Share

Alles von mir

Author: Juno Sparks
last update publish date: 2026-07-21 07:20:55

Cellies Sicht

Ich bereute den Moment, in dem ich die Augen öffnete. Licht, grell und hart, brach in die Dunkelheit wie eine Bombe ein. Es stach in mein Sichtfeld und zwang mich zu blinzeln und zurückzuweichen. Der schroffe Kontrast zwischen der stillen Schwärze, in der ich gewesen war, und dieser scharfen Helligkeit ließ mich desorientiert zurück. Als sich meine Augen langsam anpassten, begann die Decke über mir klarer zu werden, mein benommener Geist arbeitete wie ein Puzzle daran, herauszufin
Continue to read this book for free
Scan code to download App
Locked Chapter

Latest chapter

  • Sündhaft Dein: Mein Stiefbruder   Wundertrank 3

    Cellies POVIch sah aus wie die perfekte Flüchtige: riesiger Mantel, schwarze Sonnenbrille, Gesichtsmaske und ein schwarzer Hut. Ich war im Grunde die bildliche Darstellung des Begriffs.Ich lebte meinen ganz eigenen James-Bond-Moment, seit ich aus Dianas Wohnung getreten war und meinen Hintern quer durch die Stadt befördert hatte. Die Busfahrt war seltsamerweise zugleich die kürzeste und die längste meines Lebens. Die kürzeste, weil ich es kaum erwarten konnte, auszusteigen und in die Innenstadt zu gehen, wo die Cosa Nostra am stärksten operierte. Die längste, weil ich mich selbst folterte, indem ich rätselte, welcher Fahrgast ein von Demetrio geschickter Undercover-Agent war, der mich verfolgen und entführen sollte.Der Versuch, Normalität zu spielen, war ein totaler Reinfall. Ich entdeckte, wie schwer das war, besonders wenn man so von Paranoia durchsetzt war wie ich. James Bond ließ es sicherlich leicht aussehen.Der Rest meines Wegs zur Mall war ein überreizendes Erlebnis. Ich ha

  • Sündhaft Dein: Mein Stiefbruder   Wundertrank 2

    Demetrios POVCadains Augen wurden doppelt so groß, als er die Tür seiner Eigentumswohnung öffnete und mein Gesicht sah. „DeLeon, was machst du …"Ich schob seinen halbnackten Hintern beiseite und betrat die Wohnung. „Wo ist sie?"Cadain stellte sich mir in den Weg. „Wo ist wer?"Ein Muskel zuckte in meinem Kiefer. „Du weißt, von wem ich rede."Seine Stirn legte sich in Falten, dann dämmerte es ihm. „Cellie?"„Ja, Cellie. Die, die du zu entführen versucht hast."Ein boshaftes Lachen erschütterte seine nackte Brust. „Kaum, wenn sie freiwillig mit mir ins Auto gestiegen ist, was sie getan hat. Du bist derjenige, der sie entführt hat."Mein Blick verfinsterte sich. „Wo ist sie?"Er trat näher. „Das sollte ich dich fragen. Wahrscheinlich hast du sie irgendwo eingesperrt."Ich warf ihm einen langen, harten Blick zu, und ohne wegzusehen, befahl ich: „Beginnt die Suche."Meine Männer stürmten herein und begannen, sich in jede Ecke der Wohnung zu verteilen.„Hey! Was macht ihr da?!", fauchte

  • Sündhaft Dein: Mein Stiefbruder   Wundertrank

    Cellies POV„Cellie? Was machst du …" Diana verstummte und musterte meine zitternde Gestalt und die umgehängte Reisetasche.„Kann ich reinkommen? Hier draußen ist es eiskalt."Sie trat von ihrer Wohnungstür zurück, damit ich hereinkommen konnte. Ich eilte hinein und stieß einen tiefen Seufzer aus, als mich die plötzliche Wärme der Wohnung umfing.„Was ist los? Warum bist du hier? Sind das Tränen auf deiner Wange? Hast du geweint?"Das Mädchen machte sich ständig Sorgen. Ich betrachtete ihren seidenen Morgenmantel und wurde sofort von Schuldgefühlen erfasst, weil ich sie aus dem Schlaf gerissen hatte.„Könnte ich erst mal ein Glas Wasser haben? Ich habe verdammt noch mal Durst."Diana zögerte einen kurzen Moment, bevor sie ihre Verwirrung abschüttelte. „Oh … klar. Ähm … mach es dir im Wohnzimmer gemütlich, während ich dir ein Glas hole."„Danke, Dee", sagte ich ihr hinterher.Ich machte es mir in ihrem gemütlichen Wohnzimmer bequem und nahm den femininen Raum in mich auf. Diana war der

  • Sündhaft Dein: Mein Stiefbruder   Ein böses Erwachen cont...

