Die schwangere, zurückgewiesene Luna und der Erbe des Lykan
Ich dachte, die Heirat mit dem Alpha würde mir endlich einen Platz im Rudel geben.
Ich hatte mich geirrt.
In der Nacht unserer Bindung verstieß er mich. Nicht hinter verschlossenen Türen. Nicht mit Mitgefühl. Vor den Augen des gesamten Rudels zerriss er unser Seelenband und beschuldigte mich, das Kind eines anderen Mannes unter dem Herzen zu tragen. Man nahm mir meinen Rang, verbannte mich und ließ mich hochschwanger allein zurück – mit genau dem Erben, den er nicht als seinen anerkennen wollte.
Ich hätte in diesen Wäldern sterben sollen.
Stattdessen wurde ich von jemandem gefunden, der weit gefährlicher war als jeder Alpha.
Der Direwolf-Alpha wird von allen Rudeln gefürchtet. Verbannt. Von Narben gezeichnet. Gnadenlos. Er folgt weder den Gesetzen der Rudel noch beugt er sich dem Schicksal. Als er mich ansieht, erkennt er weder eine schwache Luna ohne Wolf noch eine schutzlose, schwangere Frau.
Er sieht jemanden, den er für sich beanspruchen will.
Während sich mein Körper verändert, verändert sich auch alles, woran ich geglaubt habe. Der Wolf, von dem man mir mein ganzes Leben lang eingeredet hat, dass er nicht existiert, beginnt zu erwachen. Und das Kind, das ich unter meinem Herzen trage, wird zum Mittelpunkt uralter Prophezeiungen und ungeahnter Macht.
Plötzlich will mich das Rudel zurück, das mich einst verstoßen hat. Der Gefährte, der mich vor allen gedemütigt hat, erinnert sich auf einmal wieder an meinen Namen.
Doch der Direwolf-Alpha, der mich für sich beansprucht hat, wird mich niemals freiwillig gehen lassen.
Ich wurde schwanger zurückgewiesen.
Jetzt muss ich entscheiden, wer ich sein will – und für welches Band ich mich entscheide.