MEIN STEIFBRUDER, MEIN VERDERBEN

MEIN STEIFBRUDER, MEIN VERDERBEN

last updateTerakhir Diperbarui : 2026-10-14
Oleh:  Fave ScriptsBaru saja diperbarui
Bahasa: Deutsch
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Mir stockte der Atem, als Romans Finger mein Kinn streifte. „Ich will dich“, flüsterte er. „Dich ganz.“ Ich sah, wie sein Blick zu meinen Lippen und wieder hinauf in meine Augen glitt. „Du bist mein Bruder, Ronan“, sagte ich und schluckte schwer. „Stiefbruder.“ Er kam näher; diesmal spürte ich seinen heißen Atem auf meinem Gesicht. „Das ist falsch“, brachte ich hervor, während ich mühsam versuchte zu verbergen, wie sehr mich seine Berührung in ihren Bann gezogen hatte. Seine Lippen näherten sich den meinen. „Halt mich auf, wenn du das nicht willst, dann lasse ich dich in Ruhe“, sagte er, bevor er meine Lippen mit seinen umschloss und sie mit einer Heftigkeit küsste, die von tiefem Verlangen zeugte. Ich wich nicht zurück; es war mir egal. „Oh …“, murmelte ich an seinen Lippen, während ich meine Arme um den Hals meines Stiefbruders schlang. ~~~~~~ June Rourkes Leben ändert sich von heute auf morgen, als ihre Mutter den einflussreichen Milliardär Victor Grayson heiratet. Gezwungen, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, wechselt June auf ein Elite-College, an das sie eigentlich nie wollte. Gleich am ersten Tag gerät sie mit einem unverschämten, arroganten Jungen aneinander – Ronan Grayson –, nur um Stunden später zu erfahren, dass er ihr neuer Stiefbruder ist. Unter einem Dach lebend, baut sich schnell eine Spannung zwischen ihnen auf, die jede Begegnung zu einem Kampf macht. Als June und Ronan im Rahmen eines Schulprojekts gemeinsam auf eine dreitägige Reise gehen, wandelt sich ihr Hass in etwas, mit dem keiner von beiden gerechnet hat. Ein einziger Kuss verändert alles und zieht sie in eine geheime, verbotene Beziehung voller Spannung und Verlangen.

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Bab 1

CHAPTER 001: Eine Fliege

JUNE;

Mein Handy vibrierte in meiner Hand.

Mama.

Schon wieder.

Ich starrte einen Moment auf das Display, bevor ich abnahm. „Ich stehe immer noch in der Schlange“, sagte ich leise, fast flüsternd.

„June“, ihre Stimme drang zu mir durch – sanft, aber angespannt, als versuchte sie, nicht in Panik zu geraten. „Du hast gesagt, es würde nicht lange dauern. Dein Stiefvater kommt bald. Wir müssen noch Sachen packen.“

Ich verdrehte die Augen und warf einen weiteren Blick nach vorn; der Ärger stieg in mir auf. „Ich kann nichts dafür, dass es hier so schleppend vorangeht ... Du wolltest doch, dass ich auf dieses College gehe, weißt du noch?“

Eine Pause.

„Dann komm nach Hause! Wir können ihn nicht warten lassen“, fuhr sie mich an. „Du kannst morgen wiederkommen.“ Das Gespräch war beendet, noch bevor ich etwas erwidern konnte.

Die Schlange bewegte sich nicht. Ich blickte zum hundertsten Mal innerhalb einer Minute auf meine Armbanduhr. Ich verlagerte mein Gewicht von einem Bein aufs andere und reckte den Hals, um zu sehen, ob es vorwärtsging.

Heute Morgen hatte ich versucht, die Anmeldung online abzuschließen, aber das Netzwerk war ausgefallen. Man merkte deutlich, dass unzählige andere Studenten es zur gleichen Zeit versuchten.

Ich wusste nicht, was schlimmer war: in dieser langen Schlange zu stehen, während meine Mutter mein Handy mit Anrufen bombardierte, oder überhaupt gezwungen zu sein, dieses spezielle College zu besuchen.

