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Nur Dein, Die Obsession des Mafia-Lords
Nur Dein, Die Obsession des Mafia-Lords
작가: Author Rex

Kapitel 1

작가: Author Rex
last update 게시일: 2026-07-01 01:14:58

Man sagt, dass selbst die Person, die man als Freund betrachtet, einem ein Messer in den Rücken stoßen kann.

Ihr ganzes Leben lang bekam sie immer, was sie wollte. Als Einzelkind, Mamas Liebling und Papas kleine Prinzessin waren ihre Eltern reich genug, um sich jeden ihrer Herzenswünsche mit einem Lächeln zu erfüllen.

Doch der Ausdruck auf ihren Gesichtern, als sie ihr im Wohnzimmer gegenübersaßen, und ihre Unfähigkeit, ihr in die Augen zu sehen, sagten alles. Sie war noch in Verleugnung, aber egal wie oft sie nachfragte, ihre Antwort blieb dieselbe.

„Die Firma stirbt! Wir sind bankrott", sagte ihr Vater und bewahrte dabei seine Fassung. Sein schwarzes Haar hatte hier und da graue Strähnen mit feinen Falten um die Augen, doch sein Bart war vollständig grau.

„Ich verstehe immer noch nicht, warum ihr mich 'verkauft' habt!", schrie sie wütend. Sie trug noch ihren Pyjama, doch ihr langes braunes Haar floss ordentlich über ihren Rücken.

„Jade, wir mussten das Nächstbeste für unsere Firma tun", antwortete ihre Mutter stattdessen.

„Das Nächstbeste wäre gewesen, die Firma zu verkaufen und—"

„Und bei null anzufangen? Wir haben langfristige Investitionen, verschiedene Anteile und auch Schulden. Diese Villa wird versteigert, wenn wir nicht rechtzeitig zahlen. Wir werden auf die Straße geworfen!", erklärte ihr Vater. „Ist das, was du willst?"

„Warum habt ihr mir nichts davon erzählt?!" Jade war fassungslos und wurde blass.

Ihre Firma steckte in großen Schwierigkeiten, und ihre Eltern hatten sich ihr nicht anvertraut. Sie hatten ihr nicht genug vertraut, um ihr zu sagen, dass sie verschuldet waren.

„Was dann, Jade? Was kannst du wirklich dagegen tun? Wir geben dir alles, was du willst, und wir übernehmen die Verantwortung für dich. Du arbeitest in dieser Firma. Was kannst du schon tun, wenn du buchstäblich aus unserer Hand isst?" Ihre Mutter rückte näher zu ihr.

Jade war geschockt. Sie blickte zwischen ihren Eltern hin und her. War das, was sie von ihr dachten? Eine Last und jetzt eine Ware?

Wenn sie ein Problem damit hatten, sich um sie zu kümmern, hätten sie das schon früher sagen sollen. Sie ist kein Werkzeug oder etwas, das man verkaufen kann! Wer macht denn heutzutage noch sowas?

„Ist das der Preis, den ich zahlen muss, weil ich von euch beiden abhängig bin?" Sie stand auf. Die heißen Tränen in ihren Augen ließen sie sich verraten, betrogen und verletzlich fühlen.

„Jade..."

„Nein!" Jade rannte sofort die Treppe hinauf.

„Hör zu, Prinzessin!" Ihr Vater machte einen Schritt in Richtung Treppe, doch seine Frau hielt ihn mit einem Kopfschütteln zurück.

Jade warf sich aufs Bett.

Ihre Eltern hatten sie mit der Nachricht geweckt, dass sie sie verkauft hatten, um ihre Firma zu retten. Außerdem hatten sie klargestellt, dass es nun an ihr sei, ein Opfer für die Firma zu bringen.

Was hatte sie wirklich erwartet? Sie verdiente das dafür, immer von ihren Eltern abhängig gewesen zu sein.

Wer ist dieser Mann, und warum?

„Mistkerl!" Sie weinte sich die Augen aus.

‚Du musst sofort packen', hallte die Stimme ihres Vaters in ihrem Kopf nach.

