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Kapitel Sieben

last update Tanggal publikasi: 2026-06-10 23:55:44

Alexeis Sicht  

Die schwere Holztür schlägt zu, der Klang hallt von den teuren Marmorfliesen wider wie ein Schuss, aber ich zucke nicht einmal zusammen. Ich stehe einfach mitten im leeren Badezimmer und starre auf die genaue Stelle, an der Rhett noch vor einer Sekunde gestanden hat.  

Der Duft seines Parfums hängt immer noch schwer in der Luft, eine vertraute, holzige Spur, die beweist, dass er tatsächlich hier war, genau vor mir. Ich stoße einen leisen Atemzug aus, ein langsames Lächeln zieht an meinen Lippen, während sich die Stille wieder im Raum ausbreitet.  

Ich bin nicht einmal wütend. Ehrlich gesagt, bin ich einfach nur zutiefst amüsiert über die Art, wie seine Augen vor Panik völlig weit wurden, bevor er sich an mir vorbeidrängte.  

Er rennt immer weg, wenn die Dinge zu real werden, versucht immer, diese erbärmlichen kleinen Mauern aufzubauen, um die Welt von sich fernzuhalten. Er denkt, eine verschlossene Tür oder ein hastiger Abgang könnten ihn tatsächlich vor mir retten, aber es macht die ganze Jagd nur noch süßer.  

Er hat absolut keine Ahnung, mit wem er es heutzutage zu tun hat. Er sieht mich immer noch an und sieht den kleinen Jungen, der früher um seine Aufmerksamkeit gebettelt hat, das Kind, das still blieb, während unsere Familien sich gegenseitig in Stücke rissen.  

Ich richte die Manschetten meiner Anzugjacke, atme langsam durch, um das schwache Summen des Adrenalins zu beruhigen, das immer noch unter meiner Haut vibriert. Ich lasse mir Zeit, zurück in die VIP-Lounge zu gehen, meine Stiefel klicken sanft über den polierten Boden, ohne jede Eile.  

In dem Moment, in dem ich wieder in den privaten Essbereich trete, schnellt Leonards Kopf hoch, seine Augen treten ihm fast aus dem Kopf vor Verzweiflung. Er vibriert praktisch auf seinem Stuhl, er stirbt völlig darauf, das absolute volle Drehbuch des Klatsches zu bekommen.  

„Was zur Hölle ist da drin passiert?“ fragt Leonard sofort, beugt sich über den Tisch und senkt seine Stimme zu einem hektischen Flüstern. „Rhett ist an uns vorbeigeschossen, als würde er um sein verdammtes Leben rennen, Alex. Hast du ihm gedroht, ihn zu ermorden oder so?“  

Meine Sekretärin bleibt völlig still, hält ihre Haltung perfekt gerade, aber ihre Augen verfolgen meine Bewegungen genau, während ich zum Kopfende des Tisches gehe. Ich gleite sanft zurück auf meinen Stuhl und blicke auf den unberührten Teller mit Essen.  

„Er brauchte nur einen Moment, um die Bedingungen unserer neuen Vereinbarung zu verarbeiten“, sage ich sanft, mein Ton völlig entspannt, während ich mein Wasserglas aufnehme. Ich nehme einen langsamen Schluck und beobachte, wie Leonards Augenbrauen sich vor absoluter Verwirrung zusammenziehen.  

„Verarbeiten?“ wiederholt Leonard und lacht trocken. „Mann, dieser Kerl sah aus, als hätte er einen Geist gesehen. Bist du dir sicher, dass der Deal überhaupt noch lebt? Denn von da, wo ich saß, sah er völlig tot aus.“  

Ich stelle das Glas mit einem leisen Klicken ab, mein Gesichtsausdruck wird völlig ernst, als ich über den Tisch zu meinem Team blicke. „Der Sponsoring-Deal wird offiziell fortgesetzt. Es spielt keine Rolle, ob Rhett ihn mag oder nicht, er hat keine Wahl mehr.“  

Leonard blinzelt, ein kleines Grinsen beginnt sich auf seinem Gesicht zu bilden, als ihm klar wird, welche Art von Spiel wir jetzt spielen. „Also ziehst du das Drama wirklich durch? Selbst nachdem er praktisch den Landgeschwindigkeitsrekord gebrochen hat, um von dir wegzukommen?“  

„Gerade deshalb“, antworte ich leise. „Er kann rennen, so viel er will, aber er wird trotzdem genau dort landen, wo ich ihn haben will.“  

Später in der Nacht ist die Stadt außerhalb meines riesigen Bürofensters nichts als ein weitläufiges Gitter aus leuchtenden Lichtern und dunklen, leeren Straßen. Ich sitze hinter meinem schweren Mahagoni-Schreibtisch, das Leuchten meines Computerbildschirms wirft scharfe Schatten über mein Gesicht.  

Das Büro ist komplett still, abgesehen vom leisen, stetigen Summen der Klimaanlage und dem rhythmischen Klicken meiner Maus, während ich durch Dateien navigiere. Ich rufe zuerst die versteckten Sicherheits-Feeds auf und überprüfe die Kameras in der Nähe eines bestimmten Wohnhauses, nur um sicherzugehen, dass er sicher angekommen ist.  

