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Author: Uche write
last update publish date: 2026-09-19 11:47:12

Ria öffnete langsam die Tür, ihr Herz zitterte heftig in ihrer Brust. Draußen stand Mira. Zumindest … sah sie aus wie Mira. Sie trug Kleidung, die Rias silbernem Gewand ähnelte, doch etwas an ihr fühlte sich seltsam anders an. Ihr Ausdruck war ohne Wärme, und ihre Augen trugen eine distanzierte Leere, die Ria nie zuvor gesehen hatte.

Ohne ein Wort zu sagen, trat Mira ein und trug eine Schüssel mit dampfendem Wasser. Sie stellte sie vorsichtig auf den Tisch und wandte sich sofort zum Gehen.

„Mira!"

Ria eilte auf sie zu und packte ihr Handgelenk fest, ihr Atem wurde unregelmäßig.

„Mira … du hast dich gerade Mira genannt. Wie ist das möglich?"

Ihre Stimme zitterte vor Unglauben.

„Du … du erinnerst dich wirklich nicht an mich?"

Mira versteifte sich, drehte sich aber nicht sofort um. Mehrere Sekunden vergingen, bevor sie sich langsam zu ihr wandte.

„Es tut mir leid", sagte sie leise. „Du wirkst auch seltsam, Luna Charlotte."

Rias Herz sank.

„Was?"

„Du erinnerst dich auch nicht an mich?", fragte Mira sanft.

Für einen kurzen Moment leuchteten ihre Augen schwach auf.

Ria erstarrte.

„Ich bin nur gekommen, um heißes Wasser für dein Bad zu bringen", fuhr Mira ruhig fort. „Vorhin habe ich versucht hereinzukommen und den Eimer zu holen, aber die Tür war verschlossen."

„Mira …", flüsterte Ria zittrig. „Irgendetwas stimmt nicht. Ich …"

„Mira!"

Eine andere Stimme hallte plötzlich von draußen herein.

Mira zuckte sofort zusammen, und ohne ein weiteres Wort eilte sie aus dem Raum, und fast unmittelbar darauf trat Alpha Klein ein.

Sein Blick heftete sich auf Ria, kalt und scharf.

Er ging langsam auf sie zu, bis er direkt vor ihr stand. Seine Finger streiften leicht ihr Handgelenk, doch die Wärme blieb weit länger, als sie sollte.

Rias Atem stockte, ihr Herz hämmerte heftig. Plötzlich stieß Klein sie gegen die Wand, sein Körper fing ihren augenblicklich ein.

Heißer Atem strich über ihr Gesicht, während sich seine Augen gefährlich verdunkelten.

Dann, ebenso schnell, huschte Abscheu über seinen Ausdruck.

Er ließ sie grob los.

„Warum riechst du anders, Charlotte?", fragte er kalt. „Hast du wieder angefangen, dich mit deinem geheimnisvollen Liebhaber herumzutreiben?"

Etwas in Ria brach, und sie funkelte ihn wild an.

„Wenn Grausamkeit ein Gesicht hätte", spuckte sie, „würde es wahrscheinlich genau wie deins aussehen."

Kleins Augen verdunkelten sich sofort, als er ihr Handgelenk schmerzhaft fest packte.

Ria zuckte lautlos zusammen, als der Schmerz durch ihren Arm schoss.

„Alpha Klein."

Eine Stimme unterbrach sie von hinten.

Klein stöhnte frustriert auf und drehte sich scharf um.

„Alpha Moon ist zurückgekehrt", verkündete Mira nervös. „Er bittet darum, Euch zu sehen."

Kleins Ausdruck wechselte augenblicklich, als er Ria ein letztes Mal ansah, bevor er sie losließ, sein Atem blieb unregelmäßig.

„Verlass diesen Raum nicht", warnte er gefährlich. „Ich will nicht, dass mein Gast dich so sieht, Charlotte."

Er hielt kurz in der Nähe der Tür inne.

„Und heute Nacht … habe ich etwas für dich geplant." Der seltsame Ton in seiner Stimme beunruhigte Ria, und ohne ein weiteres Wort ging er, während wieder Stille den Raum erfüllte. Einige Sekunden später trat Mira langsam wieder ins Blickfeld und wollte erneut gehen.

„Mira", rief Ria schnell.

Mira blieb stehen, drehte sich aber nicht um.

Ria schluckte schwer. „Du erinnerst dich wirklich nicht an mich?"

Ihre Stimme brach leicht.

„Ich verstehe nicht, was los ist. Ich bin gestern hier aufgewacht, und alles hat sich verändert. Bitte …"

Sie machte einen zittrigen Schritt näher.

„Du hast es immer gehasst, mich verletzt zu sehen. Du würdest dich mir gegenüber nicht so verhalten. Dieses Leben … es ist nicht meins."

Ihr Atem wurde schwerer.

„Dieser Ort ist nicht, wohin ich gehöre."

Mira stand schweigend da, und dann bemerkte Ria, wie ihre Hand sich langsam zu ihrem Gesicht hob. Sie wischte Tränen weg. Mehrere Sekunden blieb sie regungslos, bevor sie sich schließlich halb zu ihr drehte.

„Ria …", flüsterte sie leise. Der Name traf wie ein Blitz, und dann verhärtete sich Miras Ausdruck wieder.

„Ich weiß nicht, was mit dir los ist", sagte sie vorsichtig. „Das war schon immer dein Leben. Du hast immer hier gelebt."

Ihre Augen senkten sich kurz.

„Ich glaube, der Sturz hat dein Gedächtnis beschädigt."

Bevor Ria sie aufhalten konnte, eilte Mira davon.

Ria blieb wie erstarrt zurück.

„Der Sturz?", flüsterte sie langsam, ihr Verstand raste heftig.

„Welcher Sturz?"

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