Mein Hockey-Stiefsohn ist mein Gefährte

Mein Hockey-Stiefsohn ist mein Gefährte

last updateLast Updated : 2026-08-07
By:  TeeeeeeCompleted
Language: Deutsch
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Er hasste mich aus tiefstem Herzen! Ich verabscheute seine Arroganz! Ich sollte eigentlich seine Ex-Stiefmutter sein. Doch ich hasste die Rudelpolitik und kehrte nach Alpha Holts Tod in die Menschenwelt zurück. Nun wurde ich gezwungen, zurückzukommen – um die Wunden des Mannes zu heilen, der mich am meisten hasste: meinen Stiefsohn Adrian. Für die Welt war er der berühmte NHL-Goldjunge des Eishockeys. Für das Frostfang-Rudel war er ihr gefürchteter Alpha. Doch die Mondgöttin hatte andere Pläne. In der Nacht seiner Krönung zum Alpha verblasste das Mal seines Vaters auf meinem Hals – und Adrian’s Gefährtenband brannte sich stattdessen heiß und gnadenlos in meine Haut. Aber das Schicksal war noch lange nicht fertig mit uns. Wir sollten zusammenarbeiten, um einen gemeinsamen Feind zu bekämpfen – obwohl wir es kaum ertrugen, im selben Raum zu sein. Reichte unsere Bestimmung aus, um diesen tiefen, körperlichen Hass zu überwinden?

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Chapter 1

kapitel 1

Selena’s POV

„Fuck!“

Das war eindeutig das Peinlichste, was einer gründlichen Frau wie mir passieren konnte. Ich hob meinen abgebrochenen Absatz auf und stürmte zurück in meine Wohnung. Zum Glück hatte ich noch das Paar Steve Madden Schuhe, das Alpha Holt mir zum Geburtstag geschenkt hatte.

Sie passten perfekt zu meinem Kleid – aber war es wirklich klug, sie heute zu tragen?

Ich schob alle inneren Zweifel beiseite. Es war ein Geschenk für mich, egal, wie es dazu gekommen ist! Schnell schlüpfte ich in den Schuh, wie Cinderella eilte ich aus dem Haus – nur nicht, weil ich einen Prinzen treffen wollte, sondern weil ich zu spät zu einem Treffen mit jemandem kam, der mich aus tiefstem Herzen hasste.

Wenige Minuten später kam mein Auto mit quietschenden Reifen auf dem Parkplatz der Eishockey-Arena zum Stehen. Ich schnappte mir meinen Erste-Hilfe-Koffer und lief Richtung Spielfeld. Ich hatte die Treppe noch nicht erreicht, als mich jemand rief.

„Dr. Ward! Sie sind zu spät, das Spiel hat schon vor Ewigkeiten angefangen.“

Ich schnaubte innerlich. Jack war ein Meister der Sarkasmus. Ich entschuldigte mich bei meinem Kollegen, und wir gingen gemeinsam die Treppe hinauf. Das Stadion war bereits voll, und wir mussten uns mühsam Plätze in der Nähe des Spielfelds suchen.

„Ich stelle Sie dem Team nach dem Spiel vor. Schauen Sie einfach zu und genießen Sie es erstmal“, sagte Jack mit einem breiten Lächeln auf seinem faltigen Gesicht.

Genießen? dachte ich deprimiert und schnaubte leise.

Je lauter die Cheerleader „Frostfang Wolves“ schrien, desto heftiger schlug mein Herz in meiner Brust. Ich dachte, ich hätte diesem Gefängnis entkommen, nur um direkt wieder hineinzulaufen. Leider kannte mein menschlicher Chef meine wahre Situation und hatte mich trotzdem hierher versetzt.

„Tut mir leid wegen der Kontroverse, Miss Ward, aber Sie sind die Einzige, die für diesen Job qualifiziert ist. Außerdem haben Sie Ihre Karriere eine ganze Weile ruhen lassen. Entweder Sie nehmen dieses Angebot an oder Sie können sich von Ihrem Job verabschieden.“ Ich erinnerte mich noch genau an die bittere Wut, die ich damals gespürt hatte. Und jetzt war ich hier und nahm den Job trotzdem an.

„Sehen Sie den Starspieler da drüben? Das ist der echte Deal. Man hat mir gesagt, Sie kennen ihn“, sagte Jack fröhlich. Ich sah ihn nur an, folgte mit den Augen seinem Fingerzeig aufs Spielfeld und blieb an einem Spieler hängen.

Ein Gesicht, das ich niemals vergessen konnte.

Allerdings, dachte ich elend.

Ich könnte schwören, dass sich unsere Blicke in diesem Moment trafen. Schnell schaute ich weg.

Vor ein paar Monaten war ich Witwe geworden. Mein alter Ehemann, Alpha Holt, war gestorben. Zu meinem Vorteil war ich endlich von den Fesseln dieser Vertragsehe befreit. Der ganze Mist, Luna eines Rudels zu sein, interessierte meine menschliche Seite nicht. Ich ignorierte die Selbstsucht meiner Wölfin und folgte meinen menschlichen Instinkten. Ich legte meinen Titel als Luna des Frostfang-Rudels ab und kehrte zu meiner ursprünglichen Leidenschaft zurück: menschliche Chirurgin.

