LOGINElena hatte gerade erst das Gespräch mit Adrian beendet, als Felix nach Hause kam.Sie wusste nicht, dass er bereits von Ninas Verschwinden erfahren hatte, und erzählte ihm, was Adrian am Telefon gesagt hatte.„Nina ist also bei ihm“, stellte Felix ruhig fest. Er schien nicht besonders überrascht.Elena sah ihn verwundert an.„Du wusstest schon, dass sie verschwunden ist?“Felix kniff ihr liebevoll in die Nasenspitze.„Was dich betrifft, bin ich doch immer auf dem Laufenden.“Er machte sich keine Sorgen, dass Elena seine Aufmerksamkeit als Überwachung empfinden könnte.Und tatsächlich dachte sie nicht im Geringsten daran. Im Gegenteil, es gab ihr ein Gefühl von Sicherheit, zu wissen, dass Felix stets ein Auge auf sie hatte.„Jedenfalls hat Adrian vorgeschlagen, dass wir uns treffen“, fuhr sie fort. „Er will Nina und die Informationen über meinen damaligen Lebensretter als Druckmittel benutzen. Im Gegenzug soll ich ihm helfen, Königstadt sicher zu verlassen.“Felix sah sie liebevoll an.
Adrian wusste darauf nichts mehr zu erwidern.Elena ließ ihm keine Zeit, sich eine neue Ausrede zurechtzulegen.„Adrian, Philipp war doch gar nicht derjenige, der mich damals gerettet hat, stimmt's?“Adrian biss die Zähne zusammen.„Wenn du Felix so sehr liebst, warum musst du dann unbedingt wissen, wer dich aus dem Wasser gezogen hat?“„Jemand wie du versteht das natürlich nicht.“Elena dachte an ihre gemeinsame Vergangenheit zurück. Früher hatten solche Gespräche sie verletzt und aufgewühlt. Inzwischen ließ Adrian sie völlig kalt.Sie wusste allerdings noch genau, warum sie dieses Gespräch führte.„Nina hat ihr Gedächtnis verloren und kann sich an nichts mehr erinnern. Und da du nicht nur ihr älterer Bruder, sondern auch ihr Liebhaber warst, kannst du dich ab jetzt selbst um sie kümmern.“Damit wollte sie das Gespräch beenden.Adrian merkte, dass Elena auflegen wollte, und versuchte hastig, sie davon abzuhalten.„Warte! Na schön, ich gebe es zu. Philipp hat dich damals tatsächlich ni
Nina riss die Augen auf. Ein kaum zu deutender Ausdruck huschte über ihr Gesicht.Sie schüttelte verzweifelt den Kopf und begann vor Angst zu wimmern.„Ich kann mich wirklich an nichts erinnern. Bitte, lass mich gehen ...“„Sag mir einfach, was du willst. Ich kann Elena darum bitten, dir zu helfen, okay?“Adrian packte sie im Nacken und musterte sie mit durchdringendem Blick.„Elena? An sie erinnerst du dich also noch? Interessant.“Nina zitterte am ganzen Körper. Dicke Tränen liefen über ihre Wangen und tropften auf seinen Handrücken.Adrians Blick wurde noch finsterer. Grob stieß er sie von sich.Dann griff er nach ihrem Handy, schaltete es ein und wählte Elenas Nummer.Am anderen Ende meldete sich eine vorsichtige Stimme.„Nina? Bist du das?“„Nein. Ich bin's.“Ein kaltes Lächeln umspielte Adrians Lippen. Im schwachen Licht wirkten seine Augen noch düsterer.Seine heisere Stimme ließ Elena sofort aufhorchen.Ihr Gesicht verfinsterte sich.„Adrian. Ich wusste, dass du dahintersteckst
