หน้าหลัก / Romantik / Liebe vs. Treue / Kapitel 3: Es ist nichts passiert

แชร์

Kapitel 3: Es ist nichts passiert

ผู้เขียน: Nasadie
last update วันที่เผยแพร่: 2026-06-15 21:52:36

Emilys Perspektive

Die Autofahrt nach Hause war unangenehm. Nicht, weil Isabelle etwas gesagt hätte. Sondern weil sie nichts sagte.

Sie benahm sich ganz normal. Völlig normal.

Sie fuhr mit einer Hand am Lenkrad, während leise Musik lief.

Warum hat sie mich so angesehen?

Es fühlte sich nicht normal an, und je mehr ich darüber nachdachte, desto unwohler wurde mir.

Vielleicht habe ich mir zu viele Gedanken gemacht.

Sobald wir zu Hause ankamen, ging Isabelle nach einem leisen „Gute Nacht“ nach oben in ihr Zimmer.

War sie verärgert?

Aber verärgert über was genau?

Es war doch nichts passiert. Zumindest redete ich mir das immer wieder ein.

In dieser Nacht schlief ich kaum.

Der nächste Morgen kam viel zu schnell.

Ich schleppte mich aus dem Bett, zog mich an und packte langsam meine Tasche für die Arbeit.

In dem Moment, als ich mein Zimmer verließ, hörte ich die Stimme meiner Mutter.

Sie klang wütend.

Ich blieb auf der Treppe stehen.

„Aber das war nicht unsere Abmachung.“

Sie telefonierte definitiv gerade.

„Du hast gesagt, das würde nicht wieder vorkommen.“

Schon wieder.

Plötzlich gingen mir Richards Worte durch den Kopf:

„Sie dürfen davon nichts erfahren.“

Hatte das irgendwie damit zu tun?

Sollte ich Isabelle von dem Gespräch erzählen, das ich in dieser Nacht mitgehört hatte?

Ich war mir nicht einmal sicher, was es bedeutete.

Es wurde still, und ich ging weiter die Treppe hinunter ins Wohnzimmer, wo meine Mutter saß, den Blick auf ihr Handy geheftet.

Sie sah frustriert und müde aus … wie immer.

Nach ein paar Minuten kam Isabelle angezogen die Treppe herunter, und wir tauschten ein kleines Lächeln aus.

Das ist doch normal, oder?

„Bist du fertig?“, fragte Isabelle, während sie nach den Schlüsseln griff.

„Ja.“

„Okay, dann los.“

„Vermassel es nicht, Emily“, sagte meine Mutter, als ich die Tür erreichte.

Natürlich konnte sie keinen Tag verstreichen lassen, ohne mich daran zu erinnern, dass ich nicht gut genug war.

Ich verdrängte ihre Worte aus meinen Gedanken, denn ich musste mich heute konzentrieren.

Aber sie gingen nicht wirklich weg.

Die Fahrt zur Arbeit fühlte sich stiller an als sonst.

Nicht unangenehm.

Nur seltsam. Unnatürlich.

Als säße da etwas drin, das niemand anrührte.

Ich lehnte meinen Kopf leicht gegen das Fenster und ließ die Brise mein Gesicht streifen.

Isabelle spielte Musik. Zumindest war es nicht völlig still.

Ich hätte fast etwas gesagt, aber es kam nichts Richtiges heraus. Ein Teil von mir wollte, dass Isabelle das Thema von gestern ansprach, damit ich es nicht tun musste.

Aber das tat sie nicht. Und das schien noch schlimmer zu sein.

Als sie mich absetzte, beschloss ich, nicht mehr darüber nachzudenken. Isabelle benahm sich völlig normal, warum sollte ich also aus einer Mücke einen Elefanten machen?

Das sagte ich mir mehr als einmal.

Die Aufzugstüren öffneten sich und Leute stiegen aus, die durcheinander redeten.

Ich trat zur Seite und wartete, bis er leer war, bevor ich einstieg. Die Türen wollten sich gerade schließen, als eine Hand sie aufhielt.

Liam kam herein. Er stellte sich neben mich.

Er sah gut aus. Wirklich gut.

„Guten Morgen“, grüßte ich.

Er warf mir einen Blick zu.

