Home / MM Romance / Knackt Sein Code / Kapitel 5 – Der Preis

Share

Kapitel 5 – Der Preis

last update publish date: 2026-10-05 21:50:18

Kirill

Drei Sekunden lang halte ich Doms Blick stand. In diesem Team gebe ich die Befehle, aber sie ist aus gutem Grund meine Stellvertreterin. Sie erkennt Möglichkeiten, die ich übersehe, wenn mir der Kragen platzt. Und gerade brennt bei mir die Lunte.

Ich öffne die Hand. Der Junge fällt wie ein Stein und schlägt hart auf dem Beton auf. Seine abgetragenen Stiefel schrammen über die Ölflecken. Als die geprellten Rippen den Aufprall abfangen müssen, entweicht ihm mit einem scharfen Keuchen die Luft.

Er hält sich am Rand des Werkzeugschranks fest, hustet und funkelt mich voller Hass an.

„Bleib da“, sage ich und halte ihm einen Finger vors Gesicht. „Wenn du auch nur einen Schritt auf diese Tür zumachst, darf Max an deinen Kniescheiben seinen Golfschwung üben.“

Olivers Kiefer spannt sich an, doch er bleibt stehen und stützt sich schwer auf die roten Metallschubladen.

Ich drehe ihm den Rücken zu. „Dom, Max, Butcher, Saint. Büro. Sofort.“

Ich warte nicht ab, ob sie mir folgen. Ich gehe zur schweren Stahltür zwischen der schmutzigen Werkstattfassade und unserem modernen Rückzugsort, tippe meinen Code ein und trete hindurch, sobald die Riegel klackend aufspringen. Die Stahltreppe zur verglasten Kommandozentrale nehme ich zwei Stufen auf einmal.

Hinter Saint, der als Letzter hereinkommt und dabei ein modifiziertes Klappmesser zwischen den Fingern kreisen lässt, schließt sich die Tür mit einem Zischen.

Das verglaste Büro ist vollkommen schallisoliert. Auf den Monitoren ringsum haben wir die Werkstatt perfekt im Blick.

Oliver Blaese betastet vorsichtig seine aufgeplatzte Lippe und verzieht das Gesicht, als an seinen Fingern Blut klebt. Er wirkt hier völlig fehl am Platz, ein verprügelter, schmutziger Streuner in einem Käfig voller Raubtiere.

„Habt ihr alle den Verstand verloren?“, frage ich und stütze die Hände flach auf dem großen Konferenztisch ab. Ich sehe die vier Teammitglieder an, die hier sind. Die anderen fünf übernehmen die Nachtschicht.

„Er ist eine wandelnde Zielscheibe. Er stand mitten auf einer öffentlichen Straße und hat meinen Namen gebrüllt. Er ist ganz offensichtlich ein verdammter Idiot.“

„Kir, er bietet eine Menge Geld für unseren Schutz“, sagt Dominique und setzt sich wie üblich auf das Ledersofa. „Wir sollten wenigstens prüfen, ob er es wirklich hat.“

„Mir ist egal, ob er Bill Gates’ Sohn ist und an den Familientresor kommt“, fahre ich sie an. „Profis jagen ihn. Wenn wir ihn aufnehmen, holen wir uns diese Leute direkt vor die Haustür.“

Butcher, ein Mann mit einem Hals, der dicker ist als mein Oberschenkel, obwohl er einen Kopf kleiner ist als ich, verschränkt die massigen Arme. „Mit solchen Leuten werden wir fertig. Das ist buchstäblich unser Job.“

„Wir sind ein Einsatzteam“, stelle ich klar, meine Stimme wird lauter. „Auftragskiller. Wir spüren Ziele auf, schalten sie aus und verschwinden wieder. Wir sind keine glorifizierten Türsteher. Auf Babysitteraufträge lassen wir uns nicht ein.“

„Bei allem Respekt, Kirill“, murmelt Saint und lehnt sich an die Glaswand. Seine dunklen Augen sind müde, die Schatten darunter fast violett. „Für einen Babysitterauftrag würde ich im Moment jemanden umbringen.“

Ich starre ihn an. „Wie bitte?“

„Wir sind am Ende“, wirft Max ein. Der riesige Schotte fährt sich durch den roten Bart, seine Schultern hängen leicht. „Seit sechs Monaten sind wir ohne Pause im Einsatz. Südamerika war die Hölle.“

„Wir haben den Auftrag erledigt und ein Vermögen verdient“, halte ich dagegen.

