ログインViella wachte an diesem Morgen auf der weichen Matratze auf, auf der sie geschlafen hatte.
„Wo bin ich?“, dachte sie, nachdem sie die Augen geöffnet hatte. Sie sah sich im Zimmer um und versuchte, sich daran zu erinnern, wie sie hierhergekommen war, bis sie sich plötzlich an die Ereignisse des vergangenen Tages zu erinnern begann.
„Ohhh“, dachte sie traurig nach diesem kurzen Moment der Erkenntnis.
„Wenn mein Vater nur nichts mit diesem Teufel zu tun gehabt hätte“, dachte sie laut vor sich hin.
Sie zog die Decke von sich und stand vom Bett auf.
Sie ging zum Badezimmer und drückte die Türklinke herunter.
Als sie die Tür öffnete, verschlug es ihr beim Anblick den Atem. Das Badezimmer war ein atemberaubend weitläufiger Raum aus weißem und goldenem Marmor. Es gab eine freistehende Badewanne, eine gläserne Regendusche und einen Waschtisch, auf dem luxuriöse Parfums und Hautpflegeprodukte standen. Ihr Blick wanderte zur linken Seite des Badezimmers, wo flauschige Handtücher auf beleuchteten Regalen gestapelt waren.
Sie bewunderte das Badezimmer noch immer, als sie ein Klopfen an der Tür hörte.
„Wer ist da?“, fragte sie und trat aus dem Badezimmer.
„Ich bin es, Rae.“
Sie schloss die Badezimmertür und ging auf die Tür ihres Zimmers zu.
„Was möchtest du?“, fragte Viella die zierliche, hellhäutige junge Frau, die mit gesenktem Kopf vor der Tür stand.
„Meister Davian hat mich gebeten, Ihnen beim Baden zu helfen, Ma’am“, antwortete Rae, den Kopf noch immer gesenkt.
Viella starrte die Dienstmagd vor sich an und hob verwirrt die Augenbrauen. „Mir beim Baden helfen? Also … was meinst du damit? Bin ich behindert?“
„Nein … nein … nein, Ma’am.“ Die Dienstmagd unterbrach sie, hob den Kopf und senkte ihn schnell wieder. „So ist es nicht wirklich, Ma’am. Meister Davian hat es mir befohlen. Ich befolge nur seine Anweisungen, Ma’am.“
Viella seufzte und half der Dienstmagd dabei, den Kopf zu heben.
„Rae, richtig? Du musst dich nicht verbeugen. Du bist offensichtlich in meinem Alter, und das alles ist nicht nötig. Und sag Davian, dass ich nicht behindert bin. Ich kann mein Bad selbst vorbereiten.“
„Aber Ma’am …“
Viella schüttelte den Kopf, als wollte sie ihr zu verstehen geben, dass sie hier fertig waren, und schloss dann die Tür.
Viella ging ins Badezimmer, um ihr Bad vorzubereiten.
Nachdem sie gebadet hatte, war auch die Wahl eines Kleidungsstücks ein Tauziehen.
Sie öffnete den Kleiderschrank, um etwas zum Anziehen zu suchen, und er war vollständig mit Designerkleidung gefüllt, von der das meiste eindeutig ihre Größe hatte. Auf der Kommode stand außerdem eine Schmuckschatulle, während Taschen ordentlich zur Schau gestellt waren.
Nachdem sie nach etwas Einfachem zum Anziehen gesucht hatte, entschied sie sich schließlich für ein kurzes, geblümtes Kleid.
Genau in diesem Moment klingelte ihr Handy auf dem Nachttisch.
Sie sah auf die Anrufer-ID und sah, dass es ihre Mutter war.
„Hallo, Mama“, sagte Viella, nachdem sie den Anruf angenommen hatte.
