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KAPITEL 16: MONTAG, MIT OFFENEN AUGEN

Penulis: Zayden Noir
last update Tanggal publikasi: 2026-07-01 20:00:02

Der Montag hatte die Qualitaet eines Tages, der weiss, dass er wichtig ist.

Noelle kam um sieben Uhr vierundzwanzig. Damian war bereits da. Karl an der Sicherheitsschranke sah sie mit dem Ausdruck eines Mannes an, der schon viele solcher Morgen gesehen hatte und wusste, dass dieser einer davon war, ohne genau sagen zu können, warum.

Das Büro fühlte sich normal an und war es nicht. Der normale Rhythmus war da, die Maschinen, die Bildschirme, die Gespräche, die la
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  • MEIN KALTER CHEF, MEIN GEHEIMER LIEBHABER   KAPITEL 131: DER SOMMER DES VIERTEN JAHRES UND WAS ER BRINGT

    Der Sommer des vierten Jahres begann ohne Ankuendigung. Das war das, was Sommer taten, wenn sie die Besten waren: Sie kamen nicht mit dem Versprechen, sie kamen einfach, und eines Morgens stand man auf und es war da, das Warme, das Helle, das Lange, und man wusste, dass der Sommer da war, weil alles anders war, leichter und offener und mit der Energie, die nur der Sommer hatte. Noelle bemerkte es an einem Dienstagmorgen. Das war der zweiundzwanzigste Mai, ein Dienstag, und sie oeffnete das Schlafzimmerfenster und die Luft, die hereinkam, war die Sommerluft, nicht die Fruelingsluft, die noch Zurueckhaltung hatte, sondern die Sommerluft, die sich gab, vollstaendig, warm und direkt. "Das ist Sommer," sagte sie. Damian schief noch. Sie sagte es fuer sich. Und das war gut. Manche Dinge sagte man fuer sich. Das war der Sommer des vierten Jahres. Er brachte das Wachstum. Das war kein poetisches Bild. Das war die Tatsache des Sommers: Das Wachsen, das im Fruehjahr angefangen hatt

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    Hanna Fischer kam im Mai. Das war ihr zweiter Besuch in Frankfurt, der erste nach dem Weihnachten, und sie kam diesmal allein, ohne den Anlass einer Hochzeit oder eines Feiertags, einfach so, weil sie wollte. Das war das Groesste, was Hanna Fischer tun konnte: einfach kommen, weil sie wollte, ohne dass ein Anlass es verlangte. Noelle holte sie ab. Der Mainachmittag des Mais war das, was Mainaachmittage waren, wenn sie ihr Bestes gaben: warm und mit einem Licht, das goldener war als das Sommerliche, weil es noch nicht die Hoehe des Sommers hatte, sondern die Schraeglage des Fruehjahrs. "Du siehst gut aus," sagte Hanna, als sie abstieg. "Das sagst du immer," sagte Noelle. "Das stimmt immer," sagte Hanna. "Aber diesmal anders." "Wie anders?" fragte Noelle. Hanna Fischer schaute ihre Tochter an, auf die Art, die keine schnelle Antwort gab, sondern die sah. "Breiter," sagte Hanna schliesslich. "Breiter?" fragte Noelle. "Als ob du mehr Platz einnimmst," sagte Hanna. "Nicht phys

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    Noelle flog im April zum dritten Mal nach London. Das war ihr drittes Quartal in Folge, und das dritte Mal hatte eine andere Qualitaet als das erste und das zweite, weil das dritte Mal der Punkt war, an dem etwas aufhoerte, neu zu sein, und anfing, vertraut zu werden. Vertraut war nicht dasselbe wie langweilig. Vertraut war das, was man liebte. Man liebte, was man kannte. Man kannte, was man oft genug erlebt hatte. Das war die Mathematik des Vertrauens. London war ihr vertraut geworden auf eine Art, die Frankfurt nie verdraengte, aber die eine eigene Schublade hatte: die London-Schublade, mit dem Geruch des Borough Market am Morgen und dem Geruch der Themse am Abend und dem Licht, das in London anders war als in Frankfurt, breiter und weicher und gleichzeitig direkter. Sie wohnte im selben kleinen Apartment in Mayfair. Das hatte sie gebeten. Nicht weil es das Beste in London war, sondern weil es das wurde, was sie kannte, und weil das Bekannte beim Arbeiten half, weil man n

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    Der Februar war der schwerste Monat. Das wusste Noelle seit ihrem ersten Winter in Frankfurt, und das blieb wahr in jedem Winter danach: Der Februar war schwerer als der Januar, weil der Januar noch die Energie des Neuanfangs hatte, das Blankheitsversprechen des ersten Tages, die Moeglichkeit, die jedes neue Jahr trug. Der Februar hatte das nicht. Der Februar war die Mitte des Winters, der Punkt, an dem man wusste, dass man noch nicht am Ende war, dass noch Wochen kamen vor dem ersten Fruehlingstag, und dass man das durchstehen musste, nicht mit Anfangsenergie, sondern mit dem, was man wirklich hatte. Das war das Pruefen. Der Februar pruehte. Er pruehte die Arbeit, weil Projekte im Februar ihren schwersten Punkt hatten, den Punkt, an dem die Anfangsbegeisterung vorbei war und das Ende noch nicht nah genug, um zu treiben. Er pruehte die Beziehungen, weil man im Februar laenger innen war als aussen, und das Innen war der Ort, an dem man sich kannte, besser als man wollte, und weil

  • MEIN KALTER CHEF, MEIN GEHEIMER LIEBHABER   KAPITEL 127: WAS DAS VIERTE JAHR VERSPRICHT

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