CAMILLEIch sehe sie an, dort, auf den Knien, zitternd, ihre Hände bedecken ihr Gesicht, als könne sie das Chaos, das in ihr tobt, zurückhalten. Jeder Schluchzer, der ihren Körper erschüttert, ist Musik, jeder keuchende Atemzug ein Duft des Sieges. Die Welt, die sie kannte, bricht vor ihr zusammen, und ich ergötze mich an diesem Schauspiel. Jede Träne, die über ihre Wangen läuft, jeder vor Schmerz erstickte Schrei, jeder kurze, keuchende Atemzug, all das ist köstlich.— André, sage ich, das grausame Lächeln auf den Lippen, verschwinde mit deiner Frau aus meiner Wohnung. Jetzt.Er zögert, das Gesicht verzerrt von Panik und Schuld, kommt näher, als wolle er sie beschützen. Aber ich schüttle den Kopf, fest, unerbittlich.— Nein … nicht hier. Ich hasse Weinen, André. Und jetzt will ich diesen Moment bis zum letzten Atemzug ihrer Würde
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