Wie konnten sie ihr in die Augen sehen und ihr sagen, dass sie verkauft worden war? Nein, wie konnten sie es überhaupt wagen, sie zu verkaufen? Liebten sie sie wirklich? Sie liebten sie offensichtlich nicht! Sie könnte sich niemals vorstellen, ihr eigenes Kind für irgendetwas zu verkaufen!

Jade wischte sich das Gesicht ab und ging zu dem riesigen Kleiderschrank. Sie holte zwei Reisetaschen und vier Koffer heraus.

Sie betrachtete den Bilderrahmen, der an der Wand hing. Sie waren eine kleine, glückliche Familie gewesen. Ihr Vater, ihre Mutter und sie selbst.

Vielleicht liebten sie sie überhaupt nicht.

Jade ging zum Fenster. Vielleicht war sie nicht bereit für das neue Leben, das sie ihr aufzwangen. Sie konnten sie doch nicht wirklich dazu zwingen, wenn sie nicht da war, oder? Sie würde weglaufen.

Jade kletterte auf die Fensterbank und öffnete lächelnd das Glasfenster, bevor sie auf das Fensterbrett trat. Die frische Brise von New York traf ihr Gesicht zusammen mit der wunderschönen Aussicht.

Sie könnte diesem Wahnsinn entkommen und weit weg von ihren verrückten Eltern gehen. Sie würden sie niemals finden. Sie hätte ein freies Leben.

Sie drehte sich um und sah den Bilderrahmen an.

Ja, sie hatten ihr alles gegeben, was sie brauchte. Sie kümmerten sich um sie, sorgten für sie, beschützten sie, schickten sie auf die besten Schulen, gaben ihr einen Job, und sie würde sie für immer für alles lieben, aber das war zu viel, um es zu verkraften.

Eines Morgens aufzuwachen und zu erkennen, dass man sich selbst nicht mehr gehört, ist einfach das schlimmste Gefühl überhaupt.

Aber vielleicht war jetzt sie an der Reihe, Verantwortung für sie zu übernehmen. Sie waren immer für sie da gewesen, also wie könnte sie sie im Stich lassen, wenn sie sie am dringendsten brauchten? Sie konnte sie nicht leiden lassen, weil sie ihre Eltern sehr liebte und alles für sie tun würde.

Sogar mit einem Fremden zusammen sein?

Es war an der Zeit, für sie da zu sein. Um ihnen all die Zeit und Mühe zurückzuzahlen, die sie in ihre Zukunft investiert hatten.

Jade drehte sich um, um vom Fenster herunterzusteigen, verfehlte aber ihren Tritt und fiel hinaus.

„Aaah!", schrie sie. Sie würde sterben!

Na toll!

Gerade als sie akzeptiert hatte, das Richtige zu tun, würde sie sterben.

Sie schloss die Augen vor Angst, bereit, den Schmerz zu akzeptieren. Obwohl ihr Zimmer im zweiten Stock lag, wusste sie, dass es trotzdem sehr wehtun würde.

Jade fürchtete um ihr Leben, doch anstatt auf den Boden zu fallen und sich zwei oder mehr Knochen zu brechen, spürte sie zwei starke Arme, die sie fest auffingen, als sie schließlich landete.

Sie hörte auf zu schreien und öffnete langsam die Augen. Sie klammerte sich wie im Todesgriff an sein Hemd.

Jade blickte auf und fand nur ein gottgleiches Gesicht, das auf sie herabsah.

Eisblaue Augen bohrten sich in ihre Seele.

Er hatte seidiges schwarzes Haar, zu einem groben Quiff gestylt, und dichte Wimpern, die seine Augen unterstrichen. Sein Kiefer war angespannt, und die Grübchen waren aufgrund des ausdruckslosen Gesichts kaum sichtbar, doch seine bläulich-violetten Lippen waren leicht nach oben gebogen.

Er trug einen roten Steinohrring am linken Ohr und eine kleine, kaum sichtbare Narbe am Kiefer, doch die Bartstoppeln verliehen ihm einen heißen Look.

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