„Wie geht es dir, Vivi?“ (Vivi war der Kosename, den ihre Mutter sie zu Hause meistens nannte.) „Ich vermisse dich so sehr. Es tut mir leid … es tut mir so leid, dass wir dich an einen Fremden verkauft haben. Es tut mir leid, dass ich nichts tun konnte, um dich zu retten …“ Ihre Mutter schluchzte am Telefon.
„Es ist okay, Mom. Nicht, dass die Entschuldigung irgendetwas wieder gutmachen könnte. Was geschehen ist, ist geschehen. Es hat keinen Sinn, vergossener Milch nachzuweinen. Ich hoffe nur, dass es euch allen gut geht?“, fragte Viella und wischte die Träne, die ihr über die Wange lief, mit der Handfläche weg.
„Viella …“, rief ihre Mutter.
„Mom …“, unterbrach Viella sie und versuchte, ihre Tränen zurückzuhalten. „Ich brauche etwas Abstand. Ich rufe dich zurück, wenn es mir besser geht.“
Viella beendete den Anruf und setzte sich auf das Bett, während sie ihr Handy neben sich legte. Sie holte tief Luft und versuchte, ihre Tränen davon abzuhalten, zu fallen.
Dann wanderten ihre Gedanken zu ihm, ihrem Verlobten. In diesem Moment fragte sie sich, wie es ihm ging, denn es gab keinen Tag, an dem sie nicht nach ihm sah.
Sie vermisste ihn, seine Stimme, sein Lachen und … ohne einen zweiten Gedanken zu verschwenden, nahm sie ihr Handy und rief ihn an.
Nachdem sie seine Nummer gewählt hatte, klingelte es zweimal, doch der Anruf ging nicht durch. Sie versuchte es ein drittes Mal. Dieses Mal teilte ihr eine automatische Ansage mit, dass die Nummer ausgeschaltet sei und sie es später erneut versuchen solle.
„Das ist noch nie passiert. Er nimmt meinen Anruf immer beim ersten Klingeln an. Warum … warum jetzt? Oder hat Davian etwas damit zu tun? Nein … nein.“ Sie schüttelte diesen Gedanken ab und redete sich ein, dass es nur ein Zufall war und Tylo wahrscheinlich einfach beschäftigt war.
Ein weiteres Klopfen an ihrer Tür unterbrach ihre Gedanken.
Sie sah wütend zur Tür und fragte sich, warum sie anscheinend jeder ständig unterbrach.
Sie ging zur Tür und fand eine weitere Dienstmagd vor.
„Was möchtest du?“, fragte sie und versuchte, ihre Gereiztheit zu verbergen.
„Meister Davian …“
„Meister Davian, Meister Davian. Könnt ihr mich nicht einfach in Ruhe lassen? Was ist diesmal mit Meister Davian los?“, fragte sie und verschränkte die Arme.
Die Dienstmagd verbeugte sich und machte einen Knicks.
„Es tut mir leid, Ma’am. Meister Davian hat Sie gebeten, zum Frühstück nach unten zu kommen.“
„Frühstück? Ist es nicht noch zu früh?“, dachte sie bei sich.
„Sag ihm, dass ich keinen Hunger habe.“
„Ma’am, bitte lehnen Sie es nicht ab. Meister Davian wird verärgert sein“, flehte die Dienstmagd.
Viella wollte ablehnen, als ihr knurrender Magen sie verriet. Sie senkte verlegen den Kopf.
„Okay, führ mich hin. Bitte.“
Viella folgte der Dienstmagd nach unten ins Esszimmer.
Der Esstisch war elegant gedeckt, mit zahlreichen Speisen, die darauf verteilt waren. Der Duft von gebratenem Hähnchen, frischem Gemüse, gewürztem Reis und einigen anderen Gerichten, die sie nicht benennen konnte, erfüllte den Raum. Die Dienstmagd zog einen Stuhl für sie zurück, damit sie sich setzen konnte, bevor sie sich entschuldigte und den Raum verließ.
Davian blickte von seinem Platz auf und starrte sie an.