„Noch ein Tor für das Frostfang-Team!“, rief der Kommentator, und ohrenbetäubender Applaus brandete auf.

„Adrian! Adrian! Adrian!“ Die Cheerleader schrien begeistert und hüpften mit ihren strammen Hintern herum.

Es war die reinste Folter für mich.

„Ich sag’s Ihnen, Miss Ward! Der da bringt uns bis zur Weltmeisterschaft“, sagte Jack aufgeregt. Ich antwortete nicht, nickte nur zustimmend und spielte nervös an meinem Erste-Hilfe-Koffer herum.

Ich langweilte mich – nicht wegen des Spiels, sondern wegen Jacks Mundgeruch, der ständig meine Nase quälte. Plötzlich stieg mir ein vertrauter Geruch in die Nase. Noch bevor der Kommentator es ausrufen konnte, wusste ich, was es war: Blut! Adrian Holts Blut.

„Starspieler Adrian ist verletzt! Oh mein Gott!“, schrie der Kommentator, und unter den Cheerleadern brach ein Tumult aus.

„Jetzt sind Sie dran, Dr. Ward“, rief Jack.

Ich sprang sofort in Aktion. Zusammen mit Jack lief ich los, während die Sanitäter Adrian vom Spielfeld rollten. Als wir ankamen, strömte Blut aus einer offenen Wunde an Adrians Bein.

„Du! Was machst du hier?“, schrie Adrian mich wütend an.

Arrogant wie eh und je!

„Mr. Holt, das ist Miss Selena Ward, die neue Ärztin des Frostfang-Rudels“, erklärte Jack vorsichtig.

„Niemals! Ich werde niemals zulassen, dass ihre dreckigen Hände mich oder einen meiner Teamkollegen anfassen!“, bellte Adrian Jack an, der erschrocken zurückwich. Ich stand einfach nur da und sah in seine Augen, die vor purem Hass auf mich verzerrt waren.

Adrian Holt – mein Stiefsohn!

„Du verlierst sehr viel Blut, Alpha Holt“, sagte einer der anderen Spieler, ein Rudelmitglied.

Adrian drehte sich zu ihm um. Seine Augen wurden dunkelblau. Ich wusste, dass sein Wolf kurz davor war, an die Oberfläche zu kommen und er die Aggression gleich an seinem Rudelmitglied auslassen würde. Wenn er sich vor Menschen verwandelte, würde er den Geheimhaltungseid brechen, den jeder Werwolf geschworen hatte.

Das durfte ich nicht zulassen. Immerhin war ich eine Zeit lang seine Mutter gewesen.

Ich ging auf die Knie, riss den Erste-Hilfe-Koffer auf und zog sein Bein grob zu mir heran. Er hatte schon so viel Blut verloren, dass seine Arroganz ihn nicht vor einer Ohnmacht retten würde, wenn er noch mehr verlor.

„Was zur Hölle denkst du, was du da tust? Lass mich los! Ich habe klar genug gesagt, dass ich dein Gesicht nicht sehen will!“

„Du kannst mich nur bestrafen, wenn du am Leben bist. Halt still, Idiot!“, antwortete ich wütend, presste seine Beine zusammen und begann, das Blut wegzuwischen.

„Idiot?“, flüsterte er überrascht und schnaubte.

Jack räusperte sich. „I… ich glaube, ich sollte jetzt besser gehen.“

Er zitterte. Er hatte Angst – zu Recht. Er musste die Gerüchte gehört haben. Jeder hatte sie gehört.

Die Goldgräberin Selena Ward, eine dreißigjährige Chirurgin, die einen mächtigen Mann geheiratet hatte, der doppelt so alt war wie sie. Er war in ihren Armen an einem Herzinfarkt gestorben, und sie hatte ihn nicht retten können.

Die Gerüchte waren sehr detailliert gewesen.

Aber ich konnte nicht zulassen, dass noch ein weiteres Kapitel dazukam:

Und sie hat zugesehen, wie sein einziger Sohn Adrian Holt auf dem Spielfeld verblutete, um das Vermögen zu erben.

Oder aus Sicht der Werwolf-Clans:

Um das Frostfang-Rudel zu übernehmen.

„Ich muss dich retten, Adrian.“

Adrian starrte mir in die Augen. Er schien sich etwas beruhigt zu haben, doch dann glitt sein Blick hinunter zu meinen Beinen. Plötzlich fuhr er hoch, stieß mich grob zur Seite, und der Methylalkohol, den ich in der Hand hielt, ergoss sich über mein ganzes Kleid.

„Verschwinde aus meinem Leben, Selena Ward! Oder das nächste Mal, wenn du mir dein hässliches Gesicht zeigst, wirst du es bitter bereuen… Mutter!“

„Auch wenn ich dafür meinen Job verliere?“, fragte ich wütend. Ich zitterte vor Kälte, weil die Flüssigkeit durch meine Kleidung gedrungen war.

„Auch wenn es dich dein Leben kostet, Sel!“

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