ValentinaDer Zug fährt. Die Schienen gleiten unter den Waggons dahin, schnell, regelmäßig, hypnotisch. Das Geräusch ist ein dumpfes Grollen, das in meiner Brust vibriert, in meinen Knochen widerhallt, mich am Denken hindert. Oder vielleicht bin ich es, die sich am Denken hindert, die die Bilder, die Erinnerungen, die Worte, die er gesagt hat, zurückdrängt.Diego auf den Knien auf dem Bahnsteig.Diego, der mich anfleht.Diego, der weint.Ich schließe die Augen. Ich will das nicht sehen. Ich will mich nicht daran erinnern. Aber die Bilder sind da, eingraviert hinter meinen Lidern, unauslöschlich, unerträglich.— Du wirst dich nie ändern, Diego.Die Worte, die ich gesagt habe, hallen in meinem Kopf wider, immer wieder, wie ein Urteil, wie eine Verdammung, wie eine Wahrheit, vor der ich nicht fliehen kann.— Du wirst dich nie ändern.Ich habe sie für mich genauso gesagt wie für ihn. Um mich zu üb
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