LÉADer Morgen ist klar. Zu klar für eine so wilde Nacht.Ich bin noch nackt, in die Laken gehüllt. Nathan ist vor mir aufgestanden, und ich höre ihn, in der offenen Küche, Kaffee kochen. Der Duft dringt sanft zu mir, vermischt mit dem des Regens auf den Scheiben und seines Parfums an meinen Handgelenken.Er hat kein Hemd angezogen.Ich sehe ihn an, Oberkörper frei, in seiner so großen, so stillen, so seltsam bewohnten Wohnung jetzt, wo ich darin bin.Er spürt meinen Blick, dreht sich um.Sein Blick verbrennt mich genauso, wie er mich beruhigt.— Willst du Zucker? fragt er, als wären wir ein normales Paar, ein Montagmorgen wie jeder andere.Ich lächle sanft.— Nur dich.Er lacht, schüttelt den Kopf, kommt dann mit zwei Tassen zurück zum Bett. Er reicht mir meine, setzt sich neben mich, den Rücken ans Kopfteil gelehnt, seinen Oberschenkel an meinem. Das Schweigen ist nicht bedrückend. Es ist dicht. Aufgeladen.Ich nehme einen Schluck. Dann sehe ich ihn an. Lange.— Weißt du, was ich he
Last Updated : 2026-03-26 Read more