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Das Gold in seinen Augen

Author: dee🕊️
last update publish date: 2026-10-25 23:02:57

Kapitel 6 – Das Gold in seinen Augen

Nyra stand unbeweglich im Türrahmen der Kutsche. Ihr Blick war auf den Mann gerichtet, der mitten auf der Straße stand.

Kael.

Der Schnee um ihn herum war blutrot gefärbt. Tote Wölfe lagen überall um ihn; einigen fehlten Gliedmaßen, anderen war die Kehle aufgeschlitzt.

Seine Hände waren rot, Blut tropfte langsam von ihnen auf den Boden. Eine kleine, aber sichtbare Narbe nahe seinem linken Auge war ihr nicht entgangen. Er wirkte unerwartet ruhig für jemanden,
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    Kapitel 8 – Sein letztes WortIn dem Moment, als sich die großen Doppeltüren öffneten, wandten sich alle Blicke im Raum ihm zu.Kael betrat den Ratssaal mit ruhigen, un hastigen Schritten. Seine Stiefel hinterließen leise Klickgeräusche auf dem Boden. Sein schwarzer Mantel, bestickt mit Gold und schwachen Wolfs-Motiven, fing das Licht ein, während er sich bewegte. Sein Gesicht zeigte kein Lächeln, sondern blieb kalt und undurchdringlich. Die Atmosphäre im Raum veränderte sich, sobald er eintrat.Alle erhoben sich zugleich. Er schritt zur erhöhten Plattform und setzte sich auf den Thron. Erst danach nahmen die anderen ihre Plätze ein. Eine schwere Stille legte sich über den Saal, bevor die Versammlung offiziell begann.Torin, Kaels rechte Hand, ergriff als Erster das Wort.„Eure Majestät, diese Zusammenkunft wurde wegen der Prophezeiung … und der Entscheidung, die daraus folgte, einberufen.“Das Wort „Prophezeiung“ löste leises Gemurmel im Raum aus. Einige Ratsmitglieder verrückten sic

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    Kapitel 7 – Manche Dinge bleiben besser ungesagtEin leises Klopfen an der Tür riss Nyra aus ihren Gedanken. Zwei junge Frauen, fast in ihrem Alter, traten mit gesenkten Köpfen ein. Da bemerkte Nyra die auffallende Schönheit, die beide besaßen – etwas, das sie an Kael erinnerte.Sie trugen ähnliche dunkle Kleidung. Eine trug einen Korb, die andere hielt Lotionen und duftende Seifen.„Guten Morgen, Eure Hoheit“, begrüßten sie sie.„Ich bin Lydia, und das ist Vera. Wir wurden von Seiner Majestät als Ihre persönlichen Zofen eingeteilt. Wir sind immer da, wenn Sie etwas brauchen“, sagte die größere. Sie hatte blutrotes Haar und leuchtend braune Augen. Vera wirkte ruhiger, mit dunklen Locken und ähnlich hellbraunen Augen.Nyra stand vom Bett auf und ging auf sie zu. Sie war nicht in der Stimmung für ein Gespräch.„Ich möchte jetzt baden“, sagte sie und zwang sich zu einem kleinen Lächeln.„Wir bereiten es sofort vor“, antwortete Lydia und ging ins Bad.„Während sie dein Bad vorbereitet, he

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    Kapitel 6 – Das Gold in seinen AugenNyra stand unbeweglich im Türrahmen der Kutsche. Ihr Blick war auf den Mann gerichtet, der mitten auf der Straße stand.Kael.Der Schnee um ihn herum war blutrot gefärbt. Tote Wölfe lagen überall um ihn; einigen fehlten Gliedmaßen, anderen war die Kehle aufgeschlitzt.Seine Hände waren rot, Blut tropfte langsam von ihnen auf den Boden. Eine kleine, aber sichtbare Narbe nahe seinem linken Auge war ihr nicht entgangen. Er wirkte unerwartet ruhig für jemanden, der mitten in einem Gemetzel stand, nach einem Angriff wilder Wölfe.Dann hob er den Kopf, und seine Augen fingen für einen Moment das Licht ein. Ein goldener Schimmer blitzte auf, bevor sie wieder ihre übliche dunkle Farbe annahmen.Nyra blinzelte mehrmals. Sie wusste, dass ihre Augen sie in diesem entscheidenden Moment nicht täuschen würden. Sie hatte es gesehen – goldene Funken in seinen Augen.Und sie konnte es nicht verstehen. Etwas an ihm fühlte sich zutiefst falsch an.„Kael…“ Sein Name e

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    Kapitel 5 – Blut im SchneeNyra saß auf dem Boden der Kutsche, die Knie fest an die Brust gezogen.Knochenerstarrende Knurrlaute füllten ihre Ohren, Geräusche kamen aus mehr als einer Richtung. Bevor sie vollständig begreifen konnte, was geschah, ertönte ein scharfer Schrei von der Vorderseite der Kutsche. In diesem Moment wurde ihr klar, dass der Kutscher draußen war mit dem, was sie angriff. Seine Stimme wurde plötzlich von einem kurzen, erstickten Schrei abgeschnitten, und danach hörte sie nichts mehr von ihm.Klauen schabten über das Holz der Kutsche, während Körper im Schnee aufeinanderprallten, gefolgt von lauten Schreien, die sie jedes Mal zusammenzucken ließen. Sie kniff die Augen zusammen und presste beide Hände über die Ohren, um den Lärm auszublenden.Ein weiterer Aufprall erschütterte die Kutsche so heftig, dass sie den Rand des Sitzes greifen musste, um nicht flach auf den Boden zu fallen. Ihr Atem wurde flach, während sie dem Chaos draußen lauschte.Es gab ein weiteres K

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    Kapitel 3 – Der Weg nach Blackthorn„Hast du Angst?“ Seine tiefe Stimme hallte in der Kutsche wider und ließ die bereits angespannte Nyra zusammenzucken. Mit absichtlicher Langsamkeit drehte sie sich zu ihm um. Als sie ihn ansah, waren seine Augen geöffnet und starrten direkt in ihre.Während der gesamten Fahrt hatte Nyra mit geradem Rücken gesessen, die Hände fest im Schoß gefaltet. Draußen am Fenster gab es nichts als schwarze Bäume und fallenden Schnee. Sie zuckte ab und zu zusammen, wenn die Räder der Kutsche in tiefe Löcher der unebenen Straße fielen. Sie hatte ihren Umhang eng um sich gezogen, aber die Kälte drang trotzdem durch die Lücken.Sie versuchte so gut wie möglich, den Mann nicht anzusehen, der ihr gegenüber saß. Er hatte seit dem Verlassen der Burg nicht gesprochen. Seine Augen waren geschlossen, ein Arm ruhte an der Seite der Kutsche, als wäre die Reise nichts weiter als eine leichte Unannehmlichkeit. Das Schweigen zwischen ihnen fühlte sich dicker an als die Winterlu

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