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KAPITEL ACHTUNDDREI

last update Veröffentlichungsdatum: 07.11.2026 23:03:21

Seans Sicht

Die Digitaluhr auf meinem Nachttisch starrte mich an; sie leuchtete in einem kalten, unerbittlichen Blauton. Meine Glieder fühlten sich noch immer bleischwer an, und jede noch so kleine Bewegung löste ein dumpfes, pochendes Schmerzgefühl aus, das direkt durch den weißen Verband an meiner Schläfe zu ziehen schien.

Die Erschöpfung saß mir bis in die Knochen – ein hartnäckiges Überbleibsel der vier Tage, die ich in der dunklen Leere der Krankenstation verbracht hatte.

Ich starrte au
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    Seans Sicht Die Digitaluhr auf meinem Nachttisch starrte mich an; sie leuchtete in einem kalten, unerbittlichen Blauton. Meine Glieder fühlten sich noch immer bleischwer an, und jede noch so kleine Bewegung löste ein dumpfes, pochendes Schmerzgefühl aus, das direkt durch den weißen Verband an meiner Schläfe zu ziehen schien. Die Erschöpfung saß mir bis in die Knochen – ein hartnäckiges Überbleibsel der vier Tage, die ich in der dunklen Leere der Krankenstation verbracht hatte. Ich starrte auf die leuchtenden Ziffern, während eine Welle tiefer Schwäche über mich hereinbrach. Schon der bloße Gedanke daran, aufzustehen, Schuhe anzuziehen und drei Stockwerke hinunterzugehen – nur um mich irgendeiner geschäftlichen Falle zu stellen, die Martinez gerade ausheckte –, erschien mir völlig unmöglich. Mein ganzer Körper schrie förmlich danach, dass ich einfach liegen bleiben sollte. Mit zitternden Fingern tippte ich eine knappe, abweisende Antwort: „Martinez, ich schaffe es nicht nach unten

  • MEINE BETTPARTNER   KAPITEL ZWEIUNDACHTZIG

    Seans SichtDie vier Tage in dem sterilen Krankenhauszimmer fühlten sich an wie eine langsame, quälende Gefängnisstrafe. Doch am Morgen des fünften Tages hatte der ständige, pochende Schmerz in meinem Kopf nachgelassen und war einem erträglichen Ziehen gewichen. Die Ärzte überbrachten mir schließlich die Nachricht, auf die ich so sehr gehofft hatte: Ich durfte das Krankenhaus verlassen.Am Vormittag herrschte im Zimmer geschäftiges Treiben. Philip und Adams waren früh eingetroffen; sie unterhielten sich angeregt, während sie meine wenigen persönlichen Gegenstände in meine Reisetasche packten.Edith stand am Fenster und überprüfte noch einmal die Entlassungspapiere, während Martinez – unser Abteilungsleiter, der aus unerfindlichen Gründen schon in aller Frühe aufgetaucht war, um seine „Unterstützung durch die Geschäftsleitung“ anzubieten – steif und sichtlich unwohl in seinem eleganten Anzug nahe der Tür wartete.„Na gut, Kleiner, das Auto wartet unten“, sagte Philip, schloss den Reiß

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    ANDREWS SICHTDie rohe, blutende Wut in Seans Augen traf mich wie ein körperlicher Schlag. Er versuchte, sich gegen die Kissen aufzurichten; sein Gesicht verzog sich vor Schmerz, ein scharfer Keuchlaut entwich seinen lädierten Lippen, und seine Hände zitterten vor unkontrollierbarem Zorn.„Raus! Verschwinde!“, schrie Sean und richtete einen zitternden Finger direkt auf meine Brust. „Ich habe dir gesagt, du sollst ihn unten lassen! Was zum Teufel machst du in meinem Zimmer, Andrew?! Verschwinde sofort aus meinem Blickfeld! Du Monster – ich will dich hier nicht sehen!“Ich erstarrte im Türrahmen, mein Herz rutschte mir in die Magengrube. Langsam hob ich die Hände in einer Geste völliger Kapitulation und trat mit vorsichtiger, quälender Langsamkeit einen Schritt näher.„Sean … bitte, hör mir nur eine Sekunde zu“, flehte ich. Meine Stimme brach völlig zusammen und entblößte mich – ohne den festen, unnachgiebigen Panzer, den ich sonst immer trug. „Ich bin nicht gekommen, um mit dir zu stre