Was war daran so besonders? Nichts. Nur ein Meer aus teurer Kleidung, polierten Schuhen und gelangweilten Gesichtern. Jemand vor mir seufzte laut. Jemand hinter mir schnalzte mit der Zunge. Ich war also nicht die Einzige, die müde war.

Wie konnte sie ihn nur als meinen Stiefvater bezeichnen? Mein Kiefer spannte sich an. Sie wusste genau, was ich von dieser ganzen Sache mit der Hochzeit hielt. Es war einfach absurd!

Und ausgerechnet Victor Grayson! Der Gedanke, dass wir heute in seine Villa ziehen würden ... Ich war noch gar nicht bereit dafür. Das neue Leben. Das neue Zuhause. Das neue College. Und Mama hatte erwähnt, dass er einen Sohn hatte. Ein Bruder aus dem Nichts!

Mann! Wie sollte ich den Übergang schaffen – von einem Leben, in dem es nur Mama und mich in unserer eigenen kleinen Welt gab, hin zu einem Leben unter einem Dach mit dem berühmten und gefürchteten Victor Grayson und seinem Sohn?

Wie hieß er noch gleich? Mama hatte es zwar erwähnt, aber eigentlich war es gar nicht nötig gewesen. Ich habe keinen Bruder und – soweit ich zurückdenken kann – auch keinen Vater.

Einen Moment lang stand ich einfach nur da und umklammerte mein Handy etwas zu fest. Dann steckte ich es in meine Tasche, verschränkte die Arme vor der Brust und tippte mit dem Fuß auf den glatten, glänzenden Boden.

Alles hier wirkte … zu perfekt. Studenten drängten an mir vorbei; sie dufteten nach teuren Parfums und Aftershaves. Natürlich war dies eine Privatuniversität – ganz anders als die, an der ich gemeinsam mit Mary, meiner Freundin aus Kindertagen, hatte studieren wollen.

Ich sah an mir herab. Eine schlichte Jeans. Eine einfache Bluse. Abgetragene Sneaker. Über der Schulter trug ich eine einfache Tragetasche, von der sich bereits das Leder ablöste.

Ja. Hier gehörte ich definitiv nicht hin. Ich spürte es an den Blicken der anderen. Subtile Blicke, die zu viel verrieten. Solche, bei denen man sich unwohl in seiner Haut fühlte.

Hätte mein „Stiefvater“ nicht darauf bestanden und die Studiengebühren komplett bezahlt, hätte ich hier absolut nichts zu suchen gehabt. Ich schluckte schwer und wandte den Blick ab.

Wir hatten niemanden gebraucht. Uns war es gut gegangen, bevor er in Mamas Leben aufgetaucht war. Wir waren immer nur zu zweit gewesen. Die Erinnerung traf mich mit voller Wucht. Erst gestern Abend hatte ich versucht, sie umzustimmen.

„Ich verstehe nicht, warum du das tust“, hatte ich gesagt und ihre Hände fest gehalten. „Wir zwei gegen den Rest der Welt – so war es immer. Das sollte sich nicht ändern.“

Ich hatte jedes Wort ernst gemeint.

Fünfzehn Jahre lang. Nur sie und ich. Kein Mann. Keine Komplikationen. Einfach nur wir. Und jetzt zerstörte sie diesen Frieden.

„Du brauchst eine Vaterfigur, June“, hatte sie leise gesagt.

Ich war sofort aufgesprungen; der Stuhl hinter mir hatte laut über den Boden gekratzt. „Ich brauche keinen Vater! Ich bin zwanzig, Mama!“

Ich war zum Fenster gegangen und hatte hinaus in den dunklen Himmel gestarrt; die Sterne waren dort verstreut, als kümmerten sie sich überhaupt nicht darum, was in diesem Zimmer vor sich ging.

„Und das ist nicht einmal die Uni, an die ich wollte“, fügte ich hinzu, meine Stimme nun schärfer. „Alle dort sind mürrisch – und Mr. Grayson auch!“

Stille folgte. Ich wartete darauf, dass sie etwas sagte. Es war zwar immer noch dieselbe Sache, über die wir uns nun schon seit Wochen gestritten hatten. Doch das Schweigen wurde schwerer.