„Gerade so“, brummt Butcher. „Sechs Monate im Dschungel von Kolumbien und Peru. Kartelle, paramilitärische Trupps, Schlafen in Schlamm, der nach Fäulnis und Schießpulver stank. Zwischen meinen Zehen habe ich Fußpilz aus dem Dschungel, der vermutlich schon ein eigenes Bewusstsein entwickelt. Seit Juni habe ich nie länger als vier Stunden am Stück in einem richtigen Bett geschlafen.“

„Sie haben recht, Kir“, sagt Dominique leise. „Das Team läuft am Limit. Wir brauchen eine Pause. Wenn wir jetzt wieder ins Feld gehen, macht jemand einen Fehler, und dann stirbt jemand. Hier verdienen wir mit wenig Aufwand gutes Geld.“

Ich sehe mich um. Die Erschöpfung steht ihnen allen ins Gesicht geschrieben. Ich verlange Perfektion von meinem Team, und die liefern sie auch. Trotzdem sind sie nur Menschen.

„Und du glaubst, einen Mann mit einer Zielscheibe auf dem Rücken im Obergeschoss meines Lagerhauses zu verstecken, ist Urlaub?“, frage ich ungläubig.

„Urlaub zu Hause“, sagt Saint mit einem schwachen, zynischen Lächeln.

„Wir sichern die Umgebung. Wir sitzen auf dem Sofa. Wir bestellen Essen. Wenn jemand anklopft, erschießen wir ihn bequem von zu Hause aus. Kein Dschungel, kein Schlamm, viel Geld. Ein verdammter Traumjob, Mann.“

„Er ist ein verprügelter Junge in geklauten Klamotten“, spotte ich. „Das Geld, mit dem er vorhin herumgefuchtelt hat, stammt wahrscheinlich von einer gestohlenen Kreditkarte.“

„Das können wir überprüfen“, sagt Dominique. Sie sieht mich entschlossen an. „Ich beantrage eine Abstimmung.“

Ich versteife mich. Ich hasse Demokratie. Ein fehlerhaftes System, das die Leute träge macht. Aber bei den Iron Wraiths gehört sie zu den Grundregeln.

Ich führe das Team, aber ich bin kein Tyrann. Wenn es um die Ausrichtung unserer Einsätze geht, hat die Mehrheit der Anwesenden Gewicht.

„Wer ist dafür, den Jungen anzuhören und den Auftrag anzunehmen, falls das Geld echt ist?“, fragt Dominique.

Sie hebt die Hand.

Saint hebt seine sofort.

Butcher seufzt tief und grollend und hebt ebenfalls die Hand.

Ich sehe zu Max. Mein ältester Freund. Der Mann, der in mehr Feuergefechten Rücken an Rücken mit mir gestanden hat, als ich zählen kann. Max sieht mich entschuldigend an, zuckt leicht mit seinen gewaltigen Schultern und hebt die Hand.

Vier zu eins.

Ein Muskel in meinem Kiefer zuckt. Sie haben mich überstimmt, und ich bin stinksauer.

„Gut“, knurre ich. Das Wort schabt wie Glasscherben durch meine Kehle. Ich weiß nicht, warum es mich so sehr stört, den Jungen hierzubehalten. Aber ich weiß, dass das schiefgehen wird.

„Wenn ihr unbedingt Bodyguards spielen wollt, machen wir es. Aber ich führe die Verhandlungen. Wenn er meine Bedingungen nicht erfüllt, fliegt er raus, und ich will kein Wort darüber hören.“

„Deine Bedingungen sind normalerweise fair“, sagt Dominique. Ihre Augen werden allerdings schmal. Sie ahnt, worauf ich hinauswill.

Ich antworte nicht, drehe mich um, drücke den Knopf für die Tür und gehe die Metalltreppe hinunter in den Dreck der Werkstatt.

