LOGINDie Stille im Raum war erdrückend.
Savannah erstarrte, ihre Hand hielt noch immer die Tasche fest. Nathaniels große Gestalt versperrte die Tür, seine goldenen Augen waren auf sie gerichtet wie ein Feuer, das einfach nicht erlöschen wollte.
Ihre Lippen zitterten. „Ich …“
Ihre Stimme versagte.
Nathaniel trat näher. Seine Schuhe klackten auf dem Boden. Er sah auf die Tasche in ihrer Hand und dann auf ihr blasses Gesicht. Sein Kiefer war angespannt, seine Stimme leise und scharf.
„Also stimmt es“, sagte er. „Du willst weglaufen.“
Savannahs Kehle wurde eng. Sie konnte kaum atmen. Sie drückte die Tasche an sich, als könnte sie sie beschützen.
„Nathaniel, ich—“
„Verschwende deinen Atem nicht“, unterbrach er sie kalt. „Glaubst du, es interessiert mich, wenn du heute Nacht hier hinausgehst? Glaubst du, ich werde dir nachlaufen?“
Seine Augen verengten sich. „Mach dir nichts vor. Ich habe dich nie gewollt. Zu gehen ist das Beste, was du tun kannst.“
Savannahs Brust brannte. Seine Worte stachen wie Messer in ihr Herz. Doch sie blieb stehen, während Tränen über ihre Wangen liefen.
„Dann lass mich gehen“, flüsterte sie mit gebrochener Stimme.
Nathaniels Lippen verzogen sich zu einer kalten Linie. „Du kannst gehen. Aber nicht so.“
Ihre Augen weiteten sich. „Was meinst du damit?“
Er griff in seine Manteltasche und holte eine Mappe heraus. Er warf sie auf das Bett. Die Papiere rutschten über die Bettdecke, und die fettgedruckten Worte starrten sie wie Feuer an.
Scheidungsvereinbarung.
Savannahs Knie wurden schwach. Sie starrte auf die Papiere, während ihre Sicht von Tränen verschwamm.
Nathaniels Stimme war wie Eis. „Unterschreib sie. Erst dann kannst du dieses Haus verlassen. Wenn du es wagst, ohne zu unterschreiben zu gehen, werde ich dich finden und dich persönlich hierher zurückschleifen. Verstanden?“
Ihre Brust hob und senkte sich heftig. Ihre Finger umklammerten die Tasche so fest, dass ihre Knöchel weiß wurden.
Sie sah ihn mit tränennassen Augen an. „Warum … warum bist du so grausam zu mir? Was habe ich dir jemals getan?“
Nathaniels Gesicht blieb kalt. „Du existierst. Das reicht.“
Ihre Tränen liefen noch stärker. Sie spürte, wie sich das Baby sanft in ihrem Bauch bewegte, als würde es sie daran erinnern, dass sie nicht allein war. Sie legte ihre Hand auf ihren Bauch.
Sein Blick fiel kurz auf ihre Hand und kehrte dann zu ihrem Gesicht zurück. Er schüttelte den Kopf. „Glaub nicht, dass dein kleiner Trick dich retten wird. Mein Kind auszutragen, ändert nichts. Ich werde nicht mit dir verheiratet bleiben.“
Savannahs Lippen zitterten. „Du würdest dein eigenes Blut wegwerfen?“
Nathaniels Kiefer spannte sich an, aber seine Stimme blieb scharf. „Ich habe nie um dieses Kind gebeten. Ich habe nie um dich gebeten. Unterschreib die Papiere und geh, bevor ich die wenige Geduld verliere, die mir noch bleibt.“
Ihre Brust schmerzte so sehr, dass sie kaum atmen konnte. Sie sah auf die Papiere und dann wieder zu ihm.
„Und wenn ich mich weigere?“
Seine Augen wurden dunkler. Er trat so nah an sie heran, dass sie seinen Atem auf ihrer Haut spüren konnte.
Seine Worte kamen wie Donner.
„Versuch es.“
Savannahs Körper zitterte. Sie wollte schreien. Sie wollte ihm die Papiere ins Gesicht werfen. Aber die Angst war stärker.
Die Erinnerung an Cassandras Worte schoss ihr wieder durch den Kopf.
„Werft sie hinaus. Wirft sie mit ihren Sachen hinaus.“
Savannah biss fest auf ihre Lippe, bis sie Blut schmeckte. Sie durfte nicht zulassen, dass sie sie zerstörten. Sie musste an ihr Baby denken.
Aber diese Papiere zu unterschreiben fühlte sich an wie zu sterben.
