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Kapitel 2

Penulis: Emilia
Ich stand vor dem Spiegel und betrachtete mich. Meine Haut war hell und zart, meine Figur an den richtigen Stellen kurvenreich – jeder hätte mich eine Schönheit genannt.

Und trotzdem wollte mich niemand. Ich war darauf reduziert, mir selbst zu helfen.

Vor dem Spiegel hob ich ein Bein an, biss mir auf die roten Lippen und ließ mich gehen.

Als ich daran dachte, dass Helga gerade vorgeschlagen hatte, Thomas solle sich eine Prostituierte suchen, hätte ich am liebsten hineingestürmt und gerufen: Such nicht weiter – nimm mich!

Ich war sauberer als jede Nutte, und vor allem: Ich brauchte es viel dringender!

Mein Gott, was dachte ich da nur? Das war mein Schwiegervater!

Je mehr ich versuchte, nicht daran zu denken, desto weniger konnte ich widerstehen. Schließlich entfuhr es mir sogar:

„Thomas… ah… Thomas… nimm mich… nimm mich hart…“

Die verbotene Erregung und der Wahnsinn ließen mich so aufgeregt sein wie nie zuvor. Meine Finger bewegten sich immer schneller, immer heftiger.

Ich bemerkte nicht, dass meine Stimme bereits unerträglich laut geworden war.

Bis die Badezimmertür plötzlich leise aufgeschoben wurde.

Vor Schreck wurde ich kreidebleich und hielt sofort inne. Gleichzeitig öffnete ich die Augen. Ich wollte den Mund schließen, konnte aber ein lustvolles Stöhnen nicht unterdrücken.

Unsere Blicke trafen sich. Ich wäre am liebsten im Boden versunken – der Eingetretene war niemand anderes als mein Schwiegervater.

Als ich sah, wie sein Blick sich verdunkelte, wurde mir bewusst, dass mein Nachthemd noch um meine Knöchel hing…

Ich hatte gerade so laut gestöhnt – er musste alles durch die Tür gehört haben. Und nun sah er mich in dieser schändlichen Pose. Selbst ein Dummkopf hätte gewusst, was ich gerade getan hatte.

Ich wollte sterben – er war Markus’ Vater!

Mein Schwiegervater.

Ich hatte gerade seinen Namen gerufen, während ich mir Lust verschaffte. Ich hatte ihn sogar angefleht, mich hart zu nehmen.

Er hatte bestimmt alles gehört und sich zusammengereimt, dass ich an ihn gedacht hatte, während ich mich selbst befriedigte.

Wir lebten unter einem Dach – wie sollte ich ihm je wieder unter die Augen treten?

Er würde mich für eine schamlose Frau halten, die es auf ihren eigenen Schwiegervater abgesehen hatte.

Hastig zog ich mein Kleid hoch und bedeckte die triefende Stelle.

Vor Scham glühte mein Gesicht. Mit gesenktem Kopf flüsterte ich: „Thomas, es… es tut mir leid…“

„Du verachtest mich jetzt bestimmt…“

„Nein“, erwiderte Thomas sanft und fürsorglich. „Aber hattest du Streit mit Markus? Warum…“

Zum Glück erwähnte er nicht, dass ich seinen Namen gerufen hatte. Ob er es wirklich nicht gehört hatte oder nur so tat, wusste ich nicht.

„Ich…“

Mit rotem Gesicht stotterte ich, Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn.

Als ich an Markus’ angewiderten Blick und all die qualvollen Nächte dachte, wollte ich am liebsten alles gestehen und Thomas bitten, mich zu untersuchen.

Doch die Worte blieben mir im Hals stecken.

„Was ist denn los? Erzähl es mir – ich kann dir bestimmt helfen.“

Er trat langsam näher und legte mir behutsam eine Hand auf die Schulter. Sein Gesichtsausdruck war warm und beruhigend.

Seine reife, gefasste Ausstrahlung gab mir plötzlich ungeheuren Mut.

Schließlich senkte ich mit glühenden Wangen den Kopf tief und schilderte ihm mit leiser, stockender Stimme mein beschämendes Problem.

Er schien überrascht. Er sagte, die Vaginalmuskulatur sei normalerweise sehr elastisch – selbst nach einem Riss und Nähen erhole sie sich in der Regel.

Dass ich keinerlei Spannung mehr hatte, sei äußerst selten.

„Lass mich mal sehen. Ich schaue mir an, wie es genau aussieht.“

Was? Ich glaubte, mich verhört zu haben.

Gerade eben, ermutigt durch seine Worte, hatte ich mir ein Herz gefasst und ihm von meinem Problem erzählt. Aber ihm dort unten alles zu zeigen – das konnte ich wirklich nicht.

Als er mein Zögern bemerkte, erklärte er geduldig:

„Dass dir das unangenehm ist, verstehe ich. Ich bin schließlich ein Mann und obendrein Markus’ Vater. Aber ich bin Arzt – Gynäkologe. Ich habe schon unzählige Frauen gesehen. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.“

Da ich immer noch zauderte, fügte er hinzu: „Weißt du was? Wenn es dir so peinlich ist, helfe ich dir.“

Kaum hatte er ausgesprochen, hob er mich auf den Waschtisch.

Bevor ich reagieren konnte, hatte er mir bereits das Kleid hochgeschoben.

Mein Höschen hatte ich irgendwann ausgezogen – nun lag ich völlig entblößt vor ihm.

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