ログインNach ein paar Minuten unverbindlicher Unterhaltung zog Lara einen Ausdruck aus ihrer Tasche und reichte ihn Rina.„Diese Vereinbarung habe ich vorgestern in Kens Büro gesehen. Er zieht eine Scheidung also durchaus in Betracht.“Rina nahm die Unterlagen entgegen und blätterte sie durch. Bei dem Abschnitt über die Ausgleichszahlung an Susan blieb ihr Blick hängen. Als sie den Betrag sah, runzelte sie die Stirn.Doch solange ihr Sohn überhaupt an eine Scheidung dachte, wollte sie nichts dagegen einwenden.Eine so unersättliche Frau wie Susan konnte sie einfach nicht ertragen.„Auch wenn Ken wegen Mila vieles hinnimmt, hat seine Geduld Grenzen. Welcher Mann hält es auf Dauer mit einer Frau wie Susan aus?“„Allerdings scheint er ihr die Vereinbarung noch nicht zur Unterschrift vorlegen zu wollen“, fügte Lara hinzu.Rinas Blick verdüsterte sich. „Wenn er so etwas schon vorbereiten lässt, warten wir erst einmal ein paar Tage ab.“Als Susan zu Hause ankam, nahm Hanna sie beiseite und u
„Ein Baby zu bekommen ist auch anstrengend“, sagte Mila. „Mama ist krank, deshalb geht das jetzt noch nicht. Erst wenn sie selbst möchte, bekomme ich ein Brüderchen oder ein Schwesterchen.“Clara sah zu Susan hinüber. Auf deren Gesicht lag ein zärtliches Lächeln für Mila. Andere Gefühle ließ sie sich nicht anmerken.„Mila ist wirklich ein fürsorgliches Kind. Mit einer so klugen und verständnisvollen Tochter können sich Eltern glücklich schätzen.“Susan erwiderte ihr Lächeln. „Ja, das können sie.“In diesem Moment rief William an.„Hallo, Papa.“„Susan, Hanna möchte dich morgen noch einmal in die Klinik begleiten. Komm deshalb heute nach Hause.“Am Vortag in Hainstadt vermittelte Dr. Hartwigs Tochter ihnen den Kontakt zu einem Arzt in Sonnstadt, der Susans Akupunkturbehandlung fortsetzen konnte.„Gut“, antwortete Susan.Nach dem Gespräch fragte Clara: „Übernachtest du heute bei deinen Eltern?“Bei ihren Eltern – die Formulierung klang für Susan seltsam fremd. Sie nickte leicht
Am Nachmittag kamen Clara und Senta in die Villa am Silbersee. Clara trug ihr Baby auf dem Arm.Beim Anblick von Susan hielten beide überrascht inne. Seit ihrem letzten Treffen verlor sie deutlich an Gewicht. Von ihrer sonst so selbstbewussten, unnahbaren Ausstrahlung war nur noch wenig zu spüren. Ihre Augen wirkten müde und verloren ihren gewohnten Glanz. Sie sah aus wie nach einer schweren Krankheit.„Susan, was ist denn mit dir los?“Susan lächelte leicht. „Es ist nichts weiter. Mir ging es eine Zeit lang nicht gut, aber ich erhole mich gerade.“Clara nahm ihre Hand. „Dann ruh dich gut aus und iss ordentlich. Du bist so dünn geworden.“Susan nickte lächelnd. „Ich weiß.“Senta entschuldigte sich noch einmal für den Vorfall auf dem Empfang.Als Ken an jenem Abend im Festsaal erschien, erfuhr er, was dort geschah. Er sagte zwar nichts dazu, doch gerade sein Schweigen machte ihr Angst.Kurz darauf bekam ein Projekt der Familie ihrer Tante keine Genehmigung.Senta bat Dan um Hil
Die Stimmung im Büro wurde mit einem Mal eisig.Schließlich verließ Otto den Raum mit vor Zorn verhärtetem Gesicht.Lara stand vor der Tür. Als sie ihn herauskommen sah, wich sie angesichts seiner finsteren Miene hastig zur Seite.„Herr Schubert“, begrüßte sie ihn respektvoll.Er ging ohne ein Wort an ihr vorbei und steuerte mit großen Schritten auf den Aufzug zu.Erst als er fort war, betrat Lara Kens Büro, um ihm Bericht zu erstatten.Ken wirkte völlig ungerührt. Sein zuvor offener Kragen war inzwischen zugeknöpft. Offenbar sollten die Spuren an seinem Hals nur einem bestimmten Besucher auffallen.Nach ihrem Bericht verließ Lara das Büro.Martin wollte gerade etwas mit ihr besprechen.Als sie mit der Arbeit fertig waren, konnte Lara sich eine Frage nicht verkneifen.„Zwischen den beiden scheint es ziemlichen Ärger zu geben. Was ist denn passiert?“Martin runzelte die Stirn. Geschäftliche Interessenkonflikte konnte Ken mit jedem haben. Nur mit Otto durfte es nicht so weit k
Susan fuhr erschrocken zusammen. Als sie den Kopf wandte und Ken hereinkommen sah, drehte sie sich hastig weg und bedeckte ihre Brust mit den Händen. Panisch griff sie nach dem Badetuch auf der Ablage. Doch kaum machte sie einen Schritt, legte sich sein Arm um ihre Taille.Im nächsten Moment zog er sie an sich. Selbst durch den dünnen Stoff seiner Kleidung spürte sie die Hitze seines Körpers auf ihrer Haut.„Du ...!“Sein stürmischer, drängender Kuss erstickte ihre Worte.Seine kräftigen Arme hielten sie so fest umschlossen, dass sie sich kaum wehren konnte.Sein Atem ging immer heftiger.Unaufhörlich rauschte das Wasser, während Dampf um sie aufstieg.Susan fühlte sich hilflos wie in einem tiefen Meer, dessen Wellen sie immer wieder unter die Oberfläche zogen. Sie bekam kaum noch Luft.„Ken ...“Ihre Stimme war schwach und zitterte.Er vergrub das Gesicht an ihrem Hals und spürte deutlich, wie ihr Körper bebte.„Entspann dich“, redete er leise auf sie ein. „Ich tue dir nich
Unterwegs rief Mila an.„Mama und ich sind gleich bei dir“, sagte Ken.Susan hörte Milas begeisterte Stimme aus dem Handy. Gleich darauf hustete die Kleine.Besorgt wartete sie, bis Ken auflegte. „Ist Mila krank?“„Seit unserer Rückkehr geht es ihr nicht ganz gut.“Am alten Familienanwesen blieb Susan draußen beim Auto und wartete, während Ken hineinging.Kurz darauf hielt ein Rolls-Royce vor dem Haus.Susan sah zu, wie Dan ausstieg und auf sie zukam.Als er vor ihr stehen blieb, begrüßte sie ihn. „Guten Abend, Herr Guter.“„Du kannst mich ruhig Dan nennen. Wir gehören doch inzwischen zur selben Familie.“Susan lächelte nur leicht und erwiderte nichts.„Holst du Mila ab? Warum kommst du nicht rein?“„Ken bringt sie heraus.“Dan nickte und fragte nicht weiter nach. „Ich möchte dich um einen Gefallen bitten.“„Worum geht es?“„Wir haben ein paar Frauen im Auge, die gut zu Timo passen könnten. Er soll sie einmal kennenlernen. Schließlich wird er auch nicht jünger. Bei all d