Die Aufnahmen zeigen sein Auto, das über zwei Parkplätze auf dem Parkplatz verteilt steht, völlig chaotisch und überstürzt, ein klares Zeichen dafür, wie sehr ich ihn früher durcheinandergebracht habe. Ich starre eine lange Minute auf den Bildschirm, ein seltsames Gefühl zieht sich in meiner Brust zusammen, während ich auf die dunklen Fenster seines Stockwerks blicke.  

Er ist jetzt da oben, wahrscheinlich geht er auf und ab und verliert den Verstand, versucht herauszufinden, wie er einem Vertrag entkommen kann, den er verzweifelt braucht. Ich klicke von der Kameraübertragung weg und rufe die neuesten Finanzüberwachungsberichte über Rhetts angeschlagene Produktionsfirma auf.  

Die Zahlen sind völlig brutal, ein blutendes Durcheinander aus roten Zahlen und unbezahlten Rechnungen, die ihn bis Ende des Monats untergerissen hätten. Der vorherige Sponsor hat ihm wirklich zugesetzt, seinen Ruf komplett ruiniert und ihn mit einem Berg Schulden zurückgelassen.  

Es bringt mein Blut ein bisschen zum Kochen, wenn ich sehe, wie sehr sie versucht haben, ihn zu brechen, wie nah er davor war, alles zu verlieren, wofür er gearbeitet hat. Aber gleichzeitig gibt es mir genau den Hebel, den ich brauche, um sicherzustellen, dass er genau dort bleibt, wo ich ihn sehen kann.  

Ich lehne mich in meinem Ledersessel zurück, tippe mit den Fingern auf den Schreibtisch, während ich die Namen der Banken studiere, die Hauptkredite seiner Firma halten. Er denkt, er kann einfach von meinem Geld weggehen, denkt, er kann einen anderen Ausweg aus diesem Loch finden, ohne mich.  

Ich strecke die Hand aus und drücke den Sprechanlagenknopf auf meinem Schreibtisch, meine Stimme schneidet durch den ruhigen Raum wie ein Messer. „Schicken Sie die Sekretärin rein.“  

Ein paar Sekunden später klickt die Tür auf und sie tritt ein, ihr Tablet bereits in der Hand, trotz der späten Stunde völlig wach und professionell wirkend. Sie bleibt vor meinem Schreibtisch stehen und wartet mit einem ruhigen, neutralen Gesichtsausdruck auf ihre Anweisungen.  

„Ich brauche, dass Sie sofort die Finanzinstitute kontaktieren, die auf diesem Bildschirm aufgeführt sind“, sage ich ihr und zeige auf den leuchtenden Monitor. „Ich möchte, dass unser Rechtsteam bis morgen früh jeden einzelnen Cent von Rhetts Firmenschulden aufkauft.“  

Sie zuckt nicht einmal bei der Anfrage, ihre Finger fliegen bereits über den Bildschirm ihres Tablets, während sie die Kontodetails notiert. „Alles, Sir? Sogar die kurzfristigen Kredite mit hohen Zinsen?“  

„Jeden einzelnen Dollar“, bestätige ich, meine Stimme flach und völlig endgültig. „Ich will, dass die Unterlagen fertig sind, bevor die Banken morgen ihre Türen für den regulären Geschäftsbetrieb öffnen.“  

„Verstanden“, sagt sie und nickt schnell. „Ich lasse die Rechtsabteilung die Übertragungsdokumente sofort ausfertigen. Bis neun Uhr morgens sind Sie offiziell sein alleiniger Gläubiger.“  

„Perfekt“, murmle ich, eine kalte Welle der Befriedigung überkommt mich, während ich mich vorbeuge. „Stellen Sie sicher, dass die Benachrichtigungsschreiben genau in dem Moment direkt in seinem Büro zugestellt werden, in dem die Übertragung abgeschlossen ist.“  

Sie neigt leicht den Kopf und dreht sich um, die Tür klickt hinter ihr zu und stürzt das Büro zurück in seine ruhige, einsame Atmosphäre. Ich drehe meinen Stuhl zurück zum Fenster und blicke auf die Stadt, die ich drei lange Jahre lang erobert habe.  

Er dachte, er könnte den Aufwand einfach ablehnen, dachte, er könnte mir sagen, ich soll mein Geld nehmen und gehen, weil das Drama zu riskant ist. Er versteht nicht, dass ich nicht in seine Produktionsfirma investiert habe, weil ich eine Rendite für meine Investition wollte.  

Ich habe investiert, weil ich ihn wollte.  

Bis morgen früh wird er nicht vor dem Vertrag weglaufen können, denn weglaufen würde persönliche und berufliche Bankrott bedeuten. Jeder einzelne Aspekt seiner Zukunft wird legal an meinen Namen gebunden sein, gefesselt durch goldene Ketten, die er nicht brechen kann.  

Ich hole den Holzrahmen aus meiner Schreibtischschublade und blicke ein letztes Mal durch das Glas auf sein ernstes Gesicht, bevor die Nacht endet. Er wird so wütend sein, wenn er herausfindet, was ich getan habe, seine Augen werden mit dieser wunderschönen, wütenden Hitze blitzen, die ich so liebe.  

Aber er wird mich ansehen müssen. Er wird mir am Tisch gegenübersitzen müssen und jedes einzelne Wort anhören müssen, das ich sage.

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