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作者: MariaRashin
last update publish date: 2026-09-11 00:25:39

„Mommy weiß es?" Rorys ganzer Körper wurde taub bei dem, was sie hörte. Es fühlte sich an, als hätte sogar ihr Atem aufgehört. Sie konnte nicht glauben, was sie hörte.

„Alana, Schatz … Du weißt, dass deine ältere Schwester diejenige ist, die uns versorgt. Sie arbeitet für uns und für die Schulden deines Vaters. Was, wenn sie herausfindet, dass du sie getäuscht hast? Dass du mit ihrem Freund geschlafen hast? Und dass du ihn sogar hinter ihrem Rücken geheiratet hast? Ich weiß … du bist jetzt Richards Frau. Aber deine Schwester ist diejenige, die deine Schwiegereltern eigentlich wollen. Und ich bin sicher, Richard wird uns nicht bei den Schulden deines Vaters helfen können. Shh … wein nicht, Schatz. Das ist schlecht für mein Enkelkind. Okay, ich lege jetzt auf. Deine Schwester könnte bald kommen. Und bitte, geh später nach Hause. Sie könnte nach dir suchen."

Rory konnte nicht mehr ertragen, was sie hörte. Ihr ganzer Körper zitterte, als sie aus ihrer Wohnung trat. Es war ein totales Déjà-vu. Genau dasselbe war ihr gestern passiert, als sie ihren Freund erwischt hatte. Jetzt hatte sie gerade ihre Mutter dabei erwischt, wie sie mit ihrer Schwester sprach – und ihre Mutter wusste die ganze Zeit über alles Bescheid. Welches Unglück und welches Leid sollte Rory noch ertragen?

Rory wusste nicht, wohin ihre Füße sie trugen. Sie ging einfach und ging. Bis ihre Beine müde wurden und sie sich auf eine Bank setzte. Ihr Herz fühlte sich schwer und zerbrochen an, doch sie brachte es nicht fertig zu weinen; dennoch brannte ihr ganzer Körper vor Wut und Schmerz.

„Wie konnte Mommy mir das antun?", dachte Rory voller Unglauben.

Sie wusste, dass ihre Mutter Alana oft bevorzugte, aber Rory hätte nie gedacht, dass ihre Mutter selbst in einer Situation wie dieser immer noch auf der Seite ihrer Schwester stehen würde. Liebte ihre Mutter ihre Schwester so sehr? War ihre Mutter wirklich so herzlos, wenn es um sie ging?

Rory vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Was sollte sie jetzt tun? Alle konfrontieren? Ihnen sagen, dass sie von all ihrem Verrat und Betrug wusste? Oder Rache suchen? Aber konnte sie wirklich den Menschen wehtun, die sie liebte?

Nachdem sie ein paar Minuten leer vor sich hin gestarrt hatte, stand Rory auf und beschloss zu gehen. Sie hatte ihr Auto nicht bei sich – nur ihr Handy. Also ging Rory einfach weiter und versuchte angestrengt, den Weg zurückzuverfolgen, den sie zuvor genommen hatte. Es dauerte fast eine Stunde zu Fuß, bis sie schließlich vor einem riesigen Tor ankam.

Sie atmete tief durch, bevor sie sich entschied, die Türklingel zu drücken. Einen Moment später öffnete sich das Tor, und Rory trat ein. Mit jedem Schritt, den sie machte, wurde ihr Atem schwerer.

Rory war der Typ Mensch, der immer alles durchdachte, bevor er handelte. Aber bei allem, was passiert war, bei all den schmerzhaften Wahrheiten, die sie aufgedeckt hatte … würde sie wirklich priorisieren, nachzudenken? Oder würde sie ihr Herz die Wahl treffen lassen?

Rory blieb vor der Tür stehen und klopfte sanft. In nur wenigen Sekunden öffnete sich die Tür, und ein Hausmädchen begrüßte sie.

Die Frau lächelte Rory an. „Rory, der Herr erwartet dich."

Rory schluckte schwer und zwang sich zu einem schwachen Lächeln. „O-okay."

Die Frau führte Rory zur Treppe, und Rory folgte ihr schweigend. Als sie den zweiten Stock des Hauses erreichten, blieben sie vor einer Tür stehen.

Die Frau drehte den Türknauf und sah Rory an. „Der Herr ist drinnen. Du kannst hineingehen."

Rory nickte. „Danke."

Rory umklammerte den Türknauf fest, bevor sie die Tür langsam aufschob. Drinnen wurde sie von einem geräumigen Zimmer empfangen, das von hohen Bücherregalen und großen Fenstern umgeben war. In der Mitte saß ein älterer Mann in einem Ledersessel – sein Haar war von Grau durchzogen, doch er strahlte immer noch eine unbestreitbare Autorität aus. Es war Mr. Niccolo Dimitrios.

Als er Rory sah, legte der alte Mann das Buch, das er las, beiseite und lächelte leicht.

„Rory", begrüßte Mr. Dimitrios sie mit tiefer, ruhiger Stimme. „Setz dich. Ich habe nicht erwartet, dich heute zu sehen, besonders da dein Besuch nicht im Terminplan stand."