Sie starrte Nathaniel an, während ihre Tränen unaufhörlich liefen. „Du wirst nicht einmal fragen, warum? Es wird dir nicht einmal wichtig sein, was diese Ehe mit mir gemacht hat?“
Sein Gesicht bewegte sich nicht. „Es interessiert mich nicht. Diese Ehe war für mich nie echt.“
Savannahs Knie gaben nach. Sie sank auf das Bett, während die Papiere vor ihr lagen wie Ketten, die nur darauf warteten, sie festzuhalten.
Ihre Finger berührten den Stift, der darauf lag. Ihre Hände zitterten so stark, dass sie ihn kaum halten konnte.
Sie schloss die Augen und flüsterte vor sich hin: „Wenn ich das unterschreibe … verliere ich alles.“
Nathaniels Stimme riss sie aus ihren Gedanken. „Wenn du nicht unterschreibst, wirst du niemals gehen. Und wenn ich dich hinauswerfe, wird es nach meinen Bedingungen geschehen, nicht nach deinen.“
Ihre Brust hob und senkte sich heftig. Sie sah mit tränengefüllten Augen zu ihm auf.
Zum ersten Mal lag Wut in ihrer Stimme.
„Du willst mich so sehr loswerden?“, flüsterte sie. „Gut. Aber ich werde nicht zulassen, dass du mich zerstörst. Und eines Tages, Nathaniel Steele, wirst du das bereuen.“
Seine Augen verengten sich, aber bevor er antworten konnte, schlug sie den Stift zurück auf die Papiere, ohne sie zu berühren.
„Ich werde heute Nacht nicht unterschreiben“, sagte sie mit zitternder, aber fester Stimme. „Nicht heute Nacht.“
Nathaniels Gesicht verhärtete sich. Sein Kiefer spannte sich an, während er noch näher trat.
„Du glaubst, du kannst mich hinhalten? Du glaubst, du kannst hier die Mutige spielen?“
Seine kalte Hand riss ihr die Tasche aus den Armen und warf sie durch den Raum. Kleidungsstücke fielen auf den Boden.
„Du verlässt dieses Haus nicht, bevor du unterschreibst“, sagte er dunkel. „Das ist mein letztes Wort.“
Savannah keuchte, ihr Körper zitterte. Ihre Tränen flossen noch schneller.
Nathaniel drehte sich um und verließ den Raum. Seine große Gestalt verschwand im Flur. Seine Stimme hallte zurück, kalt wie Stein.
„Leg dich nicht mit mir an, Savannah. Ich werde dich brechen, wenn es sein muss.“
Die Tür fiel laut ins Schloss.
Savannah saß auf dem Bett, gebrochen und zitternd, während ihre Augen auf die Papiere gerichtet waren. Ihre Brust brannte vor Schmerz, aber tief in ihr weigerte sich ein kleines Feuer zu erlöschen.
Sie flüsterte zu ihrem Baby: „Ich werde nicht aufgeben. Nicht jetzt. Niemals.“
Ihre Tränen fielen auf die Scheidungspapiere.
Und in diesem Moment traf sie eine Entscheidung.
Sie würde kämpfen.
Selbst wenn es sie das Leben kostete.
Die Stille im Raum war erdrückend.Savannah erstarrte, ihre Hand hielt noch immer die Tasche fest. Nathaniels große Gestalt versperrte die Tür, seine goldenen Augen waren auf sie gerichtet wie ein Feuer, das einfach nicht erlöschen wollte.Ihre Lippen zitterten. „Ich …“Ihre Stimme versagte.Nathaniel trat näher. Seine Schuhe klackten auf dem Boden. Er sah auf die Tasche in ihrer Hand und dann auf ihr blasses Gesicht. Sein Kiefer war angespannt, seine Stimme leise und scharf.„Also stimmt es“, sagte er. „Du willst weglaufen.“Savannahs Kehle wurde eng. Sie konnte kaum atmen. Sie drückte die Tasche an sich, als könnte sie sie beschützen.„Nathaniel, ich—“„Verschwende deinen Atem nicht“, unterbrach er sie kalt. „Glaubst du, es interessiert mich, wenn du heute Nacht hier hinausgehst? Glaubst du, ich werde dir nachlaufen?“Seine Augen verengten sich. „Mach dir nichts vor. Ich habe dich nie gewollt. Zu gehen ist das Beste, was du tun kannst.“Savannahs Brust brannte. Seine Worte stachen w