„Warum starrst du mich an? Ist etwas auf meinem Gesicht?“, fragte Viella und berührte ihr Gesicht.
„Nichts, eigentlich. Ich bewundere nur deine Schönheit“, antwortete Davian.
„Pff. Bewunderung, dass ich nicht lache“, schnaubte Viella.
Viella öffnete den Teller mit dem Essen vor sich und begann zu essen, wobei sie sich den Mund vollstopfte.
„Langsam. Das Essen hat keine Beine. Es gehört alles dir“, lachte Davian, während er beobachtete, wie sie sich einen weiteren Bissen in den Mund stopfte.
Viella blickte von ihrem Essen auf und sah ihn finster an.
Davian nahm einen Bissen von seinem eigenen Essen, bevor er die Gabel ablegte. Er räusperte sich und fragte:
„Ich habe gehört, dass du die Dienstmagd abgewiesen hast, die dir beim Baden helfen wollte. Warum?“
„Ich habe Hände“, antwortete Viella und legte ihre Gabel hin.
„Nun, du solltest dich jetzt daran gewöhnen. Ich möchte nicht, dass du dich anstrengst“, sagte Davian, nahm seine Gabel wieder auf und aß weiter.
„Ich will einfach nach Hause. Ich bin es leid, hier zu bleiben. Ich will einfach frei sein“, flehte Viella, während ihre Augen sich mit Tränen füllten.
„Ja, du kannst hingehen, wohin du willst“, antwortete Davian, ohne den Kopf von seinem Essen zu heben.
Viella atmete aus, ein kleines Lächeln auf dem Gesicht.
„Meine Wachen werden dir folgen“, fügte er hinzu.
„Was?“, platzte Viella heraus, während sie ihn mit weit aufgerissenen Augen anstarrte.
Viella betrat das Badezimmer und blieb dort eine Weile stehen. Sie öffnete die Tür der Toilette ein wenig, um zu sehen, ob sie jemand beobachtete. Als sie glaubte, dass die Luft rein war, schlich sie sich zu der Hintertür, die teilweise hinter einem kleinen Flur neben der Toilette verborgen war. Sie wollte gerade die Türklinke drücken, als sie hinter sich eine Stimme hörte.„Ma’am, was machen Sie hier?“, fragte eine weibliche Mitarbeiterin sie.Viella drehte sich zu ihr um, ihre Augen huschten von einer Seite zur anderen, während sie nach einer möglichen Erklärung suchte. „Ähm … ich … eigentlich suche ich die Toilette, also … ist das hier nicht die Toilette?“Viella fragte und zeigte auf die Tür hinter sich. Die Mitarbeiterin antwortete: „Ma’am, das ist nicht die Toilette“, und zeigte dabei auf die Toilette, die sich in der Nähe der Tür befand, die Viella zuvor hatte öffnen wollen.Viella bedankte sich bei ihr, während sie auf die Toilette zuging und dabei beobachtete, wie die Mitarbe
„Dieser Mann ist ein Mistkerl. Arghhhhh. Wie kann er es wagen? Wie soll ich dieses Haus verlassen, wenn mir überall Wachen folgen sollen?“ Viella schrie, während sie nach ihrer Rückkehr von ihrem Frühstück in ihrem Zimmer auf und ab ging.Sie setzte sich mit geballter Faust auf ihr Bett und kochte vor Wut und Verbitterung, während eine Träne über ihre Wange lief.„Oh Gott, was habe ich getan, um das zu verdienen? Mein Vater sollte diejenige sein, die seine Sauerei beseitigt, nicht ich. Es ist noch nicht vorbei, bis ich sage, dass es vorbei ist. Davian Reis, warte nur ab.“Davian saß in seinem Arbeitszimmer und beobachtete auf dem Bildschirm vor sich durch die Überwachungskamera in Viellas Zimmer alles, was dort geschah, während ein schelmisches Funkeln in seinen Augen tanzte.„Mal sehen, wie weit du gehen wirst, um deine Freiheit zu erlangen, kleiner Vogel.“ Er schloss seinen Laptop und ging hinaus, um den Kopf freizubekommen.♡♡Die Tage vergingen schnell. Dann kam die nächste Woche,
