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Kapitel 3

last update publish date: 2026-05-26 05:28:03

Eileen.

Ich wurde aus dem Whitmore-Anwesen geworfen, als wäre ich nichts.

Mein Körper schlug auf dem harten Asphalt auf, scharfer Kies schnitt in meine Handflächen, als die eisernen Tore hinter mir zuschlugen.

Einen Moment lang blieb ich am Boden liegen, Tränen strömten über mein Gesicht, während die grausamen Worte meines Vaters in meinen Ohren nachhallten.

Meine Mutter lag im Sterben.

Und ich war gerade von dem einen Mann abgewiesen worden, der sie hätte retten können.

Ein Schluchzen entriss sich meiner Kehle, während die Panik an meiner Brust krallte.

Was sollte ich jetzt tun?

Wie sollte ich fünftausend Dollar auftreiben, bevor es zu spät war?

Plötzlich vibrierte mein Handy in meiner Tasche. Mit zitternden Händen zog ich es heraus und starrte auf die unbekannte Nachricht.

„Mrs. Hartmann,

Sie werden gebeten, sich bezüglich Ihrer Scheidungsvereinbarung umgehend im Büro von Rechtsanwalt Williams zu melden. Im Namen von Mr. Lukas Hartmann.“

Mein Herz setzte einen Schlag aus.

Die Scheidungsvereinbarung.

Ich wischte mir die Tränen ab und drückte mich auf die Beine, in der Hoffnung, dass ich etwas daraus erhalten könnte – denn das Leben meiner Mutter hing davon ab.

******

Ich erhielt den Standort und machte mich auf den Weg zum Büro seines Anwalts.

Als ich eintrat, riss mir der Schmerz den Boden unter den Füßen weg. Das Mädchen, das auf dem Weg hierher beschlossen hatte, ihr Schicksal zu akzeptieren, war verschwunden.

Er saß direkt dort, hatte seinen Hochzeitsanzug gegen etwas Legeres getauscht, als wäre nichts passiert, als hätte er mich nicht erst heute Morgen geheiratet, während ich immer noch in mein Hochzeitskleid eingeschnürt war.

Sein Blick war starr nach vorne gerichtet, er würdigte mich keines Blickes.

Die Erkenntnis meiner nicht vorhandenen Präsenz traf mich hart.

„Bitte setzen Sie sich“, sagte Anwalt Williams.

Ich machte einen Schritt nach vorne und noch einen, als würde ich sie im Kopf zählen, und setzte mich ihm gegenüber.

Anwalt Williams, ein vornehmer Mann mit ergrautem Haar und silberner Brille, öffnete die Scheidungsunterlagen und legte sie ordentlich auf den Schreibtisch.

„Mr. Hartmann, unterschreiben Sie hier“, sagte er und deutete auf die Unterschriftszeile.

Ich konnte mein Herz förmlich in der Brust hämmern hören.

Eine unrealistische Vorstellung keimte auf, dass er nicht unterschreiben würde, dass er verkünden würde, es sei alles nur ein Streich gewesen.

Die Erinnerung daran, wie ich seinen Namen auf der Akte sah, dass ich ihn heiraten würde. Die Freude in meinem Gesicht.

Die Erinnerung an jene Nächte, in denen ich heimlich sein I*******m-Profil bewunderte und mir einen gemeinsamen Moment wünschte, nachdem er mir Freundlichkeit gezeigt hatte, als alle anderen mich verließen.

Damals hatte alles begonnen, und hier war er nun und ließ sich am selben Tag von mir scheiden, an dem er mich geheiratet hatte.

Lukas nahm den Stift ohne ein Wort. Sein Gesicht war kalt und unlesbar, sein Ausdruck distanziert, als bedeuteten diese Ehe und ich ihm nichts. Er unterschrieb zügig und schob die Papiere zurück.

Ich fühlte, wie mein Herz zerbrach, in tausend Stücke zerfiel.

Nicht ein einziges Mal sah er mich an.

Ich wischte mir kurz über die Augen und schniefte leise. Die Hoffnungen waren dahin.

Der Blick des Anwalts traf den meinen, und ein Aufflackern von Mitleid huschte über sein Gesicht.

Er drehte die Dokumente zu mir und schob den Stift sanft über den Tisch.

„Mrs. Hartmann“, sagte er leise, „bitte unterschreiben Sie hier.“

Ich nahm den Stift und unterschrieb mit zitternden Händen auf der leeren Stelle neben seiner Unterschrift, während eine Träne von meinen Augen auf das Papier tropfte.

„Es ist erledigt“, sagte er, „alle notwendigen Informationen werden Ihnen zugestellt.“ Er entließ uns.

Plötzlich piepte mein Handy auf meinen Oberschenkeln, und ich griff danach.

Eine E-Mail.

Mein Atem stockte, als ich die Nachricht öffnete.

„Miss Eileen Hartmann, hier ist das Stadtkrankenhaus. Bitte kehren Sie umgehend wegen des Zustands Ihrer Mutter zurück. Es ist dringend.“

Mein Herz bebte, als ich aufsprang. „Entschuldigen Sie...“, flüsterte ich mit brechender Stimme, während ich zur Tür eilte.

Weder Lukas noch der Anwalt reagierten, als ich hinausstürmte.

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