Der Regen fiel die ganze Nacht weiter. Savannah konnte nicht schlafen.Sie lag auf dem kalten Bett und starrte an die Decke, während ihre Hand auf ihrem Bauch lag. Ihr Herz schlug viel zu schnell. Ihre Tränen waren bereits getrocknet, aber der Schmerz wollte nicht verschwinden.Cassandras Worte gingen ihr immer wieder durch den Kopf.„Werft sie hinaus, wenn sie sich weigert zu gehen.“Ihre Brust schmerzte jedes Mal, wenn sie daran dachte. Nathaniels kalte Stimme machte es noch schlimmer.„Sie wird nicht mehr lange bleiben.“Sie drehte sich auf die Seite und sah auf den leeren Platz neben sich. Nathaniel schlief schon lange nicht mehr hier. Er berührte sie nicht, kümmerte sich nicht um sie. Jetzt wusste sie, warum.Er hatte Cassandra.Er hatte keinen Grund, sie noch bei sich zu behalten.Ihre Hand strich langsam über ihren Bauch.„Mein Baby, ich werde nicht zulassen, dass er uns hinauswirft. Ich werde nicht zulassen, dass sie gewinnt.“Zum ersten Mal dachte sie über etwas nach, das sie
Savannah wachte früh auf. Ihr Körper war müde, aber ihr Kopf wollte nicht zur Ruhe kommen.Das Flugticket lag noch immer unter ihrem Kissen versteckt. Sie konnte es nicht wegwerfen. Und sie konnte es nicht ansehen, ohne zu weinen.Sie berührte wieder ihren Bauch. Ihr Baby. Ihr einziger Grund, jetzt noch zu atmen.Nathaniel hatte das Haus bereits verlassen, wie immer. Keine Worte, kein Blick, keine Fürsorge.Die Stille im Anwesen war lauter als jeder Schrei.Savannah zwang sich, sich anzuziehen. Sie brauchte frische Luft. Sie musste etwas anderes sehen als die Wände, die sie ständig an seinen Hass erinnerten.Also ging sie hinaus und fuhr in die Stadt. Sie wusste selbst nicht, warum sie in die Nähe seines Firmengebäudes ging. Vielleicht war ihr Herz noch immer töricht. Vielleicht hoffte sie noch immer, dass er sie einmal ansehen würde, nicht mit Hass, sondern mit etwas Menschlichkeit.Als sie den hohen Glasturm erreichte, der seinen Namen trug, erstarrte sie.Durch die durchsichtigen T
Das Datum war in Savannahs Herz eingebrannt.Ihr Hochzeitstag.Sie hatte die ganze Woche über Vorbereitungen getroffen. Sie hatte ein weißes Kleid gekauft, von dem sie dachte, dass es Nathaniel gefallen würde. Sie kochte sein Lieblingsessen und zündete sogar Kerzen im Esszimmer an. Sie wollte, dass diese Nacht ihn daran erinnerte, dass sie noch immer Ehemann und Ehefrau waren, dass Liebe wachsen konnte, wenn man ihr eine Chance gab.Doch statt eines Lächelns, statt eines Geschenks gab er ihr Scheidungspapiere.Savannah lag in dieser Nacht im Bett, ihr Körper eng zusammengerollt, ihre Augen vom Weinen geschwollen. Das weiße Kleid lag noch immer auf dem Stuhl. Das Essen im Esszimmer war kalt geworden. Ihr Herz fühlte sich wie zerbrochenes Glas an, und jedes Stück schnitt noch tiefer, wann immer sie sich an seine Worte erinnerte.„Du warst nie meine Wahl.“„Du bedeutest mir nichts.“Sie legte ihre Hand auf ihren Bauch. Er glaubte ihr nicht. Er dachte, sie würde über das Baby lügen. Aber
Der Regen prasselte in dieser Nacht heftig gegen die Fenster. Das Anwesen war still, viel zu still.Savannah saß auf der Kante des Sofas und hielt ihre Hände fest zusammen. Sie hatte den ganzen Tag darauf gewartet, dass Nathaniel nach Hause kam. Sie hatte das Abendessen gekocht, aber das Essen war schon vor Stunden kalt geworden.Als sich die Tür öffnete, stand sie schnell auf. Ihr Ehemann kam herein, groß, kalt, noch immer in seinem dunklen Anzug. Nathaniel sah sie nicht einmal an. Er nahm seine Uhr ab, legte sie auf den Tisch und stellte dann einen braunen Umschlag daneben.Savannahs Herz sank.„Was ist das?“, fragte sie mit leiser Stimme.Nathaniel setzte sich ihr gegenüber. Seine goldenen Augen waren scharf und ohne Wärme. „Scheidungspapiere“, sagte er. Seine Stimme war ruhig, aber sie traf sie wie ein Messer.Savannah erstarrte. Mit zitternden Händen griff sie nach dem Umschlag, zog die Papiere heraus und las die fettgedruckten Worte.Scheidungsvereinbarung.Ihre Lippen zitterten







