POV: ElenaJulian tauchte erst am nächsten Tag gegen Mittag auf.Der feine Herr war tadellos gekleidet: maßgeschneiderter Anzug, gegeltes Haar – das personifizierte Bild des perfekten Schwiegersohns. Er schleppte sogar einen riesigen Strauß roter Rosen an.Damon war erst zehn Minuten vorher verschwunden. Eine Viertelstunde länger, und Julian hätte uns in flagranti erwischt.Ich war gerade dabei, den Müll rauszubringen, als ich die Tür hörte. Ich dachte erst, Damon hätte etwas vergessen, aber dann tauchte Julians strahlendes Gesicht hinter den Blumen auf.„Schatz! Die waren echt schwer zu finden, ich war bei drei Floristen. Gefallen sie dir?“Ich warf dem Strauß einen eiskalten Blick zu, bevor ich mit dem Müllsack in der Hand an ihm vorbeiging.„Ganz toll.“Julian, der offenbar glaubte, er könne seine Sünden mit ein paar Blütenblättern freikaufen, eilte herbei, um mir den Sack abzunehmen.„Lass mal, stell du die Blumen in eine Vase, ich kümmere mich um den Abfall.“Ich erstarrte kurz.
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