    Demetrios POVEntsetzen ließ meine Lunge gefrieren, als mir klar wurde, was Cellie tat.„Cellie."Sie ignorierte mich und machte weiter Gänge zu unserem gemeinsamen begehbaren Kleiderschrank, trug bei jedem Gang neue Stapel Kleidung und warf sie aufs Bett.Mein Herz stolperte vor Panik, als sie diesmal mit ihrer abgewetzten Reisetasche herauskam.Meine Stimme war kaum hörbar. „Was machst du da?"Sie begann, Kleidung in die Tasche zu stopfen. „Wonach sieht es aus, Einstein? Ich gehe."Nein.Ich dachte nicht nach, ich stürzte auf sie zu, um ihr die Tasche abzunehmen.„Lass verdammt noch mal los!", schrie sie, während wir um die alte Tasche rangen.„Das wirst du nicht", presste ich aus meiner angstverstopften Kehle. „Ich lasse es nicht zu. Du gehörst hierher, zu mir."Sie kämpfte hart um die Tasche, die Augen rot vor Wut, ihre tränennassen Wangen heiß vor zornigem Feuer. „Tja, da bin ich anderer Meinung, DeLeon. Ich gehe, und du kannst nichts tun, um mich zum Bleiben zu bringen."Ihr Haa

  • Sündhaft Dein: Mein Stiefbruder   Ein böses Erwachen cont...

    Cellies POV„Soll ich dich nach oben begleiten?", fragte Cadain in dem Moment, als wir in der Tiefgarage vorfuhren.Ich schüttelte den Kopf, mir bewusst, was für eine schlechte Idee das war. Demetrio hatte normalerweise Soldaten, die sich herumtrieben. Es wäre selbstmörderisch für Cadain, mit mir ins Penthouse zu kommen. Außerdem musste ich auf möglichst unauffällige Weise gehen. Ich traute ihnen nicht zu, mich nicht zu packen, sobald sie merkten, dass ich ohne Demetrios Wissen ging.Ich hoffte inständig, dass ich genug Zeit hatte, bevor Demetrio nach Hause kam.„Ich beeile mich", sagte ich.„Ich warte. Aber wenn du nicht in zehn Minuten rauskommst, komme ich rauf."„Cadain …"Die Tür auf seiner Seite wurde aufgerissen, und er wurde herausgezerrt. Er wehrte sich heftig gegen die beiden Männer, die ihn festhielten.„Cellie, schließ die Tür ab!"Panik kribbelte über meine Haut, meine Augen weiteten sich, als Demetrio ins Blickfeld kam, aussehend wie ein sehr wütender Gott.Wie zum Teufe

  • Sündhaft Dein: Mein Stiefbruder   Ein böses Erwachen

    Cellies POVIch wusste nicht, wohin ich ging, hatte keine Ahnung, wo ich war. Ich hatte nur einen einzigen Wunsch, nämlich eine beträchtliche Distanz zwischen mich und das Dinner auf der Terrasse zu bringen.Demetrio heiratet Valentina, Demetrio heiratet Valentina, Demetrio heiratet Valentina. Die Erkenntnis hallte so laut in meinem Gehirn wider, dass ich sie am liebsten herausgekratzt hätte. Ein Stahlband war fest um mein Herz gezogen und quetschte es zu Nichts zusammen.Ich beschleunigte meine Schritte, rannte im Grunde durch die Gänge, bis ich in einem vertrauten Flur landete. Ich schlüpfte in die Bibliothek, schlug die Tür zu und rutschte zu Boden, während gewaltige Schluchzer aus mir brachen.Ich krallte mich an die Brust, spürte körperlichen Schmerz, spürte mein Herz sich verkrampfen und in winzige Stücke brechen. Zuletzt hatte ich mich so gefühlt, als ich mit ansehen musste, wie mein Vater vor meinen Augen starb. Dieser zerschmetternde, erstickende Schmerz des Verlusts.Damals

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status