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    Seans SichtMeine Hände zitterten, als ich nach dem Telefon auf dem hölzernen Nachttisch griff. Ich holte tief und zittrig Luft, drehte das Gerät um, nahm den Anruf entgegen und presste es fest an mein Ohr.„Hallo, Mama?“, sagte ich und zwang meine Stimme dazu, so ruhig und normal wie nur möglich zu klingen.„Sean! Oh, mein Schatz“, erklang die Stimme meiner Mutter aus dem Hörer – sie bebte vor einer überwältigenden Welle von Gefühlen; es klang, als stünde sie kurz vor den Tränen. „Warum bist du bei meinem ersten Anruf nicht rangegangen? Philip hat mir zwar erzählt, dass du deine Stimme verloren und dein Handy kaputtgemacht hast, aber ich habe mir solche Sorgen gemacht, dass ich die ganze Nacht kein Auge zugetan habe. Geht es dir wirklich gut?“„Mir geht es gut, Mama, versprochen“, antwortete ich. Ich blinzelte die brennenden Tränen in meinen Augen zurück und zwang mich zu einem beruhigenden Lächeln. „Es war nur eine wirklich schwere Grippe, und mein Hals hat völlig schlappgemacht. Ic

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    Seans SichtDas Erste, was ich wahrnahm, war ein gleißendes, unerbittliches weißes Licht, das mir tief in die Augen stach.Ich stieß ein leises Stöhnen aus; ein schwerer, bleierner Schmerz zog durch jeden einzelnen Muskel meines Körpers. Mein Kopf dröhnte, als würde jemand mit einem Hammer auf meinen Schädel einschlagen, und ein dumpfer, hartnäckiger Schmerz pulsierte in der Nähe meiner linken Schläfe. Ich versuchte, meinen Arm zu heben, doch er fühlte sich an, als wöge er eine Tonne.Leise, ineinander übergehende Stimmen drangen aus der Ferne an mein Ohr – ein besorgtes Gemurmel in der sterilen Stille des Raums.… Es sind schon vier Tage vergangen; ich habe doch gesagt, dass er heute aufwachen würde …… Schau mal, seine Finger bewegen sich …Ich kniff die Augen gegen das grelle Licht zusammen, holte langsam und schmerzhaft Luft und zwang meine Lider erneut auf. Die verschwommenen Umrisse über mir wurden allmählich klar und scharf.Um mein Krankenhausbett herum standen Philip, Edith u

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    Andrews SichtDer durchdringende, rhythmische Klingelton von Seans Handy hallte wie ein schriller Alarm durch den sterilen Krankenhausflur. „Mom.“ Das Wort leuchtete uns vom Display entgegen – ein Hohn angesichts der zerbrechlichen Stille, in der wir uns befanden.Für einen erschreckenden Moment rührte sich niemand von uns. Die Last dessen, was geschehen könnte, sollte ihr schwaches Herz bei der Wahrheit versagen, hing schwer in der Luft.„Geh ran, bevor die Lage völlig außer Kontrolle gerät“, wies ich sie in einem rauen, angespannten Flüsterton an und trat einen Schritt vor. „Edith, geh sofort ran. Bleib ruhig. Versuch, es einfach zu halten – mach bloß nichts kaputt.“Edith schluckte schwer. Ihre Hände zitterten heftig, als sie nach dem Handy auf dem Metalltisch griff. Sie wischte über das Display, hielt es sich ans Ohr und zwang sich zu einem quälend ruhigen Tonfall.„Hallo? Mrs. Victoria?“, brachte Edith hervor. Ihre Augen waren vor Schreck weit aufgerissen, ihre Hände bebten unkon

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    Seans POVPlötzlich hörte ich laute Schritte, die den Raum betraten.„Wach auf, schläfriger Junge!“Ich öffnete sofort meine Augen und sah Frau Olivia in ihrem transparenten Nachthemd vor mir stehen. Durch den dünnen Stoff konnte ich deutlich die Silhouette ihres Körpers erkennen.„Es ist Zeit, nach

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    Seans SichtIch ging sofort duschen. Der Gedanke an Adams überkam mich wieder. Ich wünschte, er wäre bei mir unter der Dusche, aber dann holte mich die Realität ein.Ich kam nackt aus dem Zimmer und suchte nach einer Möglichkeit, mich zu waschen.„Oh je, womit soll ich mich denn jetzt waschen?“„Se

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