyran warf nicht einmal einen Blick auf den Umschlag. Seine Augen blieben auf den Bildschirm seines Computers geheftet.„Es sind achtundvierzig Stunden, Ms. Evans“, erwiderte Zyran. Seine Stimme klang leer. „Nixie wird auf sie aufpassen.“„Du hast keine Kontrolle über Nixie!“ schoss ich zurück und ballte meine Hände zu Fäusten.„Jetzt schon“, sagte Zyran tonlos. Endlich sah er auf, seine dunklen Augen waren eisig. „Ich habe ihre Einstellung heute Morgen genehmigt. Sie ist meine neue Projektmanagerin. Wenn du willst, dass deine beste Freundin ihren Job behält, wirst du in dieses Flugzeug steigen.“Ich keuchte, die Luft wich aus meinen Lungen. „Du erpresst mich?“„Ich erledige Geschäfte“, sagte Zyran gelassen, während er seinen Laptop zuklappte. „Der Privatjet fliegt heute Abend um acht Uhr ab. Sei a
Kapitel 56ROOSEVELT’S POV„Setz meine Tochter runter. Sofort.“Die Worte rissen wie ein gefährliches Knurren aus Zyrans Kehle.Die ganze Welt schien stillzustehen. Mein Herz schlug heftig gegen meine Rippen.„Deine Tochter?“ rief Lorna von Mateos Schultern. Sie legte den Kopf schief und sah sich im überfüllten Zoo um. „Ist dein kleines Mädchen hier, Mr. Zyran? Wo ist sie?“Mateo runzelte die Stirn und verengte die Augen bei Zyran.Panik trieb mich dazu, schneller zu handeln als jemals zuvor. Ich trat zwischen die beiden großen Männer und versperrte Zyran vollständig die Sicht auf Mateo.„Er meint meine Tochter, Mateo“, sagte ich laut und zwang mich zu einem nervösen Lachen. Ich sah zu Lorna hoch und lächelte. „Mr. King ist mein Chef, Kleine. Er ist nur sehr verwirrt, er arbeitet zu viel.“Mateos Kiefer spannte sich an. Er wusste genau, was ich tat, und spielte mit, um Lorna zu beschützen.„Ah, der Chef“, sagte Mateo kalt und sah über meinen Kopf hinweg zu Zyran. „Nun, Ms. Evans hat h
Kapitel 55ROOSEVELTS POVIch sah Zyran mit Elena auf der anderen Seite des Cafés. Er lächelte sie an, während er ihr Wein einschenkte. Er spielte sein kaltes, distanziertes Spiel perfekt.Ich holte tief Luft und wischte eine Träne von meiner Wange.Wenn er dieses Spiel spielen will, dachte ich, während mein Herz kalt wurde, dann werde ich es besser spielen.Ich wandte mich von seinem Tisch ab und sah direkt Mateo an. Ich schenkte ihm ein strahlendes Lächeln.„Du hast recht, Mateo“, sagte ich leise. „Er entscheidet sich für jemand anderen. Und ich bin fertig damit, über einen Mann zu weinen, der mich nicht will.“Mateos Augen leuchteten auf. Er drückte meine Hand. „Meinst du das ernst, Roosevelt?“„Das tue ich“, versprach ich. „Ich würde Lorna am Sonntag sehr gerne mit dir in den Zoo bringen.“„Damit machst du mich zum glücklichsten Mann in Mailand“, lächelte Mateo.Für den Rest des Mittagessens sah ich nicht zurück. Ich sah nicht nach, ob Zyran uns beobachtete. Ich konzentrierte mich







