LOGINDon GeorgeIch stand im Wohnzimmer und bemühte mich, meinen Ärger zu unterdrücken. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Sonya hier auftauchen würde. Ehrlich gesagt hatte ich Gigi und Gabriel eigentlich wegschicken wollen, weil ich das Gefühl hatte, dass ihnen etwas Seltsames auffiel. Und nun tauchte plötzlich meine Ex-Frau auf.Ich seufzte, als ich sie ansah. Ich war nicht wütend, nur weil ich sie sah; ich hatte mit Sonya längst abgeschlossen. Zwischen uns war alles schon vor Ewigkeiten vorbei gewesen. Das Problem war … ich kannte diese Frau.Sie war unglaublich aufmerksam. Wenn ihr in diesem Haus etwas Ungewöhnliches auffiel, würde sie sicher nicht eher ruhen, bis sie herausgefunden hatte, was es war.Und genau das wollte ich verhindern.Besonders jetzt, wo Elena nicht da war.Wäre meine Frau hier gewesen, hätte ich die Situation vielleicht etwas leichter meistern können. Aber so … schien alles noch chaotischer zu sein.Sie stand mit verschränkten Armen da und grinste, als würde sie
SonyaMein Wagen kam vor dem großen Tor von Georges Anwesen zum Stehen. Ich lehnte mich langsam im Sitz zurück und betrachtete das Haus vor mir. Es war riesig, modern und offensichtlich ein Neubau – weitaus prachtvoller als das Haus, in dem wir während unserer Ehe gelebt hatten.„Das ist also dein neues Zuhause, George“, flüsterte ich vor mich hin.Ich blieb noch einen Moment im Auto sitzen, bevor ich die Tür öffnete und ausstieg. Ich strich mir das Haar zurecht und rückte meinen Mantel gerade, ehe ich auf das Tor zuging.Als ich näher kam, bemerkten mich zwei ältere Hausangestellte, die im Garten arbeiteten. Ich erkannte sie sofort.Manang Imelda und Manang Carol.Beide unterbrachen ihre Arbeit und blickten zu mir herüber; sie wirkten sichtlich überrascht.„Madam … Sonya?“, sagte Manang Imelda und starrte mich an. „Sind Sie das wirklich?“Ich nahm die Sonnenbrille ab und nickte. „Ja, ich bin es“, sagte ich.Manang Carol war geradezu sprachlos, während sie mich ansah.„Madam … wir dac
MarkVor lauter Schmerz spürte ich mein Gesicht kaum noch. Mein Mund und meine Wangen fühlten sich geschwollen an – die Folge der Schläge, die mir Mr. Lims Männer verpasst hatten. Ich rang nach Luft, während sie mich aus dem Casino zerrten.„Boss … warten Sie kurz …“, keuchte ich; mein Körper schleifte fast über den Boden.Doch es war, als würden sie mich gar nicht hören. Sie hielten meine Arme fest im Griff, während sie mich nach draußen schleppten.Draußen stießen sie mich zur Seite. Vor Schwindel wäre ich beinahe zu Boden gesackt.Mr. Lim trat auf mich zu. Er funkelte mich an, als wollte er mich umbringen.„Nun?“, sagte er kalt. „Wo ist mein Geld? Wie willst du bezahlen?“Ich biss mir auf die Lippe. Ich konnte noch immer das Blut in meinem Mund schmecken.„Boss … meine Sugar Mommy ist da“, sagte ich und mühte mich ab, aufzustehen. „Sie ist diejenige, die bezahlen wird. Sie ist gerade im Hotel.“Mr. Lim runzelte die Stirn.„Bist du sicher?“, fragte er.„Ja, Boss“, antwortete ich has
ElenaAls ich am nächsten Morgen aufwachte, fühlte sich mein Kopf an, als würde er gleich explodieren. Ich fühlte mich schwer, und der Raum schien sich zu drehen. Ich hielt mir die Stirn und ließ die Augen geschlossen. Ich konnte nicht sagen, ob es an der Menge Alkohol lag, die ich am Vorabend getrunken hatte, oder an dem Stress, als mir klar wurde, dass das Geld, das ich Don George gestohlen hatte, fast aufgebraucht war.Ich seufzte und setzte mich langsam im Bett auf. Meine Haare waren zerzaust, und ich spürte noch immer die Erschöpfung in meinem Körper.„Tsk … mein Kopf tut weh“, flüsterte ich vor mich hin.Als ich die Augen öffnete, suchte ich sofort nach Mark neben mir, doch er war nicht da. Ich runzelte die Stirn und blickte zur anderen Seite des Bettes.„Wo ist er denn jetzt hin?“Ich sah mich im Zimmer um. Es war still, also stieg ich aus dem Bett und ging direkt ins Badezimmer. Ich öffnete die Tür und spähte hinein.„Mark?“, rief ich.Doch es kam keine Antwort. Er war auch ni
SonyaIch starrte auf mein Handy und wartete darauf, dass Gabriel und Gigi den Videoanruf annahmen. Ich hatte meine Kinder seit gestern Abend mehrmals angerufen, doch erst jetzt gingen sie ran. Ich wusste, dass es genau der richtige Zeitpunkt war, damit sie bei ihrem Vater waren; genau deshalb hatte ich sie ja dorthin geschickt.Nach wenigen Sekunden erschien Gigis Gesicht auf dem Bildschirm. Ihre Haare waren etwas zerzaust – sie war offensichtlich gerade erst aufgewacht.„Mama“, sagte sie.Gabriel trat hinter sie.Ich redete nicht lange um den heißen Brei herum.„Habt ihr es schon geschafft, euren Vater umzustimmen?“, fragte ich sofort. „Kann ich jetzt zur Villa zurückkehren?“Ich bemerkte, wie Gigi sofort die Stirn runzelte.„Noch nicht, Mama“, antwortete sie. „Es scheint schwieriger zu sein, ihn umzustimmen, als wir dachten.“Ich zog die Brauen zusammen.„Warum?“, fragte ich.„Weil seine Stieftochter hier ist“, sagte Gigi.„Stieftochter?“, wiederholte ich.„Das Kind seiner neuen Fr
ElenaMark und ich starrten uns benommen an, während wir noch immer am Casinotisch saßen. Wir waren schon seit Stunden dort; ich hatte völlig das Zeitgefühl verloren. Es kam mir vor, als hätte sich unsere ganze Nacht nur darum gedreht, Karten in der Hand zu halten, dem Roulettekessel zuzusehen und an der Hoffnung festzuhalten, dass der nächste Einsatz endlich gewinnen würde.Aber nichts.Verlust auf Verlust.Gerade hatten wir innerhalb weniger Minuten weitere fünf Millionen verloren. Ich starrte auf den Tisch, während der Croupier unsere Jetons abräumte. Ich fühlte mich völlig ausgelaugt.„Scheiße …“, flüsterte ich.Ich biss mir auf die Lippe und rang nach Luft. Meine Brust schnürte sich schon seit einer Weile bedrohlich eng zusammen.„Ganz ruhig“, sagte Mark und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Beim nächsten Mal holen wir das wieder rein.“Ich sah ihn an. Ich wollte ihn anschreien, aber mir fehlte die Kraft dazu.„Das sagst du ständig“, erwiderte ich. „Aber was passiert? Nichts a







