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KAPITEL VIERUNDFÜNFZIG    

Author: Lukas
last update publish date: 2026-09-20 23:01:10

Seans Sicht

Der Abend brach so schnell herein – als hätte die Uhr nur darauf gewartet, meinen Ruin durch den Schmutz mitzuerleben, an dem ich mir die Hände beschmutzt hatte.

Eine Flotte eleganter, schwarzer Luxuslimousinen und ausländischer Sportwagen säumte die beleuchtete Auffahrt des Harbor Pavilion. Blitzlichtgewitter flackerten im Rhythmus der an die Bucht schlagenden Wellen auf.

Der gesamte Veranstaltungsort strahlte echten Reichtum, Prestige und rücksichtslose Macht aus – ein typisches W
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    Seans SichtDer Abend brach so schnell herein – als hätte die Uhr nur darauf gewartet, meinen Ruin durch den Schmutz mitzuerleben, an dem ich mir die Hände beschmutzt hatte.Eine Flotte eleganter, schwarzer Luxuslimousinen und ausländischer Sportwagen säumte die beleuchtete Auffahrt des Harbor Pavilion. Blitzlichtgewitter flackerten im Rhythmus der an die Bucht schlagenden Wellen auf.Der gesamte Veranstaltungsort strahlte echten Reichtum, Prestige und rücksichtslose Macht aus – ein typisches Wirtschaftsevent, bei dem Millionenverträge bei einem Glas Jahrgangschampagner besiegelt wurden.Edith schritt modisch gekleidet an meiner Seite; sie trug eine smaragdgrüne Seidenrobe, die einen starken Kontrast zu meinem schwarzen Anzug bildete. Unsere Hände waren ineinander verschränkt; sie war meine offizielle Begleitung für den Abend. Sie bewegte sich mit einer Selbstsicherheit, als gehörte ihr die Veranstaltung, während ihre Blicke aufmerksam durch den Saal schweiften.„Hey, Sean, hast du sc

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    Seans SichtDas Linienflugzeug setzte auf dem Regionalflughafen im Osten auf. Wir verließen die Gangway und betraten das Terminal; die Küstenluft schlug uns entgegen – sie fühlte sich anders an als die Luft in meiner Stadt.Neben mir rückte Edith ihre überdimensionale Designer-Sonnenbrille zurecht und zog ihren Rollkoffer über den polierten Boden der Halle, während die übrigen Kollegen unseres Projektteams hinter uns hergingen, um die Ausrüstung für den Außeneinsatz in Empfang zu nehmen.„Endlich! Mein Gott. Da sind wir also im Osten. Wow, das ist ja toll.“ Edith atmete tief aus und streckte die Arme über den Kopf, während wir am Gepäckband warteten.„Weißt du, Sean, wenn ich noch zehn Minuten länger zwischen dem Regionalleiter und seinen Vorträgen über Tabellenkalkulationen hätte sitzen müssen, wäre ich glatt durch den Notausgang gesprungen.Mein Gott, der Mann redet einfach zu viel. Irgendwann hatte ich die Nase voll von dem ganzen Gerede und den Diskussionen, aber er hat einfach ni

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    Seans SichtDie Abteilungsbesprechung im Konferenzraum zog sich gefühlt über Jahrhunderte hin; mein Gott, ich wäre fast aus der Haut gefahren.Diagramme zur regionalen Expansion und Risikobewertungen wurden ebenso über den langen Tisch gereicht wie Reisepläne. Unser Abteilungsleiter nahm das Außendienstteam regelrecht ins Kreuzverhör.Trotz des ganzen Stresses an diesem Tag – verursacht durch den Vorstand und den Rest – ließen mein Team und ich uns nicht davon abhalten, bei der Präsentation der Zusammenfassungen und Leistungskennzahlen Höchstleistungen zu erbringen; es war schlichtweg makellos und präzise. Wir haben abgeliefert, ohne uns auch nur den kleinsten Fehler zu erlauben.Als die Sitzung schließlich vertagt wurde und der Arbeitstag zu Ende ging, war ich körperlich und seelisch völlig erschöpft.Ich musste einfach mal andere Luft schnuppern, fernab von meinem Büro. Ich brauchte einen Ort, an dem niemand Berichte oder Akten von mir verlangte. Einen Ort ohne das ständige Geschrei

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    Seans SichtEs klopfte an der Tür.„Wer ist da?“, fragte ich fast weinend.„Oh, da ist jemand.“ Die Person ging.Ich setzte mich auf die Toilette und dachte darüber nach, wie es weitergehen würde.Plötzlich vibrierte mein Handy. Es war eine Nachricht von John, Biancas Ex-Freund. Mein Herz machte ein

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