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KAPITEL 49

last update Data de publicação: 2026-07-07 02:59:58

Ich kann nicht schlafen. Das ist das Problem, das mich seit Wochen zerfrisst, seit ich Harvey bat, aufzuhören. Declans Arm ruht schwer auf meiner Hüfte, sein Körper strahlt eine großzügige und sichere Wärme gegen meinen Rücken aus. Er schläft wie jemand, der ein reines Gewissen hat, wie jemand, der nie seine eigenen Wünsche hinterfragen musste. Ich beneide ihn darum.

Aber hier bin ich, um drei Uhr morgens, starre in die Dunkelheit der Decke, als ob sie mir Antworten geben könnte. Es ist, als hä
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  • Zweimal Du   KAPITEL 117

    Sirius, immer im NordenDeclanDas Arbeitszimmer ist still.Nur das leise Geräusch des Kamins und das gelegentliche Klicken der Tastatur. Ich sitze hinter dem alten Eichentisch, die Ellbogen auf das Holz gestützt, und starre ins Leere. Vor mir liegen Papiere verstreut — Verträge, Berichte, Angebote —, aber ich kann mich auf keinen davon konzentrieren.Es ist fast sechzehn Jahre her, seit alles begann.Sechzehn Jahre, seit ich eine Frau begraben habe, in der Annahme, sie sei Evie.Sechzehn Jahre, seit ich mit einem leeren Grab lebte.

  • Zweimal Du   KAPITEL 116

    Das Dach des Trinity College war still.Es war eine klare Herbstnacht, fast fünfzehn Jahre nachdem alles begonnen hatte. Die Luft war kalt, aber nicht eisig. Die Lichter der Stadt Dublin blinkten ringsum, aber hier oben schien der Himmel näher. Die Sterne waren klar, hell, fast arrogant in ihrer Beständigkeit.Claire stand neben mir.Sie war jetzt neunzehn. Groß, schlank, mit den blauen Augen ihres Vaters und einer Neugier, die nie nachlie&szl

  • Zweimal Du   KAPITEL 115

    Die erste starke Wehe kam um drei Uhr morgens.Ich lag in unserem Bett, als ich sie spürte. Es war nicht dieser leichte Schmerz, den ich in den letzten Wochen gespürt hatte. Es war etwas Tieferes, Intensiveres. Ich wachte sofort auf und legte die Hand auf meinen Bauch. Die beiden Babys bewegten sich gleichzeitig, als wüssten sie bereits, dass es Zeit war.Declan wachte im selben Moment auf. Er hatte immer einen leichten Schlaf. Harvey, der auf meiner anderen Seite lag, öffnete ebenfalls die Augen.— War es das? — fragte Declan und saß schon aufrecht im Bett.Ich nickte und atmete tief durch.

  • Zweimal Du   KAPITEL 114

    Wir kehrten in einer klaren Winternacht zum Observatorium zurück.Der Ort war genau so, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Die Kuppel ließ sich noch immer öffnen und gab den Himmel frei. Der Marmorboden war noch immer kalt unter den nackten Füßen. An den Wänden hingen jene alten, handgemalten Karten, und die kleine Plakette mit meinen Initialen war noch da, etwas staubig, aber unversehrt.Declan hatte den Ort die ganze Zeit geheim gehalten. Nach allem, was geschehen war, hatte er nie wieder jemanden hierher gebracht. Bis heute.Wir drei waren allein.Claire war bei Maeve und Matthew. Die Zwillinge waren noch nicht geboren. Die Welt draußen war still. Un

  • Zweimal Du   KAPITEL 113

    Die Hütte in Vermont war still.Draußen fiel unaufhörlich Schnee. Drinnen gab es nur die Wärme des Kamins und die Spannung, die zwischen uns beiden in der Luft lag.Wir waren fast einen Tag allein. Ohne Declan. Ohne Kinder. Ohne Unterbrechungen. Und zum ersten Mal gab es keinen Krieg, kein Trauma in unseren Berührungen, nichts außer der rohen Wahrheit zwischen uns.Harvey lehnte an der Wand nahe dem Kamin, nur in Jogginghose. Das Hemd fehlte. Die braunen Augen fest auf mich gerichtet mit einer Intensität, die mich mitten im Zimmer stehen bleiben ließ.Er sagte zunächst nichts.Er

  • Zweimal Du   KAPITEL 112

    Das Haus war still.Claire verbrachte die Nacht bei Maeve und Matthew. Harvey war nach Boston gereist, um ein paar Angelegenheiten der Firma zu regeln, und würde erst am nächsten Tag zurückkommen. Zum ersten Mal seit langer Zeit war das Haus wieder nur unser.Nur Declan und ich.Ich stand auf der Veranda und sah in den dunklen Garten. Der Bauch war groß, schwer. Ich trug eines seiner weiten T-Shirts und nichts darunter. Die Nachtluft war frisch, aber nicht kalt. Declan erschien hinter mir, ohne Geräusche zu machen. Er legte die Arme um meine Taille, seine großen Hände ruhten mit einer Zartheit auf meinem Bauch, die er in der Öffentlichkeit selten zeigte.

  • Zweimal Du   KAPITEL 6

    Claire schläft tief, als Declan sie ins Bett legt. Mit einer Zärtlichkeit, die dem Mann, der mich am Altar entführt hat, völlig widerspricht, richtet er die Sternendecke, schiebt eine blonde Strähne aus ihrem Gesicht und bleibt einen Moment stehen – einfach nur, um seine Tochter zu betrachten, mit

  • Zweimal Du   KAPITEL 5

    Das Frühstück endet in angespannter Stille, die nur Claire nicht zu spüren scheint. Sie plaudert aufgeregt über ihre Pläne für den Tag, ahnungslos über den stillen Sturm, der sich zwischen mir und Declan zusammenbraut. Jedes Mal, wenn sich unsere Blicke kreuzen, spüre ich das Gewicht des Verspreche

  • Zweimal Du   KAPITEL 4

    Der Kuss endet langsam, aber Declan zieht sich nicht zurück. Seine Stirn bleibt gegen meine gepresst, unsere Atemzüge vermischen sich. Ich spüre ihn noch — den Geschmack von Regen, von Verlangen und von etwas gefährlich Süchtigmachendem.„Du hast den Kuss erwidert“, murmelt er mit rauer Stimme der

  • Zweimal Du   KAPITEL 3

    Er legt das Telefon weg und steckt es in seine Tasche. Der Raum bleibt für einige Sekunden still, nur unterbrochen von meinem keuchenden Atem und dem unaufhörlichen Regen, der gegen die Fenster schlägt.Ich bin immer noch ans Bett gefesselt, halbnackt, mein Körper pocht dort, wo er mich berührt hat

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