LOGIN„Ich weise dich zurück!“
In dem Moment, in dem diese Worte meine Lippen verließen, legte sich eine schwere, erdrückende Stille über mein Zimmer.
Meine Mutter starrte mich mit einem fassungslosen Ausdruck an, als würde sie mich zum ersten Mal in ihrem Leben sehen.
„W-Was hast du gesagt?“ Ihre Stimme war leise und von einer gefährlichen Note durchzogen.
Ich wich ihrem Blick nicht aus, wie sie es erwartet hatte. Stattdessen sah ich ihr direkt in die Augen.
„Ich weise Alpha Adrian zurück.“ Langsam wiederholte ich meine Worte und stellte sicher, dass sie mich richtig verstanden hatte. „Ich werde nicht seine Gefährtin sein.“
Für den Bruchteil einer Sekunde spiegelte sich Schock in ihrem Gesicht wider.
Dann, genauso schnell, wie er gekommen war, verwandelte er sich in blanke Wut.
Ihre Hand schnellte nach oben, schneller, als ihr eigener Verstand reagieren konnte.
Mein Kopf wurde durch die Ohrfeige zur Seite geschleudert. Der brennende Schmerz breitete sich über meine Wange aus.
In meinem früheren Leben hätte diese Ohrfeige jeden Widerstand in mir gebrochen.
Ich hätte geweint.
Ich hätte mich sogar entschuldigt.
Aber dies war nicht mein früheres Leben.
Diesmal drehte ich meinen Kopf langsam wieder zu ihr und sah ihr direkt in die Augen.
Ihr Gesichtsausdruck geriet ins Wanken, als sie meinen unerschütterlichen Blick bemerkte.
„Hast du den Verstand verloren, Kind?“, verlangte sie zu wissen. „Hast du überhaupt eine Ahnung, welche Chance du gerade wegwirfst?“
„Ja“, antwortete ich ruhig.
Das Gesicht meiner Mutter wurde vor Wut rot.
„Das wäre deine einzige Chance gewesen, über deinen Stand hinauszukommen. Sowohl in unserem Rudel als auch in seinem“, fuhr sie fort. Ihre Stimme wurde mit jedem Wort lauter. „Ohne ihn bist du nichts, hörst du mich, Kind? – NICHTS!“
Ein hohles Lachen entwich meiner Kehle, während ich meine Mutter mit hochgezogenen Augenbrauen ansah.
Jahrelang hatte man mir das Gefühl gegeben, genau das zu sein.
Hunderte Male.
Und jedes Mal, wenn ähnliche Worte in meiner Gegenwart gefallen waren, hatte ich meine Tränen zurückgehalten.
Jetzt war es mir einfach egal.
„Ich brauche ihr Rudel nicht. Und dieses hier brauche ich ganz sicher auch nicht“, erwiderte ich mit hartem Blick.
Die Lippen meiner Mutter öffneten sich, und zum ersten Mal in meinem Leben hatte sie keine Erwiderung parat.
Ihr Gesichtsausdruck verzerrte sich, doch schnell verbarg sie ihre Wut hinter Frustration.
Sie holte tief Luft und sah mich dann streng an.
„Wenn du ihn ablehnst, Nyssa“, sagte sie scharf, „dann kannst du zum Teufel aus meinem Haus verschwinden.“
Da war es.
Eine Drohung.
Genau wie damals.
Ich bekam dieselbe Wahl.
Denselben Druck.
Dasselbe Ultimatum.
In meinem früheren Leben hatte ich schnell nachgegeben.
Diesmal fühlte ich absolut nichts.
„Gut“, antwortete ich und stand vom Bett auf. „Dann gehe ich.“
Elara – oder die Frau, die ich einst Mutter genannt hatte – starrte mich ungläubig an.
Offensichtlich hatte sie mit einer solchen Reaktion nicht gerechnet, nachdem sie mir gedroht hatte.
Einen langen Moment starrte sie mich einfach nur an, als würde sie versuchen herauszufinden, wie ich mich über Nacht so sehr hatte verändern können.
Schließlich traf sie ihre Entscheidung.
Ihr Blick wurde hart.