„Guten Morgen.“

Nur das. Keine weiteren Worte.

Dann klingelte sein Handy und seine Aufmerksamkeit richtete sich sofort darauf. Plötzlich kam mir der Aufzug kleiner vor, obwohl genug Platz da war. Aus der Nähe sah er müde aus. Sein Haar war etwas zerzaust, als hätte er mit der Hand hindurchgefahren.

Die Aufzugstüren öffneten sich endlich und er stieg als Erster aus, während ich ihm in Richtung Büroetage folgte.

Während wir gingen, hielten ihn immer wieder Leute an. Er antwortete auf jede Unterbrechung, ohne innezuhalten. Er bewegte sich mit ruhiger Selbstsicherheit, und das war irgendwie attraktiv.

Im Büro herrschte reges Treiben. Die Leute liefen mit Akten herum, während andere an ihren Computern tippten, als hinge ihr Leben davon ab.

Wahrscheinlich.

Ich setzte mich hin und begann zu arbeiten.

Jemand legte ein paar Akten auf meinen Tisch und sagte, Mr. Ashford brauche sie vor der Besprechung auf den neuesten Stand gebracht.

Ich dachte, ich würde das schon hinbekommen.

Zumindest dachte ich das, bevor ich die Akte öffnete. Da waren Zahlen, Tabellen und so viele Fachbegriffe, die ich eigentlich hätte verstehen müssen, aber mein Gehirn schaltete ab, sobald ich mir das alles ansah.

Trotzdem versuchte ich es.

Nachdem ich fast eine Stunde lang meine Arbeit durchgesehen hatte, war ich fertig und ein wenig stolz auf mich.

Aber dieses Gefühl hielt nicht lange an.

„Emily“

Ich schaute sofort auf.

Liam stand neben meinem Schreibtisch und hielt die Akte in der Hand, die ich gerade abgegeben hatte.

Und seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, stimmte etwas nicht.

„Das ist nicht das, worum ich dich gebeten habe.“

Oh.

„Ich habe genau das getan, was mir gesagt wurde.“

„Nun, du hast es nicht gegengeprüft, denn wenn du das getan hättest, wüsstest du, dass diese Zahlen veraltet sind.“

Sein Tonfall blieb ruhig.

Streng, aber professionell. Aber meine Güte, es war trotzdem peinlich.

„ Es tut mir leid“, brachte ich hervor.

„Entschuldigungen beheben keine Flüchtigkeitsfehler.“

Oh wow. Einen Moment lang ruhte sein Blick auf mir, fast so, als würde er versuchen, etwas herauszufinden.

„Mach es noch einmal“, sagte er, bevor er weg ging.

Die Worte meiner Mutter hallten in meinem Kopf wider:

‚Bring nichts durcheinander.‘

Ich starrte die Akte noch ein wenig länger an. Es war mein zweiter Tag hier und ich bewies ihr bereits, dass sie Recht hatte.

Ich machte mich wieder an die Arbeit und achtete genauer auf jedes Detail. Hier war eindeutig kein Platz für Fehler.

Endlich war ich fertig und merkte erst, wie lange ich gearbeitet hatte, als ich auf mein Handy schaute. Ich reichte die korrigierte Datei einem der Assistenten, und fünfzehn Minuten später landete sie wieder auf meinem Schreibtisch.

Mein Herz setzte fast einen Schlag aus. Dann bemerkte ich eine kleine Notiz, die daran befestigt war.

Darauf stand: „Besser“.

Das war alles. Kein „gut“ oder „gut gemacht“.

Irgendwie musste ich trotzdem lächeln. Was lächerlich war, denn es war buchstäblich nur ein Wort.

Der heutige Tag war in jeder Hinsicht wirklich anstrengend.

Als ich nach unten kam, wartete Isabelle bereits draußen im Auto auf mich. Ich stieg leise ein und schloss die Tür hinter mir. Die Fahrt begann ganz normal, und es lief Musik, während wir beide eine Weile schwiegen.