Viella wachte an diesem Morgen auf der weichen Matratze auf, auf der sie geschlafen hatte.„Wo bin ich?“, dachte sie, nachdem sie die Augen geöffnet hatte. Sie sah sich im Zimmer um und versuchte, sich daran zu erinnern, wie sie hierhergekommen war, bis sie sich plötzlich an die Ereignisse des vergangenen Tages zu erinnern begann.„Ohhh“, dachte sie traurig nach diesem kurzen Moment der Erkenntnis.„Wenn mein Vater nur nichts mit diesem Teufel zu tun gehabt hätte“, dachte sie laut vor sich hin.Sie zog die Decke von sich und stand vom Bett auf.Sie ging zum Badezimmer und drückte die Türklinke herunter.Als sie die Tür öffnete, verschlug es ihr beim Anblick den Atem. Das Badezimmer war ein atemberaubend weitläufiger Raum aus weißem und goldenem Marmor. Es gab eine freistehende Badewanne, eine gläserne Regendusche und einen Waschtisch, auf dem luxuriöse Parfums und Hautpflegeprodukte standen. Ihr Blick wanderte zur linken Seite des Badezimmers, wo flauschige Handtücher auf beleuchteten
Viella nahm das Dokument vom Tisch und starrte darauf. Ihre Sicht verschwamm, während sich Tränen in ihren Augen sammelten. Sie nahm einen Stift vom Tisch, ihre Hände zitterten darum.‚Muss ich das wirklich tun?‘, dachte sie bei sich, während sie den Griff um den Stift fester schloss.Sie führte den Stift näher an das Papier, um das Dokument zu unterschreiben, hielt jedoch inne und senkte den Stift langsam wieder auf den Tisch.Sie hob den Kopf und sah ihre Eltern an. Sie sah ihre Mutter an, die ihre Tränen mit den Ärmeln ihrer Bluse abwischte, bevor ihr Blick schließlich auf ihrem Vater ruhte.„Papa.“ Sie rief ihn mit gebrochener Stimme … „Wenn ich das tue, versprich mir, dass du mich nie wieder um etwas bittest.“„Viella …“, stammelte ihr Vater.„Nenn meinen Namen nicht. Bitte, versprich es mir einfach“, sagte sie unter Tränen.Ihr Vater sagte nichts. Er sah nur weg, unfähig, ihrem Blick standzuhalten.Viella schluckte den Kloß in ihrem Hals hinunter, unfähig, die Tränen aufzuhalten
Kapitel 1: Die SchuldEs klopfte nicht besonders laut an der Tür. Viella war in der Küche und spülte das Geschirr.Sie spähte aus der Küche und beobachtete, wie die Zeitung in den Händen ihres Vaters zitterte. Er bewegte sich nicht von seinem Platz, während er die Zeitung, in der er nur so tat, als würde er lesen, senkte.„Dad. Willst du nicht aufmachen?“Er sah sie an, als hätte sie ihn gebeten, ins Feuer zu gehen.Es klopfte erneut, diesmal etwas lauter. Die Stimme ihrer Mutter brach aus dem Flur.„Mach nicht auf. Viella, bitte, mach diese Tür nicht auf.“Doch ihr Vater war bereits aufgestanden und wischte seine verschwitzten Handflächen an seinem Hemd ab.Dann ging er, um die Tür zu öffnen.Viella kam aus der Küche und fragte sich, warum ihre Mutter sie gebeten hatte, die Tür nicht zu öffnen.Die Tür öffnete sich, und Viella erwartete Geschrei oder sogar einen Schuss.Stattdessen kam ein Mann herein, dessen Hände in den Taschen seines Mantels steckten, der so aussah, als hätte er m







