로그인AVAKais Hand, die um die meine geschlungen ist, tut etwas, was mein Atmen nicht konnte – sie stabilisiert mich. Die Nerven, die meinen Rücken hinaufkriechen, legen sich, nur ein bisschen. Ich schaffe das. Einfach ich selbst sein. Ich werde es nicht vermasseln.Als Kai nach vorne greift und die Klingel drückt, schaue ich noch einmal über das Grundstück. Das Haus, die getrimmten Hecken, der saubere Steinweg – alles sieht aus, als wäre es direkt aus einem Magazin gehoben worden. Sein Onkel ist definitiv vermögend. Dann wieder – Kais Dad war auch vermögend. Trotz all seiner Fehler hat er genug hinterlassen, dass Kai sich nie Sorgen machen musste. Immobilien, Versicherung, finanzielle Sicherheit… ein Leben, von dem die meisten Leute nur träumen.Ich räuspere mich und ziehe meine Aufmerksamkeit zurück zur Haustür. Kein Abschweifen. Kein Spiralisieren. Ich sollte mich darauf konzentrieren, wofür ich hier bin.Kai ist gerade dabei, erneut auf die Klingel zu drücken, als die Tür aufschwingt
AVA„Das ist perfekt!“ schreit Gemma durch den Lautsprecher des Handys. „Ernsthaft, denk nicht mal zwei Mal nach. Dieses Kleid? Du musst es tragen.“Ich höre sie kaum – meine Augen kleben an der Ganzkörperansicht von mir auf dem Bildschirm und beobachten das Kleid an meinem Körper. Im kleinen Fenster in der Ecke strahlt Gemmas Gesicht mich an und grinst über beide Ohren, aber ich kann mich nicht auf sie konzentrieren. Alles, was ich sehe, ist das Kleid, das sich mit mir bewegt, während ich das Handy verschiebe, um einen besseren Winkel zu bekommen.„Findest du nicht, dass es zu kurz ist?“ frage ich und treffe Gemmas Blick – dieses immer präsente Grinsen immer noch in ihrem Gesicht.„Nein, ist es nicht!“ schießt sie zurück, die Augen leuchten auf. „Eines Tages plündere ich deinen Schrank. Ich klaue all deine Kleider. Du hast so viele hübsche und irgendwie überdenkst du trotzdem, was du für einen einfachen Ausflug anziehen sollst.“Ein einfacher Ausflug? Ich will sie fast durchs Handy
AVAMein Herz setzt einen Schlag aus und mein Kopf schnellt von seiner Schulter hoch. In dem Moment, in dem ich seine Augen treffe – diese scharfen ozeanblauen Augen, dunkel vor Gewissheit – friere ich ein.Kai weiß es.Er rät nicht. Er vermutet nicht.Er weiß genau, woher ich komme und mit wem ich gesessen habe. Er weiß, dass ich bei Sip n’ Snack war, um Sasha zu sehen. Er weiß, dass ich gelogen habe.Eine kalte Welle rast durch mich und setzt sich tief in meinem Bauch fest. Aber wie? Wie hat er das rausgefunden? War es der Blick in meinem Gesicht? War es Sasha, die uns anstarrte, als gehöre ihr der Moment? Oder war es etwas in der Art, wie ich über meine Worte gestolpert bin?„Woher wusstest du das?“ platze ich heraus.In dem Moment, in dem die Worte meinen Mund verlassen, will ich mir selbst eine reinhauen. Von allem, was ich hätte sagen können – das ist es, womit ich komme? Keine Erklärung. Keine Entschuldigung. Nicht dieAVAMein Herz setzt einen Schlag aus und mein Kopf schnellt
KAIIn dem Moment, in dem meine Augen wandern und auf Sasha landen, die da sitzt, gefasst, den Blick auf mich gerichtet, fällt mein Magen. Es ist nicht sie – es war nie sie. Nichts an ihr könnte mich so fühlen lassen. Es sind diese hübschen honigbraunen Augen vor mir. Die, die ich zu gut kenne. Die, die zu ihr gehören.Ich schaue Ava an. Dieses erzwungene Lächeln, das sie trägt. Die Panik, die sie beiseitezuschieben versucht, versteckt knapp unter der Oberfläche. Ich durchschaue das alles.Sie war bei Sasha. Definitiv. Sie hat mir gesagt, sie mache Besorgungen für ihre Mutter, aber hier ist sie, kommt von dort, wo meine Ex sitzt.„Kommst du immer noch zu uns, Dude?“ Ein scharfer Tippen auf meinen Arm reißt mich aus den Gedanken. Ich drehe mich zu Jason, der mir einen fragenden Blick zuwirft.„Geh schon voraus,“ sage ich, dann finden meine Augen Ava. Die Mundwinkel ziehen sich zu einem Grinsen. „Ich habe bessere Gesellschaft als dich.“Jason starrt sie an, dann zurück zu mir und läss
AVAEinen Moment lang denke ich, ich habe sie falsch verstanden. Aber mit ihren Augen, die mich immer noch so anstarren, weiß ich, wenn ich sie bitten würde, es zu wiederholen, würde sie es tun. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, ob ich diese Worte noch einmal hören könnte.„Ich verstehe nicht,“ die Worte rutschen raus, bevor ich sie stoppen kann, meine Kehle zieht sich zusammen.Sasha lehnt sich vor, die Ellbogen auf dem Tisch, dieses ruhige, zu perfekte Lächeln immer noch im Gesicht. „Ich weiß, dass ihr zwei… nun, was auch immer ihr gerade seid. Aber ich muss es zugeben – ich bin nicht über ihn hinweg und ich will ihn immer noch,“ sagt sie erneut.Ich schlucke schwer und versuche, den Sturm in mir zu beruhigen. Ich kann sie nicht sehen lassen, wie sehr ihre Worte mich treffen. Wenn sie das nur sagt, um mich zu provozieren, funktioniert es – aber ich werde ihr diese Genugtuung nicht geben. Dann wieder – da ist etwas in ihrem Ton, die Stetigkeit in ihren Augen. Sie versucht
AVAWarum bin ich so verdammt klein? Okay, nein, ich bin nicht klein. Ich bin einen Zentimeter größer als meine beste Freundin. Es sind nur diese dummen Bücherregale, die unheimlich hoch sind.Der Unterricht ist für heute vorbei, und jetzt absolviere ich meine Freiwilligenstunden in der Bibliothek, was anscheinend auch bedeutet, mit Regalen zu ringen, die eindeutig für Riesen gemacht sind. Ich versuche seit zehn Minuten, diese verdammten Bücher einzuräumen, strecke mich so sehr, dass ich auf den Zehenspitzen stehe, und trotzdem streift meine Hand kaum den Rand.Bereue ich es jetzt, mich für die Freiwilligenarbeit in der Schulbibliothek gemeldet zu haben? Auf keinen Fall. Nicht weil ich mit diesen idiotisch hohen Bücherregalen kämpfe, sondern weil ich mich nur angemeldet habe, um mich abzulenken, als es mit dem blauäugigen Teufel bergab ging. Und jetzt, wo wir wieder gut sind, Gott sei Dank habe ich mich nicht für mehr Aufgaben verpflichtet – ich würde sonst grundlos in Arbeit er