Die Abstimmung kann ich nicht kippen. Aber ich kann dafür sorgen, dass kein Vertrag zustande kommt. Ich setze den Preis so unfassbar hoch, so schamlos überzogen an, dass dieser arrogante kleine Scheißer gar nicht anders kann, als von selbst wieder hinauszuhumpeln. Ich mache sein Überleben unbezahlbar.

Als ich die Werkstatt betrete, steht Oliver genau dort, wo ich ihn zurückgelassen habe. Beim Geräusch meiner Stiefel strafft er die Schultern und hebt das Kinn.

Ein jämmerlicher Versuch, Stärke zu zeigen. Sein linkes Auge ist nur noch ein violetter Schlitz, und aufrecht stehen kann er kaum.

Ich gehe dicht an ihn heran und nutze meine Größe aus. Um mir in die Augen zu sehen, muss er den Kopf in den Nacken legen. Er soll den körperlichen Unterschied zwischen uns spüren. Er soll sich klein fühlen.

„Mein Team ist müde“, sage ich ohne jede Wärme. „Sie wollen Urlaub. Und offenbar halten sie es für Urlaub, auf dich aufzupassen.“

In seinem unverletzten Auge flammt Triumph auf. „Ihr macht es also.“

„Es gibt einen Aufschlag“, sage ich glatt. „Für die Unannehmlichkeiten. Für die Leute, die du mir an die Tür bringst. Dafür, dass du meine Sicherheitsvorkehrungen beleidigt hast.“

Oliver wird vorsichtig. Er verschränkt die Arme vor der Brust und verzieht leicht das Gesicht, als die Bewegung an seinen geprellten Rippen zieht. „Ich hab gesagt, dass ich bezahlen kann. Und ich habe einen sehr großzügigen Preis geboten.“

Ich lächle kalt und raubtierhaft.

„Für die Dienste der Iron Wraiths“, sage ich mit hartem, deutlich hörbarem Akzent, „fällt eine Grundgebühr an. Eine Million Dollar. Nicht erstattbar. Im Voraus zu zahlen, bevor du auch nur einen Schritt über diese Werkstatt hinaus machst.“

Oliver zuckt die Schultern. „Okay. Klar.“

„Damit darfst du bloß durch die Tür“, fahre ich fort und komme einen halben Schritt näher. „Für den eigentlichen Schutz verlangen wir hunderttausend Dollar am Tag. Zahlbar nach jeweils vierundzwanzig Stunden. Bleibt die Zahlung aus, setzen wir dich an den Straßenrand.“

Der kleine Scheißer grinst mich an. „Machbar.“

„Und“, füge ich mit gefährlich leiser Stimme hinzu, „für jeden Angreifer, den mein Team dauerhaft aus dem Spiel nehmen muss, damit du weiteratmest, bekommen wir eine Prämie von zweihundertfünfzigtausend Dollar. Pro Kopf.“

Ich verschränke wie er die Arme und warte. Darauf, dass seine Verzweiflung die Oberhand gewinnt. Darauf, dass dieses überhebliche Grinsen aus seinem verprügelten Gesicht verschwindet.

Darauf, dass er begreift, dass er mit Monstern verhandelt, denen nur die Summe am Ende wichtig ist, und zurück in den Regen läuft.

Oliver blinzelt nicht. Er schreit nicht. Er seufzt nur müde und fährt sich mit einer zitternden Hand durch das verfilzte blonde Haar.

„Zweihundertfünfzigtausend“, wiederholt er tonlos.

„Pro Kopf“, erinnere ich ihn.

Lange sieht er mich an. In seinem Kopf arbeitet es, aber er gerät nicht in Panik. Er sieht eher aus wie jemand, der beim Autohändler eine Rechnung im Kopf überschlägt.

„Gut“, sagt Oliver.

Ich erstarre. Meine Genugtuung verschwindet, und an ihre Stelle tritt blanker Unglaube. Meine Falle ist ins Leere geschnappt.

„Was hast du gesagt?“, frage ich. Mein Akzent schlägt jetzt voll durch.

Oliver hebt das Kinn und hält meinem Blick stand. In seinem sturmgrauen Blau liegt vor allem erschöpfte Genervtheit.