อ่านหนังสือเล่มนี้ต่อได้ฟรี
สแกนรหัสเพื่อดาวน์โหลดแอป

บทล่าสุด

  • Liebe vs. Treue   Kapitel 7: Unbeantwortete Fragen

    Ich war gerade mit meinem Frühstück beschäftigt und versuchte immer noch, meine Gedanken davon abzuhalten, wieder zu gestern Abend zurückzuschweifen.Der Mann vor dem Tor. Das Gesicht meiner Mutter.Irgendetwas passte für mich einfach nicht zusammen, und jedes Mal, wenn ich versuchte, nicht mehr daran zu denken, drängte sich mir eine neue Frage auf.„Du hast dein Essen kaum angerührt.“Ich blickte auf, und Isabelle saß mir gegenüber.„Ich esse doch.“Meine Mutter beobachtete mich bereits. Ich nahm meine Gabel in die Hand, um zu essen, aber ich brachte es einfach nicht über mich.„Ich hoffe, du nimmst diesen Job ernst.“„Das tue ich.“„Das tut sie, Mama“, fügte Isabelle hinzu, in einem kläglichen Versuch, mich zu retten. „Du hattest schon immer die Angewohnheit, dich ablenken zu lassen“, fuhr sie fort, „also stelle ich nur sicher, dass das nicht wieder passiert.“Ich starrte auf meinen Teller. War das das Einzige, was sie an Sorge für mich aufbringen konnte? Ich wusste es wirklich ni

  • Liebe vs. Treue   Kapitel 6: Eine andere Art von Stille

    Emilys Perspektive Das Wasser lief mir über die Schultern, während ich unter der Dusche stand. Ich musste ständig an die Akte denken. An Liam. Oh Mann. Jedes Mal, wenn ich daran dachte, was fast passiert wäre, drehte sich mir der Magen um. Es war zwar nichts passiert, aber es war knapp genug gewesen, um mir Schuldgefühle zu bereiten. Isabelles Ex. Ich schloss die Augen. Vielleicht wollte Liam einfach nur die Akte hinter mir haben und ich machte eine viel größere Sache daraus, als es eigentlich war. Dann wanderten meine Gedanken wieder zu der Akte. Zu den Namen. Zu Liams Reaktion. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Fragen kamen mir in den Sinn. Irgendetwas stimmte definitiv nicht. Ich seufzte und drehte die Dusche ab. Es hatte keinen Sinn, über all das nachzudenken. Ich zog meinen Pyjama an, kletterte ins Bett und irgendwann muss ich eingeschlafen sein. Der nächste Morgen kam viel zu schnell. Ich zog mich an und ging nach unten. Niemand war da, also ging ich nach

  • Liebe vs. Treue   Kapitel 5: Die Grenze überschreiten

    Emilys PerspektiveEin paar Sekunden lang sagte keiner von uns etwas. Liam starrte nur auf die Papiere in meiner Hand, als würde er das Ganze noch verarbeiten.Dann bewegte er sich schnell und nahm mir die Akte aus der Hand.„Wo hast du das gefunden?“, fragte er.Seine Stimme klang scharf. Nicht wütend, nur angespannt.„Es lag im Schrank.“Liam wirkte unbehaglich, als sich unsere Blicke trafen. Er schloss die Akte und hielt sie fest an seine Seite gedrückt.„Du solltest keine Akten durchstöbern, die dich nichts angehen.“Das ärgerte mich ein wenig, wenn man bedenkt, dass er derjenige war, der mich hierher geschickt hatte.„Das war nicht meine Absicht, ich habe nur den Namen meiner Mutter gesehen“, verteidigte ich mich.Er schwieg.Ich verschränkte leicht die Arme.„Was hat das alles zu bedeuten?“Sein Kiefer spannte sich an und er wandte den Blick ab.Und plötzlich kamen all diese seltsamen Momente der letzten Tage wieder hoch.Der Anruf meiner Mutter.Richards Warnung.Liam seufzte u