Ich drehte mich langsam um. Und erstarrte. Tränen füllten ihre Augen und liefen ihr über das Gesicht.

Mir sank das Herz in die Hose.

„Mama …“ Ich lief zu ihr zurück und kniete mich vor sie.

„Ich bin einsam, June“, sagte sie mit zitternder Stimme. „Fünfzehn Jahre lang habe ich mich um dich gekümmert … habe für dich gelebt …“

Sie drückte meine Hände; ihr Griff zitterte. „Ist es schlimm, wenn ich endlich auch ein bisschen für mich selbst leben will?“

Ihr Schluchzen erfüllte den Raum. Und plötzlich wusste ich nicht mehr wohin mit meiner Wut. Ich hatte mich mit meiner neuen Realität abgefunden. Es war schließlich nicht ihre Schuld. Wenn Papa nur nicht so gegangen wäre, wie er es getan hatte.

Ein Stoß von hinten riss mich in die Realität zurück.

„Geh weiter.“

Ich stolperte ein Stück nach vorn und fing mich gerade noch ab, bevor ich stürzte. Ich drehte mich um, bereit, sie anzufahren, doch das Mädchen hinter mir verdrehte nur die Augen und wandte sich ab, als wäre ich die Mühe nicht wert. Lauter kalte, mürrische Leute. Ich seufzte. Unglaublich.

Ich sah auf die Uhr. Die Zeit lief davon. Mama würde jetzt sicher unruhig auf und ab gehen und alle paar Sekunden zur Tür schauen; ihr Blutdruck war wahrscheinlich schon in die Höhe geschossen. Sie wollte, dass für ihn alles perfekt war.

Mr. Victor Grayson.

Allein der Gedanke an seinen Namen ließ mir den Magen umdrehen. Ein skrupelloser Milliardär. Mary hatte gemeint, es wäre eine gute Veränderung. Aber ich sah das anders; ich verabscheute Männer. Ein ganzer Haufen von ihnen, die nur darin gut waren, Dinge zu ruinieren – und gute Menschen zu zerstören. Genau wie Papa Mama zerstört hatte.

Meine Finger krümmten sich leicht. Ich hatte gesehen, was solche Männer anrichteten. Ich erinnerte mich an alles, obwohl ich erst fünf gewesen war. Er war zur Tür hinausgegangen und nie wieder zurückgekehrt.

Die Stimmung in der Luft schlug plötzlich um. Stimmen wurden leiser. Köpfe drehten sich. Schüler tuschelten. Ich runzelte leicht die Stirn und folgte ihren Blicken.

Und dann sah ich ihn.

Er ging an der Schlange vorbei, als existierte sie gar nicht. Als existierten wir gar nicht. Er wirkte groß, selbstbewusst und völlig unbeeindruckt. Den Rucksack hatte er sich über eine Schulter geworfen.

Er zögerte nicht einmal. Ging einfach direkt nach vorn. Ich riss die Augen auf – so viel Mut. Im Ernst?

Ich sah mich um. Niemand sagte etwas. Wenn überhaupt, wirkten sie … beeindruckt. Das ärgerte mich noch mehr. Ich hatte keine Minute zu verlieren. Da war eine verdammte Schlange.

Bevor ich mich bremsen konnte, trat ich aus der Reihe.

„Entschuldigung, Sie da …“ Meine Stimme klang lauter, als ich erwartet hatte. Sie ließ sogar mich selbst zusammenzucken.

Alle Köpfe drehten sich zu mir. Auch seiner.

Er drehte sich langsam um; zwischen seinen Fingern hielt er lässig einen Ausweis. Sein Blick fiel auf mich – dunkel, ruhig und völlig desinteressiert.

Für einen Moment setzte mein Herz aus. Aber ich blieb standhaft.

„Hier ist eine Schlange“, sagte ich und deutete hinter mich.

Stille trat ein. Die Studenten sahen zu. Niemand unterstützte mich. Niemand stimmte mir bei. Sie beobachteten uns nur.

Dann schnaubte er verächtlich.