„Ich habe gut gesagt, du erpresserisches Arschloch. Wir haben einen Deal“, faucht er.

„Ich hole meinen Notfallrucksack, den ich vorhin draußen im Müllcontainer versteckt habe, und zahle dir den ersten Teil bar. Für den Rest musst du Überweisungen akzeptieren. Eine Million Dollar trage ich nicht in meiner Unterhose herum. Und ich will verdammt noch mal duschen. Außerdem muss jemand neue Klamotten und vernünftige Schuhe für mich besorgen. Ich schreibe euch meine Größen und die Marken auf, die ich mag.“

Scheißkerl.

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • Knackt Sein Code   Kapitel 10 – Saint

    OliverDie schwere Stahltür fällt klickend ins Schloss. Der russische Terminator ist jetzt auf der anderen Seite.Die Stille kehrt sofort in den Raum zurück, dicht und drückend. Aber die Luft scheint noch immer aufgeladen, als knisterte darin die heftige Spannung, die Kirill zurückgelassen hat.Mein Herz hämmert in einem schnellen, unregelmäßigen Rhythmus gegen die geprellten Rippen.Ihn zu reizen ist gefährlich. Vielleicht sogar dumm. Aber dass dieser sonst so unerschütterliche, furchterregende Killer die Flucht ergriffen hat, weil er kein Gespräch mit mir aushält, ohne mich würgen zu wollen? Das fühlt sich wie ein gewaltiger Sieg an.„Du willst unbedingt sterben, was?“Die Stimme klingt weich und ein wenig gedehnt, ganz anders als Kirills raues Bellen. Vielleicht höre ich sogar einen Hauch Südstaatenakzent heraus.Ich drehe mich von der Tür weg und sehe den Mann, der gerade noch in den Raum geschlüpft ist, bevor sein Boss hinausgestürmt ist.Saint lehnt mit locker verschränkten Arme

  • Knackt Sein Code   Kapitel 9 – Die Provokation

    KirillVier Tage sind vergangen, seit sich dieser britische Hacker in mein Leben gedrängt hat. Die Ruhe im Lagerhaus ist gründlich dahin.Um die verschlüsselten Dossiers über die Bewegungen des Kartells von Miami aus durchzugehen, brauche ich volle Konzentration.Mein vom Netz getrennter Laptop steht auf dem Tisch. Auf dem Bildschirm reihen sich Daten, Geldtransfers und Überwachungsfotos aneinander.Aus diesen Informationen einen brauchbaren Einsatzplan zu machen, ist mühsame Detailarbeit. Dafür brauche ich Ruhe und Ordnung.In den vergangenen sechs Monaten waren mein Team und ich in den schwülen, blutgetränkten Dschungelgebieten Kolumbiens und Perus im Einsatz. Wir haben dort Drogenschmuggelrouten zerschlagen, um dem mexikanischen Kartell, das uns angeheuert hatte, sein Monopol zu sichern.Die Rückkehr nach New York sollte uns Zeit geben, wieder zu Kräften zu kommen.Der Schutzauftrag war eine gemeinsame Entscheidung. Das Team sollte an einem sicheren Ort ausruhen können und dabei we

  • Knackt Sein Code   Kapitel 8 – Lagerkoller

    OliverDie Eintönigkeit dieses Betonkastens zermürbt mich langsam. Inzwischen fühlt sich sogar Atmen nach Arbeit an.Dominique sitzt auf der Kante eines der unteren Etagenbetten. Ein Bein hat sie auf die Matratze gestellt, während sie methodisch eine Reihe schlanker silberner Wurfmesser schärft.Ihr dunkles lockiges Haar hat sie zu einem unordentlichen Knoten gebunden. Ihre schokoladenbraunen Augen bleiben auf die glänzenden Klingen gerichtet, die sie auf einem Mikrofasertuch aufgereiht hat. Sie bewegt sich genauso erschreckend effizient wie ihr Boss, aber diese erdrückende Aura aus düsterer Bedrohung fehlt ihr.„Wenn du ständig hin und her läufst, verschwinden die Wände auch nicht“, murmelt Dom. Ihre Stimme ist weich, mit einem leichten melodischen Klang, der gar nicht zu dem tödlichen Stahl in ihren Händen passt.„Vielleicht laufe ich irgendwann eine Rinne in den Boden und komme so ins Untergeschoss“, brumme ich und drehe mich bei der Küchenzeile wieder um. „Diese Einrichtung ist ei