  • Liebe vs. Treue   Kapitel 4: Dinge, die ich nicht bemerken sollte

    Emilys Perspektive„Du hast doch nichts gehört, oder?“„Was gehört?“„Nichts“, sagte sie, als wäre es ganz einfach.„Warum fragst du dann, wenn es nichts ist?“„Ich wollte es nur wissen“, sagte sie und zuckte mit den Schultern.Ich sah sie einen Moment lang an.War zwischen ihr und Liam etwas passiert, von dem ich nichts wissen sollte?In meinem Kopf lief noch einmal ab, was sie gestern gesagt hatte.„Du kannst nicht so tun, als wäre nichts passiert.“Was genau war passiert?Bevor ich noch eine Frage stellen konnte, bog Isabelle in die Einfahrt ein.„Wir sind da.“ Und einfach so wurde nichts mehr gesagt.Sobald wir drinnen waren, ging Isabelle nach oben, während ich unten blieb und versuchte, nicht zu viel darüber nachzudenken.Keine gute Idee.Nach einer Weile kam meine Mutter in die Küche und seufzte, sobald sie mich sah.„Wie war die Arbeit?“, fragte sie.„Es war okay“, sagte ich schlicht.„Nur okay?“, wiederholte sie, als hätte ich etwas Beleidigendes gesagt. „Hoffentlich machst

  • Liebe vs. Treue   Kapitel 3: Es ist nichts passiert

    Emilys PerspektiveDie Autofahrt nach Hause war unangenehm. Nicht, weil Isabelle etwas gesagt hätte. Sondern weil sie nichts sagte.Sie benahm sich ganz normal. Völlig normal.Sie fuhr mit einer Hand am Lenkrad, während leise Musik lief.Warum hat sie mich so angesehen?Es fühlte sich nicht normal an, und je mehr ich darüber nachdachte, desto unwohler wurde mir.Vielleicht habe ich mir zu viele Gedanken gemacht. Sobald wir zu Hause ankamen, ging Isabelle nach einem leisen „Gute Nacht“ nach oben in ihr Zimmer.War sie verärgert?Aber verärgert über was genau?Es war doch nichts passiert. Zumindest redete ich mir das immer wieder ein. In dieser Nacht schlief ich kaum.Der nächste Morgen kam viel zu schnell.Ich schleppte mich aus dem Bett, zog mich an und packte langsam meine Tasche für die Arbeit.In dem Moment, als ich mein Zimmer verließ, hörte ich die Stimme meiner Mutter.Sie klang wütend.Ich blieb auf der Treppe stehen.„Aber das war nicht unsere Abmachung.“Sie telefonierte de

  • Liebe vs. Treue   Kapitel 2: Der erste Tag

    Emilys PerspektiveNach dem Abendessen sagte kaum jemand ein Wort.Meine Mutter schwieg, und Isabelle verschwand fast sofort in ihrem Zimmer.Ich konnte an nichts anderes denken als an das, was ich mitbekommen hatte. Wer genau war David, und was verbargen meine Mutter und Richard?Ich habe letzte Nacht kaum geschlafen.Der nächste Morgen kam viel zu schnell.„Emily“, rief meine Mutter von unten. „Du kommst zu spät.“Ich seufzte und schleppte mich aus dem Bett.Ich zog mich so oft um, dass ich den Überblick verlor, bevor ich mich schließlich für etwas Schlichtes entschied.Als ich nach unten ging, war Isabelle bereits angezogen und telefonierte. Wir lächelten uns flüchtig an.„Du solltest etwas Professionelleres anziehen“, sagte meine Mutter sofort, als sie mich sah.Ich blickte auf mein Outfit hinunter. „Das ist professionell.“Sie seufzte, als würde ich sie nerven. „Nimm diese Gelegenheit doch mal ernst.“„Ich nehme sie ernst.“„Dann benimm dich auch so.“Nichts, was ich tat, schien

  • Liebe vs. Treue   Kapitel 1: Nie genug

    Emilys Perspektive„Du wirst immer nutzloser.“Die ersten Worte trafen mich.Dann folgte sofort die Ohrfeige.Ich hielt mir die Wange und Tränen stiegen mir in die Augen.In der Küche wurde es still und Isabelle unterbrach ihre Tätigkeit.„Mama …“, begann Isabelle leise.„Sag bloß kein Wort“, fuhr

บทอื่นๆ
สำรวจและอ่านนวนิยายดีๆ ได้ฟรี
เข้าถึงนวนิยายดีๆ จำนวนมากได้ฟรีบนแอป GoodNovel ดาวน์โหลดหนังสือที่คุณชอบและอ่านได้ทุกที่ทุกเวลา
อ่านหนังสือฟรีบนแอป
สแกนรหัสเพื่ออ่านบนแอป
DMCA.com Protection Status