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Nicht der Erbe, den er beschützte
Nicht der Erbe, den er beschützte
ผู้แต่ง: Cyathia

Kapitel 1

ผู้เขียน: Cyathia
An dem Tag, an dem Alpha Kaelen Liana aus der Heilerhütte hinausbegleitete, gelang es mir gerade, eine Welle von Übelkeit zu unterdrücken.

Während seines letzten kurzen Besuchs zu Hause hatte uns die Leidenschaft überwältigt und mir das unerwartete Geschenk hinterlassen, dass seine Jungen in mir wuchsen.

Ich legte sanft meine Hand auf meinen noch flachen Bauch, kämpfte gegen das Unwohlsein an und öffnete die Tür zum Haupthaus des Alphas, mein Herz voller Freude.

Fröhliches Lachen empfing mich von drinnen.

„Dieser Welpe ist so wunderschön! Seine roten Augen sind genau wie die von Kaelen. Liana, du bist eine wahre Heldin des Silbermond-Rudels!“

Die alte Luna schwärmte glücklich über dem Neugeborenen, während Kaelen aus der Küche kam und eine Schale Brühe trug.

„Liana, du hast so hart gekämpft. Ich habe diese Suppe selbst für dich gemacht. Du bist nach der Geburt geschwächt, du musst wieder zu Kräften kommen.“

Er setzte sich an ihr Bett und fütterte sie mit sanftem Ausdruck. Sie sahen aus wie eine perfekte, glückliche Familie.

Kaelens Vater, der ehemalige Alpha, kitzelte das Baby mit einer Feder und strahlte.

„Dieses Kind ist genauso bezaubernd wie seine Mutter. Dank der Mondgöttin wurde es nicht von dieser langweiligen Heilerin Elara geboren. Das wäre schrecklich unerquicklich gewesen.“

Meine Hand verkrampfte sich um den Türgriff.

Ich erinnerte mich an mein erstes Treffen mit dem Ältesten. Stolz hatte er mir auf die Schulter geklopft und damit geprahlt, dass es seine größte Ehre sei, eine mächtige Heilerin als Schwiegertochter zu haben.

Jetzt sagte er, eine Heilerin verdiene keine Familie.

Ich war nur zehn Monate weg gewesen, um in der Menschenwelt zu studieren, und mein Zuhause hatte keinen Platz mehr für mich.

Ich senkte den Kopf, ein bitteres Lächeln verzerrte meine Lippen.

Kaelen und ich waren seit drei Jahren Gefährten. Wir hatten einmal ein Kind empfangen.

Doch ein Angriff von Streunern nahmen unseren ungeborenen Welpen, und das Trauma schädigte meine Wölfin, sodass ich lange Zeit nicht empfangen konnte.

Die Nachricht zerstörte mich. Kaelen hielt mich fest, tröstete mich und schwor, dass ich immer seine einzige Gefährtin bleiben würde, dass er nur mit mir Welpen wollte.

Er sagte, er würde lieber keine Erben haben, als sie mit jemand anderem zu bekommen.

Doch jetzt hatte er sein Versprechen gebrochen.

Um den letzten Wunsch seiner ersten Liebe zu erfüllen, hatte er seinen eigenen Schwur zerschlagen.

Ich erinnerte mich an den Moment vor zehn Monaten, als ich in die Menschenwelt aufbrach. Er hatte mich festgehalten, seine besitzergreifende Alpha-Natur machte es ihm schwer, mich loszulassen, und seine Augen waren voller Trennungsschmerz.

In diesem Jahr hatten wir jeden Tag telefoniert und unser Leben miteinander geteilt. Egal, wie beschäftigt ich war, nahm ich mir immer Zeit, einmal im Monat zurückzukehren, nur um Kaelen zu sehen.

Selbst die anderen Wölfe im Rudel beneideten uns darum, dass wir nach drei Jahren noch wie frisch Verliebte waren.

Doch dann, vor fünfzehn Tagen, eilte ich endlich mein Studium abgeschlossen und war voller Vorfreude nach Hause.

Ich reiste tagelang ohne Pause und spürte keine Müdigkeit.

Doch als ich mich der Grenze näherte, überkam mich plötzlich Schwindel, und meine Heilerinstinkte nahmen zwei schwache, schnelle Herzschläge in mir wahr.

