RAPHAËL Ich stehe da, stumm, ausgeleert. Ihre Worte kreisen noch in meinem Kopf, schwer, scharfkantig, wie Steine, geworfen in ein zu ruhiges Wasser. Julien. Dieser Name, den ich seit Jahren nicht mehr ausgesprochen hatte. Ich sehe ihn wieder, seinen ehrlichen Blick, seine schüchterne Stimme, seinen stets zu großen Anzug. Und seinen Schatten, jenen, den ich eines Morgens fand, an einem Strick erhängt, über die sozialen Netzwerke. Ich schließe die Augen. Alles steigt wieder auf, brutal. Das Büro, das Schweigen, die Nachricht, der Körper. Die Welt, die einstürzt, ohne dass man versteht, wie. Maéva fixiert mich, das Gesicht verwüstet. Éliaz, er taumelt, zwischen Mitleid und Unverständnis. Also spreche ich. Langsam. Mit leiser, erstickter Stimme. „Du irrst dich, Maéva. Du glaubst, ich hätte ihn zerstört … aber das ist falsch. Ich habe nie seinen Sturz gewollt. Niemals.“ Sie runzelt die Stirn, ein Hauch von Unglauben im Blick. Ich fahre fort, trotz des Brennens, das mir d
最終更新日 : 2026-05-06 続きを読む