„Dann bleib brav drin stehen, Zicke“, fuhr er mich an. Mir klappte leicht der Mund auf.

Zicke? Hat er mich gerade als Zicke bezeichnet?

Bevor ich antworten konnte, drehte er sich wieder weg, als wäre ich völlig unwichtig, ging direkt zum Schalter und schob seinen Ausweis hinüber.

Um mich herum brach Gelächter aus. Meine Wangen brannten augenblicklich.

„Hey …“ Ich trat wieder vor und stellte mich direkt hinter ihn. „Du kannst nicht einfach …“

Erneutes Gelächter brandete auf und dröhnte in meinen Ohren. Es lief mir kalt den Rücken herunter.

„Ich rede mit dir.“ Meine Finger streiften seine Haut.

Er drehte sich wieder um. Und diesmal kam er auf mich zu.

„Hast du mich gerade angefasst?“ Jeder seiner Schritte war langsam und bedächtig.

Die Studenten waren außer sich und feuerten ihn an. Einen Moment lang hatte ich das Gefühl, er würde sich auf mich stürzen. Dann blieben seine Füße direkt vor mir stehen. Viel zu nah. Ich schluckte.

Seine dunkelblauen Augen bohrten sich in meine, und ich hatte das Gefühl, er könne direkt durch mich hindurchsehen. Dann legte er seine Hände auf den Kragen meiner Bluse und knetete ihn ein wenig.

„Du passt hier nicht her“, sagte er leise. Die Worte wogen schwerer, als sie es eigentlich sollten. Mir schnürte es die Kehle zu.

Um uns herum lachten die Leute. Mein Gehirn setzte für einen langen Moment aus, noch bevor mir überhaupt eine schlagfertige Antwort einfallen konnte.

„Ronan.“ Die Stimme war sanft, wohltuend wie warme Milch bei Halsschmerzen. Es wurde still.

Ich drehte mich um. Und sah sie. Sie schritt daher, als gehörte ihr der ganze Ort. Nein! Als existierte dieser Ort nur für sie.

Ihre Absätze klackten leise auf dem Boden; jeder Schritt war kontrolliert, elegant. Ihr Schmuck fing das Licht ein. Die Tasche an ihrem Arm sah aus, als hätte sie mehr gekostet als alles, was ich besaß – zusammengerechnet.

Die Leute machten ihr Platz, ohne dass sie darum bitten musste. Ihr Blick fiel auf mich. Sie musterte mich in Sekundenbruchteilen. Als würde sie etwas … Kleines begutachten. Vielleicht eine Ameise.

Ein spöttisches Lächeln umspielte ihre Lippen. Ihre Brauen zogen sich zusammen.

„Wer ist sie?“, fragte sie und legte ihre Hand um seinen Arm.

Mir rutschte das Herz in die Hose. Ich klammerte mich fest an den rauen Henkel meiner Tasche; meine Knöchel traten weiß hervor.

Er zögerte nicht einmal.

„Sie ist ein Niemand.“ Die Worte trafen mich hart. „Nur eine Fliege, die ihre Grenzen nicht kennt.“

Das Lachen setzte wieder ein. Ich hatte das Gefühl, die Wände würden sich um mich schließen. Meine Brust schnürte sich schmerzhaft zusammen. Mein Blick verschwamm an den Rändern. Ich konnte hier nicht bleiben. Hunderte von Augenpaaren brannten sich in meine Haut.

Bevor ich es überhaupt richtig begriff, drehte ich mich um und rannte los. Meine Schritte hallten laut auf dem Boden wider, während ich mich durch die Menge drängte und die Blicke, das Flüstern und das Lachen ignorierte, die mir folgten.

Meine Brust hob und senkte sich hastig; mein Herz hämmerte, als wollte es aus meinem Brustkorb ausbrechen.

Ich hasste diese Schule schon jetzt. Hasste diesen Jungen. Und ich hasste das Mädchen, das so daherkam, als läge ihr die ganze Welt zu Füßen.

Dann vibrierte mein Handy erneut. Mom.

„Bin unterwegs“, keuchte ich, während ich das Gerät an mein Ohr presste.

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