Das Restaurant lag nur zwei Straßen vom Parc Monceau entfernt. Es war ein diskreter Ort, ohne Michelin-Sterne an der Fassade, dafür mit großzügig bemessenen Abständen zwischen den Tischen, die absolute Vertraulichkeit garantierten.Léonard Bresson warf einen kurzen Blick in die Weinkarte, bevor er sie auf der weißen Tischdecke ablegte. Er nahm einen Schluck Mineralwasser und fixierte Élodie, die ihm gegenübersaß.– „Das ist kein Witz, Léonard. Nimm das ernst.“Léonard verschränkte die Arme vor der Brust.– „Du verlangst, dass ich mich mit meiner eigenen Chefin an einen Tisch setze, damit ihr Ehemann ‚zufällig‘ auftaucht und mich unter Druck setzt? Das ist doch völlig absurd. Glaubt er denn wirklich, du seist mein wunder Punkt?“– „Er glaubt, wir seien alte Studienkollegen, die noch freundschaftlich verbunden sind“, korrigierte Élodie, während sie ein Stück Brot schnitt. „Er denkt, er könne mich nutzen, um deine Anwälte zu umgehen. Er will seine zwanzig Minuten unter vier Augen mit dir
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