  • Knackt Sein Code   Kapitel 7 – Rastlose Hände

    OliverDie Langeweile liegt mir auf der Brust wie eine Bleischürze beim Zahnarzt. Sie drückt mir die Luft ab, bis ich schreien möchte, nur um mal etwas anderes zu hören als das Brummen des Industriekühlschranks.Vor sechsundzwanzig Stunden hat Kirill Nikolaev mein Handy einkassiert und Protokoll Null verhängt.Sechsundzwanzig Stunden ohne Bildschirm. Ohne Datenstrom. Ohne den kleinen Dopaminstoß einer neuen Benachrichtigung oder das rhythmische Ablaufen von Code in einem Terminal.Ich mache einen kalten Entzug vom gesamten einundzwanzigsten Jahrhundert durch. Die Entzugserscheinungen äußern sich vor allem in dem verzweifelten Bedürfnis, den knapp einen Meter dreiundneunzig großen Russen auf der anderen Seite des Raums zu nerven, der mich gerade ignoriert.Wer eine Million Dollar Grundgebühr zahlt, erwartet normalerweise Bettwäsche aus ägyptischer Baumwolle und vielleicht eine Aussicht, die nicht aus einem Verdunkelungsrollo besteht. Ich habe einen Betonkasten bekommen, der nach Zitron

  • Knackt Sein Code   Kapitel 6 – Abriegelung

    OliverDas Wasser ist brühend heiß. Die harten Strahlen fühlen sich weniger nach Duschen an als nach einer Teufelsaustreibung.Lange stehe ich darunter und sehe zu, wie eine graue Brühe aus Straßendreck, getrocknetem Blut und U-Bahn-Schmutz in den Abfluss wirbelt.Ich schrubbe, bis meine Haut wund ist. Als könnte ich damit das Gefühl der letzten achtundvierzig Stunden abwaschen.Ich zische, als Seife in meine aufgeplatzte Lippe und die Schrammen auf meinen Knöcheln gerät. Meine Rippen sind eine Leinwand aus fleckigem Violett und Gelb, und jeder Atemzug tut weh. Der Kerl im Format eines Getränkeautomaten konnte ordentlich zulangen.Aber ich lebe. Also kann er mich mal.Ich drehe das Wasser ab, trete fröstelnd auf die kalten Fliesen und trockne mich vorsichtig ab, ohne die schlimmsten Blutergüsse an meiner linken Seite zu berühren. Auf dem geschlossenen Toilettendeckel liegt ein Stapel Kleidung.Ich hatte nach bestimmten Marken gefragt, ein paar weichen Vintage-Hoodies und Levi’s. Aber

  • Knackt Sein Code   Kapitel 5 – Der Preis

    KirillDrei Sekunden lang halte ich Doms Blick stand. In diesem Team gebe ich die Befehle, aber sie ist aus gutem Grund meine Stellvertreterin. Sie erkennt Möglichkeiten, die ich übersehe, wenn mir der Kragen platzt. Und gerade brennt bei mir die Lunte.Ich öffne die Hand. Der Junge fällt wie ein Stein und schlägt hart auf dem Beton auf. Seine abgetragenen Stiefel schrammen über die Ölflecken. Als die geprellten Rippen den Aufprall abfangen müssen, entweicht ihm mit einem scharfen Keuchen die Luft.Er hält sich am Rand des Werkzeugschranks fest, hustet und funkelt mich voller Hass an.„Bleib da“, sage ich und halte ihm einen Finger vors Gesicht. „Wenn du auch nur einen Schritt auf diese Tür zumachst, darf Max an deinen Kniescheiben seinen Golfschwung üben.“Olivers Kiefer spannt sich an, doch er bleibt stehen und stützt sich schwer auf die roten Metallschubladen.Ich drehe ihm den Rücken zu. „Dom, Max, Butcher, Saint. Büro. Sofort.“Ich warte nicht ab, ob sie mir folgen. Ich gehe zur

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status