INICIAR SESIÓNHast du dich jemals gefragt, was passiert, wenn du versuchst, den Teufel auszurauben – und er beschließt, dass du es wert bist, behalten zu werden? Hi, ich bin Rosa. Ich tanze für Geld, stehle, um zu überleben, und vertraue keiner einzigen Seele, die sich mein Vertrauen nicht verdient hat. Als mich also ein Mann mit eiskalten Augen und einem noch kälteren Lächeln beobachtet, als wäre ich das Einzige im Raum, das seine Aufmerksamkeit verdient, tue ich das, was jede vernünftige Frau tun würde. Ich begehe einen gewaltigen, unglaublich dummen Fehler. Alessandro Moretti gehört nicht einfach die Hälfte von Mailand – er ist Mailand. Und jetzt gehöre auch ich ihm. Seine Regeln. Sein Penthouse. Sein Bett. Er selbst. Ich sollte meine Flucht planen. Stattdessen lerne ich, wie sein Name auf meiner Zunge schmeckt, und vergesse allmählich, warum ich überhaupt weglaufen wollte. Er bringt mir bei, dass Überleben nicht dasselbe ist wie Leben, und ich zeige ihm, dass kein Käfig, egal wie vergoldet er auch sein mag, eine Frau halten kann, die sich weigert, sich besitzen zu lassen. Doch als seine Feinde uns beide ins Visier nehmen, muss ich eine Entscheidung treffen: Ist der Mann, der mir meine Freiheit gestohlen hat, es wert, dass ich das Einzige riskiere, was mir noch geblieben ist? Glaub mir, Süße, manche Sünden sind jeden Sturz wert.
Ver másRosas Sicht„Du warst bei Elena. Das ist alles?“Alessandro blickte nicht von dem Glas in seiner Hand auf, als er die Frage stellte. Er stand mit dem Rücken zu ihr am Fenster des Esszimmers. Hinter ihm erstrahlte der Mailänder Dom in goldenem Licht, und seine Worte fielen in die Stille des Raumes wie ein Stein, der in einen tiefen Brunnen geworfen wurde.Rosa blieb unmittelbar hinter der Tür stehen. Ihre Finger schlossen sich fester um den Riemen ihrer Tasche.„Das ist alles.“„Du warst vier Stunden weg.“„Wir haben geredet. Kaffee getrunken. Sie hat ein bisschen geweint.“ Rosa zwang sich zu einem leichten Schulterzucken und hasste, wie steif es sich anfühlte. „Du weißt doch, wie Elena ist.“„Das weiß ich.“ Erst jetzt drehte er sich langsam zu ihr um. Das bernsteinfarbene Getränk in seinem Glas fing das Licht ein, als er es auf dem Tisch abstellte. Seine Augen glitten über ihr Gesicht, als würde ein Mann einen Vertrag Zeile für Zeile lesen und nach einer versteckten Klausel suchen. „I
Rosas Sicht„Du siehst aus, als hättest du nicht geschlafen.“Alessandros Stimme erreichte Rosa am nächsten Morgen beim Kaffee. Sie zwang ihre Hände, die Tasse ruhig zu halten, und zwang ihr Gesicht zu einem Ausdruck, der nicht verriet, dass sie die schlaflose Nacht damit verbracht hatte, auf eine Drohung zu starren, die sich in ihre Gedanken eingebrannt hatte.Wir wissen ganz genau, wo Signora Conti wohnt.„Schlechte Träume“, sagte sie, was nicht einmal gelogen war.„Wegen letzter Nacht?“ Etwas Vorsichtiges huschte über sein Gesicht. Vielleicht Schuldgefühle, weil sie in der Lagerhalle diesen Teil seiner Welt hatte miterleben müssen, weil sie gesehen hatte, zu welchem Mann er hatte werden müssen. „Es tut mir leid, dass du diesen Teil meiner Welt sehen musstest.“„Daran liegt es nicht.“ Rosa stellte die Tasse ab, bevor ihre zitternden Hände sie verrieten. „Mir geht es gut. Wirklich.“Er musterte sie einen Moment länger, als ihr lieb war. Seine dunklen Augen entgingen nichts, und sie z
Rosas SichtRosa traute ihrer Stimme nicht und antwortete deshalb nur mit einem leichten Nicken. Dann verschwand sie im Flur und ließ ihn mit den Geistern allein, die dieser Anruf heraufbeschworen hatte.In dieser Nacht schlief sie nicht. Sie lag wach in dem riesigen, viel zu weichen Bett und lauschte dem gedämpften Klang seiner Stimme, der durch die Wände drang. Tief und eindringlich, gelegentlich scharf, mit etwas darin, das gefährlich nahe an Verzweiflung grenzte. Zum ersten Mal, seit sie vor vier Nächten diese Bühne betreten hatte, fragte sie sich weniger, wie sie Alessandro Morettis Welt entkommen konnte.Stattdessen fragte sie sich zunehmend, was genau dieser Anruf ihn kosten würde.Als die Morgendämmerung grau und kalt über den Türmen des Doms hereinbrach, war seine Stimme verstummt.Rosa war noch immer wach, als sie hörte, wie sich die Tür seines Arbeitszimmers öffnete und seine Schritte unmittelbar vor ihrer Schlafzimmertür innehielten. Einen langen, angespannten Moment blieb
Rosas Sicht„Du hast mir nicht gehorcht.“Alessandros Stimme hallte durch das Penthouse, kaum dass sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte. Sie klang tief und rau, auf eine Weise, die Rosa noch nie zuvor bei ihm gehört hatte. Es war weder der kalte Befehl aus dem Speisezimmer noch das Verlangen aus dem Flur. Etwas anderes lag darin, etwas, das bis zum Zerreißen angespannt war und sich nur mit Mühe zusammenhielt.„Ich wollte nicht einfach hier herumsitzen.“ Rosa erhob sich von dem Sofa, auf dem sie sich eine Stunde lang zusammengerollt hatte, während sie den Schuss in Gedanken immer wieder durchlebte, bis sich der Klang wie eine Rille in ihren Schädel gegraben hatte. „Du hättest getötet werden können.“„Das geht dich nichts an.“„Es ging mich in dem Moment etwas an, als du mich in dein Leben gezerrt hast.“ Ihre Stimme zitterte, doch sie wich nicht zurück. Sie ließ sich auch nicht von der Erinnerung an sein Gesicht auf der anderen Seite der Lagerhalle davon abhalten, jetzt auf ihn zuz