Rory ging hinein und zwang sich, jeden Schritt zu stabilisieren. Sie setzte sich auf das Sofa ihm gegenüber, obwohl sie immer noch spüren konnte, wie ihre Hände zitterten. Sie verschränkte die Arme um sich, um es zu verbergen.

„Guten Tag, Mr. Dimitrios", antwortete Rory leise.

Der alte Mann musterte Rorys Gesicht aufmerksam. Mr. Dimitrios war geschickt darin, Menschen zu lesen, und er bemerkte sofort ihre Blässe und die schiere Erschöpfung in ihren Augen.

„Wie geht es dir? Du siehst aus, als kämst du gerade von einem massiven Streit oder einer sehr langen Reise. Möchtest du nicht zuerst etwas Wasser oder Kaffee?", bot der alte Mann an und deutete auf den Beistelltisch.

Rory schüttelte den Kopf. „Mir geht es gut, Sir. Danke. Es tut mir leid, dass ich so plötzlich ohne Vorankündigung vorbeikomme."

„Das ist in Ordnung. Ich heiße immer Besucher willkommen, besonders dich", antwortete Mr. Dimitrios ernst. Er lehnte sich zurück und sah Rory direkt an. „Also, sag mir … wie kann ich dir heute helfen? Was führt dich hierher?"

Rory atmete tief durch. All die Zweifel in ihrem Kopf verschwanden. Wenn es Herzlosigkeit erforderte, um Rache zu nehmen und wieder aufzustehen, war sie bereit, zu Stein zu werden.

Sie sah Mr. Dimitrios direkt in die Augen.

„Ich will deinen Sohn heiraten", erklärte Rory unverblümt. Kein Stottern, kein Zögern. „Ich nehme dein Angebot an. Im Gegenzug … hilf mir."

Mr. Dimitrios hob leicht eine Augenbraue. Er war überrascht von ihrem plötzlichen Sinneswandel, da sie noch vor ein paar Tagen die Vereinbarung entschieden abgelehnt hatte.

„Das ist eine große Veränderung, Rory", bemerkte der alte Mann vorsichtig. „Als wir das letzte Mal sprachen, schienst du bereit zu vergeben, und du wolltest keine arrangierte Ehe eingehen. Was ist passiert?"

Rory lächelte bitter. „Ich will nicht mehr die Närrin spielen. Ich will es ihnen heimzahlen."

Mr. Dimitrios' Miene wurde ernst. Er verstand sofort die schwere Prüfung, die sie durchmachte.

„Ich verstehe", antwortete der alte Mann. „Du willst Hilfe, um Rache zu nehmen?"

Rory schluckte schwer. „J-ja."

Mr. Dimitrios starrte sie einen Moment lang an, bevor er langsam nickte.

„Ich habe dir meinen Sohn angeboten, weil ich weiß, dass du die Einzige bist, die vernünftig und geerdet genug für ihn ist. Du bist die perfekte Schwiegertochter, von der ich geträumt habe", erklärte der alte Mann. „Wenn du zustimmst, helfe ich dir nicht nur. Ich gebe dir Macht, Rory. Der Name Dimitrios allein reicht aus, um sicherzustellen, dass niemand dich jemals wieder mit Füßen treten wird. Nicht deine Familie, und nicht dein Ex-Freund."

„Ich akzeptiere all deine Bedingungen", antwortete Rory schnell. „Ob ich eine gute Ehefrau auf dem Papier oder vor den Medien sein muss, ich werde es tun. Sorg nur dafür, dass du mir hilfst, und dass diese Vereinbarung streng zwischen uns bleibt."

Mr. Dimitrios bot ein geheimnisvolles Lächeln. Er nahm einen Ordner von seinem Schreibtisch und legte ihn vor Rory.

„Du bist klug, Rory. Und ich mag das Feuer, das ich jetzt in deinen Augen sehe", sagte der alte Mann, als er langsam seine Hände zusammenlegte. „Ich werde dir helfen. Ich werde alle Schulden deiner Familie begleichen, und ich werde das gesamte Geschäft deines Vaters wieder auf deinen Namen übertragen. Sie werden diejenigen sein, die dich anflehen."

Rory atmete lange durch und spürte, wie ihre Hände eiskalt wurden. „Wann ist die Hochzeit?"

Mr. Dimitrios stand auf und ging langsam zum Fenster, wo er hinaus auf den weiten Hof seiner Villa blickte.

„Die Hochzeit zu arrangieren wird schnell gehen, Rory. Aber bevor ich all die Schecks für deine Familie unterschreibe …" Der alte Mann drehte sich langsam wieder zu ihr um, alle Spuren von Humor waren aus seinem Gesicht verschwunden. „Gibt es noch eine Bedingung, die ich dir noch nicht genannt habe."

Rorys Stirn runzelte sich, ihr Herz schlug schneller. „W-welche Bedingung?"

Ein kaltes Lächeln berührte Mr. Dimitrios' Lippen. „Mein Sohn … hat seine Meinung geändert. Er hat plötzlich keine Absicht mehr, dich zu heiraten – oder überhaupt jemanden. Also sag mir, Rory … wie gedenkst du ihn dazu zu bringen, dich zu heiraten?"

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