Se connecterSie war die Schwächste im Rudel: Eine wolfslose Wölfin. Doch anstatt sie zu beschützen, versuchte ihr Gefährte – der zukünftige Alpha –, sie zu erniedrigen, zu manipulieren und mit seinem Beta zu teilen. Als in der Vollmondnacht die bittere Wahrheit ans Licht kam, traf sie eine radikale Entscheidung: Sie lehnte ihn ab. Er verstieß sie eiskalt und schickte sie fort mit den Worten, er würde sich in einem Jahr um sie kümmern. Falsch gedacht. Sie wartete keine Sekunde. Sie floh in die Menschenwelt, strich als Abtrünnige durch die Schatten und schwor sich, nie wieder von einem Alpha abhängig zu sein. Jahre später ist sie nicht mehr das Opfer von damals. Mit scharfem Verstand und genialen Marktwirtschafts-Strategien spült sie Millionen in ein geheimnisvolles Unternehmen – geführt von einem mächtigen Alpha, der sie unbedingt in seinem Rudel haben will. Sie lehnt ab. Immer wieder. Bis ein folgenschwerer Fehler sie in eine tödliche Falle lockt: Eine bindende Einladung, eine formelle Aufnahme ins Rudel und der arrogante Alpha-Sohn, der sie prompt im eiskalten Regen stehen lässt. Doch das Schicksal spielt graue Spiele. Nur drei Nächte später, unter dem blutroten Vollmond, treffen ihre Blicke aufeinander – und der Alpha-Sohn realisiert zu spät, wer sie wirklich ist: Seine Schicksalsgefährtin. Die Reue brennt heißer als das Feuer in seinen Adern. Doch bevor er sie für sich gewinnen kann, bricht die Hölle los: Das Jahr ist um. Ihr ehemaliger Alpha taucht auf, erfährt von ihrem ungeheuren Erfolg und will sie zurückholen. Mit allen Mitteln. Ein Spiel aus Macht, Verrat, verbotener Leidenschaft und Stolz. Kann eine Wölfin ohne Wolf überleben, wenn zwei Alphas um sie Krieg führen?
Voir plusKAPITEL 10: Die Bücher der MachtDer Weg von der privaten Penthousesuite hinunter in den verglasten Konferenzsaal der Chefetage glich dem Gang durch eine langsam enger werdende Kammer der Kompression. Jeder einzelne Schritt auf dem dicken, schallschluckenden Teppichboden klang in meinen Ohren wie das Ticken einer unsichtbaren Uhr. Neben mir schritt Victor Sterling Jr. Seine Präsenz war eine physische Wand aus kompromissloser Entschlossenheit. Er hatte kein Wort mehr gesprochen, seit wir das Penthouse verlassen hatten, aber das dunkle, hasserfüllte Aufleuchten in seinen stahlblauen Augen sprach Bände. Er war bereit, dieses Gebäude notfalls in Schutt und Asche zu legen, ehe er auch nur einen Zentimeter von seiner Position abwich.Als wir uns dem Konferenzsaal näherten, spürten wir die Veränderung der Atmosphäre lange bevor wir die Türen erreichten.Die menschlichen Angestellten im Großraumbüro duckten sich hinter ihren Monitoren, die Hände erstarrt auf den Tastaturen. Die Luft war schwe
KAPITEL 9: Die nackte WahrheitDas flackernde Licht des offenen Kamins warf tanzende, goldene Schatten an die dunklen Holzwände des Penthouses, während draußen das endlose Lichtermeer der Metropole wie ein technisches Sternenzelt pulsierte. Die Luft hier oben war anders als im Rest des Gebäudes – schwerer, gesättigt von der unverkennbaren, dominanten Note von Zedernholz, kühlem Kiefernharz und der elektrischen, ungeduldigen Aura eines Alphas, der seine Beute im geschützten Raum wusste.Ich stand da, die Hände leicht zu Fäusten geballt in den Taschen meines Hosenanzugs, und hielt seinem brennenden Blick stand. Seine Worte – „Erzähl mir, wer dich gejagt hat... und warum du glaubst, dass du vor mir sicherer bist als im Wald“ – hingen wie eine schwere, unsichtbare Last im Raum.Ein kurzes, trockenes Lachen entkam meiner Kehle. Es klang kalt, fast hohler, als ich es beabsichtigt hatte.„Sicher?“ Ich schüttelte langsam den Kopf und machte zwei langsame, gezielte Schritte auf ihn zu, bis das
KAPITEL 8: Die Erschütterung des FundamentsDas dumpfe Echo des Schlags hing noch immer in der sterilen, von Glas und Marmor dominierten Weite des Foyers, als sich die Angestellten wie in Zeitlupe wieder zu rühren begannen. Einige der menschlichen Mitarbeiter flüchteten panisch Richtung Aufzüge oder suchten Schutz hinter den massiven Säulen, während andere verstört und mit weit aufgerissenen Augen auf den am Boden liegenden Abgesandten starrten. Kael hustete schwer, spuckte eine blutige Speichelwolke auf den glänzenden Boden und versuchte mit zitternden Händen, sich aufzurichten. Seine bernsteinfarbenen Augen brannten vor Schmerz und bodenloser Wut, doch als sein Blick auf Victor Sterling Jr. fiel, gefror jede Regung von Gegenwehr in seinem Gesicht.Er hatte gemerkt, mit wem er sich angelegt hatte. Ein Alpha von Kaels Format war in seinem eigenen Revier ein gefürchteter Jäger, aber hier, im Herzen von Sterling Global, war er nichts weiter als ein Eindringling, der gerade gnadenlos in
KAPITEL 7: Die Maske brichtDas helle Neonlicht des Flurs schien plötzlich zu flackern, als die Worte des älteren Sterling wie ein Hammerschlag in der Luft hängen blieben. Ein hochrangiger Abgesandter aus meinem alten Rudel stand unten im Foyer und forderte meine Personalakte an. Sie hatten mich nicht nur durch eine vage Drohung aufgespürt; sie nutzten die offiziellen, brutal harten Kanäle der Wandler-Hierarchie, um mich direkt aus diesem Glaspalast herauszuzerren.In meinem Kopf überschlugen sich die Gedanken mit rasender Geschwindigkeit. Wenn diese Akte geöffnet wurde, wenn mein echter Name und meine Herkunft ans Licht kamen, war mein Leben hier in Sekundenschnelle vorbei. Sterling Global war zwar ein von Wölfen geführtes Unternehmen, aber gegenüber traditionellen, territorialen Rudeln galten alte Gesetze. Abtrünnige Wölfe – besonders solche, die sich der Autorität eines Alphas entzogen hatten – besuchten im System der Rudel keinen Arbeitsmarkt. Sie wurden als Eigentum oder Ausgesto






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