„Dann geh!“, zischte sie und zeigte auf die Tür. „Mal sehen, wie weit du im Leben ohne diese Familie, ohne dieses Rudel kommst.“
Ruhig und gelassen ging ich wortlos an ihr vorbei.
Und zum ersten Mal in meinem Leben blickte ich nicht zurück.
Ich hatte kaum das Ende des Flurs erreicht, als ich spürte, wie die Temperatur sank.
Die Luft veränderte sich.
Sie wurde langsamer.
Schwerer.
Vertrauter.
Meine Schritte verlangsamten sich, während sich ein Stirnrunzeln auf meinem Gesicht bildete.
„Natürlich ist er hier“, flüsterte ich.
Ich hatte damit gerechnet, dass er auftauchen würde.
Aber nicht so schnell.
Das bedeutete, dass meine Mutter ihm irgendwie bereits von meiner Entscheidung erzählt hatte.
„Nyssa.“
Seine Stimme hallte hinter mir wider.
Ich blieb stehen, schloss für einen kurzen Moment die Augen, um meinen rasenden Puls zu beruhigen, und drehte mich dann langsam zu ihm um.
Mein Blut gefror, als ich in das Gesicht des Mannes blickte, der mein Leben erst vor kurzer Zeit beendet hatte.
Alpha Adrian stand am anderen Ende des Flurs.
Seine Präsenz erfüllte den Raum wie ein heraufziehender Sturm.
Er war groß.
Attraktiv.
Und vollkommen einschüchternd.
Seine Augen bohrten sich in meine, und ich erkannte die Wut darin.
„Also stimmt es“, sagte er kalt. „Du hast mich zurückgewiesen.“
Ich sagte nichts.
Ich konnte mir noch nicht vertrauen, wenn ich sprach.
Noch nicht.
Er kam einen Schritt näher. Seine Aura breitete sich um ihn aus.
„Erkläre dich. Sofort“, befahl er.
Da war es wieder.
Kein Warum.
Keine Sorge.
Nicht einmal Verwirrung.
Nur Erwartungen.
Als wäre es mein Schicksal, seinen Befehlen jederzeit Folge zu leisten.
Ich erwiderte seinen Blick ruhig.
„Es gibt nichts zu erklären.“
Sein Kiefer verspannte sich.
„Du kannst nicht einfach Nein dazu sagen“, zischte er mit flacher Stimme. „Das ist längst arrangiert.“
Ein kleines, bitteres Lächeln umspielte meine Lippen.
„Was genau soll das heißen … Adrian?“ Ich legte den Kopf schief und musterte ihn.
Diesmal sah ich ihn wirklich an.
Wie zum Teufel hatte ich seinen Blick jemals mit Wärme und Liebe verwechseln können?
„Du und ich wissen beide, dass du keine Gefährtin willst“, fuhr ich fort. „Du willst jemanden, den du benutzen kannst. Jemanden, der bequem für dich ist. Ich werde diese Person nicht sein.“
Adrians Gesichtsausdruck verdunkelte sich.
„Wähle deine Worte mit Bedacht, Nyssa.“
Doch ich hörte nicht auf.
Das war meine Chance, endlich meine Meinung zu sagen.
Und ich würde sie nutzen.
„Du willst nur jemanden, der deine Probleme löst, dein Rudel verwaltet und niemals deine Entscheidungen infrage stellt.“ Meine Stimme blieb ruhig, obwohl die Wut unter meiner Haut brodelte. „Du willst keine Partnerin, Adrian.“
Ich trat einen Schritt näher und sah ihm direkt in die Augen.
„Du willst ein Werkzeug.“
Stille senkte sich über den Flur.
Selbst die Luft um uns herum schien stillzustehen.
Adrian starrte mich überrascht und verwirrt an.
„Was hast du gerade gesagt?“
„Du hast mich verstanden“, erwiderte ich und verschränkte die Arme.
Seine Aura explodierte.
Der Druck traf mich mit einer Wucht, die größer war als die eines Güterzuges.
Doch ich machte keinen einzigen Schritt zurück.
Ich verbeugte mich nicht.
Ich zuckte nicht einmal zusammen.
Allein das schockierte ihn mehr als jedes Wort, das ich hätte sagen können.
„Du bist nicht in der Position, so mit mir zu sprechen“, knurrte er.
„Dann gib mir keinen Grund dazu“, erwiderte ich kühl.
Meine Stirn legte sich in Falten, als ich beobachtete, wie er seine Fäuste ballte.
„Du machst einen Fehler, Nyssa“, zischte er.
„Nein“, antwortete ich. „Diesen Fehler habe ich bereits einmal gemacht.“
Seine Augen verengten sich.
„Was?“, fragte er verwirrt.
Ich lächelte schwach, drehte mich um und wandte mich von ihm ab.
„Nichts, was du verstehen würdest.“
Das war der letzte Tropfen.
Die Tatsache, dass ich ihm sogar den Rücken zudrehte, reichte aus, um seine Wut zum Überkochen zu bringen.
„Du wirfst die einzige Chance weg, die du in deinem ganzen Leben jemals bekommen wirst!“, brüllte er.
Ich drehte mich um und kicherte.
Es war leise.
Sanft.
Aber scharf genug, um zu schneiden.
Sein Gesichtsausdruck verdunkelte sich noch weiter, und diesmal konnte ich erkennen, dass er beinahe die Beherrschung verlor.
„Du überschätzt deinen Wert ein wenig, Adrian“, sagte ich mit einem Schulterzucken.
Sein Blick wurde tödlich.
„Das ist deine letzte Warnung. Pass auf dich auf.“
Doch ich war fertig mit diesem Gespräch.
Und ich war fertig mit ihm.
Ohne ein weiteres Wort und ohne einen spöttischen Konter drehte ich mich vollständig um und ging davon.
„Nyssa“, rief er mir ein letztes Mal hinterher.
Ich blieb nicht stehen.
Ich drehte mich nicht um.
Und allein diese Tatsache verletzte seinen Stolz mehr als alles, was ich hätte sagen können.
In dem Moment, in dem ich das Haus meiner Mutter verließ, lächelte ich.
„Die einzige Chance, huh?“, flüsterte ich mit einem Grinsen.
In drei Wochen würde eine Handelssendung aus Europa überfallen werden.
Alle würden in Panik geraten.
Die Lieferketten würden zusammenbrechen.
Die Preise würden in die Höhe schießen.
Doch eine Sache würde über Nacht wertvoller werden als Gold.
Mondschattenkräuter.
Sie waren mächtig und nützlich genug, dass jeder sie verwendete, aber nicht selten genug, um wirklich teuer zu sein.
Das würde sich ändern, sobald die größte Lieferung dieser Kräuter verloren ging.
Diesmal hatte ich das Wissen.
Und mit diesem Wissen kam die Möglichkeit, reich zu werden.
Das war erst der Anfang.
Ein leises Lachen entwich mir, als ich zum Himmel hinaufblickte.
Diesmal würde ich nicht einfach nur überleben.
Ich würde aufsteigen.
Und wenn ich es geschafft hatte, würde absolut niemand mich davon abhalten können, meine Rache zu bekommen.
Leider musste das Mittagessen warten, bis ich meine Pflichten erledigt hatte. Und das dauerte ein paar Minuten länger, als ich erwartet hatte.Damien kam sofort zu uns, als er hörte, dass meine Mutter da war. Anschließend verbrachte sie noch eine Weile damit, ihm peinliche Geschichten aus meiner Kindheit zu erzählen.Damien fand das alles so amüsant, dass er selbst dann nur lächelte und den Blick abwandte, als ich ihn finster ansah.Schließlich hatte ich, etwa eine ganze Stunde nachdem meine Mutter angekommen war, endlich genug Zeit, um mit ihr zum Mittagessen aufzubrechen. Wie drastisch sich mein neuer gesellschaftlicher Status verändert hatte, wurde mir erst bewusst, als wir uns auf den Weg machten.Ich hatte mit einem gemütlichen Essen nur zwischen meiner Mutter und mir gerechnet. Doch als die Wachen erfuhren, dass ich das Anwesen und das Rudel verlassen wollte, stellten sie eine Eskorte aus Kriegern zusammen. Trotz meiner Proteste begleiteten sie uns bis in die Stadt.Egal, wie of
Nyssas POV:Luna zu sein, gehörte zwar zu den erfüllendsten Dingen, die sie je getan hatte, doch es war auch anstrengend. Und das lag nicht daran, dass es schwierig war. Nein, es lag daran, dass man ein ganzes Rudel regieren musste.Ein Rudel sollte zwar eine große Familie sein, doch in Wirklichkeit war alles viel komplizierter. Jeder Wolf in einem Rudel war immer noch ein eigenständiges Individuum, und jeder hatte seine eigenen Bedürfnisse.Der Tag hatte ziemlich normal begonnen, zumindest nach der wilden, unglaublichen Nacht, die Damien und ich miteinander verbracht hatten. Ich war in seinen Armen aufgewacht und hatte den Tag mit der Hoffnung begonnen, dass es von da an nur noch besser werden würde.Bis jetzt hatte sich diese Hoffnung jedoch zerschlagen.Ich hatte kaum das fantastische Frühstück mit Damien beendet, da wurden wir bereits von einigen Ältesten unterbrochen. Es waren drei, und alle wollten meine Meinung zu den Renovierungsarbeiten an den östlichen Kasernen hören.Offenb
エイドリアン視点またしても、配下の狼たちとの会議は何の進展も見せていなかった。エイドリアンは戦略室に置かれた長いオーク材のテーブルの上座に座り、胸の内に渦巻く怒りを顔に出さないよう、必死にこらえていた。彼は大きな椅子の彫刻が施された肘掛けに肘を置き、配下の狼から届いた、またしても芳しくない報告に耳を傾けていた。ダミアンが召集会議の日に、自分たちの群れを公然と敵同士だと宣言して以来、エイドリアンはずっと警戒を緩められずにいた。そのため、彼は領地の周辺を偵察するため、最も優秀な狼たちをすべて送り出していた。ダミアンが本当に自分に攻め込むつもりなのか、そして、いつ動き出すつもりなのか。それを知る必要があった。報告を行っていた狼は深く息を吸い、話を続けた。「東側の巡回隊は何も発見していませんが、西側の巡回隊から、国境付近での活動が活発化しているとの報告がありました、アルファ」エイドリアンが口を開き、何かを言おうとしたその瞬間、一人の長老が割り込んだ。「ただの偶然かもしれませんよね?」「ええ、きっとそうでしょう」別の長老が同意した。二人とも、自分たちの恐怖を隠そうとさえしていなかった。「臆病者どもめ」エイドリアンは低く吐き捨てた。自分の群れに臆病者が大勢いるという事実が、彼は気に入らなかった。すべてが終わったら、大規模な粛清を行うつもりだった。自分の群れを世界で最も強い群れにする必要がある。そして、その第一歩が粛清になるはずだった。しかし、再び考えに沈みかけたところで、別の報告が彼を現実に引き戻した。「それから、いくつかの中立の群れが、ヴィスカウント・パックへの支援を申し出たという情報も入っています」エイドリアンは顎をきつく引き締めた。当然だ。ダミアンが評議会の会議で勝利を収めて以来、まるで狼族の世界全体がダミアンを中心に回り始めたかのようだった。今や、エイドリアンは顔のしかめっ面さえ隠そうとしなかった。今日は一つとして良い報告がない。耳に入ってくる情報も、噂も、会話も、すべて最後にはダミアンの話に行き着く。テーブルの下で、彼は拳を強く握り締めた。「俺があいつを滅ぼして――」「……アルファ?」エイドリアンは顔を上げ、名前を呼んだ長老を瞬きしながら見つめた。「何だ?」長老は頭を下げた。「巡回の交代回数を増やすべきかどう
