ANDRÉIhre Hände wandern hoch, als folgten sie einer unsichtbaren Landkarte, die auf meinen Oberkörper gezeichnet ist, aufmerksam, methodisch, fast klinisch in ihrer Langsamkeit, und mein Hemd, das noch einen Augenblick zuvor so banal, so neutral war, wird plötzlich zu einem Hindernis, das sie mit entwaffnender Leichtigkeit verschwinden lässt, ohne Gewalt, ohne Eile – nur diese ruhige Gewissheit, dass die Zeit ihr gehört.Ich helfe ihr nicht.Ich sage nichts.Aber ich halte sie nicht mehr auf.Meine Arme hängen zu beiden Seiten meines Körpers herab wie zwei tote Gewichte, unfähig, eine richtige Geste zu finden, nutzlos, fast beschämt.Und doch, jedes Mal wenn ihre Finger ein Stück meiner entblößten Haut streifen, jedes Mal wenn sie von einem Muskel zum anderen wandert, erschaudere ich trotzdem, unmerklich, aber genug, dass sie es spürt, genug, dass sie weiß, dass sie einen Kampf gewinnt, den ich nicht einmal einzugestehen wage.Sie sagt nichts.Sie atmet.Sie streift.Ihre Handflächen
Last Updated : 2026-03-14 Read more