Als der Fahrer Felix kommen sah, stieg er sofort aus und öffnete ihm die hintere Tür.Felix nahm Platz und wartete, bis der Mann wieder am Steuer saß.„Fahr zur Lagerhalle außerhalb der Stadt.“Philipp Lorenz wurde seit Tagen in einer abgelegenen Lagerhalle festgehalten. Weit und breit gab es keine Häuser, und außer dem Rauschen der Meereswellen war kaum etwas zu hören.Als Philipp Felix hereinkommen sah, fiel er sofort vor ihm auf die Knie.„Bitte, lass mich endlich gehen! Ich habe dir doch längst alles erzählt, was ich weiß!“Seine Stimme überschlug sich beinahe.„Warum hältst du mich immer noch hier fest? Was willst du überhaupt noch von mir?“Philipp war mit den Nerven völlig am Ende.Die vergangenen Tage hatten ihn so sehr zermürbt, dass er sich manchmal den Tod gewünscht hatte.Er verfluchte den Tag, an dem er auf Adrian gehört und nach Deutschland zurückgekehrt war.„Sei lieber froh, dass du überhaupt noch lebst.“Felix blieb vor ihm stehen und sah kühl auf ihn hinunter. Sein gr
Elena fuhr sofort zum Safehouse, um herauszufinden, was passiert war.Wie sich herausstellte, hatte Nina am Vorabend das Haus verlassen und war seitdem nicht zurückgekehrt. Ihr Handy war ausgeschaltet, und niemand wusste, wo sie sich aufhielt.Erst nachdem die Bodyguards sie trotz intensiver Suche nicht finden konnten, hatten sie Elena informiert.„Ich habe euch ausdrücklich angewiesen, Nina keinen Moment aus den Augen zu lassen! War das etwa nicht deutlich genug?“Elena sah die Männer vor sich wütend an. Ihre Stimme war eisig.Die Bodyguards senkten die Köpfe und wagten kaum, ihr in die Augen zu sehen.Elena wirkte auf den ersten Blick zierlich, doch wenn sie so vor ihnen stand, strahlte sie eine Autorität aus, die selbst die erfahrenen Männer einschüchterte.„Es tut uns leid, Frau Weiß“, entschuldigte sich einer der Bodyguards. „Wir haben unsere Arbeit nicht richtig gemacht. Es war ein Fehler, ihr einfach zu glauben.“Elena beherrschte ihren Ärger.„Dann sucht weiter. Ich will, dass
Monika ging auf Helene zu, hakte sich freundlich bei ihr unter und begleitete sie zum Tisch.„Ich habe gehört, dass du die Spezialitäten dieses Restaurants besonders magst, Helene. Deshalb habe ich ein paar davon für heute bestellt. Ich hoffe, ich habe deinen Geschmack getroffen.“Nachdem alle Platz genommen hatten, lächelte Helene ihrer Gastgeberin zu.„Das ist wirklich lieb von dir, Monika. Du hast dir solche Mühe gemacht.“Ein Essen in diesem exklusiven Hotel kostete schließlich ein kleines Vermögen. Für eine einzige Mahlzeit konnte man hier so viel ausgeben, wie eine durchschnittliche Familie in einem ganzen Jahr verdiente.Monika lächelte bescheiden.„Ach, das mache ich doch gern! Ich freue mich einfach, dass ihr alle gekommen seid. Schön, dass wir endlich mal wieder gemütlich zusammensitzen können.“„Ach, Monika, du weißt einfach immer, was du sagen musst“, erwiderte Helene lächelnd.Trotz ihrer freundlichen Worte lag eine gewisse Überheblichkeit in ihrem Blick.Die anderen Damen
Zum Glück klingelte in diesem Moment Elenas Handy und rettete sie aus der peinlichen Situation.„Hallo?“Ihr Herzschlag wurde schneller, sie ging hastig ran.Am anderen Ende meldete sich ihre beste Freundin, das Topmodel Mara Schmitt, mit spöttischem Ton. „Na, meine große Elena, du bist gestern unte
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina







