Se connecterDer graue Morgen war längst vergangen und doch blieb die Welt innerhalb des Saals in einem toten Zwielicht gefangen. Die volle Kälte aus dem Ostflügel hatte den Raum wie eine unsichtbare Flut erobert und lag jetzt über jedem Stein und jedem Körper. Elara und Thorne knieten noch immer im Zentrum des Kreises und ihre Hände waren so tief ineinander verkrallt dass das Blut aus den erneut aufgerissenen Malen zwischen ihren Fingern gefror bevor es den Boden erreichte. Das silberrote Licht war nur noch ein dünner zitternder Schimmer der gegen den kalten Faden ankämpfte und der Faden selbst hatte sich so eng um den Schimmer gelegt dass er wie eine lebendige Schlinge aussah.Die Stimme hinter dem Riss hatte nach dem einen Wort geschwiegen und doch war ihre Anwesenheit schwerer geworden. Sie lastete auf jedem Atemzug und auf jeder Verbindung im Bund und sie wartete. Elara spürte die Hand des Herrn der Schatten wie eine unsichtbare Klaue die sich langsam um den dünnen Funken legte und sie wusste
Der achte graue Morgen legte sich über Blackthorn Manor und fand den inneren Saal bereits von Kälte erfüllt. Elara und Thorne knieten noch immer im Zentrum des Kreises und hielten den bewussten Strom der Liebe mit einem Willen aufrecht der bereits jenseits jeder menschlichen Grenze lag. Das silberrote Licht flackerte schwach und unregelmäßig und der kalte Faden umschlang es eng und fest und zog langsam zu. Die schwarzen Narben auf ihren Malen waren erneut aufgerissen und bluteten stärker als zuvor. Das Blut vermischte sich mit dem Frost der sich auf dem Steinboden bildete und der Geruch von Eisen und Kälte lag schwer in der Luft.Lira kniete direkt bei ihnen und legte beide Hände auf die blutenden Male obwohl der Frost bereits ihre Finger taub machte. Ihre Stimme zitterte vor Kälte und Erschöpfung. Die Kälte ist im Saal und die Wunden sind wieder offen. Der Strom verliert Substanz über das Blut und gleichzeitig frisst die Kälte die Kraft aus jedem Träger. Wenn wir die Male nicht sofor
Der siebte graue Morgen brach über Blackthorn Manor herein und fand die Dynastie in einem Zustand der kaum noch Leben von langsamem Sterben trennte. Elara und Thorne knieten im Zentrum des Kreises und hielten den bewussten Strom der Liebe mit einem Willen aufrecht der bereits die Substanz ihrer Körper und Seelen verbrauchte. Das silberrote Licht flackerte schwach und unregelmäßig und der kalte Faden zuckte am Rand des Risses und wartete auf die nächste Schwäche. Die schwarzen Narben auf ihren Malen bluteten unaufhörlich und jeder Puls des Stroms riss die offenen Wunden weiter auf. Das Blut hatte eine dunkle Lache unter ihnen gebildet und der Geruch von Eisen und Erschöpfung lag schwer in der Luft des Saals.Lira kniete direkt bei ihnen und legte beide Hände auf die blutenden Male. Ihre Stimme war heiser und roh. Die Wunden schließen sich nicht von allein. Der Strom hält sie offen und die Note nutzt genau das um Substanz abzuziehen. Wenn wir die Male nicht innerhalb der nächsten Stunde
Der sechste graue Morgen legte sich über Blackthorn Manor und fand die Dynastie in einem Zustand der kaum noch von völliger Erschöpfung zu trennen war. Elara und Thorne knieten im Zentrum des Kreises und hielten den bewussten Strom der Liebe mit einem Willen aufrecht der bereits die letzten Reste ihrer Kraft verbrauchte. Das silberrote Licht flackerte schwach aber stetig und der kalte Faden zuckte am Rand des engeren Risses und versuchte sich erneut festzusetzen. Die schwarzen Narben auf ihren Malen bluteten noch immer und jeder Puls des Stroms riss die offenen Wunden erneut auf. Blut tropfte auf den Steinboden und mischte sich mit dem Schweiß der Träger die den Kreis bildeten.Lira kniete direkt bei ihnen und legte beide Hände auf die blutenden Male. Ihre Stimme war roh vor Müdigkeit. Die Wunden schließen sich nicht. Der Strom hält sie offen und die Note nutzt genau das. Jeder Impuls den sie gegen die Male schickt verstärkt den Blutfluss und entzieht dem Bund Substanz. Wenn wir die W
Der Moment dehnte sich und wurde zu einer Ewigkeit aus Kälte und Licht und dem reinen Willen zweier Menschen die bereits alles gegeben hatten und dennoch weitergaben. Elara und Thorne knieten im Zentrum des Kreises und hielten den bewussten Strom der Liebe mit einem letzten Funken der tiefer reichte als Blut und Atem und Seele. Das silberrote Licht flackerte und drohte zu erlöschen und der kalte Faden zog zu und die Gestalt hinter dem geweiteten Riss streckte die Hand aus und berührte fast den Rand des Bundes.Dann geschah es.Die Liebe zwischen Elara und Thorne brach nicht zusammen. Sie entzündete sich. Nicht als berechneter Strom und nicht als bewusster Puls sondern als ursprüngliche Kraft die aus dem Kern dessen kam was sie füreinander waren. Das silberrote Licht flammte auf in einem einzigen grellen Aufblitzen das den gesamten Saal erfüllte und den kalten Faden zurückriss und die ausgestreckte Hand der Gestalt hinter dem Riss verbrannte. Der Schmerz war so heftig dass Elara und Th
Der fünfte graue Morgen legte sich über Blackthorn Manor und fand die Dynastie in einem Zustand der kaum noch Leben von Tod trennte. Elara und Thorne knieten im Zentrum des Kreises und hielten den bewussten Strom der Liebe mit einem Willen aufrecht der bereits die letzten Reste ihrer Seelen verbrauchte. Das silberrote Licht war nur noch ein dünner zitternder Schimmer und der kalte Faden umschlang es eng und fest und entzog ihm mit jedem Puls weitere Kraft. Die schwarzen Narben auf ihren Malen hatten sich über Arme und Schultern ausgebreitet und zogen dunkle Linien bis an den Rand des Herzens. Jeder Atemzug war ein Kampf und jeder Herzschlag ein Preis der nicht mehr zu zahlen war und dennoch gezahlt wurde.Lira kniete direkt bei ihnen und legte beide Hände auf die Male. Ihre Stimme war kaum mehr als ein Hauch. Der Faden zieht zu und das Licht erlischt. Wenn wir jetzt nicht alles geben was noch vorhanden ist wird der Strom reißen und die Tür öffnet sich endgültig. Es gibt keine weitere







