Ich lege die Klinge an mein Handgelenk. Die Haut ist dort dünn, bläulich, verletzlich, von Adern durchzogen, die pulsieren, die leben, die all das Blut tragen, das in mir fließt, all diese Liebe, die nirgendwohin kann.Ein kleiner Druck, und es würde sich öffnen. Das Blut würde fließen, rot, warm, lebendig. Es würde den Marmor überfluten, den Teppich, meine Kleidung. Es wäre der Beweis, dass ich existiere, dass ich leide, dass ich zu allem bereit bin.Und alles würde aufhören. Der Schmerz, die Wut, die Liebe. Alles.— Tu es.Ich weiß nicht, wer spricht. Ich? Eine andere? Eine Stimme in meinem Kopf? Die Stimme meiner Mutter, die meines Vaters, die all der Morenos, die verrückt gestorben sind, allein, zerstört?— Tu es, Chiara. Tu es, und es hört auf.Die Klinge drückt zu. Eine feine rote Linie erscheint, präzise, wie ein Bleistiftstrich auf einer leeren Leinwand. Das Blut perlt, tropft auf den Boden. Ein Tropfen. Zwei. D
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