リラ視点人生がこれほど素晴らしいと感じたことはなかった。そしてリラは、これからもっと良くなっていくことを確信していた。ついに勝利を手にしたのだ。望んでいたものを手に入れ、これからは自分にふさわしいと信じている権力と崇拝をすべて手に入れようとしていた。これ以上の喜びなど、ほかにあるだろうか。リラは、エイドリアンと番になった後、自分専用の部屋となる予定の場所で、巨大な鏡の前に立ちながら笑みを浮かべずにはいられなかった。番になることを考えただけで、彼女の顔には笑みが広がった。もうすぐだ。あと数日もすれば、この部屋だけでなく、この広大な屋敷全体が自分のものになる。間もなく、彼女はこの群れの女神となり、女王となり、ルナとなるのだ。これから始まる自分の統治を思うだけで、彼女の胸は大きな満足感で満たされた。顔に笑みを貼りつけたまま、リラはゆっくりと振り返り、鏡を見つめた。あらゆる角度から自分の姿を眺めながら、大切な日にドレスの上から羽織る予定の、バラ色のシルクのローブのしわを丁寧に伸ばした。すべてを確認し終えると、彼女は満足げにうなずいた。完璧だった。ちょうど振り返ろうとしたとき、ドアを軽くノックする音が聞こえ、彼女は思考から引き戻された。「お嬢様?」外から慎重な声が呼びかけた。リラは一瞬立ち止まって気持ちを整えると、気品と温かみを感じさせる堂々とした仕草で顎を上げた。「入りなさい」彼女の言葉が外にいる者たちに届くと、ドアが開き、三人のメイドが慌ただしく入ってきた。それぞれが何かを手にしており、そのうちの一人は宝石箱を抱えていた。ほかの二人は、きれいに畳まれたドレスを持っていた。リラは、番になる儀式でどのドレスを着るのか、まだ本当には決められずにいた。そのため、目に留まったドレスを片っ端から買い集めていたのだ。今の彼女には、そんなことができるだけのお金があった。そんな考えにふけっていると、最後のメイドが、さまざまなドレスが掛けられた長い衣装ラックを押して入ってきた。リラの顔には、思わず得意げな笑みが浮かんだ。権力は本当にすべてを変える。リラは両手を背中の後ろで組んだ。ほかのルナたちがそうしているのを見たことがあった。ならば、自分も同じようにするべきだ。彼女はドレスを持っているメイドへ、ゆっくりと歩み寄った。「青いドレスよ」丁寧に
Damien lächelte als Antwort auf meine Worte.Meine Lippen öffneten sich, doch bevor ich noch etwas sagen konnte, beugte er sich zu mir hinunter und nahm meine Lippen in Besitz.Ich hatte ihn gerade erst geküsst, aber das war nicht genug. Nein, es war bei Weitem nicht genug. Mein Kuss hatte die Schleusen für das Verlangen geöffnet, das in uns brodelte, und wenn es diesmal so werden würde wie bei unseren letzten gemeinsamen Nächten, dann würde dieses Verlangen nur noch weiter anwachsen.Der Kuss war von ungezügelter Gier erfüllt. Damien packte mich fest und zog mich an sich. Als er mich küsste, blinzelte ich nicht einmal überrascht. Ich hatte es bereits gespürt, noch bevor er selbst den ersten Schritt gemacht hatte.Das Verlangen, das wir beide empfanden, war so überwältigend und unsere Liebe so stark, dass die Impulse bereits durch unsere Bindung geströmt waren, bevor Damien überhaupt gehandelt hatte. Er hielt mich noch fester, während unser Kuss immer leidenschaftlicher wurde.Ich ver
Nyssas POV:Elena eilte vor mir her auf den großen, offenen Bereich zu. Dies war einer der Lieblingsorte der Mädchen, an dem sie sich trafen, deshalb kannte ich mich hier bereits gut aus.Kaum hatte ich den Saal betreten, sprang Elena nach vorn und blieb direkt neben einem der Sofas stehen. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich, wie Amara mir ein Lächeln schenkte.„Da bist du ja!“, rief sie und sprang dabei beinahe von ihrem Platz auf. „Wir haben überall nach dir gesucht.“Ich lächelte, denn ich wusste bereits, dass das nicht ganz der Wahrheit entsprach. „Fünf Minuten lang?“Amara senkte den Blick und verschränkte ihre Finger miteinander. „Na ja, sieben“, antwortete sie flüsternd.Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Kopfschüttelnd ging ich auf die Mitte des Saals zu, wo meine Freundinnen auf mich warteten. Allein daran, wie Elena sich verhalten hatte, als sie mich abholen wollte, konnte ich erkennen, dass sie Amara und Cassandra regelrecht entführt hatte. Deshalb hatte ich sie auch