Meine Hand fuhr zu meinem Bauch, und Tränen des Unglaubens stiegen mir in die Augen.

Ich war schwanger.

Überglücklich wollte ich Kaelen die Nachricht sofort mitteilen.

Doch dann sah ich ihn am Mondsee des Rudels, wie er Hand in Hand mit Liana ging. Ihr Bauch war geschwollen, bereit, jeden Moment zu gebären.

Meine Gedanken wurden von Lianas schwacher Stimme unterbrochen.

„Elara, wann bist du zurückgekommen? Warum stehst du einfach in der Tür?“

Ihre Worte ließen alle im Raum zu mir schauen.

Als die alte Luna die Schriftrolle in meiner Hand sah – mein Rücktritt als Oberheilerin – zog sie die Stirn tief in Falten.

„Warum habe ich Kaelen überhaupt erlaubt, dich zur Gefährtin zu nehmen? Du gibst deine Position auf, erwartest du, dass Kaelen eine nutzlose Wölfin wie dich versorgt?“

Der Älteste stimmte ein.

„Du kannst nicht einmal die Aufgaben der Oberheilerin erfüllen. Wozu bist du gut? Hätte ich gewusst, wie wertlos du bist, hätte ich dich niemals zur Luna gemacht!“

„Liana ist jetzt schwach. Sie und der Welpe brauchen nur das Beste. Anstatt Kaelen zu unterstützen, bist du nur eine zusätzliche Last. Ist das das Verhalten einer Luna?“

Ihre Worte waren absurd, lächerlich.

„Und Kaelen? Während ich weg war, hat er eine andere Wölfin geschwängert. Ist das das Verhalten eines Alphas?“

„Elara, das reicht! Ich habe das zu deinem Besten getan!“

Kaelens Brauen zogen zusammen, sein Blick war kalt und scharf wie Silber.

„Du kannst keine Welpen bekommen, also habe ich Liana eines für dich austragen lassen. Ich gebe dir die Chance, Mutter zu sein, und du kannst meine guten Absichten nicht schätzen?“

„Außerdem ist das die perfekte Lösung. Lianas Wunsch wird erfüllt, sodass sie ohne Reue gehen kann, und du wirst Mutter, ohne die Mühen zu tragen. Ich verstehe nicht, warum du so aufgebracht bist!“

„Wenn Liana mich während der Streunerwelle vor zwei Jahren nicht gerettet hätte, wäre ich tot. Sie hat ihre ganze Familie verloren und wurde nun mit einer unheilbaren Wolfsgift-Variante vergiftet. Sie hat nur noch wenige Monate. Bald wird sich niemand mehr an sie erinnern.“

„Als andere Wölfin solltest du doch Mitgefühl für sie empfinden. Warum greifst du sie immer wieder an? Oder glaubst du wirklich, ich wäre so ein abscheulicher, schmutziger Mann?“

Liana klammerte sich an Kaelens Hand, ihr Gesicht voller Leid, während sie mich ansah.

„Elara, bitte, sag nichts mehr. Ich weiß, das ist alles meine Schuld. Ich verspreche, ich verschwinde aus eurem Leben, aber bitte lass nicht zu, dass ich die Bindung zwischen dir und dem Alpha zerstöre.“

Als ich die vier von ihnen sah, vereint gegen mich, wurde mein Herz eiskalt.

Also war ich für sie nichts weiter als eine Wölfin, die keine Jungen bekommen konnte.

Die Ironie war erdrückend. Mein Leib trug gerade die reinste Alpha-Blutlinie dieses Rudels.

Doch plötzlich wollte ich es ihnen nicht mehr sagen.

Dann sprach Kaelen, seine Stimme gefährlich leise.

„Elara, meine Geduld hat Grenzen. Wenn du es wagst, Liana noch einmal ohne Grund anzugreifen, mach mich nicht verantwortlich für das, was dann passiert.“

„Wenn du weiterhin meine Luna sein willst, dann benimm dich. Nächste Woche kann ich vor dem ganzen Rudel verkünden, dass du die Mutter des Jungen bist.“

Nächste Woche?

Ich warf einen Blick auf das schlafende Junge in der Wiege. Nächste Woche war ich längst fort.

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